Schlagwort-Archiv: organisieren

Nein, ich wandere nicht aus, ich ziehe nur nach Schottland

Ende März hat sich für mich überraschend die Möglichkeit ergeben, einen neuen Job in Edinburgh anzunehmen. Natürlich habe ich die Gelegenheit wahrgenommen und habe alles in Bewegung gesetzt, dass es auch klappt. Es hat einige Tage gedauert, bis ich hier alles erfolgreich geregelt hatte. Nun steht es aber fest, dass ich ab Juni in einem “fremden” Land wohnen und arbeiten werde.

Parliament and Calton Hill

Bzw. es ist kein “fremdes” Land für mich. Vor genau zehn Jahren hat es mich schon einmal in das “Athen des Nordens” gezogen für ein Auslandsstudium. Ok, da war Vieles einfacher, weil man als Student und auf bestimmte Zeit wesentlich leichter organisieren kann. Doch einige Dinge sind einfacher geworden, weil die EU immer weiter zusammenwächst. Mir kam überhaupt nicht der Gedanke, dass es kompliziert werden könnte. Klar, ich muss mich um Sozial- und Krankenversicherung kümmern, ein Bankkonto eröffnen und mir eine Wohnung suchen. Ich muss mich mit Altersvorsorgeplänen (deutsch wie britisch), Umzugs, Strom-, Internet- und Mobilfunkanbietern beschäftigen und viele weitere Kleinigkeiten beachten. Aber im Großen und Ganzen ist es mit ein bisschen Vorbereitung machbar.

Waterloo Place and Princes Street

Von einigen Leuten habe ich die überraschte Reaktion gehört, dass ich auswandern möchte und die Definition greift wohl, aber ich bin nur eine Flugstunde entfernt und die Landessprache kann ich fast besser als meine Muttersprache. Naja, letzteres natürlich nicht, aber Verständigung bereitet mir kaum Probleme, weder sprachlich noch kulturell. Man muss ich auch jeweils umgewöhnen, wenn man vom Siegerland ins Ruhrgebiet, nach Schwaben, ins Rheinland, nach Vorpommern, nach Baden zieht.

Einfache Navigation im Archiv (Ext. Live Archives auch für WP 2.3)

Archivseite von 49 SunsSchon mal einen Blick auf meine neue Archivseite geworfen? Dort ist (endlich) das Plugin Extended Live Archives (ELA) im Einsatz, welches eine elegante und irgendwie auch coole Präsentation des Archivs bietet. Mein altes Theme (Screenshot) bot von Haus aus Unterstützung für das Plugin an und ich hatte mehrfach versucht, es zum Laufen zu bringen, aber leider funktionierte es immer nur kurzzeitig.

Doch mit dem Wechsel zum Theme K2 hoffte ich, dass ich endlich ELA nutzen kann, da es von K2 ebenfalls schon von Haus aus unterstützt wird. Doch leider funktioniert das Plugin mit der neuen WP-Version nicht mehr[1] und deshalb wird es in K2 nur verwendet, wenn man eine ältere Version von WP am Laufen hat. Zum Glück gibt es aber einen Patch und K2 kann ganz einfach “überredet” werden, das Plugin zu verwenden.

Extended Live Archives mit WordPress 2.3 verwenden

Wem die Präsentation des Plugins gefällt und es trotz WP 2.3 nutzen möchte, für den gibt es hier eine kurze Anleitung.

  1. ELA von der offiziellen Seite runterladen (neueste Version 0.10 beta R18),
  2. Patch für WP 2.3 runterladen,
  3. beide Archive entpacken und die entsprechenden Dateien des Plugins durch die des Patches ersetzen,
  4. im K2-Theme-Ordner in der Datei page-archives.php die Zeile 36 ändern von
    if (function_exists('af_ela_super_archive') && !($wp_version > 2.2)) {

    zu

    if (function_exists('af_ela_super_archive')) {
  5. und dann endlich das Plugin aktivieren, initialisieren und anpassen.

Und nun viel Erfolg mit dem Plugin. Das gilt natürlich auch für alle Nicht-K2- und Nicht-WP-2.3-Nutzer, die wie ich das ELA einfach praktisch und cool finden.

MediaMonkey vs iTunes (Zusammenfassung)

Nach Beendigung meiner vierteiligen Serie über die zwei Musikverwaltungsprogramme MediaMonkey (Version 3 Beta 3) und iTunes (Version 7.4.3) ist ein Überblicksbeitrag angebracht. Hier gibt es Informationen, welche Features in welcher Folge getestet wurden und welche Vor- und Nachteile die beiden Programme haben. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, auf das In Series-Plugin hinzuweisen[1].
Für mich persönlich hat der Test das Ergebnis gebracht, dass ich auf jeden Fall bei MediaMonkey (MM) bleiben werde, weil ich da viel mehr Kontrolle und Möglichkeiten habe und iTunes (iT) sehr oft bevormundend ist und viel unnötigen Ballast mitbringt. Natürlich kommt es bei einem Musikverwaltungsprogramm hauptsächlich auf die persönlichen Ansprüche und Bedürfnisse an, welches am Besten geeignet ist. Ich wage aber zu behaupten, dass MM für die Meisten die bessere Wahl ist.

