Das 100. Liedzeilen-Quiz steht an und wird mit großem Tamtam nächste Woche zur gewohnten Zeit stattfinden. Ich habe ein paar Ideen, wie das ablaufen wird, heute aber nicht die Zeit dafür. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Wer entspannten Rätselspaß sucht, sei zum Postpunk verwiesen.
So, Kinners, dat war schon der komplette Beitrag.
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Willkommen, liebe Rätselfreunde zu diesem ereignisreichen und schnapszahligen Donnerstag. Der Postpunk feiert die 66 und hier wird auf die umgekehrte Zahl angestoßen. Diese Woche wird es auch wie gewohnt richtige Musik zu erraten geben.
- In den gesuchten vier Zeilen wird ein Widerspruch aufgebaut durch eine Angabe und scheinbar gegensätzliche Handlungen dazu. Ist jedenfalls nichts für Agora- oder Photophobiker.
- Der gesuchte Song kann von Glück sagen, dass er das Licht der Musikwelt erblickte, denn für das zugehörige Album kamen einige Dutzend Songs in Frage, die dann in mehreren Auswahlprozessen auf ein Dutzend reduziert wurden.
- Laut Album ist alles in bester Ordnung, davor und danach ging es eher um Unterschiede und um Wissenschaft.
- Der besungene Ort ist je nach Interpretation relativ dunkel (Konsens) oder komplett dunkel (Schreiber).
- Wenn man nach dem Bandnamen geht, ist die Band nur halb qualifiziert für ihren Job.
- Der Titel bietet sich in bestimmten Situationen an, die von der Konsensinterpretation vorgegeben ist und er wird auch öfter in solchen Situationen gespielt.
Auflösung: Gesucht war Closing Time von Semisonic (Text, Video). Dem Text nach zu urteilen geht es um eine Bar, die schließen möchte, aber laut dem Drummer der Band ist der Song auch über Geburt. Die Alkoholreferenz beziehen sich auf das Verbot in der Schwangerschaft. Wie ich gerade erst gesehen habe, ist das Video ziemlich cool und deswegen binde ich es ausnahmsweise mal ein:
Yay, Donnerstag und Rätselzeit! Herzlichen willkommen zum knallharten Liedzeilen-Quiz. Letzte Woche dauerte es immerhin über Nacht und ich bin gespannt, ob es heute schneller geht. Sollten sich Neulinge eingefunden haben (Mitmachen!), verweise ich auf die Regeln am Ende. Legen wir also los:
- Was sehr eintönig und wenig abwechslungsreich klingen mag, ist romantisch gemeint, d.h. wir haben es hier nicht mit einer Horrorvorstellung zu tun und auch Bedrängungsängste sind fehl am Platz.
- Der gesuchte Song wurde nicht vom gesuchten Künstler geschrieben, sondern von mehreren Personen inkl. jemandem, der eigentlich ganz andere Musik macht.
- Der gesuchte Künstler macht ebenfalls normalerweise etwas völlig anderes, aber anders, als man vielleicht denken könnte.
- Der Titel des Albums ist eher ungewöhnlich als dass die verwendete Phrase normalerweise gemieden wird.
- Bleiben wir bei Titeln und wenden uns dem Song selber zu, der nicht nur gemieden werden sollte, sondern verboten, denn so eine schlechte Grammatik dürfte nicht verbreitet werden.
- Der Song war ursprünglich gar keiner, aber weil er in anderer Form so erfolgreich war, wurde das Stück nachträglich als Single veröffentlicht.
- Ich gehöre zwar genau zur Zielgruppe des Künstlers, aber ich habe mir den Song dennoch nicht gekauft.
- Der Künstler wird oft mit einem eher seltsam gefärbten Verrückten in Verbindung gebracht.
- Wer in den letzten Jahren Musikfernsehen geschaut oder hier im Blog gelesen hat, kennt den gesuchten Song auf jeden Fall.
- Den Song gibt es in verschiedenen Sprachen und er war in mehreren Ländern erfolgreich in den Charts, jedoch nirgends so sehr wie in Deutschland (ok, Österreich).
