Tag Archive for 'Spooks'

Englisch lernen mit TV-Serien #13: stapler

Nach einer mehrwöchigen Pause kehren wir zurück zu meiner lustigen Serie über Serien, bei der man auch noch was lernen kann. Heute wenden wir uns einem der wichtigsten Wörter des täglichen Lebens zu. Erstaunlicherweise stoßen wir auf diesen Begriff in einer Serie, die so gar nichts mit dem täglichen Leben zu tun hat, denn in Spooks geht es um den britischen Geheimdienst MI5[1].

Um den Widerspruch von gefährlicher Spionagearbeit und normalem Leben geht es auch in der folgenden Szene aus der Folge 1.04 (inoffizieller Titel: Traitor’s Gate), in der Matthew Archer alias Tom Quinn seiner Freundin Ellie endlich beichtet, dass er kein IT-Experte bei der Stadtverwaltung ist.

ELLIE
What did you say you did again?.

TOM/MATTHEW
Fell on a stapler.

ELLIE
An industrial strength stapler?

TOM/MATTHEW
It was a whopper.

TOM/MATTHEW
It’s a gun wound, isn’t it? Someone shot you.

TOM/MATTHEW
Don’t be silly. … Once I tell you, there’s no going back.

ELLIE
So what are you, a gangster?

TOM/MATTHEW
I’m a spy. I work for MI5.

ELLIE
MI5? Jesus.

TOM/MATTHEW
It’s a job with an office and a pension. It’s got a canteen. It’s not out of the ordinary.

ELLIE
You just got shot.

TOM/MATTHEW
Well, there are perks.

  1. Und da die Serie mittlerweile sieben Staffeln umfasst, taucht sie heute nicht zum ersten Mal in der Englischlern-Serie auf. []

Englisch lernen mit TV-Serien #9: to give both barrels

Hallo liebe Schülerinnen und Schüler! Sitzt ihr alle bequem und habt etwas zu schreiben parat? Dann können wir loslegen. Heute wenden wir uns erneut der Serie Spooks zu und zwar der Folge 7.3 (inoffizieller Titel: The Tip-Off). Springen wir gleich in die entsprechende Szene, in der sich zwei Spookse unterhalten:

LUCAS
Hey, there.

ROS
Hey, yourself.

LUCAS
I heard you gave the politicians both barrels earlier.

ROS
When it comes to politicians, my only regret is only having the two to give them.

LUCAS
You were right, though. We’ve got nothing to reproach ourselves for.

ROS
Yeah, we do.

weitere Vokabeln:
to reproach so. – jmdm. Vorwürfe machen

Dieser Ausdruck scheint im Sprachgebrauch sehr geläufig (viele Suchmaschinentreffer), aber in den Wörterbüchern (die online verfügbar sind) herrscht Ratlosigkeit. Einzig das Asperger Dictionary of Everyday Expressions verrät, dass to give both barrels soviel heißt wie eine starke verbale Attacke fahren. Die militärische Wortwahl ist hier angebracht, denn der Ausdruck basiert auf einem Poster aus dem zweiten Weltkrieg:

Give 'em both barrels
Creative Commons License photo credit: Boston Public Library (Artist: Jean Carlu)

Die beiden Gewehr-/Geschützläufe, um die es hier geht, sind die von Soldaten und Arbeitern. Mittlerweile wurde die Attacke auf die verbale Ebene reduziert, aber es heißt eben, dass nicht nur die konventionellen Methoden (= Soldaten), sondern noch weitere (= Arbeiter) genutzt werden.

Gratisecke bei Videoload: bald BBC-Serien auf Abruf

Ein Beitrag bei medienlese hat mich gerade sehr verzückt, denn bei Videoload, dem Video-on-demand-Angebot der Telekom gibt es seit neuestem eine Gratisecke. Das an sich ist nicht unglaublich berichtenswert, doch man lese einmal den dritten Satz genauer:

Seit Freitag gibt es nun auch eine Gratisecke, auf der mehr als 600 Videos kostenlos abgerufen werden können. Darunter die übliche B-Ware, ein Mix aus Bikini-Fotoshootings, Extremsport und abgelegten Filmen, wie er ähnlich auf Joost zu sehen ist. Aber auch BBC-Serien wie “Little Britain” und “Doctor Who” oder das schräg-kultige DMAX-Format “Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz” sind darunter.

Was springt da sofort ins Auge? Natürlich Doctor Who. Sofort habe ich mal einen Blick auf free.videoload.de geworfen und unter Demnächst bot sich mir folgendes Bild:

Demnächst: BBC-Serien bei Videoload

Vier meiner Lieblingsserien endlich im deutschen Fernsehen – oder so ähnlich zumindest. Ich besitze zwar schon sämtliche UK-DVD-Boxen von Doctor Who, Spooks, Extras und Life on Mars, aber wer bisher noch nicht von der Genialität dieser Serien überzeugt ist, für den ist die Gelegenheit günstig, um mal reinzuschauen.

Einen kleinen Vermutstropfen gibt es, wie medienlese zu berichten weiß:

Vorerst gibt es Videoload allerdings nur für Windows-Nutzer. Schuld ist natürlich das digitale Rechte-Management, das bislang nur auf Windows-Rechnern funktioniert. Macs müssen draußen bleiben, ebenso Googles Browser Chrome oder Opera.

Aber dafür gibt es ja DVDs und dann hat man auch noch die ganzen Extras (also die Zusatzdinger auf der DVD, nicht die Serie) und kann sich das im originalen Englisch angucken.

Englisch lernen mit TV-Serien #4: between the devil and the deep blue sea

In flotter Folge geht es weiter mit der (Beitrags-)Serie über (TV-)Serien zum Englischlernen. Heute wenden wir uns einer Redewendung zu, die man sicherlich sofort aus dem Zusammenhang versteht, aber dennoch ganz interessant ist. Die Serie der Wahl ist Spooks, was indirekt zum gestrigen FilmRätselStöckchen passt[1]. Der Titel alleine wäre einen Beitrag wert, denn Spook (LEO, Wiktionary) heißt nicht nur Gespenst, sondern auch Spion (BE) und ist eine abfällige Bezeichnung für Schwarze (AE)[2]. Stürzen wir uns also in die Welt des britischen Geheimdienstes und verfolgen einen Dialog aus der Folge 6.02:

CONNIE
You’re really in trouble this time, aren’t you?

HARRY
I’ve ordered the kidnapping and attempted murder of 4 foreign spies, including a key man at the CIA.
And all this to source a vaccine the government may already have secured without deigning to tell its own security services.

CONNIE
Say nothing. Between the devil and the deep blue sea.

andere wichtige Vokabeln:
attempted murder = versuchter Mord
to source = beziehen
to deign to do sth. = sich dazu herablassen etwas zu tun

Wie man aus der Unterhaltung entnehmen kann, sollte between the devil and the deep blue sea bedeuten, dass man die Wahl zwischen zwei unbeliebten Alternativen hat, d.h. sich in einer Zwickmühle befinden / zwischen Baum und Borke sein (Wiktionary, LEO). Wie Wikipedia verrät, stammt die Redewendung aus der Seefahrt:

Its original meaning may be that of a nautical reference citing the deep blue sea and a “devil”- a piece of wood or joint that is difficult to reach on a ship.


Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

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