Die folgenden Vor- und Nachteile sind hoffentlich neutral, aber ein paar persönliche Wertungen sind dabei. Wenn ein Begriff nicht klar ist, hilft der entsprechende Beitrag der Serie.

Vor- und Nachteile von MediaMonkey

  • Aussehen der Oberfläche individuell anpassbar
  • Dateiverwaltung automatisch und frei konfigurierbar
  • Unterstützung vieler Formate (z.B. MP3, OGG, WMA, FLAC, MPC, WAV, AAC, M3U, PLS)
  • Metainformationen wie Bewertungen von anderen Programmen importierbar (auch von früheren MM-Versionen)
  • Synchronisation mit allen gängigen externen mp3-Playern (inkl. iPods)
  • erweiterte Funktionen durch Skripte (praktisch unbegrenzte Möglichkeiten)
  • aktuelle Wiedergabeliste mit vielen Funktionen (z.B. Rückgängig und Wiederholen von Aktionen)
  • Abonnieren von Podcasts mit individuellen Einstellen für jeden Podcast
  • Brennen von CDs und DVDs (Audio- und mp3-CDs)

MediaMonkey vs iTunes (Teil 4: Podcasts und bezahlte Musik)

Heute geht es weiter mit dem Vergleichen der Musikverwaltungsprogramme MediaMonkey (Version 3 Beta 3) und iTunes (Version 7.4.3) und als abschließendes (?) Thema sollen die Zusatzoptionen Podcasts und bezahlte Musik (d.h. online gekaufte, heruntergeladene und nicht auf CD gekaufte, gerippte Songs) behandelt werden.

Bisher liegt MediaMonkey (MM) weit vorne, doch iTunes (iT) hat auch seine Vorteile. Aber das liegt u.a. an meinen persönlichen Vorlieben für bestimmte Funktionen und meinem externen mp3-Player.

Nun aber zum heutigen Thema. Ich hatte ja gestern schon angekündigt, dass ich mich in ein neues Abenteuer gestürzt habe, dass sich negativ auf meinen Geldbeutel auswirken könnte. Anhand des heutigen Themas kann man sich denken, dass ich den iTunes Store ausprobiert habe und beinahe in einen Kaufrausch geraten bin! Doch dazu später mehr.

Podcasts abonnieren

Bevor ich jetzt mit unbekannten Begriffen um mich werfe: Weiß jeder was ein Podcast ist? Wenn nicht, gibt es auf Podcast.de eine schöne Erklärung. Diese Erklärung hat den Zusatzwert, dass beide Seiten beleuchtet werden, die des Podcasters und des Abonnenten.

Die Seite Podcast.de fungiert allerdings hauptsächlich als Verzeichnis, um Podcasts zu finden und zu abonnieren. Da finden wir z.B. auch den Teddykrieger, dessen PodcasterBlog hier als Beispiel fungieren soll. Wenn man abonnieren möchte, fällt auf, dass immer zwischen iT und “Anderen” unterschieden wird, d.h. dass eine andere URL angegeben wird. Das liegt daran, dass die meisten Programme, die Podcasts abonnieren können (Podcatcher) per RSS-Feed neue Episoden holen, während iT wieder eine Extrawurst brät (obwohl es RSS auch kann).

MediaMonkey vs iTunes (Teil 3: Playlisten und Player-Synchronisation)

Nach zwei Tagen Pause geht es weiter mit meinem Vergleich der zwei Musikverwaltungsprogramme MediaMonkey (Version 3 Beta 3) und iTunes (Version 7.4.3).

Heute wird die erweiterte Alltagstauglichkeit getestet, d.h. wie komfortabel können Playlisten erstellt werden und wie klappt es mit den Synchronisieren von mp3-Playern. Das geht über die minimalen Anforderungen eines Musikabspielprogramms hinaus, aber es sind nichtsdestotrotz Standardanwendungen, die ein gutes Programm anbieten muss.

Sortieren und Suchen

Bevor wir nun voll in das Thema Playlisten einsteigen, werfen wir noch einen Blick auf die verwandten Funktionalitäten Sortieren und Suchen. Wenn hier viel angeboten wird, erleichtert das auch das Erstellen von Playlisten (besondern die automatischen Playlisten).