Alle guten Dinge sind drei und so bestreite ich erneut den Rätseldonnerstag alleine, da der Herr Postpunk unglücklicherweise Blogprobleme hat. Doch das soll uns nicht weiter belasten, denn hier geht es jetzt um das Liedzeilen-Quiz. Wer neu mitmachen möchte, findet am Ende des Beitrags die Regeln. Fragen können natürlich per Kommentar gestellt werden. Dann wollen wir mal:
- Schlechte Zeiten werden mit einem fröhlichen Liedchen zu vertreiben versucht. Selbsttäuschung über die anhaltende Misere wird durch tiefe Augenblicke zu überwinden versucht. (3. Zeilen)
- Der Albumtitel gibt eine Richtung vor, die vom Historischen ins Beliebige driftet.
- Beim Interpreten treffen wir auf viele Namen: ehemalige, parallele und geänderte.
- Der Liedtitel ist nicht politisch gemeint, sondern postalisch.
- Der Name des Sängers lässt eine ausländische Herkunft vermuten, die jedoch nicht stimmt. Die gesuchte Band war nicht sein kommerziell erfolgreichstes und bekanntestes Projekt.
- Der gesuchte Song ist nur auf der britischen CD-Version enthalten (d.h. nicht auf US-CD oder UK-LP) und der Titel ist eine von vielen “Erfindungen” von vor siebzig Jahren, die alle die nicht-politische, sondern postalische Verwendung gemeinsam haben.
- Noch ein paar Dinge zur Band: die haben ein Lied einer meiner Lieblingsschottenband gecovert und der Sänger stand mal mit denen auf der Bühne; sie haben einen Song zu einer Compilation beigesteuert, die symBadisch vom Titel her bekannt vorkommen sollte.
- Wie schon in den Kommentaren erwähnt, hat der Songtitel mit dem zweiten Weltkrieg zu tun. Der historische Teil im Albumtitel weckt ebenfalls kriegerische Assoziationen.
- Tipp zur Band: Nach einem Befreiungsschlag gab es neben Chaos und Schneemännern auch ein paar schmutzige Details.
Auflösung: Gesucht war B.U.R.M.A. von den Dirty Pretty Things von ihrem ersten Album Waterloo to Anywhere (Text, Anhören). Die Buchstaben sind eine Abkürzung für “Be Undressed/Upstairs Ready My Angel” und ist eine von vielen, die von Soldaten im 2. Weltkrieg für ihre Liebste daheim benutzt wurde (Liste).
Der Sänger der Band ist Carl Barât (nur echt mit Zircumflex!), besser als Mitglied der Libertines. Anderer Mitglieder der Band gründeten die Babyshambles und Yeti. Den Namen Dirty Pretty Things trugen noch andere Bands und mit mal mehr, mal weniger rechtlichem Aufwand, nannten die sich alle um.
Leider konnte der Postpunk trotz stundenlanger Rätselei nicht die Lösung finden, sondern wieder mal Yjgalla.
Pünktlich wie jede Woche kommt der Donnerstag vorbei und bringt mit sich das unvermeidliche Liedzeilen-Quiz. Da heute schon wieder alle Rätselhoheit auf mir lastet, wünsche ich viel Spaß und Erfolg beim Rätseln. Es kann losgehen:
- Heute treffen wir auf ein kleines Wortspiel mit Seitenhieb und die pressenden Adressaten werden ebenfalls doppeldeutig angesehen. Dazu kommen noch abgewiesene Schuldzuweisungen und ironische Erfolgsmeldungen. (4 Zeilen)
- Der ursprüngliche Titel des Songs war eine persönliche, ignorante Aussage, der dann zu etwas irrational Absolutem geändert wurde.
- Im familiären Umfeld finden wir einige sehr blass geschminkte Personen (historischer wie fantastischer Natur) und Psychopathen mit Löffeln bzw. deren Nachfolger.
- Auch im Albumtitel wird die Schuld abgewiesen.
- Wie schon erraten, geht es im gesuchten Song um die Boulevardpresse und es werden zwei Klatschblätter genannt, was man aber auch als “normalen” Text lesen könnte.
- Der gesuchte Song war die erste Single aus besagtem Album, die von Songs über Ungerechtigkeit, Verärgerung, Alter und Weisheit gefolgt wurde.
Auflösung: Gesucht war The Fear von Lily Allen (Text, Video) vom Album It’s Not Me, It’s You. Der Song hieß ursprünglich I Don’t Know.
