Schlagwort-Archiv: Trier

Goodbye Greifswald, Grüß Gott Gonschtanz

Von der Ostsee an den Bodensee: wenn ich umziehe, dann muss sich das auch lohnen! Meine Zeit in Greifswald hat nach insgesamt zehn Jahren ihr Ende gefunden und auch der Uni habe ich meinen Rücken gekehrt. In Konstanz werde ich ab nächste Woche der gewöhnlichen Arbeiterschar beitreten und auf diese Weise meine Brötchen verdienen.

Greisfwalder Kopfsteinpflaster

Es hat einige Zeit gedauert, bis dieser Schritt getan werden konnte. Wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, war ich den Sommer über nicht in Greifswald, sondern in der alten Heimat in Trier, denn auch hier galt: keine halben Sachen beim Umzug! Die Jobsuche hat sich als komplizierter und langwieriger herausgestellt, als ich Anfang des Jahres noch dachte. Ich hätte nicht erwartet, dass so viele Institute und Firmen sich entweder überhaupt nicht oder erst nach drei Monaten melden. Es ist frustrierend, wenn man selbst am Telefon keine weiteren Auskünfte bekommt. Aber zum Glück gibt es Ausnahmen und da wo ich jetzt gelandet bin, lief es von Anfang an anders. Deswegen bin ich überzeugt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe – hoffentlich genauso wie mein neuer Arbeitgeber.

Konstanzer  Hafen
Foto von Gruhl unter CC-Lizenz

Es ist schon wieder Baden-Württemberg geworden, obwohl ich gerne nach Schleswig-Holstein oder Sachsen-Anhalt gewollt hätte, damit ich alle Bindestrich-Bundesländer abhaken kann[1]. Immerhin muss ich keine neue Sprache lernen, da ich Schwäbisch schon von der vierten bis zehnten Klasse beigebracht bekommen habe.

Hier wird es in den nächsten Wochen etwas ruhiger zugehen und das Liedzeilen-Quiz wird auf einen passenderen Termin verschoben. Momentan habe ich den frühen Freitagabend im Blick. Ob das aber schon nächste Woche klappt, ist fraglich.

Fotos vom 18. Trierer Drachenfest

Schon wieder Fotos! Doch diesmal in Farbe. Und buuunt! Da momentan das Wetter so bombastisch ist und auch der Herbst sich in seinen schönsten Farben präsentiert, macht es richtig Spaß, die Kamera zu schwingen. Wenn dann noch ein Event wie das 18. Trierer Drachenfest in Korlingen ansteht, kann ich gar nicht anders. Am Sonntag Nachmittag war es nicht nur sonnig und warm (bis zu 20°), sondern auch angenehm bis ordentlich windig, so dass Tausende Besucher vorbei kamen. Laut Volksfreund waren es nur Hunderte, aber das halte ich für eine Unterschätzung. Jedenfalls waren ca. 260 Profis am Werk mit großen, mehrteiligen Drachen auf dem Hauptfeld und viele Familien ließen Dutzende (Hunderte?!) kleine Drachen in der Umgebung fliegen. Der Standort auf der Korlinger Höhe war sehr gut gewählt, wie meine Fotos zeigen:

18. Trierer Drachenfest18. Trierer Drachenfest18. Trierer Drachenfest18. Trierer Drachenfest18. Trierer Drachenfest18. Trierer Drachenfest

Insgesamt 20 Fotos gibt es bei flickr zu sehen, dann auch in größer mit schwarzem Hintergrund in der schicken Lightbox (von dem Bild aus nach links zu den neueren gehen).

