Schlagwort-Archiv: York

England-Urlaub 2009: York / Konzert: LoveLikeFire

Von der Westküste (Blackpool) bin ich einmal quer durchs Land nach York gefahren. Dieses beschauliche Städtchen hatte ich schon vor einem Jahr besucht und für gut befunden. In dem alten Artikel gibt es ein paar Zeilen zur Geschichte und interessante Fotos. In diesem Jahr habe ich erneut drei Tage dort verbracht, was aber hauptsächlich einem Konzert geschuldet war und da ich schon die meisten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten gesehen hatte, lag der Schwerpunkt dieses Mal auf dem York Food and Drink Festival und Geisterführungen (siehe Reisetagebuch).

Diesmal habe ich nicht so viele Fotos gemacht, aber einige schöne finden sich doch im flickr-Album (im 2008er-Album sind dreimal mehr Bilder). Eine Auswahl:

All Saints Church Spires and Steeples York Minster Clock at St Martin Le Grand (Coney Street) St Marys Abbey Ruins

Am ersten und letzten Abend habe ich eine Ghost Tour mitgemacht (Original Ghost Walk of York: ok, Haunted Walk of York: empfehlenswert) und dazwischen ein Konzert von LoveLikeFire besucht. Das Fibbers war nicht nicht mal halb voll, aber es war dennoch ein sehr schönes Konzert. Und weil ich “extra aus Deutschland gekommen bin”, hat Sängerin Ann hat mir ein Poster und Sticker geschenkt. Ein paar Fotos:

LoveLikeFire Konzert 21. Sep 2009 Fibbers York LoveLikeFire Konzert 21. Sep 2009 Fibbers York LoveLikeFire Konzert 21. Sep 2009 Fibbers York

So und jetzt werde ich nochmal das dort gekaufte Album anhören…

York: The Most Haunted City in England

Eine Stadtführung der anderen Art sind sogenannte Ghost Walks/Tours, die es in vielen Städten in ganz England und Schottland gibt. Ich bin damit zum ersten Mal vor sieben Jahren in Edinburgh in Berührung gekommen und seitdem großer Fan.

Die Städte überschlagen sich mit Superlativen und York ist “officially the most haunted city in England”, aber warum das so ist, konnte ich nicht herausfinden, ob da z.B. die Anzahl der Geister, Bevölkerungsdichte im Vergleich zur Geistdichte, die Häufigkeit der Heimsuchungen oder die Berühmtheit der Verstorbenen zur Bestimmung herangezogen wird. Ist auch nicht so wichtig, denn es kommt auf die zugehörigen Stadtführungen an. York ist mit sechs Anbietern sehr gut ausgestattet und übertrifft damit sogar Edinburgh, wo es “nur” vier gibt und erst Recht Liverpool und Chester mit je einem einzigen.

Foto von karlequin
Foto: karlequin

Letztes Jahr habe ich zwei Touren mitgemacht (Ghost Trail of York und York Ghost Hunt), die beide empfehlenswert sind. Die Geschichten überschneiden sich, denn die berühmtesten Geister möchten von jedem entsprechend gewürdigt werden. Der Unterschied besteht hauptsächlich in der Präsentation, in der Anzahl der Geisterführer, wie sie sprechen, gekleidet sind, welche Tricks und Gimmicks sie anwenden und wie furchteinflößend es insgesamt ist. Kriterien, die man nicht beeinflussen kann, sind die anderen Teilnehmer der Tour. Wenn ein paar aufgedrehte Kinder mit Taschenlampen dabei sind, kann das den Genuss erheblich schmälern. Überhaupt ist das Zulassen von Kindern ein Indikator, dass es eher eine milde Form der Schreckerfahrung wird und ich würde andere vorziehen. Wie in Großbritannien üblich wird auf Behinderte Rücksicht genommen und so sind rollstuhlfahrende und blinde Teilnehmer keine Seltenheit, ansonsten wird extra darauf hingewiesen, ob die Tour für bestimmte Gruppen nicht geeignet ist.

Foto-Projekt 52 Thema #34: Vergänglichkeit

Projekt 52Es ist Sonntag Abend und damit eigentlich Zeit für das dieswöchige Foto für das Projekt 52[1]. Doch leider hat das plötzlich umschlagende Wetter meine Pläne für das gewünschte Motiv zunichte gemacht. Deswegen gehen wir 10 Wochen zurück und widmen uns der Vergänglichkeit. Da habe ich ein wirklich passendes Motiv gefunden:

34_vergaenglichkeit

Wir haben es hier mit Rad- und Fußspuren im Sand zu tun. Ok, die sind vergänglich – Thema erfüllt. Doch die Geschichte dahinter verstärkt die Vergänglichkeit noch. Der Weg verläuft neben dem Fluss Ouse in York und der Sand ist getrockneter Matsch, der vom Hochwasser die Woche vorher angeschwemmt wurde (beeindruckendes HDR-Bild der Flut). Insofern sind nicht nur die Spuren selber vergänglich, sondern auch der Untergrund, der entweder bei der nächsten Straßenreinigung oder bei der nächsten Flut wieder verschwunden sein wird.

Das Bild wurde aufgenommen einer Belichtungszeit von 1/350 Sek, Blende f/9,5 und Brennweite 36 mm. Bearbeitet habe ich es minimal (Kontrast und Größe).

