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Linktipp: Bandstand Busking [Straßenmusik in verlassenen Konzertpavillions]

Was machen mit all den verlassenen Konzertpavillions in London? Natürlich tolle Bands einladen, dort zu spielen und dann die Videos online stellen! Das ist das Motto von Bandstand Busking, die ich durch Zufall entdeckt habe und da ich schusseligerweise meinen 1000. Beitrag verpasst habe, gibt es zur Feier ein paar exzellente Videos von Bands, die ich wärmstens empfehlen kann:

We Were Promised Jetpacks – Ships With Holes Will Sink

Eine Neuentdeckung und Grund für diesen Linktipp sind diese Glaswegians und der Song ist einmalig gut, nicht nur wegen dem schottischen Akzent:

Weitere Videos bei Bandstand Busking. Das Original und die nächste Woche erscheinende Single Quiet Little Voices gibt es bei HypeMachine, MySpace, dem diesjährigen SXSW-Festival und Fat Cat Records anzuhören.

Entdeckt habe ich den Song beim Three from Leith Podcast 170 (Feed-URL).

Emmy The Great – We Almost Had A Baby

Einen so bezaubernden Song auch noch solo mit Akustikgitarre vorgetragen macht doppelt Spaß (leider stellenweise etwas windig die Aufnahme):

Weitere Songs und ein Interview bei Bandstand Busking. Und wer sich gleich das im Februar erschienene Album First Love zulegen möchte, der kann das z.B. bei Amazon tun (Partner-Link).

The Wave Pictures – Blind Drunk

Wenn meine Lieblings-Lofi-Jungs irgendwo auftauchen, müssen sie natürlich auch gewürdigt werden. Besonders, da es sich anscheinend um einen völlig neuen Song handelt (außer ich hab da was übersehen):

Weitere Songs und ein Interview bei Bandstand Busking. Viele Songs zum Download und Videos und Infos und wasnichalles gibt es auf der offiziellen Seite.

Bisher haben u.a. Asobi Seksu, Frightened Rabbit, Of Montreal, The Acorn vorgetragen. Es lohnt sich also, da mal vorbeizuschauen. Wer über anstehende Aufzeichnungen informiert werden möchte, kann sich per E-Mail informieren lassen. Und wer nicht das Glück hat, in London zu leben, kann auf dem Laufenden bleiben mit dem YouTube-Kanal und/oder per Twitter.

Original und Cover #3: Teenage FBI

Schon fast ein ganzes Jahr her, dass ich Davids exzellente Idee weitergeführt habe und deswegen wird es Zeit für ein echtes Schmankerl.

In Anlehnung an das letzte Liedzeilen-Quiz gibt es einen Song, dessen Original von Guided By Voices ist. Auf die Idee bin ich durch das Cover gekommen, das ich im Have You Heard-Podcast gehört habe. In der letzten Ausgabe wurde eine Band und alle Vorgänger, d.h. das Bandgenom vorgestellt. Die Folge nennt sich Media Hostage: The Goldest[1] und interessant ist die Band Jupiter Watts, die im Januar letzten Jahres auf einem Konzert einen Song von Guided By Voices gecovert haben. Herunterladen kann man Teenage FBI und drei weitere in diesem Beitrag.

So, nun nach dieser langen Vorrede endlich das Original in einer Liveversion:

http://www.youtube.com/watch?v=2LWN9_kypU0

Und hier das Cover, von dem die Band sagt

Anyway, we don’t play it that brilliantly here, but it’s really got a spark, nonetheless. And we play it more like the record than they do. If only we’d had Ric Ocasek produce this recording…

Der Link verweist auf obiges YT-Video und Ric Ocasek ist der ehemalige Sänger der Cars und Produzent einiger Alben von Weezer, Nada Surf, No Doubt und anderen. Um den Song anzuhören, entweder direkt abspielen (im Feed oder mit Browserplugin) oder erst herunterladen (Rechtsklick, Speichern unter).

Jupiter Watts – Teenage FBI (GBV Cover)

Viel (Hör)Spaß!

