Von der Westküste (Blackpool) bin ich einmal quer durchs Land nach York gefahren. Dieses beschauliche Städtchen hatte ich schon vor einem Jahr besucht und für gut befunden. In dem alten Artikel gibt es ein paar Zeilen zur Geschichte und interessante Fotos. In diesem Jahr habe ich erneut drei Tage dort verbracht, was aber hauptsächlich einem Konzert geschuldet war und da ich schon die meisten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten gesehen hatte, lag der Schwerpunkt dieses Mal auf dem York Food and Drink Festival und Geisterführungen (siehe Reisetagebuch).
Diesmal habe ich nicht so viele Fotos gemacht, aber einige schöne finden sich doch im flickr-Album (im 2008er-Album sind dreimal mehr Bilder). Eine Auswahl:

Am ersten und letzten Abend habe ich eine Ghost Tour mitgemacht (Original Ghost Walk of York: ok, Haunted Walk of York: empfehlenswert) und dazwischen ein Konzert von LoveLikeFire besucht. Das Fibbers war nicht nicht mal halb voll, aber es war dennoch ein sehr schönes Konzert. Und weil ich “extra aus Deutschland gekommen bin”, hat Sängerin Ann hat mir ein Poster und Sticker geschenkt. Ein paar Fotos:
So und jetzt werde ich nochmal das dort gekaufte Album anhören…
So, Kinners, dat war schon der komplette Beitrag.
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Eine Stadtführung der anderen Art sind sogenannte Ghost Walks/Tours, die es in vielen Städten in ganz England und Schottland gibt. Ich bin damit zum ersten Mal vor sieben Jahren in Edinburgh in Berührung gekommen und seitdem großer Fan.
Die Städte überschlagen sich mit Superlativen und York ist “officially the most haunted city in England”, aber warum das so ist, konnte ich nicht herausfinden, ob da z.B. die Anzahl der Geister, Bevölkerungsdichte im Vergleich zur Geistdichte, die Häufigkeit der Heimsuchungen oder die Berühmtheit der Verstorbenen zur Bestimmung herangezogen wird. Ist auch nicht so wichtig, denn es kommt auf die zugehörigen Stadtführungen an. York ist mit sechs Anbietern sehr gut ausgestattet und übertrifft damit sogar Edinburgh, wo es “nur” vier gibt und erst Recht Liverpool und Chester mit je einem einzigen.

Foto: karlequin
Letztes Jahr habe ich zwei Touren mitgemacht (Ghost Trail of York und York Ghost Hunt), die beide empfehlenswert sind. Die Geschichten überschneiden sich, denn die berühmtesten Geister möchten von jedem entsprechend gewürdigt werden. Der Unterschied besteht hauptsächlich in der Präsentation, in der Anzahl der Geisterführer, wie sie sprechen, gekleidet sind, welche Tricks und Gimmicks sie anwenden und wie furchteinflößend es insgesamt ist. Kriterien, die man nicht beeinflussen kann, sind die anderen Teilnehmer der Tour. Wenn ein paar aufgedrehte Kinder mit Taschenlampen dabei sind, kann das den Genuss erheblich schmälern. Überhaupt ist das Zulassen von Kindern ein Indikator, dass es eher eine milde Form der Schreckerfahrung wird und ich würde andere vorziehen. Wie in Großbritannien üblich wird auf Behinderte Rücksicht genommen und so sind rollstuhlfahrende und blinde Teilnehmer keine Seltenheit, ansonsten wird extra darauf hingewiesen, ob die Tour für bestimmte Gruppen nicht geeignet ist.
Es ist Sonntag Abend und damit eigentlich Zeit für das dieswöchige Foto für das Projekt 52[]. Doch leider hat das plötzlich umschlagende Wetter meine Pläne für das gewünschte Motiv zunichte gemacht. Deswegen gehen wir 10 Wochen zurück und widmen uns der Vergänglichkeit. Da habe ich ein wirklich passendes Motiv gefunden:
Wir haben es hier mit Rad- und Fußspuren im Sand zu tun. Ok, die sind vergänglich – Thema erfüllt. Doch die Geschichte dahinter verstärkt die Vergänglichkeit noch. Der Weg verläuft neben dem Fluss Ouse in York und der Sand ist getrockneter Matsch, der vom Hochwasser die Woche vorher angeschwemmt wurde (beeindruckendes HDR-Bild der Flut). Insofern sind nicht nur die Spuren selber vergänglich, sondern auch der Untergrund, der entweder bei der nächsten Straßenreinigung oder bei der nächsten Flut wieder verschwunden sein wird.
Das Bild wurde aufgenommen einer Belichtungszeit von 1/350 Sek, Blende f/9,5 und Brennweite 36 mm. Bearbeitet habe ich es minimal (Kontrast und Größe).
So, Kinners, dat war schon der komplette Beitrag.
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… im Vereinigten Königreich. Dort ist nämlich Guy Fawkes Night, weil ein paar Gesellen am 5. November 1605 versucht haben, das englische Parlament in die Luft zu sprengen.
Da David das Gedicht gebracht hat, gehe ich einen visuelleren Weg und präsentiere das Geburtshaus in York (bzw. das Schild daran) von Guy Fawkes. Tadaä:

