Vor knapp zwei Monaten habe ich Mark Haddons Buch The Curious Incident of the Dog in the Night-Time vorgestellt, das einfach nur fantastisch ist. In den Kommentaren schlug Thomas das zweite Erwachsenen-Buch von Haddon vor, der sonst eher für Kinder schreibt.
Doch erst war ich ein wenig zögerlich, denn die Inhaltsangabe von A Spot of Bother sprach mich nicht so an. Es geht um einen Rentner, der einen verdächtigen Fleck auf seiner Hüfte entdeckt und überzeugt ist, dass er an Krebs sterben wird. Dadurch bringt er sein Leben und das seiner Familie gehörig durcheinander, die allerdings auch selbst genug Blödsinn veranstalten.
Schließlich habe ich mir das Buch gebraucht besorgt und war ziemlich schnell angetan. Haddon hat eine unglaublich tolle Art der Beschreibung, mit sehr vielen kleinen Details, die man kennt, aber nie darauf achtet. Er versteht es, selbst wirklich dämliche Handlungen durch die Gedankengänge der jeweiligen Person als die einzig logische Verhaltensweise darzustellen. Das ist eine weitere Besonderheit des Buches, dass nämlich die vier Hauptpersonen (Vater George, Mutter Jean, Tochter Katie, Sohn Jamie) kapitelweise begleitet werden und man so alle vier und ihre jeweiligen Probleme kennen lernt. Neben Georges “Krankheit” geht es um Jeans Affäre, Katies zweite Hochzeit und Jamies Quasi-Freund. In der Hauptsache geht es um Beziehungen und Missverständnisse und wie schnell sich Situationen und Einschätzungen ändern können. Ein Kapitel ist nichts für zimperliche Leser, aber vielleicht kam es mir auch nur so vor.
Kinners, dat ist nur eine VORSCHAU auf Buchempfehlung: Mark Haddon – A Spot of Bother
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Zu Weihnachten habe ich ein bezauberndes Buch geschenkt bekommen, das ich Euch ans Herz legen möchte. Ich kann es aus mehreren Gründen empfehlen, sowohl vom Inhalt und dem Schreibstil her als auch als idealer Einstieg für das Lesen von englischsprachigen Büchern.
Der seltsame Titel deutet es schon an, dass es sich hier nicht um ein 08/15-Buch handelt. Es ist geschrieben aus der Perspektive des 15-jährigen Christopher Boone, der Asperger-Syndrom hat, eine Form des Autismus. Das wird jedoch nie explizit gesagt, sondern man merkt es allmählich, wenn Christopher von seinem Alltag erzählt, dass er nicht aus Gesichtern auf die Stimmung schließen kann, dass er nicht angefasst werden möchte und dass er kein gelbes Essen isst. Sein Autismus ist nicht Teil der Geschichte, sondern erlaubt “nur” eine ungewöhnliche Erzählweise.
Es beginnt damit, dass Christopher erzählt, wie er den Hund der Nachbarin mit einer Forke im Leib tot aufgefunden hat und dass seine Lehrerin ihm aufgetragen hat, darüber Buch zu führen. So erklärt er alle Unklarheiten des täglichen Lebens, schweift ab und berichtet von seiner Begeisterung für Mathematik. Letztere führt auch dazu, dass die Kapitel mit Primzahlen nummeriert sind. Doch immer ist sein Ziel die Aufklärung dieses “Verbrechens” und er macht tatsächlich einige Entdeckungen, die große Umwälzungen für sein Leben bedeuten.
Kinners, dat ist nur eine VORSCHAU auf Buchempfehlung: Mark Haddon – The Curious Incident of the Dog in the Night-Time
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