Englisch lernen mit TV-Serien #49: crisper

Oje, es ist tatsächlich schon einige Monate her, dass ich Euch neuen Vokabeln versorgt habe. Aber der Englisch-Blog aka Markus fragt jeden Tag bei Twitter und deswegen berichte ich heute von einer meiner Antworten.

Die zugehörige Serie ist die einzige aus den USA, die ich diese Saison verfolge, da ich im September spontan beschlossen hatte, “meine” vier Serien nicht mehr zu gucken. Eigentlich wollte ich es dabei belassen…

Aber natürlich ist auf Ini Verlass, dass er mir doch wieder eine schmackhaft macht. Es handelt sich um Homeland (mehr dazu unten) und zwar die Folge Clean Skin. CIA-Agentin Carrie ist spitze außer beim Hausfrauen-Dasein und so spielt sich folgender Dialog beim Überwachen ab:

VIRGIL
Got any tomatoes?

CARRIE
In the crisper.

VIRGIL
Any from this century?

CARRIE
Uh, in the cupboard, there might be a jar of something.

Homeland: Crisper

Wo bewahrt man Tomaten auf? Richtig, an einem trockenen Ort bei Zimmertemperatur fern von anderem Gemüse oder Obst, da die doofen Dinger Ethen (=Reifegas) ausdünsten. Aber Carrie weiß das anscheinend[1] nicht und so lagert sie ihre Tomaten im Gemüsefach des Kühlschranks. Da kann man sie auch viel leichter aus den Augen verlieren. Der Begriff ist entweder so offensichtlich oder obskur, dass er nur in einer Diskussion bei LEO zu finden war. Aber man weiß nie, wann man das mal anwenden kann! Ansonsten einfach vegetable cooler sagen.

Nun zur Serie. Von der Prämisse her müsste mich das abschrecken, von wegen Krieg und Patriotismus und so. Kommt auch genug drin vor, aber aus interessanten Blickwinkeln und (bis auf kurze Ausnahmen) nicht zu aufgeplustert. Für die Serie sprechen Claire Danes (wo ich mir erst gerade in England die My So-Called Life-Box gesichert habe), Mandy Patinkin (den ich seit Dead Like Me alle meine Hörbücher einsprechen lassen möchte), Morena Baccarin (was für Castle gilt, muss auch hier gelten). Ich könnte auch noch David Harewood in diese Aufzählung werfen, aber er tauchte erst in der absolut unterirdischen dritten Staffel von Robin Hood auf und deswegen zählt er dagegen. Ein bisschen wird das durch The End of Time[2] ausgewogen. Und er ist Brite.

Ähm ja, also die Serie kann man sich durchaus angucken, soweit ich das nach fünf Folgen beurteilen kann. Ich hoffe sehr, dass es wie bei 24 nach einer Staffel es eine Art Auflösung gibt und nicht wie bei Lost ein sinnloses Tanzen um den heißen Brei über mehrere Staffeln. Aber damit muss man wohl leben bei US-Serien. Seufz.

  1. Ha, guter Einwurf für den Unterschied von anscheinend und scheinbar. Hier ist ersteres angebracht, da wir davon ausgehen müssen. Wenn ich scheinbar schreiben wollte, wüsste sie es eigentlich und tut nur so als ob. []
  2. Die finale Doppelfolge des zehnten Doktors aus – wer hätte es vermutet – Doctor Who! []

Englisch lernen mit TV-Serien #48: Wotcher

Heute wird es mal wieder umgangssprachlich und wir treffen auf alte Bekannte – seriell wie vokabulär. Und auf einen aktuellen Hype springen wir auch noch auf.

Die Serie zum Beispiel ist Luther, deren zweite Staffel gerade lief. Dazu mehr am Ende. Wir stürzen uns in die vierte Folge und zwar mitten in eine Konfrontaion:

FRANK
Wotcher.

LUTHER
Frank, what are you doing here?

FRANK
Waiting for you. What are you doing here? What’s in the boot, John?

LUTHER
None of your business what’s in my boot.

FRANK [POINTING A GUN]
Open it.

LUTHER
So what are you saying, I open the boot or you shoot me?