So, Kinners, dat war schon der komplette Beitrag.
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Wird langsam Zeit, dass ich Bilder und Geschichten aus meinem England-Urlaub präsentiere, denn immerhin bin ich schon vier Wochen wieder zurück. Deswegen stürzen wir uns gleich auf York, diese unglaublich kompakte, herrlich mittelalterliche Stadt. Mir hat es dort so gut gefallen, dass ich nicht nur die geplanten zwei, sondern ganze vier Tage geblieben bin[].
Die Verlängerung brachte den unglaublichen Vorteil, dass das Wetter noch besser war (nicht nur bewölkt, sondern sogar sonnig) und ich auch zwei Ghost Walks mitmachen konnte. Die ersten beiden Abende war ich nämlich wieder auf Konzerttour. Wir sehen hier die Sänger von Glasvegas (James Allan, Konzert am 16. Sep in York) und der Rascals (Miles Kane, Konzert am 17. Sep in Liverpool):


Ja, das Rascals-Konzert war in Liverpool und deswegen war ich erst um vier Uhr morgens wieder zurück in der Herberge. Aber da dies aber keine normale touristische AKtivität ist, wenden wir uns schnell von der Musik ab und dem beschaulichen Städtchen zu. Natürlich fangen wir da mit dem Münster an (Bilder sind mit meinem lokalen flickr-Album verlinkt):
Dass das Münster (engl. Minster) Münster genannt wird und nicht Kathedrale oder Dom oder Kirche oder Ähnliches hat übrigens historische Gründe (s. Wikipedia Münster, Minster). Bei der Führung wurde gesagt, dass diesen Titel nur Kirchen tragen dürfen, die aus der Anglo-Saxon-Zeit stammen (410-1066).
Überraschung! Ein weiterer Beitrag für das Projekt 52[]! Jedoch wird es für das Thema Wertvoll ausnahmsweise kein Foto geben (ist keine zwingende Vorgabe), sondern ein gescanntes Blatt Papier. Das mag etwas hergeholt klingen, doch ein Blick auf das Papier bringt Klarheit:
Wer hier öfter mal vorbeischaut, wird wissen, dass ich Fan der Band Glasvegas bin[] und im September in York auf einem Konzert war. Dort war ich in der allerersten Reihe und konnte nach dem Konzert eine Setlist ergattern. Man sieht (hoffentlich) an den Taperändern und an den Fußspuren, dass es sich um ein Original handelt.
Für das Projekt war der Scan ist ein anspruchsloser Ausweg, doch erstens wollte ich nicht ein klischeehaftes Wertvoll-Bild machen und zweitens ist das wertvoll für mich und zwar sowohl das Papier selber (als Souvenir) und auch das, woran es mich erinnert (das Konzert).