Tag Archive for 'Indiepop'

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Albumkritik: CHA-CHA – We Are…

CHA-CHA - We Are...Um Missverständnissen vorzubeugen nennen CHA-CHA ihr Album gleich We Are… und der Hörer weiß Bescheid. Die aktuelle Single The Fellowship hatte ich neulich vorgestellt und die ist ungewöhnlich chillig für das Album, fast schon Ska-ig. Die eingängigen Melodien haben aber alle zehn Songs gemeinsam und deswegen bin ich für meinen Teil begeistert.

Gleich der Opender (und erste Single) Phonographic Love zeigt, dass sie es Ernst meinen und was auf dem (musikalischen) Kasten haben. Da wird auf der Gitarre geschrammelt, der Bass bearbeitet und eine Tröte eingestreut. Diverse elektronische Gimmicks tauchen immer mal wieder auf, natürlich gekonnt integriert und nur beim genauen Hinhören auffallend. Die frische Gitarre und die selbstsichere Stimme sind die prägenden Elemente, die eine tanzbaren Sommerstimmung verbreiten.

Auch zurückgenommen akustisch können sie und bei Let You Down wird es kuschelig. Danach folgt das Bass- und Tamburinlastige Seventies Casualty, das wie eine Mischung aus U2 und Kooks klingt – im positiven Sinne – und einer meiner Favoriten des Album ist. Einen kleinen Ausflug ins Shoegaze machen die drei Jungs bei Second Chances, das aber durch den aufmüpfigen Refrain zeigt, dass Schubladen eine doofe Idee sind. Ebenfalls erwähnenswert ist der Abschlusssong Windows, das wieder in Richtung Reggae-Ska driftet und sogar eine nach Steeldrum klingende Gitarre zu bieten hat.

Ein Album, das sehr viel Spaß macht, viele tolle Melodien bietet und die gesamte Bandbreite des Indiepops auslotet. Wertung: 4 von 5 Punkten

Anspieltipps: The Fellowship, Seventies Casualty, Windows

kostenloses Album: The Martial Arts – Your Sinclair

Durch Zufall bin ich heute Nachmittag über ein wunderbares Indiepop-Album gestolpert, das ich Euch hiermit ans Herz legen möchte. The Martial Arts kommen aus Glasgow (Pluspunkt!) und machen fluffigen Powerpop (Pluspunkt!) und ihr Debutalbum Your Sinclair von 2006 gibt als kostenlosen Download (Pluspunkt!). Wer also drei Plusse auf einmal haben möchte, der sollte zugreifen. Um einen Eindruck zu bekommen, hier das Video zum Eröffnungssong Murry & Audree, der schön das Zeitlose und Leichte der Musik zeigt:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektMurryAudree

Runterladen in einem praktischen Ziparchiv kann man das Album hier und bei MySpace gibt es noch weitere Songs zum Reinhören. Für Spotifynutzer gibt das Album ebenfalls im Stream.

Aufmerksam wurde ich übrigens durch das Profilbild von Sänger Paul Kelly bei Last.fm, das einen sehr jungen David Tennant zeigt.

Wave Pictures: Deutschlandtour, neues Album, altes Album auf Vinyl UND zwei kostenlose Downloads

The Wave Pictures (Instant Coffee Baby & Susan Rode the Cyclone)

Jauchzet und frohlocket, Freunde des quirky Indiepop! Die genialen Wave Pictures veröffentlichten nächste Woche ihr drölftes Album Susan Rode the Cyclone, das der Tradition der unverständlichen Albumtitel noch einen draufsetzt. Außerdem wird das Müncher Indielabel Little Teddy den Vorvorgänger Instant Coffee Baby auf violettem Vinyl veröffentlichen. Das war eines meiner Lieblingsalben 2008 und somit kann ich das Euch nur wärmstens ans Herz legen. Natürlich gibt es dazu Downloadcodes, um die Stücke als mp3 (320 kb/s) runterzuladen. Da es das neue Album (voerst?) nur als LP gib, werde ich wohl da zugreifen müssen.