Die Suchfunktion von MM ist bei der alten Version (2.5.5) sehr eingeschränkt und in iT wesentlich besser gelöst. Bei iT werden mehrere Wörter nicht als exakte Übereinstimmungen gewertet, wie bei MM2. Die gute Nachricht ist, dass in Version 3 die Suchfunktion erheblich erweitert wurde und nun iT in dieser Hinsicht überholt hat. Die Suchfunktionen im Einzelnen:

In iT kann per Dropdonw-Menü gewählt werden, ob alle Felder oder nur ein bestimmtes (Interpret, Album, Komponist, Titel) durchsucht werden soll. Mit Anführungszeichen wird nach exakten Übereinstimmungen gesucht. Leerzeichen zwischen Wörtern werden als AND interpretiert.

MediaMonkey vs iTunes (Teil 2: Verwalten)

Weiter geht’s mit dem Vergleich der Musikverwaltungsprogramme MediaMonkey (Version 3 Beta 3) und iTunes (Version 7.4.3). Gestern im 1. Teil habe ich die folgenden Anforderungen an die Programme gestellt:

  • einfaches Hinzufügen von neuen Titeln (viele Formate)
  • übersichtliche, intuitive, anpassbare Oberfläche
  • sinnvolle Verwaltung der Sammlung (Playlisten erstellen, Bewertungen, Duplikate finden, Zusatzinfos automatisch holen, etc)
  • bequemer täglicher Einsatz (Minimisierung, Podcasts, Coveranzeige)
  • indivduelle Einstellungsmöglichkeiten (optional)
  • Synchronisation mit externem mp3-Player (optional)

Die ersten zwei Punkte sind nun schon abgehakt und außer dem wirklich schicken Cover Flow von iTunes sehe ich eindeutig MediaMonkey vorne. Heute geht es um die eigentliche Aufgabe der Programme: die Verwaltung.

Hinzufügen und Verwalten von Musik

Nach bzw. während der Installation erfolgt die Erfassung der Musiksammlung. Das geschieht bei beiden auf ähnliche Weise. Man gibt einerseits einen Ordner an, wo neue Musik hinzugefügt wird und andererseits kann man Ordner angeben, wo nach Musik gesucht wird. Überwachung der Ordner erfolgt nicht bzw. bei MM nur in der bezahlten Version. Ich habe das aber nicht als Nachteil empfunden, denn es sollte selten vorkommen, dass man Musik außerhalb des Players hinzufügt, d.h. nicht durch CD rippen (oder über den iTMS). Wenn doch, kann mit zwei Klicks das Archiv/die Mediathek aktualisiert werden.

Die Verwaltung der Sammlung ist bei iT sehr restriktiv. Man kann einstellen, ob hinzugefügte Musik in den Musikordner kopiert werden soll und ob der Ordner verwaltet werden soll (siehe Screenshot). Dies ist sehr komfortabel, man muss sich um nichts kümmern. Wird ein Titel in iT umbenannt, wird auch die Datei bzw. der Ordner umbenannt. Allerdings kann man keinerlei Vorgaben zur Dateistruktur machen, es kann nur der eine Ordner verwendet werden[1] und extern veränderte Dateien werden nicht mehr gefunden.

MediaMonkey vs iTunes (Teil 1: Installation und Oberfläche)

Das Warten ist vorbei! Jetzt wird verglichen, welcher Player bessere Funktionen und eine bedienungsfreundlichere Oberfläche bietet. Diesen Test hatte ich schon mehrfach angekündigt und die Ergebnisse wurden sicherlich (hoffentlich!) schon erwartet.

Die Kandidaten: MediaMonkey und iTunes

Es wurde jeweils die neueste Version auf einem Windows XP Rechner installiert und zwar

  • MediaMonkey 3.0 Beta 3 (im Folgenden MM)
  • iTunes 7.4.3 (im Folgenden iT)

Warum habe ich von MM eine Betaversion verwendet? Die neue Version bietet einige neue Features, die ich für essentiell halte (z.B. Podcasts) und die das Programm so mit iT besser vergleichbar machen. Allerdings gehen damit auch einige Zusatzfunktionen verloren, denn noch sind nicht alle Skripte kompatibel (dazu an entsprechender Stelle mehr).

Was sollen die Programme können?

Um einen aussagekräftigen Test zu veranstalten, muss man sich im Klaren darüber sein, welche Anforderungen an die Testobjekte gestellt werden. Zusätzlich sind ein paar typische Aufgaben zu bewältigen.

Angenommen, ich habe eine große Musiksammlung (fünfstellige Titelanzahl) und möchte diese nicht nur abspielen, sondern auch komfortabel verwalten. Was erwarte ich von einem Programm, das dies leistet?

