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Englisch lernen mit TV-Serien #26: error/mistake

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum es im Englischen so viele Wörter für “Fehler” gibt? Es gibt error und mistake und dann hätten wir noch fault, failure, bug, blunder, gaffe, defect, usw. Je nach Zusammenhang, kann alles “Fehler” bedeuten, aber mit einer jeweils etwas anderen Bedeutung. Mit diesen kleinen, aber feinen Unterschieden wollen wir uns heute mal befassen.

Als Beispielgrundlage dient die Serie State of Play, die ich neulich vorgestellt habe und es wäre ein Fehler, die nicht anzusehen (haha).

Fangen wir mit dem Dialog an, der mich auf die Idee fürs Thema gebracht hat. Zum Verständnis muss man wissen, dass eine junge Regierungsangestellte gestorben ist, mit der der Abgeordnete Stephen Collins eine Affäre hatte. Auf einer Pressekonferenz wird Collins Ehefrau dazu befragt:

REPORTER 1
What was your reaction to Sonia Baker’s death, Mrs Collins?

MRS COLLINGS
Everybody wants everybody in politics to be pristine, but they still expect them to be in touch with real life. This was a bit of real life that just… happened. We grew apart. Our marriage suffered from the strains of work – mine and Stephen’s. Mistakes are easy in those circumstances. In this case, there were mistakes on both sides.
I’m profoundly sorry that Sonia Baker died and my heart goes out to her parents and to her family. And l’m sure that conversations with her, in time, could have been constructive.

REPRORTER 2
Mrs Collins, what does “errors on both sides” mean?

MRS COLLINS
Errors are what tills make. I said “mistakes“.

Englisch lernen mit TV-Serien #25: to descale

Alle bereit für eine äußerst wichtige Lektion in Sachen alltäglicher Überlebenskampf auf den britischen Inseln? Was könnte das sein?! Nun, wie wir alle wissen bzw. denken, ist Tee das Hauptnahrungsmittel der Briten (neben Bier und Fish ‘n Chips und im Norden Deep Fried Mars Bars und Irn Bru). Die Zubereitung dieses Getränks folgt hochwissenschaftlichen Abläufen und ist streng geheim. Es ist nur bekannt, dass Wasserkocher und runde, flache Nylonsäckchen eine große Rolle in der komplizierten Prozedur spielen.

Uns soll hier nur die Maschine interessieren bzw. deren Erhaltung, denn der böse Kalk kann da einen Strich durch die Rechnung machen. Manchmal im wahrsten Sinne des Wortes. Damit es nicht soweit kommt, lernen wir heute die entsprechenden Vokabeln. Dazu wenden wir uns zur Serie Spaced, die ich vor einigen Tagen vorgestellt hatte und zwar zur Folge 1.2 Gatherings. Wie schon in der Serienkritik beschrieben, gibt es sehr viele popkulturelle Anspielungen und gleich treffen wir auf Indiana Jones (Raiders of the Lost Ark / Jäger des verlorenen Schatzes – siehe kursive Zeile). Zum besseren Verständnis der visuellen Jokes habe ich Screenshots eingefügt.

TIM
Listen, I’ve got an idea.

DAISY
What ?

TIM
Something I think you’re gonna like.

DAISY
I’ve got to be getting on.

TIM
It’s important, Daisy. Trust me.

It's important Marianne/Daisy. Trust me.

9 1/2 Minutes Later

TIM
Hm. I’m glad we did that.

DAISY
We had to really.

TIM
It was inevitable. I’m just glad we did it sooner rather than later.

Serienkritik: Spaced

Spaced-DVD“Tonight is gonna be a large one” ist der Untertitel des Blogs von bullion und seit einigen Tagen weiß ich endlich, woher der Spruch stammt, nämlich aus der britischen Sitcom Spaced. Bevor jetzt alle schreiend davon rennen, bleibt mir noch ein bisschen gewogen und lasst Euch davon überzeugen, dass wir es hier mit einem Meisterwerk zu tun haben!