Kommen wir nun zu den versprochenen kostenlosen Downloads. Holding Hands gibt es als LP only bonus track auf der Vinyl-Version von Instant Coffee Baby. Auf dem neuen Album Susan Rode the Cyclone wird es u.a. den Song I Just Want to Be Your Friend geben. Beide sind gewohnt bezaubernd und gibt es hier und jetzt kostenlos (Rechtsklick, Speichern unter):

01 I Just Want To Be Your Friend

02 Holding Hands

Wie auf der Bandwebseite zu lesen ist, wird das neue Album mit einer kleinen Deutschlandtour gefeiert:

Tue 4th – Berlin (GER) @ Bang Bang Club
Wed 5th – tbc
Thu 6th – Frieburg (GER) @ Swamp
Fru 7th – Wetzlar (GER) @ Franzis Festival
Sat 8th – Munster (GER) @ Amp
Sun 9th – Offenbach (GER) @ Hafen 2
Mon 10th – Cologne (GER) @ Weltempfänger
Tue 11th – Dresden (GER) @ Ostpol
Wed 12th – Munich (GER) @ Atomic Cafe
Thu 13th – Vienna (AUS) @ Chelsea

Der Termin in Berlin am Dienstag hört sich sehr verlockend an. Mal sehen, ob ich mich in Unkosten stürze und hinfahre…

Albumkritik: Gloria Cycles – Campsite Discotheque

Gloria Cycles: Campsite DiscothequeHeute morgen habe ich zum ersten Mal von den Gloria Cycles und ihrem Album Campsite Discotheque gehört (bei MusicFansMic) und ich war sofort begeistert. Den ganzen Tag habe ich das Albumg gehört (Spotify-Link) und hab immer noch nicht genug.

Wir haben es hier mit geradlinigem Indiepop aus Brighton zu tun, dessen Melodien sofort ins Ohr gehen. Es macht richtig Spaß, der klassischen Viererbesetzung (Gesang/Gitarre, Vox/Bass, Gitarre/Gesang, Schlagzeug) zuzuhören und die leicht heisere Stimme von Kenny MCracken gefällt mir außerordentlich gut. Bei einigen Songs wird er abgelöst oder harmonisch unterstützt von Jen Dalby, was für eine angenehme Abwechslung sorgt.

Das Tempo wechselt von knapp flott bis hin zu knackig nach vorne und immer sind da diese kugeligen Melodien und kecken Texte. Meine Favoriten sind Chancer (herrlich gerolltes R) und No Zeroes, von denen ich mir vorstellen könnte, dass sie in meiner Jahresbestenliste auftauchen. Mal sehen, ob die Songs komplex genug sind, um einige Dutzend Rotationen zu überleben. Es gibt jedenfalls viel zu entdecken, wie z.B. Religious, dessen Titel etwas irreführend ist, denn es handelt sich hier um ein Liebeslied (das bei der britischen Romcom My Last Five Girlfriends zum Einsatz kommt).

Bin mal gespannt, ob das Album die Zeit übersteht, oder ob sich meine Begeisterung bald wieder legt, aber für den Moment habe ich eine fantastische Untermalung zum Frühling gefunden. Hier ein kleiner Vorgeschmack, der zeigt, dass die Vier nicht nur musikalisch, sondern auch filmisch talentiert sind:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektRiskierer

Blick über den Tellerrand vom 5. September 2009

  • Neues aus dem Hause Slumberland (3. September 2009)

    Slumberland Records ist ein auf Indiepop spezialisiertes Indie-Label alter Schule. Gegründet wurde es 1989 in Washington DC ist aber unterdessen in Oakland ansässig. Der Katalog ist handverlesen (Velocity Girl, Stereolab, The Softies, Rocketship, The Lodger), aktuelle Aushängeschilder sind Crystal Stilts und The Pains Of Being Pure At Heart.