FRANK
Don’t make me answer that.

LUTHER
Frank, you really want to do this?

Luther: Wotcher (1)

Hier heißt boot soviel wie Kofferraum, aber das wissen wir ja seit der letzten Folge dieser Beitragsserie.

Spannend, wie das ausgehen wird! Aber dass der Hauptcharakter das überlebt, ist klar. Deswegen kann er später folgendes sagen:

LUTHER
Wotcher. I’m John. Do you want to play a game?

Luther: Wotcher (2)

Kann man aus diesen Beispielen ablesen, was dieses seltsame Wort bedeuten könnte? Man könnte von einem Jugendgruß ausgehen und laut Urban Dictionary kennen die meisten (Amerikaner) diesen Begriff nur aus Harry Potter. Es ist allerdings nicht eine Abkürzung von “What are you up to” (1. und 2. Erkärung), sondern vielmehr von “What cheer?” aus dem 15. Jahrhundert (3. und 6. Erklärung). Letzteres wird auch im Phrasefinder erklärt. Dort gibt es auch weitere Beispiele (mit Shakespeare natürlich), Herleitungen (u.a. von Chaucer) und Entwicklungen (z.B. bei Wodehouse).

Zur Serie: Die erste Staffel hatte ich letztes Jahr vorgestellt und wer die bisher noch nicht gesehen hat, sollte dieses Versäumnis schnellstmöglich nachholen. Die Fortsetzung ist anders, sowohl vom Format (4x 90 Minuten mit je zwei zusammenhängenden Folgen) als auch vom Inhalt. Natürlich ist die dramatische Qualität genauso fanstastisch und die zwei vorgestellten Fälle sind ungewöhnlich genug, alleine dadurch das Anschauen zu rechtfertigen. Wer auf realitätsnahe Darstellung steht, sollte einerseits auf jeden Fall reinschauen (Charakterisierung), andererseits die Serie tunlichst meiden (Polizeiarbeit). Bildet Euch am besten selbst ein Bild!

Englisch lernen mit TV-Serien #47: the other day vs. every other day

Manchmal sind es nur kleine Wörter oder Buchstaben, die die Bedeutung eines Satzes gehörig verändern. Und heute wird es um ein solches Beispiel gehen. Das Besondere daran ist, dass man die einzelnen Bestandteile schon sehr früh in seiner Englisch-Karriere kennenlernt, aber die unterschiedliche Bedeutung evtl. sehr viel später oder überhaupt nicht.

Das Beispiel stammt aus der Serie Men of a Certain Age und der Folge Back in the Shit (man beachte die Schreibweise bei tv.com!).

Zur Serie: drei um-die-Fünfziger- ein Familienvater, der bei seinem Vater im Autohaus verkauft, ein frisch geschiedener Glücksspielabhängiger mit eigenem Spaßladen, ein arbeitsloser Schauspieler mit halb so alter Freundin – und ihre Probleme. Ich habe mich durch die erste Staffel geschleppt und bin unentschlossen. Einzig die Tatsache, dass Ini begeistert ist, lässt mich darüber nachdenken. Und Scott Bakula, aber das ist eine andere Geschichte.

Zuerst begleiten wir Terry wie er eine Abreibung von seinem “Boss” bekommt, weil er seinen Job als Hausmeister nicht ordentlich gemacht hat:

BOSS (?)
So I don’t know where the hell you are, and neither does anyone else, and meanwhile the whole building is going to hell. What did I tell you about the clean-out? I had calls from six different tenants talking about their toilets backing up into their showers.

TERRY
And I told Elissa to pour drano down that thing every other day. I mean, my God, you ask somebody to do something for you –

BOSS
That is not her responsibility.

weitere Vokabeln:
clean-out – Reinigungsöffnung für Abflüsse/Abwasserleitungen
tenant – Mieter (Achtung: nur ein n!)
drano – Markenname eines Abflussreinigers

Men of a Certain Age: every other day

Im anderen Beispiel treffen wir auf das seltsame Trio in philosophischer Stimmung:

JOE
I don’t know if this helps, but the other day, I was — I googled the word “happy” and all these quotes came up.