  1. Zum Download und Abonnieren des Podcasts auf die Seite gehen. Dort gibt es auch ein Bild des Genoms. []

Schottisch lernen und was Gutes tun am Red Nose Day (Coffee Break Scottish: Comic Relief Special)

Nach dieser ausführlich-komprimierten Überschrift das Ganze nochmal in vollständigen Sätzen. Heute ist Red Nose Day in Großbritannien, wo überall und an allen Ecken und Enden Geld gesammelt wird für einen guten Zweck. Im UK ist das eine Institution seit 40 Jahren, die schon zum 40. Mal statt findet und es gibt Specials im Fernsehen, in Zeitungen und auch bei Sprachlernpodcasts (der eigentliche Grund dieses Beitrags). Nun mag man sich in Deutschland fragen, warum man den Briten helfen soll (die heimische Kampagne eines privaten Senders ist ja nie erfolgreich abgehoben), aber es gibt ein kleines Schmankerl. Coffee Break Scottish vom Radio Lingua Network bietet drei Schottisch-Lektionen an für £ 3 (= € 3,30):

Coffee Break Scottish - Red Nose Day Comic Relief Charity Special

Auf der Seite gibt es einen kostenlosen Promo anzuhören und wer sich dann für die gute Sache entscheidet, kann per Paypal bezahlen. Man bekommt einen Login, mit dem der Podcast heruntergeladen werden kann (direkt oder mit iTunes – auch mit MediaMonkey erfolgreich getestet). Außerdem erhält man einen 25%-Gutschein für die anderen Angebote von Radio Lingua. Die bieten nämlich neben kostenlosen OneMinute-Podcasts auch kostenpflichtige Kurse an (Liste). Die Sprachauswahl ist interessant und ich habe z.B. angefangen, ein wenig Irisch zu lernen… Aber ich schweife ab, denn es geht ja um den Red Nose Day und die Gelegenheit den herrlichen schottischen Akzent näher kennenzulernen.

Song des Tages: Jens Lekman – I’m Leaving You Because I Don’t Love You (Spoolwork Remix) [kostenloser Download]

Das hier wird wieder ein Plädoyer für Musikpodcasts, doch der Abwechslung halber geht es um einen schwedischen Künstler. Gleich geblieben ist natürlich, dass mich der Song umgehauen hat, sowohl wegen seiner hypnotischen Instrumentierung als auch wegen des Textes. Allein schon für den Titel I’m Leaving You Because I Don’t Love You verdient Jens Lekman einen Preis. Dieser Schwede verdient überhaupt viele Preise, doch auch ich bin erst heute so richtig auf ihn aufmerksam geworden, nachdem er mir z.B. bei einigen Compilations und kostenlosen Downloads über den Weg lief. Da musste erst der gestrige Contrast Podcast mit dem Thema “Lips” kommen, um mich vollständig zu überzeugen und gleich das zugehörige Album Night Falls Over Kortedala bei eMusic abzugreifen.

Eine weitere Abwechslung ist die Tatsache, dass ich den Remix besser finde als das Original[1] und das will schon was heißen. Wer selber vergleichen möchte, kann sich ein Standbildvideo mit schlechter Audioqualität des Originals anhören und dann den Remix von Spoolwork. Der Song (und einige weitere) ist kostenlos herunterladbar im folgenden Widget unter “Songs”:



Band website buildersQuantcast

Der Remix ist geradliniger mit weniger Spielereien und die Fragilitäten sind rausgepustet. Jedenfalls hat das Ding ordentlich Bomp und hatte ich schon erwähnt, dass der Text genial ist?!?

I’m sorry I have to be this brutally honestly cold
But my excuses were babies of snow that I just could not hold
So you pick up your asthma inhaler and put it ‘gainst your lips,
Oh those lips I’ve loved, that I was dreaming of,
They’re so red and soft, I’m so sorry I couldn’t love you enough

Song des Tages: Come On Gang! – Wheels

Eine beschwingte, stellenweise nach 80ern klingende Frauenstimme, eine schrammelige Gitarre und eine eingängige Melodie machen diesen feinen Song aus. Und ein verrücktes Video schadet auch nie:

Auf der Last.fm-Seite der Come On Gang! kann man diesen und drei weitere Songs in voller Länge anhören und die klingen alle sehr vielversprechend. Hoffentlich kommt da bald ein Album. Sie werden jedenfalls dieses Jahr auf dem SXSW-Festival auftreten (18.-22. März, Austin, Texas). Ach ja, dass sie aus Edinburgh kommen, ist natürlich in meinen Augen ein extra Bonus!