Konzert: John Fogerty in der Trier Arena am 21.07.10

Ist die Julia plötzlich wahnsinnig geworden oder wurde sie entführt? Nein, die Julia hatte diese Woche kurzfristig die Gelegenheit einzuspringen und John Fogerty live zu sehen. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit haben wir es hier mit einem Künstler zu tun, der schon seit Jahrzehnten auf den Bühnen dieser Welt unterwegs ist. Doch da ich sowohl CCR mag als auch seine Soloalben (soweit mir bekannt), habe mich nicht lange überreden lassen, mich in das Gewühl der zum allergrößten Teil älteren Herrschaften zu stürzen. Es befanden sich jedoch auch vergleichsweise viele junge Menschen im Publikum, die meist mit ihren Eltern das Event miterlebten.

John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier

Fast pünktlich um 20 Uhr kam die Band auf die Bühne und dann auch der Sänger selbst, dem die man 65 Jahre nicht ansieht. Er rockte gleich los mit Up Around the Bend und legte Klassiker um Klassiker nach, bei denen das Publikum fröhlich mitging. Erst der sechste Song war vom aktuellen Album und davon kamen nur noch ein oder zwei weitere. Auch zwei Coverversionen packte er in die 24 Songs (Pretty Woman und Summertime Blues).

John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier

Zwischen jedem (!) Song wechselte er die Gitarre und auch die Begleitmusiker zeigten sich multiinstrumentalisch, besonders der vierte Gitarrist, der öfter mal zur Geige, Basstrommel oder Ukulele griff. Neben zahlreichen Wechseln gab es auch so manches Instrumentalsolo auf Geige, Drums, Mundharmonika und Gitarre. Stimmlich war Fogerty voll auf der Höhe und klang wie eh und eh.

John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier
John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier

Foto-Projekt 52 (2009) # 13: Auf dem Kopf

Projekt 52 (2009)Lange hat es gedauert, bis ich endlich das nächste Foto für das Projekt 52[1] im Kasten hatte. Denn für das Thema Auf dem Kopf hatte ich sofort eine Motividee. Eine, die allerdings mehr auf Zufall beruht und deswegen hat es so lange gedauert. Gestern endlich hat es einigermaßen geklappt und somit präsentiere ich eine Statue mit Vogel auf dem Kopf:

13 Auf dem Kopf

Wir sehen hier die Statue auf dem Petrusbrunnen des Trierer Hauptmarktes, der einen Vogel hat. Sozusagen. Der Vogel ließ sich leider nur überreden, auf der Antenne des Hauses dahinter Platz zu nehmen. Mit dem Bild bin ich nicht wirklich zufrieden, sowohl vom Fotografieren als auch vom Nachbearbeiten: Ersteres liegt daran, dass der Vogel zu hoch über dem Heiligenschein ist, aber er flog weg und das war das einzige brauchbare Bild. Letzteres liegt an meiner Unfähigkeit, Lightroom beizubringen, die Bilder so anzuzeigen, wie das Foto nachher wird. Die Farben und Helligkeit sind total anders im Programm selber und ich habe keinerlei Kontrolle darüber, wie es nach dem Export aussieht. Nervig! Ich wollte das eigentlich mit viel wärmeren Farben haben und evtl. ersetze ich das Foto noch. Aufgenommen wurde es mit ISO 320, Brennweite 135mm, Blende f/16 und Belichtungszeit 1/250 Sekunde.

Um aber noch mein ursprüngliches Motiv unterzubringen, hier ein Foto von der Sir Walter Scott-Statue auf dem Glasgower George Square:

Sir Walter Scott auf dem George Square, Glasgow

Das Bild wurde mit meiner Fujifilm F601 Zoom aufgenommen (ISO 200, Brennweite 24,9mm, Blende f/5,6, Belichtungszeit 1/2000 Sekunden).

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Trierer Dom im Ultraweitwinkel

Schon sehr, sehr bald werde ich das Ultraweitwinkelobjektiv Sigma 10-20mm F4-5,6 EX DC HSM mein eigen nennen[1]. Bevor es dann in einer Woche offiziell eingesetzt werden kann, habe ich es einmal ausprobieren dürfen und habe mir den Trierer Dom als Motiv ausgesucht:

Trierer Dom

Aufgenommen wurde das Bild mit einer Belichtungszeit von 1/125 Sekunde, Blende f/11.0 und Brennweite 11.5 mm. Ich habe es mit einer Lightroom-Testversion aus RAW entwickelt[2] und in voller Größe belassen, d.h. 3008×2000 Pixel.