OWEN
Whoa, hold on, you — you googled the word “happy”?

JOE
Yeah. Yeah, yeah, I did.

OWEN
What, were you looking for porn?

JOE
No. What? Why would I put in “happy” if I’m looking for porn?

Men of a Certain Age: the other day

Aus dem Zusammenhang kann man mal wieder erahnen, was die beiden anderen Tage bedeuten. Wenn es jedoch darauf ankommen sollte, muss man nachschlagen, z.B. bei LEO. Dort steht denn auch:

every other day = jeden zweiten Tag
the other day = neulich/letztens

Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied! Und jetzt sagt nicht, dass Ihr das alle schon (immer) wusstet!

Englisch lernen mit TV-Serien #45: hoist with/by one’s own petard

Die Beiträge dieser Reihe sprudeln nur so aus mir heraus, was daran liegt, dass ich die letzten Folgen bis zu den US-Finales nachgeholt habe. Aber dieser Beitrag hier sollte der vorerst vorletzte in so schneller Abfolge sein.

Bevor es jedoch soweit ist, lernen wir heute einen seltsamen Spruch kennen, der meinen Recherchen zufolge selbst Muttersprachler verwirrt. Damit Ihr beim nächsten internationalen Dinner punkten könnt, passt gut auf!

Wir reisen ins klassische New York und treffen auf Castle in Pretty Dead. (WARNUNG: wer noch vorhat, die Folge zu sehen, sollte lieber nicht weiterlesen) Der Spruch wird allerdings ein wenig verfremded, wie wir gleich sehen werden:

CASTLE
What’s going on is, we finally figured out who, aside from Amber… would be nervous about these photos.

KAYLA BARON
What photos?
[DETECTIVE BECKETT hands over the photos]
Oh, my God. Oh, my God! Victor. Oh, my God!

VICTOR BARON
I-it’s not what it looks like.

KAYLa
It’s not what it looks like? This is… This is our house in the Hamptons. This is our bed.

VICTOR
It’s our vacation bed.

BECKETT
Right underneath the $2-million Picard that you purchased at the auction, which just happens to be the companion to this painting here in your office.

CASTLE
We read all about it on the spread they did on you in “Today’s Architect.” Looks as though you were hoisted on your own Picard.

Castle: hoisted on your on Picard

Der Name des Malers wird hier eingesetzt im Ausdruck hoisted on one’s own petard, was eigentlich hoist BY one’s own petard oder hoist WITH one’s own petard heißen sollte. Warum könnten wir eventuell durch die wörtliche Übersetzung klären: hochgehoben von/mit seiner eigenen Petarde. Oder auch nicht. Die deutsche Wikipedia verrät:

Eine Petarde (fr. pétarde “Knallerei”, “Geknatter”) ist ein Sprengmittel der militärischen Schwarzpulverära. Die Petarde wurde zum Öffnen von Türen und Toren an Befestigungsanlagen, zum Umriss von Palisaden und zur Trennung von Ketten etwa zwischen den Baumstämmen einer Flusssperre verwendet.

Das klingt aber seltsam, denn wie soll man von einem Sprengmittel hochgehoben werden?! Zu verdanken haben wir das Master Shakespeare, der Hamlet sagen lässt

For tis the sport to haue the enginer / Hoist with his owne petar.

Daraus kann man ableiten, dass es soviel wie mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden heißen soll. In obigem Beispiel passt es nur bedingt. Mehr zur Herleitung und Hamlet gibt es im Wiktionary, bei The Straight Dope und The Phrase Finder.

Wer von Euch hat schon Hamlet gesehen und sich über den Spruch gewundert? (nicht, dass es bei Shakespeare mehr als genug seltsame Sprüche und Ausdrücke gibt)

English lernen mit TV-Serien #43: wench

Alle guten Dinge sind drei und heute ist der zehnte Todestag von Douglas Adams, d.h. wir müssen einen Blick auf Doctor Who werfen und zwar in Form der Englisch-lernen-Reihe.