Vor über zehn Jahren lief die erste Staffel und in den sieben Episoden erfuhren wir vom Leben einiger durchgeknallter und doch völlig normaler Mittzwanziger in London. Tim ist ein Comiczeichner, der es bisher zum Aushilfsverkäufer in einem Comicshop gebracht hat und er zieht mit Daisy zusammen, die gerne Schriftstellerin wäre, aber bis auf einige fragwürdige Selbsthilfeartikel noch nie was veröffentlicht hat. Rund um die beiden gibt es schrullige Freunde und Hausbewohner und sehr, sehr, sehr viele popkulturelle Anspielungen, besonders Filme und Videospiele, die der typische Geek gut findet und entsprechend auch erkennt.

Der Grund für die vielen Anspielungen liegt im Team begründet, die selber große Film-, Comic- und Videospielfans sind. Die Rede ist von Simon Pegg (Tim, Drehbuch), Jessica Stevenson (Daisy, Drehbuch) und Edgar Wright (Regie), die einige Jahre später durch Shaun of the Dead richtig berühmt wurden. Auch Nick Frost ist mit von der Partie und macht in seinem ersten Schauspieljob eine hervorragende Figur. Überhaupt sind alle Charaktere, Haupt wie Neben wie Gast, hervorragend besetzt und Kenner des britischen Fernsehens werden auf viele bekannte Gesichter treffen (Bill Bailey, David Walliams, Mark Gatiss, John Simm, Lee Ingleby, Ricky Gervais, …). Die Besetzung alleine würde keine tolle Serie ausmachen, aber die knackigen Drehbücher und filmische Regie perfektionieren das Unterhaltungspaket.

Serienkritik: State of Play

State of Play DVD-CoverGerade auf der Suche nach sechs Stunden fantastischer Unterhaltung? Wenn ja, dann auf jeden Fall weiterlesen, wenn nein, dann trotzdem, denn es lohnt sich! Die BBC-Serie State of Play von 2003 hört sich der Beschreibung nach an wie ein politischer Journalisten-Thriller im Sinne von All The President’s Men/Die Unbestechlichen. Das Geniale an der Umsetzung ist jedoch, dass all die ikonischen Ideen vom Film integriert und mit unerwarteten Wendungen erweitert wurden.

Es beginnt damit, dass an einem gewöhnlichen Morgen ein schwarzer Junge erschossen wird und etwa zur gleichen Zeit eine Regierungsangestellte auf den Gleisen der Londoner Underground den Tod findet. Wie sich herausstellt, haben diese beiden Fälle natürlich etwas miteinander zu tun. Die junge Frau arbeitete für den Abgeordneten Stephen Collins (David Morrissey) aus Manchester[1] und der ist befreundet mit dem Reporter Cal McCaffrey (John Simm). Die etwas übertrieben wirkende Reaktion von Collins zum Tod seiner Angestellten während der Pressekonferenz bringt den Stein ins Rollen und bald ist ein ganzes Team von Reportern auf den Spuren des Falls bzw. der Fälle bzw. des zusammenhängenden Falls.

Es kommt keine Sekunde Langeweile auf, denn das vorgelegte Tempo ist scharf. Dabei kommen kleine humoristische Einstreuungen nicht zu kurz und sogar für einige wiederkehrende detailreiche Nebenfiguren reicht es. Details sind überhaupt das Stichwort, denn davon gibt es viele. Ich hatte jedoch nie das Gefühl den Faden zu verlieren, weil immer genau in der richtigen Menge dosiert neue Informationen übermittelt und mit vorhandenen Informationen verbunden wurden.

Doctor Who für Anfänger Teil 2: die alte Serie

Nach der knappen Vorstellung einiger Einsteiger-Folgen der neuen Doctor Who-Serie folgt hier ein langer Beitrag zur alten Serie, sozusagen ein Nachschlagewerk. Die Zuschauer-Kategorie-Überschriften sind aufgrund der Länge etwas gering geworden (einezwei), aber nichtsdestotrotz.

Die Originalserie, die von 1963 bis 1989 lief, ist nur in Ausnahmen auf deutsch verfügbar und deswegen schon aus praktischen Gründen in englisch empfehlenswert. Ich bin kein großer Fan von Synchronisation und habe Serien seit Jahren nicht mehr in deutsch gesehen. Man gewöhnt sich schnell an die “fremde” Sprache und im vorliegenden Fall lohnt es sich einfach.