Zufälligerweise hat Martin von Kwerfeldein einen Erfahrungsbericht über das Objektiv geschrieben, kurz nachdem ich mich dafür entschieden habe und mich so noch einmal in der Entscheidung bestätigt. Dass es sich um ein Ultraweitwinkel handelt, habe ich dem ausführlichen und lehrreichen Artikel How to Use Ultra-Wide Lenses entnommen (via Twitter von Martin).

  1. Die kryptischen Abkürzungen werden auf der verlinkten Seite erklärt. []
  2. Lightroom macht richtig Spaß, sobald man mal herausgefunden hat wo alles ist. Evtl. kaufe ich mir das sogar. []

Sinnvolle Verwendungszwecke für Werbeprospekte #1: Glühweintassenpolsterung

Wir erinnern uns an die Glühweinjunkies-Aktion Tassentausch reloaded und dass es dabei darum ging, flashs geliebte Weihnachtsmarkttassensammlung zu erweitern für einen guten Zweck. Ich habe dafür auf dem grässlichen Greifswalder Jahrmarkt und dem heimeligen Trierer Weihnachtsmarkt dem gewürzten Wein zugesprochen und die Tassen behalten. Positiv zu erwähnen ist hierbei, dass in Greifswald Tassenpfand und -inhalt je 1,50 Euro kosteten und in Trier dafür 2 plus 2,50 Euro fällig wurden. Man zahlt eben für die schöne Atmosphäre bzw. bekommt Rabatt für ein unweihnachtliches Ambiente.

Nun aber zur Überschrift, d.h. der Vewendung von Werbesprospekten. Die wurden benötigt als Polstermaterial, damit die zwei schnuckeligen Tässchen in der zu großen Verpackung unversehrt ihr Ziel erreichen. So sah es vor der Verschließung aus:

werbeprospekte

Noch heute wird das Päckchen auf den Weg geschickt und dann wird sich Kinder in Not bald über eine weitere Spende in Höhe von 20 Euro freuen dürfen. Auf die Tauschartikel verzichte ich, da ich schon die Weihnachtsgeschichten und mehrere Glühweinjunkies-Tassen habe.

Stativ + guter Standort – spiegelglatte Straßen = Feuerwerkfotos

Überraschung! Das neue Jahr hat begonnen! War ja nicht zu überhören bei dem Geknalle (in bewohnten Gebieten). Bei Feuerwerk schlägt mein Fotoherz höher und da ich ein Stativ habe und einen guten Standort ausgekundschaftet hatte, hielten mich auch die spiegelglatten Straßen[1] nicht davon ab, auf Silvesterfotosafari zu gehen.

Große Bilder hatten wir heute gestern schon mal und deswegen werden noch ein paar mehr präsentiert (s.a. flickr-Album):

feuerwerk-2009-1
Blick auf die Stadt eine Minute vor Mitternacht:
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So sieht das aus, wenn man die Brennweite ändert während der 15 Sekunden Belichtungszeit:
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Wieder habe ich ein wenig mit Lightroom rumprobiert und wieder sehen die exportieren Bilder sehr, sehr viel heller aus als im Programm.

  1. Es gab an Silvester in Rheinland-Pfalz und besonders in Trier sehr viele Unfälle mit Dutzenden Autos. []

Wochenendlicher Fotoausflug mit erstaunlich trockenen Füßen

Die letzten Tage standen zwar im Zeichen der Musik und der Jahresbestenlisten, doch auch die Fotografie ist nicht zu kurz gekommen. Am Wochenende habe ich zwei Ausflüge auf den Petrisberg in Trier unternommen. Dort gab es vor gut vier Jahren eine Landesgartenschau[1] und seitdem ist das Gelände ein beliebtes Baugebiet. Ein paar Überreste der Landesgartenschau gibt es noch, wie z.B. das sog. Wasserband und der seltsam geformte Turm Luxemburg (s. Google 3D-Galerie).