Gefunden habe ich den Song durch den Podcast Made in the UK Folge 34. Auch der Podcast ist sehr empfehlenswert, in dem eine ganze Reihe verschiedener Podcaster Songs aus Großbritannien vorstellen (wobei das sehr großzügig ausgelegt wird) und zwar von Künstlern die (meistens) noch keinen Plattenvertrag haben. Es geht quer durch alle Genres, von akustischer Gitarre über flauschigen Pop und härteren Rock bis hin zu elektronischen Klängen.

Nachtrag: Single ist im iTunes Store erhältlich (Direktlink) mit der B-Seite Both Ends Burning. Und jetzt wo alles in Plusqualität zu haben ist, lohnt sich das sogar.

Lieblingsmusikclips und -podcasts (nach Stöckchenart)

Aus einer bisher unbekannten Richtung bekam ich letzte Woche einen Stock zugeworfen: @Hadi will meine Lieblingsmusikclips wissen und auch wenn ein schwieriges und ungenaues Ergebnis zu erwarten ist, werde ich mich der Aufgabe stellen. Des Weiteren hat Konna ein Stöckchen über Podcasts freigegeben und da werde ich mich als Fan dieser Audiokunst [?] zu äußern. Auf geht’s!

Lieblingsmusikclips

Aufgrund von löchrigen Erinnerungen ist die folgende Liste mehr ein Zufallsprodukt und Momentaufnahme als eine tatsächliche Liste meiner Lieblingsclips, aber der Gedanke zählt.

Peter Gabriel & Kate Bush – Don’t Give Up YouTube
Wer sich jetzt besorgt fragt, ob ich verrückt geworden bin, dem entgegne ich, dass das eines der drei Videos ist, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnern kann. Und es kommt in diese Liste, weil es in meiner Erinnerung aus einer langen Szene ohne Schnitte bestand während der Mond im Hintergrund abnimmt und wieder voller wird. Außerdem ist der Song so schlecht nicht (alleine schon wegen den Stimmen der beiden).

MGMT – Time to Pretend YouTube
Das Video hatte mich im April schon begeistert und es ist und bleibt ein Knoten-im-Hirn-Verursacher. Gibt es sogar als HI-RES-Version zum Download und damit wird jeder lausige Dia-Abend aufgepeppt.

Ok Go – Here it Goes Again YouTube
Jaja, offensichtliche Wahl, aber ich habe das Video zum ersten Mal gesehen, bevor ich wusste, dass es ein Internetphänomen ist und das ist es ja auch nicht zu Unrecht.

Podcast-Tipp: Music Weekly

Heute gibt es eine ungewöhnliche Empfehlung, die ein bisschen auch persönlich motiviert ist. Es handelt sich um den Podcast Music Weekly des britischen Guardian Music Blog. Der Podcast dauert eine halbe bis dreiviertel Stunde und es wird neue Musik vorgestellt, die manchmal noch als Indie bezeichnet werden kann, oft aber Richtung Mainstream tendiert. Dazwischen gibt es Berichte über Festivals (im UK). Wie der Name vermuten lässt, gibt es jede Woche eine neue Episode und neben Interviews mit Gästen werden Singles vorgestellt, die in dieser Woche erscheinen.

Dass ich jetzt gerade diesen Podcast empfehle, liegt daran, dass in der heutigen Episode und in der vor zwei Wochen insgesamt drei Bands und Künstler zu Gast waren, die ich in wenigen Tagen live sehen werde: The Wave Pictures + Jeffrey Lewis und Glasvegas.

Viel Spaß beim Anhören!