Kategorie: Reinschnupperer

Wie mir wird es vielen Fans der neuen Serie gehen, nämlich dass man sich irgendwann für die Vorgeschichte interessiert. Anfangs wird man abgeschreckt von den angeblich so schlechten Effekten und wackeligen Sets und ist unsicher, ob man sich das seinen vom 21. Jahrhundert verwöhnten Augen antun soll. Tatsache ist, dass die Technik und das Budget der alten Serie nicht mit heute vergleichbar ist. Es gibt wirklich schreckliche Folgen, aber bei über 150 Geschichten hat man mehr als genug Auswahl. Wenn man sich an kleinen Unzulänglichkeiten nicht stört, kann man ganz neue Welten entdecken.

In den 1960ern, d.h. während der Zeit der ersten beiden Doktoren wurde noch in schwarz-weiß gedreht, was viele abhält, diese Geschichten zu sehen. Das ist schade, denn Hartnell und Troughton sind hervorragende Doktoren und in meiner ständig wechselnden Top 3 sind sie immer wieder dabei (wenn ich gerade einige Folgen gesehen habe).

Doctor Who für Anfänger Teil 1: die neue Serie

Meine Gastbeitragsserie über Doctor Who ist seit ein paar Tagen abgeschlossen und ich habe nun über jeden der elf Doktoren einen eigenen Beitrag geschrieben. Was noch fehlt ist eine Art Beginner’s Guide für diejenigen, die völlig neu dabei sind oder bestehende Fans, die nur die neue Serie kennen. Dafür ist dieser und mindestens ein weiterer Beitrag gedacht. Ich werde zu jedem Doktor ein paar Anhaltspunkte geben und welche Folgen gut als Einstieg geeignet sind.

Je nach Zählweise gibt es mittlerweile ca. 200 Geschichten und die alleine beschäftigen den Zuschauer mehrere Jahre. Doch auch in anderen Formaten gibt es mehr als genug Material, d.h. es gibt Bücher, Hörsiele und Comics, die entweder die Fernsehgeschichten nacherzählen oder komplett neu sind. Dazu kommen noch diverse Spin Offs, auch jeweils als TV-Serie, Buch, Hörspiel, Comic etc. Nicht zu vergessen die schier unendliche Welt der Fan Fiction.

Damit wollen wir uns heute erst mal nicht beschäftigen, sondern gehen ganz traditionell den TV-Weg. Eingeteilt habe ich das nach alter und neuer Serie. Beginnen werde ich wie die Logik vorschreibt mit der neuen Serie. Am Ende des Beitrags gibt es weiterführende Links. Wer Ergänzungen oder weitere Tipps hat, darf diese gerne nennen und bei Bedarf werde ich diese in den Beitrag einfügen.

Kategorie: totaler Anfänger

Wie erhofft habe ich einige Leute überhaupt auf die Serie aufmerksam gemacht und für diejenigen ist die neue Serie, auch Doctor Who (2005) genannt, der optimale Einstieg. Eine längere Einführung bietet mein Beitrag über den neunten Doktor bei Konna. Die Staffeln bestehen (wie bei britischen Serien üblich) aus 13 Folgen plus ein Weihnachtsspecial. Die viereinhalbte Staffel, die dieses Jahr lief, bildet eine Ausnahme, aber das nur der Vollständigkeit halber.

Englisch lernen mit TV-Serien #24: Belt and Braces

Das Ende der Zeit ist nah und in vier Tagen ist der Tag des jüngsten Gerichts, doch vorher wird noch eine Englischlektion eingeschoben. Glücklicherweise beziehen sich die Anspielungen nicht auf die reale Welt, sondern auf die von Doctor Who und zwar auf das kommende Weihnachtsspecial (SPOILER!) und das für den heutigen Ausdruck wichtige Four to Doomsday. Zwischen der Ausstrahlung der beiden Geschichten liegen knappe 28 Jahre (Januar 1982 gegenüber Dezember 2009) und die Effekte sind von etwas anderer Qualität, aber das soll hier nicht das Thema sein.

In Four to Doomsday landen der Doktor und seine drei (!) Companions auf einem Raumschiff und entdecken dort so einige tolle Gerätschaften (vom Technobabble nicht verwirren lassen):

DOCTOR
Amazing work! Worthy of Gallifrey. Non-corrosive alloys, saturated polymers, highly advanced.

NYSSA
Look at that!

DOCTOR
Yes! An interferometer.

ADRIC
What’s that?

NYSSA
This one’s for measuring gravitation waves.

DOCTOR
But you could use it on the time curve circuits.