Der Ausflug am Samstag jedoch wurde jäh abgebrochen durch einen Einbruch und zwar der meines Fußes in eine eisbedeckte Pfütze. Den halbstündige Fußmarsch nach Hause überlebten meine Füße dank imprägnierter Schuhe erstaunlich gut. Unterhaltung bot währenddessen das Zusammenspiel von gefrorenen Schnürsenkeln und Hosenbein in Form eines lustigen Klapperns. Deshalb gibt es von diesem Ausflug nur ein Bild aus dem Turm und von meinem Schuh:

petrisberg_turm
nasser_schuh

Der Ausflug am Sonntag wurde vorsichtiger begangen und ich gelangte durchgeforen, aber trocken wieder nach Hause. Auf dem Weg gab es einige Gelegenheiten für HDR-Bilder, z.B. von der Aussichtsplattform auf der Sickingenstr Richtung Stadtmitte. Im Folgenden eine Windharfe (kein HDR-Bild), die Mosel im Gegenlicht, Amphitheater und Kaiserthermen (rechts der Bildmitte) und den Trierer Dom. Klick für Einzelbildansicht und Link zu flickr

windharfe
petrisberg_hdr
petrisberg_kaiserthermen_hdr
petrisberg_dom_hdr

Vom Turm gab es dann noch einen relativ schönen Sonnenuntergang zu bewundern und diesen gibt es nun in HDR:

petrisberg_turm_hdr

Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Tagen erneut zum Turm Luxemburg für einen schönen Sonnenuntergang. Vorausgesetzt das Wetter und mein innerer Schweinehund spielen mit…

Fotofest: Trierer Dom und Porta Nigra (auch in HDR)

Das Osterfest steht vor der Tür und was wäre da besser als Fotomotiv geeignet als die älteste Stadt Deutschlands? Nun, eigentlich alles, denn Augusta Treverorum wurde 16 VOR Christus gegründet. Allerdings bin ich am Dienstag ganz früh eine gute Stunde durch die Stadt gestreift und habe so ziemlich die einzige Zeit erwischt, in der wirklich fantastisches Wetter war.

Mit meinem guten Freund dem Stativ habe ich auch einige (hoffentlich richtige) HDR-Bilder machen können. Die gibt es aber erst ganz zum Schluss. Zunächst aber einmal reguläre Bilder. Fangen wir mit dem Dom St. Peter an, gesehen von meiner alten Schule aus. Klick aufs Bild liefert größere Version [400KB]

Trierer Dom

Und von vorne. Das Bild ist sichtbar zusammengesetzt, weil die Perspektive und die Helligkeit in den beiden Bildern nicht übereinstimmte. Immerhin sieht man so den Dom in voller Größe. Auch der Dom ist der älteste in Deutschland und er besteht aus verschiedenen Baustilen. Klick aufs Bild liefert größere Version [500KB]

Trierer Dom vom Domvorplatz aus

Und wenn wir von dort aus rückwärts zum Markt gehen und uns nach rechts drehen (nach links, wenn wir mit dem Gesicht voraus gehen), sehen wir das bürgerliche Pendant, die St. Gangolf-Kirche. Klick aufs Bild liefert größere Version [350KB]

St. Gangolf Trier

Nun wird es Zeit, ein wenig weiter in die Vergangenheit zu reisen und das nördliche Stadttor zu besuchen. Auf dem Weg dorthin sehen wir rechterhand das Dreikönigenhaus, das 1230 erbaut wurde. Klick aufs Bild liefert bessere Version [333KB]

Trierer Dreikönigenhaus