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Beetys Projekt Hörsturz: Runde 30 (Bad Taste)

projekthoersturzDiesen Tag habe ich gefürchtet, doch er musste kommen, denn die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] läuft heute aus und da muss ich mich auch endlich mit dem Sonderthema Bad Taste befassen.

Bin mal gespannt, ob ich überhaupt die Pflichtsongs durchhalte. Die vielen Bonussongs jedenfalls werde ich mir nicht antun, denn neben dem schlechten Geschmack habe ich auch mal wieder überhaupt keine Zeit. Doch dazu mehr bei meinem Vorschlag für die nächste Runde. Auf in den Kampf:

  • Tex Haper – New Wave Country (von Postpunk)
    Schunkelmusik! Die Kirmeszeit ist ja eigentlich gerade vorbei und wenn man sowas hört, kann man nur froh drum sein. Das hier ist ein krampfhafter Versuch, alle möglichen als Kult eingeschätzten Elemente in einem Song unterzubringen. Das Ergebnis ist gerade so peinlich, dass es wirklich grässlich ist und noch nicht schon wieder irgendwie charmant. Immerhin kann man das gut ignorieren und deswegen gibt es nicht die Tiefstwertung.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Alexander Marcus – Papaya (von Khitos)
    Oh, gestern war der in Kiel und ich habe das verpasst?!? Jedenfalls hat man als aufmerksamer Klingeltonwerbunggucker von dem Meisterwerk schon mal gehört. Aber dank der künstlich-überschwänglich quatschenden Werbetante habe ich das volle Ausmaß noch nicht erfahren können. Könnte ein Projekt der Musik-AG der örtlichen Sonderschule sein, so kunstvoll und ernsthaft wie das vorgetragen wird. Das grenzdebile Lachen gegen Ende passt auch dazu.[2]
    Punkte: 0 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 23

projekthoersturzUnd wieder kurz vor knapp reiche ich meine Bewertungen für die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] ein und deswegen wollen wir keine Zeit verlieren.

  • Dan Le Sac vs Scroobius Pip – The Beat That My Heart Skipped (von Kamil)
    Erinnert vom Titel und der Quirkiness an Architecture in Helsinki. Also ohne das Rappen. Das verdirbt doch so einiges, denn der Beat könnte mir durchaus gefallen.
    Punkte: 2 von 5
  • Rainer von Vielen – Plan X (von beetFreeQ)
    Wir bleiben beim Sprechgesang, dessen Sinn sich mir nie erschlossen hat, denn wenn ich jemand sprechen hören möchte, kann ich auch ein Hörspiel hören oder einen Film gucken oder Nachrichten hören oder mich mit den Nachbarn unterhalten oder einen Vortrag hören oder oder oder. Erinnert an diesen Wolf-Typen (“Frau Schmiiiiiieeeeedt”) und das geht mal gar nicht.
    Punkte: 1 von 5
  • Alter Bridge – Metalingus (von Steve)
    Wir wechseln das Genre und malträtieren Gitarre und Stimme. Geht in Richtung Pearl Jam und Bush, zumindest das, was ich dafür halte. Für die schlechte Audioqualität kann der Song ja nix, aber ein bisschen inspirierte hätte das sein können.
    Punkte: 2 von 5
  • Kitty in a Cas – Bride of the Monster (von Robert)
    Wir bleiben ungefähr im Genre, es wird nur etwas dunkler und weiblicher. Stimmlich in Richtung Julia Indelicate, was positiv anzumerken ist. Bisher der beste Song, was aber nichts heißt. Immerhin würde ich mir das im Radio anhören.
    Punkte: 3 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 22

projekthoersturzHeute Nachmittag war anscheinend ein großes Ereignis, von dem ich aber nichts mitbekommen habe, da ich pflichtbewusst die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] bewerte. Ist wohl die Woche der Schnapszahlen und wie auch aufs Quiz trinken wir einen Kurzen und können frohen Mutes loslegen. Letztes Mal konnte mein Song den Rundensieg einfahren und das Glück war mir weiter hold, denn mein Vorschlag ist erneut in der Pflichtrunde. Mal sehen, was sonst noch so im Angebot ist:

  • Band Of Skulls – I Know What I Am (von Kamil)
    Der Name ist mir schon mal begegnet – ach ja, das ging in Richtung White Stripes mit vordergründigem Bass und Männlein-Weiblein-Duo. Nicht ganz so verquer wie Jack und Meg und deswegen angenehmer auf den ersten Hörer. Hat genug Abwechslung, um über Songlänge Spaß zu machen und der Refrain hat eindeutig Ohrwurmpotential.
    Punkte: 4,5 von 5
  • REM – Imitation Of Life (von Steve)
    Das famose Video sehe ich mir natürlich nicht an, aber ich kenne es sehr genau von den unzähligen Studien zur Aufdröselung der Zeitstränge. Der Song ist zeitlos schön, wenn auch die Musik etwas den Biss vermissen lässt, den der Text verspricht.
    Punkte: 4 von 5
  • Lazlo Bane – Superman (von Sir Donnerbold)
    Das klingt nach ein paar Nerds, die sich in ihrem Hinterzimmer mit ein paar auf dem Sperrmüll gefundenen Instrumenten eingeschlossen haben und sich ihren Frust von der Seele musizieren. Klingt nicht wirklich verbittert, aber ziemlich resigniert. Irgendwie spricht mich das an, ehrlich und einfach.
    Punkte: 4 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 17

projekthoersturzHeute ist ein guter Freitag (Brüller!) und deswegen ist es Zeit für aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1], die wieder in gewohnter Normalität daherkommt.