NYSSA
Look, a graviton crystal detector.

ADRIC
What’s that for?

NYSSA
Same thing.

DOCTOR
Belt and braces.

NYSSA
Except on Traken, the interferometer superseded the crystal.

DOCTOR
Yes. That’s what’s interesting. See if you can get it going.

weitere Vokabeln:
to supersede – ablösen, ersetzen
Gallifrey und Traken sind die jeweiligen Heimatplaneten vom Doktor und Nyssa.

Doctor Who: Belts and braces

Eine kurze Erklärung liefert der Informationstext der DVD:

Englisch lernen mit TV-Serien #23: genial

Wer bei der Überschrift denkt, dass ich den geneigten Leser und Lernwilligen veräppeln möchte, dem sei gesagt, dass wir es hier natürlich nicht mit dem deutschen Wort genial zu tun haben, sondern mit einem sog. false friend, der im Englischen etwas Anderes bedeutet.

Eine weitere Falle ist die Aussprache, die im Englischen sowieso selten logisch ist[1], aber dazu kommen wir später.

Das Beispiel stammt aus der besten aller Fernsehserien – Doctor Who – aus den Informationsuntertiteln der Geschichte The Silurians. Es geht um eine der Figuren, Dr Quinn[2], der im Skript ursprünglich anders angelegt war:

Another character who changed significantly during rehearsal is Dr Quinn. The scripted role is a little less genial and more openly authoritative. He is apt to call a false reading “nonsense”, for example, and he will give a bald order where on screen he will ask someone “would you mind” doing this or that. He is also markedly less deferential to Dr Lawrence: in the script he always calls Lawrence “sir”. The grace notes in the character, like his tendency to say “thank you”, were the actor’s contribution. Quinn is played by Scottish actor Fulton Mackay (1922-87).

Eine weitere Figur, die während der Proben maßgeblich verändert wurde, ist Dr Quinn. Im Drehbuch ist die Rolle weniger herzlich und offener gebieterisch. Er ist z.B. geneigt einen falschen Messwert als “Blödsinn” zu bezeichnen und unverblümt Befehle zu erteilen, während er in der gefilmten Version höflich fragt “Würde es Ihnen etwas ausmachen” dies und das zu tun. Er ist außerdem merklich weniger eherbietig gegenüber Dr Lawrence: im Skript nennt er ihn immer “Sir”. Die ausschmückenden Eigenheiten, wie seine Neigung “Danke” zu sagen, wurden vom Schauspieler eingebracht. Quinn wird vom schottischen Schauspieler Fulton Mackay (1922-87) gespielt.

Blick über den Tellerrand vom 3. October 2009

  • Kofi Annans „Beds are Burning“-Aktion zur Klimakonferenz (2. October 2009)

    Kofi Annan hat die Aktion „Beds are burning“ gestartet, die zum Start der Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen nochmal Druck aufbauen soll. Die Aktion ist rund um das Cover von Midnight Oild „Beds are burning“ aufgebaut, jeder Download des Songs, an dem über 60 Künstler weltweit mitgewirkt haben, entspricht der Unterzeichnung einer Petition, mein Download läuft und das, obwohl die Scorpions dabei sind.

  • What You Get with a Spotify Premium Subscription (2. October 2009)

    Here’s an updated run-down of what you get from a premium subscription to Spotify:

  • It is Germany here and here is german speaking! (2. October 2009)

    Nein, was mich an diesem Video viel mehr erschreckt, ist die Tatsache, dass der Politiker, der künftig maßgeblich für die Außendarstellung Deutschlands im Rest der Welt zuständig sein wird, die nationalmuffige Reaktion eines Spießbürgers an den Tag legt, der von einem Ausländer nach dem Weg zum Bahnhof gefragt wird: “Hörnse mal, wir sind hier in Deutschland, und hier wird gefälligst anständig Deutsch gesprochen!” Diese Gebaren ist viel, viel peinlicher als schlechtes Englisch. Was kommt als nächstes? Eine Ansage an die Arbeitslosen: “Solange ihr EURE Füße unter MEINEN Tisch stellt…?”

  • 'My phone got wet' and other terrible excuses (1. October 2009)

    Then again, pop stars are particularly prone to the odd tall, if not outrageously Pinocchio-nosed, story. Here, then, are a few of our favourites.

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