  • einfaches Hinzufügen von neuen Titeln (viele Formate)
  • übersichtliche, intuitive, anpassbare Oberfläche
  • sinnvolle Verwaltung der Sammlung (Playlisten erstellen, Bewertungen, Duplikate finden, Zusatzinfos automatisch holen, etc)
  • bequemer täglicher Einsatz (Minimisierung, Podcasts, Coveranzeige)
  • indivduelle Einstellungsmöglichkeiten (optional)
  • Synchronisation mit externem mp3-Player (optional)

MusicIP Mixer als Musikverwaltungsprogramm? (Teil 2: Mixe und Duplikate)

Dies ist die Fortsetzung meines Testberichts über die Software MusicIP Mixer (Teil 1: Analyse der Musiksammlung). Gestern ging es um die Installation und einen ersten Eindruck. Heute geht es um weitere Features, wie z.B. die Mix-Funktion, die meines Erachtens einzigartig ist und einige interessante Vorteile bringt.

Vorab möchte ich noch ein wenig zur Bedienung sagen. Insgesamt benötigte ich sehr wenig Eingewöhnung. Drag & Drop funktioniert einwandfrei und überall dort, wo man es erwartet. Das Kontextmenü ist ausführlich und entspricht den Erwartungen. Auch hier merkt man die starke Anlehnung an iTunes.

Ein paar negative Aspekte

Eine Korrektur zu meinem vorherigen Beitrag: die deutsche Übersetzung ist nicht vollständig und korrekt. Nach genauerer Untersuchung (ich hatte die deutsche Version nur kurz angetestet) fällt auf, dass erstens nicht alle Optionen übersetzt sind (wahrscheinlich neuere) und dass zweitens ab und zu unglückliche, d.h. informationsreduzierte Übersetzungen gewählt wurden; z.B. wurde low variety zu Niedrig und ignore style zu Nicht beachten. Da das Vokabular aber nicht zu schwierig ist bzw. bekannt sein sollte, kann man getrost die englische Version verwenden.

Negativ aufgefallen ist mir die fehlende Persistenz[1]. Man kann zwar einstellen, welche Spalten in welcher Reihenfolge angezeigt werden sollen, aber die Breite wird bei jedem Neustart zurückgesetzt. Bei MediaMonkey habe ich mich daran gewöhnt, dass sowohl die Spaltenbreite als auch die Anzahl und Reihenfolge der Spalten in den einzelnen Ansichten gespeichert werden. Zudem werden spezielle Information wie doppelte Songs nicht wiederhergestellt und man muss diese Ansichten jedes Mal erneut aufrufen.

MusicIP Mixer als Musikverwaltungsprogramm? (Teil 1: Analyse der Musiksammlung)

Wer eine große digitale Musiksammlung (über 10.000 Titel) sein Eigen nennt, verliert leicht den Überblick. Das Ablegen in einer bestimmten Ordnerstruktur (wie sie die meisten CD-Ripper anbieten) reicht bei dieser Größenordnung nicht mehr aus. Da muss ein Musikverwaltungsprogramm her.

Bei Wikipedia gibt es einen Überblick über Audio- und Videoabspielsoftware, von denen einige auch mehr oder weniger gut zur Verwaltung geeignet sind. Ich habe im Laufe der Jahre viele verschiedene ausprobiert. Die Verwaltung einer richtig großen Musiksammlung habe ich mehr oder weniger ausführlich mit folgenden Programmen getestet:

  • Mit iTunes habe ich angefangen, (fast) meine komplette CD-Sammlung ins mp3-Format umzuwandeln. Anfangs war ich schwer begeistert von den vielen praktischen Funktionen. Doch nach und nach fielen mir immer mehr Unzulänglichkeiten auf und auch der Store wurde immer aufdringlicher.
  • Vor knapp anderthalb Jahren habe ich MediaMonkey entdeckt und war noch mehr begeistert. Einerseits durch einige zusätzliche clevere Funktionen (fast beliebig durch Skripte erweiterbar) und andererseits durch die offenere Handhabung (praktisch alle mp3-Player können damit synchronisiert werden).
  • Ähnlich begeistert war ich von Amarok, das ich parallel unter Linux nutze.

Mehr als Verwalten

Zusätzlich zum reinen Abspielen und Verwalten meiner Musik, mag ich auch Services wie Pandora und Last.fm, wo es darum geht, ähnliche Musik aufgrund der bestehenden Vorlieben zu entdecken (Beiträge mit den Tags Pandora und Last.fm). Den Ansatz von Pandora, die Stücke musikalisch zu analysieren und darauf die Ähnlichkeit zu basieren, finde ich wesentlich besser. Aber Pandora gibt es ja erstens gar nicht mehr außerhalb der USA und zweitens ist das mehr wie Radio, die eigene Musiksammlung wird völlig außen vor gelassen.