Naja, klingt ein bisschen weit hergeholt, aber irgendwie passt das schon. Jedenfalls reisen wir mit dem fünften Doktor mal wieder ins Mittelalter und treffen dort auf ein recht doppeldeutiges Wort zur Beschreibung einer Frau. Das Ganze wird präsentiert von der Big Finish-Folge 81 The Kingmaker, in der es um das Geheimnis der Prinzen im Tower geht, die spurlos verschwanden. Wahrscheinlich hatte ihr Onkel, der spätere King Richard III, da seine Finger im Spiel. Um die witzige Auflösung zu erfahren, müsst Ihr natürlich das Hörspiel anhören!

Hier soll es aber erstmal um zwei kleine Szenen gehen, in denen das gesuchte Wort auftaucht. Ort ist der Pub von Clarrie, in dem die Companions Peri und Erimem Arbeit gefunden haben.

CLARRIE
C’mon then, when they buy an ale from you, what do you say to the customer?

ERIMEM
Have you ever thought of buying one of our homemade meat pies, Sir or Madam? It makes a nice accompaniment to any refreshment.

CLARRIE
Good. And if they but one, what do say when they next come to the counter?

ERIMEM
Would like to buy another of our ales, Sir or Madam? We find it by far the best way of taking away the taste of our meat pies.

CLARRIE
Good girl! I’ll make a serving wench of you yet.

[...]

The Kingmaker (cover)HENRY, DUKE OF BUCKIGHAM [entering]
Wait a moment, I know you! God’s fortune, it’s them! It’s the wenches!

[HENRY overhears PERI and ERIMEM talking]

ERIMEM
I still can’t believe you even suggested rescuing the prince. After all the doctor’s told us about time.

PERI
Look, what difference would it have made if we had rescued the prince? Who would have noticed in the grand scheme of things? Don’t forget the old Celestial Intervention Agency: “The story changes, the ending stays the same.”.

ERIMEM
Which the doctor told us to ignore.

PERI
Even if we could have stopped a murder?!

ERIMEM
Peri, the princes will die. They have always died. And for the sake of this land, for the sake of everything, the princes have to die now.

HENRY
Well, at last. Look, who have we here?! Our two wonder wenches! The king would like to see you.

PERI
Erimem, run!

Sind soweit alle Vokablen bekannt? Bei Unklarheiten fragen und natürlich auch zum Textverständnis.

Das Wort wench kann man aus dem Zusammenhang nicht so ganz zuordnen, aber es heißt hier soviel wie Mädchen oder Magd. Es kann aber auch Frauenzimmer oder Hure bedeuten (LEO). Laut dem wiktionary ist es eine alte Bezeichnung für eine junge Frau, insbesondere ein Dienstmädchen und eben eine “promiskuitive” Frau.

Zum Hörspiel empfehle ich Kritik von muerps (deutsch, keine Spoiler) und die wie immer grandiose Kritik von Doc Oho (englisch, SPOILER!). Wer nicht hören, sondern sehen will, lese die ausführliche Zusammenfassung beim Doctor Who Reference Guide.

PS: Companion Peri aka Nicola Bryant twittert als @thenicolabryant und der Nachfolger des fünften Doktors aka Colin Baker als @SawbonesHex.

Englisch lernen mit TV-Serien #42: eventually

Heute gibt es die Antwort und zwar auf die Frage, welchen falschen Freund ich am Wochenende selber fälschlicherweise eingesetzt habe. Und weil an Ostern die sechste Staffel Doctor Who mit einer Knallerdoppelfolge losging, wird diese als Beispielunterstützung dienen.

In der Folge Day of the Moon belauschen wir ein Telefongespräch zwischen Amy und dem Doctor (kleine Spoiler für alle, die die erste Folge noch nicht gesehen haben):

THE DOCTOR
Amy?

AMY
I think we’ve found the place she was taken from.

THE DOCTOR
How do you know?

AMY
‘Cos those things have been here. But the whole place is deserted. There’s just one guy here and I think he’s lost it.

THE DOCTOR
Repeated memory wipes fry your head eventually. Find out what you can, but don’t hang around.

AMY
Where are you?