  • Abstimmung zur Aktion “Damals, als ich noch jung war…” (3. September 2009)

    Und zwar möchte ich euch über die Bilder abstimmen lassen – welche findet ihr am schönsten, lustigsten oder süßesten? Dass das bei der Vielzahl von Bildern keine einfache Frage ist, ist mir bewusst.Darum habe ich mich dazu entschlossen, euch nicht nur eine Stimme zu geben, sondern unbegrenzt viele.

  • Leitfaden: Rechtsfragen beim Twittern (3. September 2009)

    Und obwohl der Schwerpunkt auf dem Unternehmenseinsatz liegt, werden viele “Privattwitterer” herausfinden, dass
    - viele Punkte auch für sie gelten und
    - sie gar nicht privat twittern.

  • Die Gewinner des Wettbewerbs S1NGLE TREES (2. September 2009)

    Nach einer langen Wartepause ist es endlich soweit. Ich präsentiere Euch die Gewinner des Fotografie Wettbewerbs S1NGLE TREES.

  • Die Gewinner des Schäuble Plakat-Remix-Wettbewerb (2. September 2009)
  • 7 Photography Projects to Jumpstart your Creativity (1. September 2009)

    Let’s face it, no matter how much we take our camera out, there’s only so many pictures we can take of our kids, pets, house and garden before we start itching to shoot something else… but what?

Blick über den Tellerrand vom 8. August 2009

  • Re-enact the Beatles' Abbey Road sleeve? Pah! Here are some real challenges … (7. August 2009)

    Forty years on and Beatles fans are set to gather at the Abbey Road zebra crossing this Saturday at 11.35am – the exact time and date the photo was taken – to re-create the iconic cover. This is not particularly challenging, but perhaps it could spawn a new trend of music fans re-enacting their favourite album covers. If so, here are a few we’d like to see:

  • The Riddle of Indie (6. August 2009)

    However, it isn’t always a good thing to get too hung up on labelling everything or passing moral judgement on everything. A while ago I came to the conclusion that people should embrace what they like, regardless of what others thought of it. In fact, I told a friend recently to avoid censoring what he scrobbled to lastfm. When people ask about my music taste I always say “I like what I like”. It’s all I can say as there is no pattern. To prove i’m not embarrassed about that I’ll let you into a secret. I listen to a lot of stuff that could be classed as indie or alt rock etc but I’m also crazy about things that stretch from Chopin to Perry Como.

Albumkritik: Penny Century – Between A Hundred Lies

Vor sechs Wochen stieß ich auf die schwedische Formation Penny Century und habe mir trotz selbstauferlegtem Kaufverbot[1] das Album Between A Hundred Lies zugelegt. Doch für diese 32 Minuten nordischen Frohsinn voll perligem Indiepop darf man alle Regeln brechen. Ob es sich auch für den geneigten Leser lohnt, sollen die folgenden Zeilen zeigen.

Wir haben es hier mit einem Sextett zu tun, das von Sängerin Julia Hanberg angeführt wird und die klassischen Instrumente abdeckt (2x Gitarre, Tasten (Klavier, Synth, Orgel), Bass, Schlagzeug). Auf dem Album werden sie von weiteren sechs Gastmusikern unterstützt, die verschiedene Blas- und Saiteninstrumente beisteuern. Eine wirklich interessante Mischung! Leider enthält das Booklet nur die Credits und ein paar Fotos und keine Texte.

Die Stimme von Sängerin Julia ist eine der prägenden Eigenschaften, doch sie wird tatkräftig von den fünf Jungs unterstützt und stellenweise könnte man sich an The Indelicates erinnert fühlen. Den Vergleich sollte man sich zu Herzen nehmen und wer die beiden Engländer mag, sollte definitiv mal bei Penny Century reinhören.