Edinburgh: Bilder und Stadtporträt

Ein kleiner Artikel reicht aus und schon schwelge ich in Erinnerungen an die schöne Zeit vor fünf Jahren, als ich in Edinburgh weilte (des Studiums wegen). Bei Glasvegas[1] gab es einen Hinweis auf ein Edinburgh-Stadtporträt in der neuen ARD Mediathek. Während ich dem sehr informativen Podcast nun verzückt lausche [Direktlink], gibt es noch ein paar Bilder zum Angucken nebenher. Ein Hinweis zur Aussprache dieses Athen des Nordens: das “g” in “burgh” ist stumm, es wird nur das “r” gesprochen, so dass es wie ein kurzes, dumpfes “bre” klingt.

Der im Podcast erwähnte Canongate-Friedhof sieht so aus:

Edinburgh: Canongate Friedhof

Auf dem Friedhof liegt der Schriftsteller und Poet Robert Fergusson, dessen Grabstein von dem viel bekannteren Robert Burns aufgestellt wurde.

Stichwort Literatur. Auch Ian Rankin kommt zu Wort und er beschreibt, wie er in seinem Debutroman Knots And Crosses / Verborgene Muster die alte Jekyll-Hyde-Geschichte endlich wieder in die Heimatstadt zurückführte (Rezension bei alltagswahn).

Das unglaublich teure Parlamentsgebäude, auf das so geschimpft wird, befand sich vor fünf Jahren noch im Bau, obwohl es schon längst hätte fertig sein sollen:

Edinburgh: Parliament Building

Nach diesen Fotos passend zum Podcast, noch ein paar weitere Bilder.

Die Distel ist die Nationalpflanze Schottlands und natürlich gibt es dazu ein Bild[2] aus dem Royal Botanic Garden:
Distel - Die Nationalpflanze Schottlands

Wer nicht nur hören will, sondern auch fühlen, dem kann ich versichern, dass selbst Ortsunkundigen geholfen wird durch die ausführliche Beschilderung:

Edinburgh: Touristeninformation

Mehr Bilder von Edinburgh und Schottland allgemein gibt es im zugehörigen flickr-Album.

Blogger werden Podcaster

Podcasts hörenIn letzter Zeit scheint das Blog-goes-Podcast sehr in Mode zu sein und hier zähle mal die auf, die mir untergekommen sind. Dabei empfehle ich sowohl den Blog als auch den Podcast vorbehaltlos.

  • Neri startet endlich mit dem Booyaboo-Podcast durch (RSS). Nach mehreren Versuchen, die schon lange zurück liegen, gibt es mittlerweile drei Episoden mit interessanten Erlebnissen und guter Musik.
  • Katja und ihr alter Ego, das blonde Alien legen eine viel höhere Frequenz vor (mittlerweile sechs Folgen) und es gibt sogar einen eigenen Podcast-Alien-Blog (RSS).
  • Denis beschert uns den Gorgcast. Seiner Radio-/Hörspielerprobten Stimme (und mit den entsprechenden Übungen) ist gut Zuhören und die dritte Folge ist wahrlich wohlklingend (RSS).

Nachträge

  • Vom Honigbrot-Blog sind wir bissige und witzige Texte gewohnt und jetzt gibt es das auch in Form des mittlerweile dritten Fredcast (RSS).
  • Ganz neu im Audiogeschäft ist der Postpunk und gleich der erste Podcast macht Lust auf mehr (RSS).

Hinweis: Die Podcaster bieten jeweils die Möglichkeit direkt vor Ort im Blog zum Anhören (und/oder Runterladen der Datei). Wer immer sofort die neueste Episode haben möchte, der braucht einen sogenannter Podcatcher (meine Empfehlung: Juice, für alle Plattformen). Einige Musikabspielprogramme können das auch (z.B. iTunes (Mac, Win) und mein Favorit MediaMonkey (leider nur Win) ). Wer einen Podcatcher hat, kann die obigen RSS-Links zum Abonnieren verwenden.

Hinweis 2: Durch meine Scrobbelei sind die drei jetzt auch bei Last.fm bekannt. Allerdings sehen die Seiten noch relativ leer aus und das sollte geändert werden! Das kann jeder machen, der bei Last.fm Mitglied ist und damit sollten wir schnell Katja, Neri und Denis zu korrekten Profilen verhelfen und vielleicht sogar die Podcasts hochladen, damit sie im Last.fm-Radio verfügbar sind.