Meine unglaublich berühmte Punkteskala lasse ich diesmal links liegen und setze voraus, dass man sich ausmalen kann, was die Punkte uuuuungefähr bedeuten. Wie immer gilt, dass ich mich allein auf meine Ohren verlasse und die Videos unbeachtet laufen lasse.

  • Maeckes – Graustufenregenbogen (von WeGi)
    Uärgs, bei deutschen Texten muss es schon genau meinen melodiös-instrumentalen Geschmack treffen, wenn es was werden soll. Aber so eine Bushido-Sido-Verknarzung ist dafür überhaupt nicht geeignet. Bei “Wenn du dünn werden willst, hol dir doch AIDS” überkommt mich das Grausen (auch wenn ein Zitat ist) und wer seine Stimme hinter künstlichen Akkordeons verstecken muss, soll es gleich bleiben lassen.
    Punkte: 0 von 5
  • Flogging Molly – Devil’s Dance Floor (von Robert)
    Sowas hört sich schon viel besser an und auch ich bekomme Lust auf Guinness (nur echt mit zwei “n” und zwei “s”). Im Vergleich zum vorherigen Song ist das eine solche Verbesserung, dass mir nicht mal die schlechte Soundqualität die Laune vermiesen kann. Es gibt aber bessere Songs von der peitschenden Margarete.
    Punkte: 4 von 5
  • Element Eighty – Slackjaw (von Fini)
    Uh, wieder so ein Fall, wo mit Lautstärke fehlendes Talent auszugleichen versucht wird. Klingt wie das Produkt einer unglückliche Ehe aus 3 Doors Down und Kermit auf Acid.
    Punkte: 1 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 16 (Soundtracks)

projekthoersturzEs ist mal wieder Zeit für eine Sonderrunde im Projekt Hörsturz[1] und zwar geht es diesmal um Soundtracks aus Film und Spiel. Mit ersteren kenne ich mich sehr gut aus, mit Letzterem überhaupt nicht. Wir werden sehen, wie sich das auf die Punktevergabe auswirkt.

Wie ich bei bisher fast allen Teilnehmern gesehen habe, schneiden die fünf ausgelosten Songs wesentlich schlechter als die zusätzlichen ab und deswegen werde ich wieder alle bewerten mit meiner berühmten Punkteskala (0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt). Ausnahmsweise schaue ich mir auch die Videos an, da es ja um die Verbindung von Ton und bewegten Bildern geht. Deswegen fließt auch ein, ob der Song zur Stimmung passt.

  • Radiohead – Exit Music (For a film) (von Herr Lutz – Romeo + Julia)
    Und schon rächt sich die Videovorgabe, da wir es hier mit dem falschen und nicht mit dem richtigen Film zu tun haben. Macht nix, die habe ich beide in der Schule gesehen, nachdem wir das Stück gelesen haben. Nun aber zur Musik, die wirklich zum tragischen Ende passt, wenn der Zuschauer noch völlig geschockt (und überrascht) im Sessel sitzt. Aber Thom kommt mal wieder so gar nicht aus dem Knick und dafür muss ich etwas abziehen.
    Punkte: 3 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 12

projekthoersturzDas Dutzend ist voll mit der aktuellen Runde im Projekt Hörsturz[1] und da Beety ab sofort das Zitat der Runde kürt, werde ich mich heute besonders anstrengen.

Treu zur Seite steht meine altbewährte Skala (0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt) für die folgenden Lauscherlebnisse, denn Videos werden nicht geguckt, sondern nur gehört:

  • Major Parkinson – 197 (von beam)
    Die Gitarre ist ok, aber das heisere Geflüster ist nervtötend. Das Geschrammel und Gejaule auf Saitenart haut mich schlussendlich nicht vom Hocker und diese irritierenden Pausen hinterlassen auch keinen guten Eindruck. Nein, der Major und ich werden keine Freunde!
    Punkte: 1,5 von 5
  • WhoMadeWho – Keep me in my plane (von Kamil)
    Es geht beschwingt-chillig weiter. Erinnert an eine Mischung aus Laid Back und Fanta 4 mit ein bisschen Computergeblipse. Sicherlich gut geeignet als Partyhintergrundbeschallung, aber für eine intime Kopfhörerbeschallung zu gewollt beruhigend.
    Punkte: 1 von 5
  • Janus – Anita spielt Cello (von Konna)
    Und schon sind wir beim schwierigsten Stück der Runde. Klingt nach Rammstein meets Rotkäppchen, was dem Thema überhaupt nicht gut steht. Betroffenheitslyrik trifft einsames Chello und schon neigen wir die Köpfe. Sowas hört man nicht nebenher bzw. sowas hört man überhaupt nicht.
    Punkte: 0,5 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 6

projekthoersturzWas steht jeden zweiten Freitag an, was aber eigentlich schon vorher hätte erledigt sein sollen? Richtig, das Projekt Hörsturz, dessen mittlerweile sechste Runde[1] morgen früh ausläuft. Eigentlich könnte ich mir noch Zeit lassen, aber damit meine Punktevergabe in die Auswertung mit einfließen kann, muss ich heute noch abgeben. Deswegen stürze ich mich auch gleich ins Vergnügen.