Lily Allen ist die Tochter von Keith Allen (spielte den Sheriff von Nottingham in der letzten Robin Hood-Serie und Co-Schreiber von New Orders einzigem Nummer Eins-Hit) und Alison Owen (Filmproduzentin u.a. von Elisabeth und Shaun of the Dead).
Lösen konnte wieder die Rätselkönigin Yjgalla!
Mit großen Schritten nähern wir uns der Dreistelligkeit und da heute das Postpunk vs. Leser-Rätsel verschoben wurde, lastet die gesamte Musikrätselhoheit auf meinen Schultern. Wer aufgrund des angedrohten Lerneffekts hergefunden hat, findet unten eine kleine Regelübersicht. Ihr dürft gespannt sein, wie schwierig es wird und ich bin gespannt, wie schnell Ihr die heutigen Zeilen erratet. Auf geht’s:
- In zwei Zeilen wird von mysteriösen körperlichen Vorkommnissen berichtet und von aufgelösten Lebensgefährten.
- Live ließ sich der Interpret nicht ins Bockshorn jagen, sondern eher in die Zwickmühle blasen.
- Der Songtitel und die gesuchten Zeilen bieten viel Spielraum zur Interpretation. Offensichtlich wäre eine medizinische Auslegung, doch die verbreitetste ist (natürlich) eine sexuelle.
- Der Interpret hat zuletzt ein verrücktes Cover veröffentlicht, das eine Umkehrung eines Glasvegas-ähnlichen Covers war. Weitere Veröffentlichungen sollte man nicht erwarten. Der gesuchte Song ist schon etwas älter (wenn auch nicht so alt wie das Jahr, das die Popmusik rettete).
- Der Bandname klingt gewaltig französisch und hat mich beim ersten Zusammentreffen in einem Buch sehr verwirrt.
- Das Buch wurde mittlerweile verfilmt, aber die Band leider dort nicht erwähnt. In einem anderen, sehr viel besseren Film dagegen wird der gesuchte Song verwendet und eröffnet den Soundtrack.
Auflösung: Gesucht war das fantastische Blister in the Sun der Violent Femmes aus dem Jahre 1983 (Text, Anhören). Laut den meisten Interpretationen geht es um Masturbation, aber auch Herpes oder noch abenteuerlichere Spekulationen machen die Runde (s. Songfacts).
Die Band tourte mit einer Bläsertruppe (Horns of Dilemma) und ich hörte zum ersten Mal bewusst von denen im Buch The Time Traveler’s Wife. Der angesprochene Film ist natürlich Grosse Pointe Blank. Letztes Jahr trennten sie sich, nachdem sie zuletzt Crazy von Gnarls Barkley gecovert hatten, die ihrerseits Gone Daddy Gone neu aufgelegt hatten.
Lösen konnte cimddwc.
Heute wagen wir uns an die umgedrehte Nummer des Biests der Autorin und die Zeit wird zeigen, ob das die Auswahl des Songs beeinflusst hat. Sollte sich ausnahmsweise ein Rätsel-Neuling hierher verirrt haben, so möge er oder sie sich die Regeln unten durchlesen und dann fleißig mitraten. Und alle anderen natürlich auch. Los geht’s:
- Ich hab dich erkannt, du Möchtegern-Bösewicht, du grinsender Frauenheld und in mir hast du einen ebenbürtigen Gegner gefunden. (3 Zeilen)
- Der Werdegang des Künstlers erinnert an einen Film und einer der Hauptdarsteller hat in einem späteren Film einen Song des Interpreten verwendet.
- Der echte Bösewicht wird im Titel des Songs genannt und entsprechend dessen geschichtlicher Verortung werden passende Metaphern im Text verwendet.
- Beim gesuchten Künstler handelt es sich um eine Band, deren namentliche Herleitung hierzulande bekannt sein sollte. Oder auch nicht.
- Der Song wurde für den Originalinterpreten geschrieben von jemandem, der mir kein Unbekannter ist. (Hinweis auf meine musikalische Vergangenheit – wir sind ja unter uns.)
- Die gesuchte Coverversion wurde für ein Album aufgenommen, für das viele ähnliche Cover eingespielt wurden und der Titel der Compilation drückt das seltsame Verhältnis von Originalversionen und covernden Künstlern aus.
- Der Originalinterpret bewies mit diesem (und anderen Songs vorher) stimmliches Talent, was jedoch in späteren Jahren vertuscht wurde.