THE DOCTOR
Gotta go! Got company!

weitere Vokabeln:
deserted – verlassen
to have lost it – den Verstand verloren haben
wipe – hier: Löschungen (to wipe – abwischen)
to fry – braten, brutzeln

Die letzte Frage, wo der Doktor sich befindet, lässt sich aufgrund des Bildes so halb beantworten, wenn man den Titel der Folge betrachtet und die Tatsache, dass das im Juli 1969 stattfindet.

Doctor Who: Eventually

Doch kommen wir zum eigentlichen Thema, dem Englisch lernen. Wie immer kann man aus dem Kontext die Bedeutung von eventually als letztendlich, schließlich ableiten (LEO). Im Englischen kann man auch finally oder ultimately sagen (dictionary.com).

Wie so oft hat das Wort lateinische Wurzeln, denn das Stammwort event wurde im 16. Jahrhundert aus ēventus (= occurrence, outcome) gebildet.

Im Deutschen denkt man leicht an eventuell, das wiederum mit potentially oder possibly übersetzt wird. Das ist natürlich die falsche Antwort auf die Frage nach dem richtigen Weg. Mir ist das am Wochenende passiert, aber der fragliche fragende Radfahrer hat mich dann doch verstanden, nachdem ich mich von eventuell auf eventually verbessert habe. Ist Euch schon mal Ähnliches passiert?

Englisch lernen mit TV-Serien #41: moot

Der Alltag kehrt wieder ein auf diesem Blog – zumindest vorläufig – und wir wenden uns ernsteren Aufgaben zu. In diesem Fall der Comedyserie The Big Bang Theory und einem Wort, das fast so alt wie der Urknall ist. Zumindest in Europa, aber hier soll es explizit um die amerikanische Variante gehen und die ist natürlich älter als der Urknall.

Ohne Umschweife stürzen wir uns in die ersten Sekunden der Folge 4.21 The Agreement Dissection, der Serie, die immer wieder die schönsten Beispiele für meine kleine Serie hervorbringt:

SHELDON
Leonard, are you in the shower?

LEONARD
I can’t hear you! I’m in the shower!

SHELDON
I asked if you were in the shower, but that’s moot now!

LEONARD
What?

SHELDON
Moot! Rendered unimportant by recent events!

LEONARD
I can’t hear you! I’m in the shower!

SHELDON
I have to skip the chitchat. Emergency.

LEONARD
What kind of emergency?

SHELDON
Mathematical: 32-ounce banana smoothie, 16-ounce bladder.

Big Bang Theory: moot

Die restlichen Vokabeln sollten bekannt sein. Und dank Sheldon auch schon die Definition des Begriffes moot, das in diesem Hauptanwendungsfall so viel wie irrelevant oder akademisch bedeutet – im American English (s. LEO). Es wird oft im Ausdruck moot point verwendet. Im British English dagegen heißt es eher strittig oder fraglich. Diese Unterscheidung macht auch Wiktionary, während dictionary.com nur alles aufzählt. Die völlig andere australische Verwendung wurde aber ausgelassen. Jedenfalls finde ich, dass die amerikanische und britische Variante Gegenteiliges bedeuten, oder?

Der Ursprung ist im verwandten meet zu suchen, das auf altenglische, holländische und norwegische Wurzeln vor 900 zurückgeht. Das historische moot heißt Volksversammlung. Daraus lassen sich die Bedeutungen des Substativs (Streitgespräch – mittlerweile obsolet) und des Verbs (debattieren) ableiten und daraus die oben genannten Adjektive. Die haben dann in den USA und im UK etwas andere Wege genommen.

Wer jetzt an einen ganz anderen moot gedacht hat, findet hier mehr Informationen. Bzw. gerade wer nicht wusste, wer sich dahinter verbirgt, sollte das mal nachlesen.

GSC 2011 – Startnummer 12: Rumänien

Rumänien (GSC 12)Das erste Dutzend beim GSC wird abgerundet mit einem klassischen Urlaubsland, in das 1QUrsu uns entführt.

Beinahe wäre es nicht dazu gekommen, da er momentan in Urlaub weilt (in Rumänien?) und gerade noch rechtzeitig den Beitrag einreichen konnte. Immerhin gilt damit der Spruch, dass alle guten Dinge drei sind und ich hoffe die drei spannenden Abende der Beitragszusammenklauberei waren die letzten. Doch es soll hier und jetzt ja um Rumänien gehen. Enjoy!