Musikalisch geht es flott zur Sache und es kommen sehr “hookige” Melodien zum Vorschein. Besonders bei You, It’s Always You und Please Don’t Go. Und immer wenn man glaubt, jetzt wird es langweilig, bringen sie wieder ein kleines Detail, das einen weiterhören lässt. Den Track Nothing Burns Like Bridges gibt es als kostenlosen Download auf der Labelseite und der vermittelt einen sehr guten Eindruck von dem was einen auf Albumlänge erwartet.

Weitere Informationen:

Song des Tages: Lego Castles – Triangles [kostenloser Download]

Nach nur acht Monaten bin ich endlich dazu gekommen den kostenlosen Summer’s Here-Sampler des Eardrums-Label zu hören. Aber es hat sich gelohnt, denn ich habe wieder einmal einen fantastischen Song entdeckt. Die Suche nach der Band Lego Castles gestaltet sich aufgrund des Names schwierig, aber z.B. bei Last.fm kann man den Song Triangles anhören.

Erinnert am Anfang ganz entfernt an Architecture in Helsinki und The Streets, geht dann aber schnell über in einen klingeligen und ohrwurmigen Indiepopsong, der genau meine Geschmacksnerven trifft. Ein Video gibt es leider nicht, aber bei imeem bin ich fündig geworden und präsentiere den Song nun auf diese Weise.


Triangles – Lego Castles

Wer darauf anspringt oder generell auf diese Musikrichtung steht (und es letztes Jahr verpasst hat), der kann die zwei Sommersampler runterladen bei Eardrums: Vol 1, Vol 2. Zu beiden Zusammenstellungen gibt es ausführliches Zusatzmaterial in Form von PDFs (Künsterinfos, Songdaten, Albumart).

Meine zehn Alben des Jahres 2008

Eine unglaublich lange Zeit hat es gedauert, bis die folgende Liste der zehn Alben endlich stand, die für mich die besten des Jahres 2008 sind: (alphabetisch nach Künstler sortiert)
Meine 10 Alben des Jahres 2008

Erstaunlicherweise sind nur Bands aus Großbritannien vertreten. Klingt komisch, ist aber so. Da dieser Tage solcherlei Listen gehäuft auftreten (Beitrag mit Links in Vorbereitung), werde ich zu den zehn Alben nur einige wenige Worte verlieren und Anspieltipps geben. In Klammern das Veröffentlichungsdatum und ein Link zum englischen Wikipedia-Eintrag (wo sich meist Links zu Albumkritiken finden).

  • The Fratellis – Here We Stand (6. Juni W)
    Gute Laune wird verbreitet, wenn catchige Melodien mit Gitarren vorgetragen werden. Die drei schottischen “Brüder” sind mir erst durch dieses, ihr zweites Album aufgefallen und es hat sich gelohnt. Meine Albumkritik
    komplett anhörenAnspieltipps: My Friend John, Shameless, Mistress Mabel
  • Frightened Rabbit – The Midnight Organ Fight (15. April W)
    Auf meinen Radar gelangt durch die Nennung von Snow Patrol als Referenz (die nicht ganz stimmt), habe ich mir dieses verängstige Häschen mal genauer angesehen. Das Album bietet findigen Gitarrenpop vom Feinsten mit schönen Melodien und hintergründigen Texten. Die eingängige Stimme des Sängers hebt die Band endgültig heraus.
    Anspieltipps: The Modern Leper, Head Rolls Off – als kostenloser Download
  • Glasvegas – Glasvegas (8. September W)
    Damit wäre das Glasgower Trio komplett und wer hier schon länger liest, wird die Band erwartet haben. Diese wuchtigen Gitarrenwände in Verbindung mit persönlichen Texten (vorgetragen mit schottischem Akzent) machen süchtig und wenn das Album endlich auch physisch in Deutschland zu bekommen ist (VÖ: 30.01.09), nicht nur bei iTunes, werden hoffentlich viele Hörer der Musik verfallen.
    komplett anhörenAnspieltipps: Geraldine, Go Square Go, Daddy’s Gone
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Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

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