Ja, es ist kalt und deswegen musste ich erst ein dickes Lagerfeuer entfachen, bevor ich mich bewegen kann. Meine erste Amtshandlung ist natürlich die gerade noch aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1]. Sobald meine Lippen und Knie aufgehört haben zu zittern, kann es auch losgehen:
- Reverend And The Makers – Silence Is Talking (von LemonHead)
Sonntagmorgenmusik. Groovt beschwingt, auch wenn es stellenweise droht in Jan Delay-Gegenden abzudriften, sowohl stimmlich wie instrumental. Dieses Bild verdränge ich aber schnellstens wieder, um nicht schlechte Laune zu bekommen.
Punkte: 3,5 von 5 - Xiu Xiu – Hi (von Kristin)
Sind das die mit dem Bulimie-Video? Egal. Sehr elektronisch. Richtung Anthony and the Johnsons. Klingt gut, aber irgendwie doch auch beliebig. Guter Hintergrundsong.
Punkte: 3 von 5 - Antimatter – Leaving Eden (von Konna)
Dem Sänger hat bestimmt jemand mal gesagt, es sei cool, sich den Mund zuzuhalten und er hat es geglaubt. Dazwischen astreine Nirvana-Nachmache. Sowas ist für mich immer ein Grund zum Abschalten.
Punkte: 1,5 von 5 - Free The Robots – Sci-Fidelity (von beetFreeQ)
Bandname und Titel sammeln schon mal Pluspunkte. Der Song klingt typisch nach Beety, d.h ich sehe Coraline-artige Puppen in einem alten Theater mit Samtvorhängen tanzen und comicartig verzerrte Insektenaliens spielen im Orchestergraben. Die haben natürlich alle keine Stimmbänder.
Punkte: 2 von 5 - Valleys – Tan Lines (von Fabian)
Ein Song wie ein trister Arktikwinter am Lebensabend. Ohne positive Signale von schneidender Kälter oder Polarlichtern. Ist alles einfach nur deprimierend, ohne jegliche Hoffnung auf den nächsten Sommer. Irreführender Titel.
Punkte: 1 von 5