Die ausformulierten Bedeutungen der Punkte füge ich auch heute wieder ein, denn das erleichtert mir die Sache und außerdem nimmt das nicht viel Platz weg. Die Videos werden nur angehört und nicht angesehen, da es hier auf den Höreindruck ankommt. Mir sind die Interpreten allesamt unbekannt und ich bin mal gespannt, was sich da so ergeben wird.

0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt

  • Jet Lag Gemini – Fit To Be Tied (von symBadisch – kostenloser Download!)
    Hui, Rockgitarre! Und die zugehörige Stimme setzt auch ein. Erinnert an Strange Fruit. Fühle mich gerade in die Achtziger versetzt und stelle mir die Zwillinge mit langen Dauerwellen und engen Lederhosen vor. Ja, alles schon mal gehört, aber irgendwie passt das gerade gut zu meiner Stimmung. Außerdem ist die Stimme angenehm und nicht zu generisch, was immer positiv bewertet werden sollte.
    Punkte: 4 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 3

projekthoersturzAller guten Dinge sind mittlerweile drei und wieder geht es darum, fünf vorgeschlagene Songs im Rahmen des Projekt Hörsturz[1] zu bewerten. Wie ich bisher bei den anderen Teilnehmern gelesen habe, scheint diese Runde dem Projektnamen alle Ehre zu machen. Wir werden sehen, wie meine Punkte ausfallen.

Ich greife erneut auf die mittlerweile bewährte Skala zurück (0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt) und schreibe in Klammern jeweils den Blogger, von dem der Vorschlag stammt. Die Videos werden selbstverständlich nur gehört und nicht angesehen. Auf geht’s:

  • Black Strobe – I’m A Man (von endgueltig)
    Ja, mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass das bei RocknRolla im Vorspann läuft. Wäre mir jetzt aber nicht unbedingt aufgefallen (von wegen Filmmusik und so). Klingt schön bassig und energetisch, ist aber einen Tick zu eintönig und die Stimme ist gerade noch angenehm.
    Puntke: 3,5 von 5
  • Malcolm McLaren – Double Dutch (von Postpunk)
    [Ähem, nachdem ich jetzt die ganzen RocknRolla-Clips angesehen habe, wird es wieder Zeit für Musik.] Ein vom Rätsel bekannter Song, den ich jetzt nochmal genauer unter die Lupe nehme. Karibik-Feeling an diesem lauen Sommerabend mit gesprochenen Hüpfinstruktionen, Steeldrums, Nonsense-Text-Chören und fetten Bässen. Macht Laune, auch wenn es sich ebenfalls ein bisschen zieht.
    Punkte: 4 von 5

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 1

projekthoersturzVon wegen Sommerloch! Der August ist voll von Projekten und hier kommt gleich das nächste, das aufgrund des Themas Musik besonders toll ist. Noch toller ist der Ablauf des Projektes, das Beety da erfunden hat. Die Regeln sehen vor, dass alle zwei Wochen fünf Songs von den Teilnehmern bewertet werden. Ob und wann man teilnimmt, ist jedem selbst überlassen und es können Songs vorgeschlagen werden, von denen dann in jeder Runde fünf zufällig ausgewählt werden. Rezensionen, die innerhalb des vorgegebenen Zeitraums eingehen, werden von Beety in einem Auswertungsbeitrag verwurschtelt. Die genauen Regeln (z.B. zur Songauswahl und Punktebewertung) kann man im verlinkten Beitrag nachlesen, hier soll es endlich zur Sache gehen!

In Runde 1 wurden folgende fünf Songs zur Begutachtung ausgesucht, die ich entgegen des Trends nicht mit hübschen Sterngrafiken bewerten werde, sondern klassisch Zahlen schwarz auf weiß. Basierend auf der Skala von Drowned in Sound bedeuten die Punkte so viel wie 0 = unhörbar, 0,5 = Müll, 1 = fürchterlich, 1,5 = schlecht, 2 = schlecht, aber mit gewissem Etwas, 2,5 = Durchschnitt, 3 = entfernt angenehm, 3,5 = ok, 4 = mag es sehr, 4,5 = brilliant, 5 = perfekt.

  • Portugal. The Man – People Say (von mir, kostenloser Download!)
    Gleich der erste Song von mir! Der ist locker und eingängig, was man wohl als Nachteil sehen kann, aber da ich den mittlerweile einige Dutzend Mal gehört habe und immer noch nicht satt bin, bekommt der fast die Höchstwertung! [Rezension des Albums bei endgueltig]
    Punkte: 4,5/5