Ich habe mich für Rumänien entschieden, da Ich in diesem wunderschönen Land am schwarzen Meer geboren wurde und dadurch auch einen kleinen Heimvorteil erhofft hatte, was die Songauswahl angeht. Nach vielem Hören der besten Songs der letzten Jahre, wurde es doch wieder mein absoluter Lieblingssong, der gleichzeitig ein absolutes Liebeslied ist.

Florin Chilian ist rumänischer Journalist und eigentlich mehr Hobby-Musiker als Profi-Superstar. Von sich selbst sagt er in seinem Blog: “Ein Amateur im Retten der Welt – Die Profis bauten die Titanic”

Der Song ‘Zece’ selbst, den ich beim GSC antreten lasse, ist eigentlich mehr ein Liebesgedicht, als ein Song – doch nimmt das ihm kaum an musikalischer Genialität. Florin Chilian begleitet das Stück selbst am Klavier. Bereits vor einiger Zeit habe ich zu diesem Song eine sinngemäße Übersetzung geschrieben, da ich Rumänisch sprechen und lesen kann – schreibttechnisch kann man mich verstehen, aber Grammatik ist auf Grund fehlender Schulkenntnisse nicht meine Stärke.

Florin Chilian – Zece

Zehn seltsame Begegnungen und ein Wunder
Brachten dich ins Haus, Zehn
Zehn Künstler wundern sich noch immer
Wie schön du bist

Zehn Tage vergehen absurd, so dass ich nicht weiß
Ich nicht weiß wie, ich nicht weiß woher, ich nicht weiß
Zehn Leben mit dir zu leben
Wären doch zu wenig

Zwei paralele Sterne
Sterne, verknotete Tränen und
Das Licht der Sterne
Für dich, Alle.

Vier Prinzen mit drei Schlössern
Wasser, verwunschene Ketten und
Der Himmel über ihnen
Für dich, Alles.

Zehn seltsame Begegnungen und ein Wunder
Brachten dich ins Haus, Zehn
Zehn Künstler wundern sich noch immer
Wie schön du bist

Zehn Tage vergehen absurd so dass ich nicht weiß
Ich nicht weiß wie, ich nicht weiß woher, ich nicht weiß
Zehn Leben mit dir zu leben
Wären doch zu wenig

Sieben Feen, alle gute
Glühwürmchen, die Hoffnung in der Nacht und
Zwerge aus Märchen
Für dich, Alle.

Neun Magier an diesem Abend
Ein Hufeisen hoch oben, und
Schätze aus der Seele
Für dich, Alle.

Zehn seltsame Begegnungen und ein Wunder
Brachten dich ins Haus, Zehn
Zehn Künstler wundern sich noch immer
Wie schön du bist

Zehn Tage vergehen absurd so dass ich nicht weiß
Ich nicht weiß wie, ich nicht weiß woher, ich nicht weiß
Zehn Leben mit dir zu leben
Wären doch zu wenig

Rumänisches Original:
Zece intamplari ciudate si-o minune
Te-au adus in casa, zece
Zece pictori se tot mira
Cat esti de frumoasa

Zece zile trec absurd de nu stiu
Nu stiu cum, nu stiu pe unde, nu stiu
Zece vieti de-as sta cu tine
Tot ar fi putine

Doua stele, paralele,
Stele, lacrimi innodate si
Lumina de la ele
Pentru tine toate

Patru printi cu trei castele
Ape, lanturi fermecate si
Tot cerul peste ele
Pentru tine toate

Zece intamplari ciudate si-o minune
Te-au adus in casa, zece
Zece pictori se tot mira
Cat esti de frumoasa

Zece zile trec absurd de nu stiu
Nu stiu cum, nu stiu pe unde, nu stiu
Zece vieti de-as sta cu tine
Tot ar fi putine

Sapte zane, toate bune
Licurici, sperante-n noapte si
Piticii din poveste
Pentru tine toate

Noua magi in faptul serii
O potcoava sus departe, si
Comorile din suflet
Pentru tine toate