- Die im Titel genannte historische Person wurde ziemlich oft filmisch verarbeitet, u.a. vor nicht allzu langer Zeit und dort wurde im Titel eine weitere historische Person genannt.
Auflösung: Gesucht war Just Like Jesse James in der Version von The Mooney Suzuki, das sie für die Compilation Guilt by Association gecovert haben (Text, Anhören). Die Band benannte sich nach zwei Mitgliedern der deutschen Band Can. Das Original des gesuchten Songs stammt von Cher und wurde von Desmond Child geschrieben.
Abräumen konnte heute Sebastian, auch wenn er nur das Original wusste.
Immer noch viel Schnee und immer noch kalt und so bietet das Liedzeilen-Quiz einen hervorragenden Grund, nicht nach draußen zu müssen. Beim letzten Mal habe ich erklärt, wie man beim LyricWiki den Text kopieren kann. Das erspart eine Mene Tipparbeit. Vorher muss man natürlich erstmal die richtigen Zeilen finden:
- Eine häusliche Szene mit fremden Büchern, Einrichtungsgegenständen und Tieren und der Erzähler stellt sich die Frage, wie es ihn dorthin verschlug. (5 Zeilen)
- Der Titel spielt auf einen Vorgang an, den man beim benutzten Verb so gar nicht vermuten würde, aber aus dem Zusammenhang ist es dann doch logisch.
- Weil es gerade aktuell ist, verweise ich auf die neuen Badges von blip.fm. Und weil der Albumname da so ähnlich auftaucht.
- Der Bandname taucht hierzulande öfter auf, allerdings in völlig anderem Zusammenhang, da eine bestimmte Berufsgruppe den wohl originell findet.
- Der Song hat Verbindungen zu (mindestens) zwei bisher erratenen (Liste) und zwar beide Male in gesampelter Form.
Auflösung: Gesucht war (I Just) Died in Your Arms Tonight der Cutting Crew vom Album Broadcast (Text, Video).
Lösen konnte heute cimddwc.
Willkommen zur zweiten Ausgabe des Liedzeilen-Quiz in diesem Jahr. Wie cimddwc letzte Woche mitteilte, kann man mit benutzerdefiniertem Stylesheet bzw. Autorenmodus auch LyricWiki dazu bringen, dass man den Text kopieren kann. Einfach die Zeilen
* {
-moz-user-select: text !important;
}
in die entsprechende Datei einfügen und auf Benutzermodus umschalten (Opera) bzw. den benutzerdefinierten Stil anpassen (Firefox)[].
So, nachdem dieses Problem aus der Welt geschafft wurde, können wir uns dem eigentlichen zuwenden:
- Hab das eine probiert und das andere, doch ich möchte nicht depressiv oder schizophren sein. (4 Zeilen)
- Im zugehörigen Album wird eine völlig andere, bunte Welt entworfen, wie Titel und Cover verraten.
- Das erste, das ausprobiert wird, ist gleichzeitig der Songtitel.
- Der Song wurde als Reaktion auf eine bestimmte Erfahrung geschrieben. Darauf bezieht sich auch das Ausprobieren.
- Es kam die Frage auf, ob es sich um “anderen” Sex handelt. Das trifft zwar nicht zu, aber der Zusammenhang ist mit dem Künstler nicht verkehrt. Und irgendwie bezieht sich das “andere” auch darauf. Klingt komisch, ist aber so.
- Ein anderer Song des Künstlers ist aus eher werblichem Hintergrund bekannt und untermalt ein gleichnamiges Produkt.
- Der Songtitel hat direkt und auf Jahre hinaus für viele Artikel in Zeitschriften wie Gala und Bild der Frau gesorgt.
Auflösung: Gesucht war Grace Kelly von Mika vom Album Life in Cartoon Motion (Text, Video). Da Mika von Produzenten gesagt wurde, er solle mehr wie bestimmte Leute klingen, hat er diesen Song geschrieben, in dem er sich auf die monegassische Fürstin und Freddie Mercury bezieht. Der Song war sehr erfolgreich und katapultierte auch die vorherige Single Relax nochmal in die Charts, der hierzulande als Werbeuntermalung für eine gleichnamige Finanzierung eines französischen Autoherstellers diente.
Der hereingeschneite symBadisch konnte nach kurzer Aufwärmphase die Lösung präsentieren.
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