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Heute gibt es Feuerwerke und Freudenfeuer…

… im Vereinigten Königreich. Dort ist nämlich Guy Fawkes Night, weil ein paar Gesellen am 5. November 1605 versucht haben, das englische Parlament in die Luft zu sprengen.

Da David das Gedicht gebracht hat, gehe ich einen visuelleren Weg und präsentiere das Geburtshaus in York (bzw. das Schild daran) von Guy Fawkes. Tadaä:

Guy Fawkes Geburtshaus

Bilder aus England #2: York

Wird langsam Zeit, dass ich Bilder und Geschichten aus meinem England-Urlaub präsentiere, denn immerhin bin ich schon vier Wochen wieder zurück. Deswegen stürzen wir uns gleich auf York, diese unglaublich kompakte, herrlich mittelalterliche Stadt. Mir hat es dort so gut gefallen, dass ich nicht nur die geplanten zwei, sondern ganze vier Tage geblieben bin[1].

Die Verlängerung brachte den unglaublichen Vorteil, dass das Wetter noch besser war (nicht nur bewölkt, sondern sogar sonnig) und ich auch zwei Ghost Walks mitmachen konnte. Die ersten beiden Abende war ich nämlich wieder auf Konzerttour. Wir sehen hier die Sänger von Glasvegas (James Allan, Konzert am 16. Sep in York) und der Rascals (Miles Kane, Konzert am 17. Sep in Liverpool):

Glasvegas-Konzert in YorkRascals-Konzert in Liverpool

Ja, das Rascals-Konzert war in Liverpool und deswegen war ich erst um vier Uhr morgens wieder zurück in der Herberge. Aber da dies aber keine normale touristische AKtivität ist, wenden wir uns schnell von der Musik ab und dem beschaulichen Städtchen zu. Natürlich fangen wir da mit dem Münster an (Bilder sind mit meinem lokalen flickr-Album verlinkt):

york75 york71 york09

Dass das Münster (engl. Minster) Münster genannt wird und nicht Kathedrale oder Dom oder Kirche oder Ähnliches hat übrigens historische Gründe (s. Wikipedia Münster, Minster). Bei der Führung wurde gesagt, dass diesen Titel nur Kirchen tragen dürfen, die aus der Anglo-Saxon-Zeit stammen (410-1066).

Foto-Projekt 52 Woche #31: Wertvoll

Projekt 52Überraschung! Ein weiterer Beitrag für das Projekt 52[1]! Jedoch wird es für das Thema Wertvoll ausnahmsweise kein Foto geben (ist keine zwingende Vorgabe), sondern ein gescanntes Blatt Papier. Das mag etwas hergeholt klingen, doch ein Blick auf das Papier bringt Klarheit:

31_wertvoll

Wer hier öfter mal vorbeischaut, wird wissen, dass ich Fan der Band Glasvegas bin[2] und im September in York auf einem Konzert war. Dort war ich in der allerersten Reihe und konnte nach dem Konzert eine Setlist ergattern. Man sieht (hoffentlich) an den Taperändern und an den Fußspuren, dass es sich um ein Original handelt.

Für das Projekt war der Scan ist ein anspruchsloser Ausweg, doch erstens wollte ich nicht ein klischeehaftes Wertvoll-Bild machen und zweitens ist das wertvoll für mich und zwar sowohl das Papier selber (als Souvenir) und auch das, woran es mich erinnert (das Konzert).

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []
  2. Für mehr Beiträge zum Thema Glasvegas den Tag-Link unter der Überschrift anklicken. []

2 York

Die Stadt mit dem beruehmten York Minster (je nach Quelle die groesste gothische Kathedrale in Nordeuropa – andere meinen das waere der Koelner Dom) und weiteren schnuckeligen uralten Gebaueden und Gassen. Ein grosser Kontrast zum sich im Umbruch befindlichen Liverpool.

1. Tag – 16. September – Wunde Fuesse

Nach der ereignislosen Zugfahrt sofort ins Touristenbuero und einen zweitaegigen Yorkpass besorgt (£ 32), der kostenlosen Eintritt in alle Attraktionen bietet. Lohnt sich, denn viele Museen und z.B. das Muenster kosten zwischen £ 5 und 15. Und dann flott zur Jugendherberge und moeglichst viel gesehen, denn die meisten Museen machen um 17h zu.

york71 york75 york09 york06 york01

Natuerlich musste das Muenster als erstes besichtigt werden und es ist wirklich beeindruckend gross. Leider ist das beruehmte Ostfenster (eines der groessten und aeltesten) gerade fuer fuenf Jahre verdunkelt worden. Eine weitere schmerzhafte Erfahrung war das Platzen einer Ballenblase[1] und ueberhaupt faellt mir das Laufen mittlerweile sehr schwer. Danach zur Tour “Snickelways” mit einem Gothic-Fuehrer, der uns (mir und einem aelteren Herren) die kleinen Gassen und Hinterhoefe der Stadt zeigte – eine zweistuendige fantastische Einfuehrung in die Stadt.

york65 york47 york35 york25 york22

Danach noch schnell zum Treasurer’s House, wo ich leider die letzte Tour verpasst habe, aber einen Gutschein fuer den naechsten Tag erhalten habe (wichtig, da der Pass nur einmal Eintritt gewaehrt). Das Haus ist beeindruckend und wurde vom Besitzer komplett mit Moebeln an den National Trust uebergeben. In jedem Raum ist ein Experte, den man fragen kann und die erzaehlen interessante Geschichten, z.B. der Enkel des Chauffers des Besitzers.