Zece intamplari ciudate si-o minune
Te-au adus in casa, zece
Zece pictori se tot mira
Cat esti de frumoasa

Zece zile trec absurd de nu stiu
Nu stiu cum, nu stiu pe unde, nu stiu
Zece vieti de-as sta cu tine
Tot ar fi putïne

(Blogbeitrag)

Englisch Lernen mit TV-Serien #39: urbane

Heute gibt es eine etwas verquere Folge beim Englisch Lernen. Einerseits scheint das zu lernende Wort nicht allzu schwer, ist aber hier etwas komplizierter und andererseits ist die Einordnung unter den amerikanischen Serien formal korrekt, aber es werden die Grenzen verwischt.

Weitere Grenzen, die verwischt werden, sind die in der Serie selber, die sich schlicht Episodes nennt. Sie spielt in der Metaebene und handelt von einem britischen Drehbuchautorenpaar, die eingeladen sind, ihre erfolgreiche Serie über den Teich zu bringen. Wie man im Textbeispiel nachlesen kann, läuft das nicht ganz so wie sie sich das vorgestellt hatten.

Wir springen in Episode Six, in der Drehbuchautorin Bev dem Star der Serie – Matt LeBlanc – klar zu machen versucht, warum die Serie (also die Serie in der Serie) schlecht ist:

MATT
How did this happen, huh? When you did it over there, it was great.

BEV
What… You’re actually asking me that? You might want to call a cleaning company, because there could be a lot of bits about when my head explodes!

MATT
Why?

BEV
Why? Why? The show we did over there was about a witty, urbane headmaster, hopelessly in love with a middle-aged lesbian.
This show is pretty much Joey as a hockey coach exchanging banter with a little hottie we all know he’ll eventually get into the sack.
Not precisely… the same show.

MATT
Yeah? Well, you know… if you didn’t like it that way, you shouldn’t have done it.

BEV
Again… [makes exploding noise]

MATT
What?!

BEV
Shouldn’t have done it? As if we ever had a choice!

Episodes: urbane

Man kann sich denken, dass in diesem Zusammenhang, urbane nicht das offensichtliche urban gemeint ist. Allerdings besteht ein Zusammenhang mit der Stadt, denn es heißt hier soviel wie (welt)gewandt/höflich/kultiviert/weltmännisch (s. LEO). Betont wird es auf der zweiten Silbe und dank dem End-e wie brain – nicht wie der Mythos, der auf der ersten Silbe betont wird und die letzten Buchstaben zu “bn” zusammenzieht.

Natürlich kommt das Wort aus dem lateinischen und bezieht sich auf die kultivierten Städter (s. dictionary.com).

Nochmal zurück zur Serie, also der Serie, die von der Serie handelt. Matt LeBlanc tritt quasi als er selber auf (quasi!) und Richard Griffiths spielt in der ersten Folge einen Schauspieler, der eine Rolle spielte, die an History Boys erinnert.

Mir gefiel die erste Folge ausgesprochen gut, da sie schön böse war und wunderbar mit den Klischees spielte. Leider ging es danach ein wenig bergab. Nach den kompletten sieben Folgen bin ich noch nicht wirklich überzeugt, aber es war immerhin kurzweilig. Wer hat die Serie ebenfalls gesehen und möchte seine Meinung kundtun? Oder vielleicht eine urbane Anekdote mitteilen?

Autoren wie Steven Moffat und James Moran haben bei Twitter ihre Einschätzung kund getan, dass die Realität ungefähr genauso, wenn nicht sogar noch schlimmer sei:

  1. steven_moffat Ooh, that was all painfully familiar. #episodes from Twitter for iPad
  2. steven_moffat I laughed a lot at #episodes. It might be a specialised market, but dear God, those scenes with the execs aren't even exaggerated. from web
  3. jamesmoran Episodes combines/condenses lots of stuff (it wouldn't ALL happen to one person or team), but none of it is an exaggeration. from TweetDeck
  4. jamesmoran I mean the producer behaviour towards writers, not Joey getting his knob out. Probably. from TweetDeck
  5. jamesmoran For that reason, I found Episodes to be a dark, docu-drama, and not a comedy at all… from TweetDeck
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