Tag Archive for 'Fernsehserie'

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Paradepower August – Serienjunkies

Diese Woche gab es gehäuft Fernsehserieninhalte und da fällt dieser Beitrag nicht weiter ins Gewicht (für alle, die Abwechslung wollen: das verschiebt sich schon wieder Richtung Musik). Jedenfalls ist das hier eine Premiere, d.h ich mache zum ersten Mal bei Missis Paradepower mit, bei der jeden Monat eine andere Blog-Parade stattfindet und diesen Monat ist Serienjunkies das Thema. Es gibt fünf bzw. sechs Fragen, die es zu beantworten gilt:

  1. Siehst Du Dir regelmäßig Serien an?
    Sicher! Mein FernsehVideokonsum besteht mittlerweile zu 95% aus Serien, da ich das Format mag und es so viele tolle britische Serien zu entdecken gibt. Wobei regelmäßig eine Definitionsfrage ist, denn manchmal schaue ich tagelang nichts und dann wieder mehrere Folgen pro Tag, wie ich gerade Zeit und Lust habe. Und natürlich abhängig davon, was gerade läuft.
  2. Was sind deine Lieblingsserien? [max. 3!]
    Hm, habe ich eine Lieblingsserie?! Kleiner Scherz, natürlich ist Doctor Who meine Lieblingsserie und da es davon so viel Material gibt, dass man das in einem Leben gar nicht alles sehen/hören/lesen kann, wird das auch wahrscheinlich noch einige Jahre so bleiben.
    Zwei weitere zu nennen, ist schwierig, da ich wie gesagt gerne britische Serien mag und die haben selten mehr als zwei Staffeln und nur sechs bis 13 Folgen pro Staffel. Als Stellvertreter nenne ich Life on Mars, das erstens wirklich sehr gut ist, zweitens eine fast genauso gute Fortsetzung in Ashes to Ashes erfahren hat und mich drittens in die Welt von kudos geführt hat, das für viele tolle Serien direkt oder indirekt verantwortlich ist.
    Als dritte Lieblingsserie wäre da noch Friends zu nennen, da ich davon jede Folge mindestens dreimal gesehen habe und das war auch die erste Serie, die ich nur noch auf englisch gesehen und die DVDs bei eBay gekauft habe, bevor sie auf dem deutschen Markt verfügbar waren.

Serienkritik: Luther (BBC, 2010)

Mit dem pathetischen, aber doch passenden Untertitel “What if you were on the devil’s side without knowing it?” bekommen wir mal wieder erstklassige Unterhaltung von der Insel präsentiert. Die sechsteile Krimi-Thriller-Drama-Serie Luther lief im Mai und Juni auf BBC und ist schon auf DVD erhältlich.

Worum geht es? John Luther ist Polizeiinspektor (DCI) in London, der vor allem mit Gehinschmalz seine Mordfälle löst. Doch im Jahr 2010 geht das nicht ohne Konflikte und innere Dämonen. Wir treffen auf Luther als er einen Pädophilen verfolgt und aus großer Höhe mehr oder weniger absichtlich abstürzen lässt, um ein kleines Mädchen zu finden. Daraufhin erleidet er einen Nervenzusammenbruch und so richtig los geht es ein halbes Jahr später, als praktisch sein komplettes Leben in Scherben liegt und nur der Job dem noch Sinn geben kann. Luthers zerstörte Ehe, der Kinderschänder, der jeden Moment aus dem Koma aufwachen kann und ein Physikgenie, die ihre Eltern unbeweisbar getötet hat werden in der ersten Folge vorgestellt und bleiben bis zum Schluss immer mehr oder weniger im Hintergrund präsent.

Luther-Vorspann

Womit ungefähr vergleichbar? Alle sechs Folgen wurden von Neil Cross geschrieben, der vorher einige Drehbücher für Spooks verfasste. In der auf der DVD enthaltenen Dokumentation erzählt er, dass er die beiden typischen Polizeidramen verbinden wollte: Genie löst alle Fälle durch Kombinationsgabe (Miss Marple, Sherlock Holmes) und der gebrochene Held mit dunklen Seiten (Philip Marlowe). Dazu kommt der Columbo-Faktor, d.h. der Zuschauer sieht am Anfang, wer der Täter ist und kann mitverfolgen, wie er geschnappt wird.

Englisch Lernen mit TV-Serien #30: damp squib

Nach drei Monaten ist es mal wieder Zeit für eine kleine Folge aus meiner Serie zum Englisch Lernen und da vergangenen Freitag die vierte Staffel der IT Crowd zuende ging, nutze ich gleich die Gelegenheit um eine kurze Kritik damit zu verbinden. Wer die Folge Reynholm vs Reynolm gesehen hat, wird wahrscheinlich wissen, warum ich den heutigen Ausdruck ausgewählt habe. Da gab es nämlich eine Verwechslung der Aussprache und somit der Bedeutung, die ziemlich häufig ist, wie wir gleich noch sehen werden.

Wie bei The IT Crowd üblich, geht alles drunter und drüber und in der folgenden Szene ist Jen die Anwältin von Mr Reynholm und nimmt Roy ins Kreuzverhör.

BARRISTER: The way you tell it, your employer sounds like a paragon of virtue.
ROY: That’s right. And furthermore, I would like to say at this point that I think this whole case to be a damp squid.
BARRISTER: Thank you, no further questions.
JEN: Oooh! I have one more question, your Honour.
JUDGE: Yes?
JEN: What did you say?
ROY: What?
JEN: What did you say the case was? May I have it read back please?
RECORDING SECRETARY: “I believe this entire case to be a bit of a damp squid.
JEN: “A damp squid”? What does that mean?
ROY: Oh, Jen, it’s an expression. It means that I believe that everything that’s been said in this case, everyone already knew.
JEN: Yes, but did you say “damp squid”?
ROY: That’s right.
JEN: Did you not mean, “damp squib”?
ROY: No, it’s “squid”. What’s a squib?
JEN: It’s not “squid”. Squids are already damp!
ROY: Hence the phrase!
JEN: Your Honour! Please!
JUDGE: It is “squib”. I must say, I find it extraordinary that you, a man in your early 30s, could have reached this point in your life without knowing that it is “squib”.
ROY: I think it’s “squid”.
JEN: I have no further questions.

Englisch Lernen mit Doctor Who #7: the bee’s knees

Eine ganze Woche lang habe ich Euch mit Hilfe von Doctor Who mit Vokabeln zum Englisch lernen versorgt und jetzt steht der Abschluss an. Der vorgestellte Ausdruck gehört zu einer besonderen Klasse von umgangssprachlichen Ausdrücken und eignet sich hervorragend, um über Doctor Who zu sprechen.

Die zugehörige Geschichte ist Remembrance of the Daleks, in der der siebte Doktor (Sylvester McCoy) und Ace auf die Lieblings-Erzfeinde der Time Lords treffen. Der Zuschauer trifft auf so einige interessante Details wie ein schwebender Dalek, den Schrottplatz aus der allerersten Geschichte und eine Metareferenz auf die TV-Serie. Wir bleiben auf der Metaebene mit dem heutigen Beispiel, denn das stammt aus dem Bonusmaterial der DVD. Hier sprechen Sophie Aldred (Ace) und Karen Gledhill (Allison Williams) über Simon Williams, der Group Captain Gilmore spielte:

KAREN GLEDHILL
Simon Williams. Simon Williams was very much in my, part of my childhood because he was a big star in a programme called Upstairs, Downstairs when I was at school. And we all just thought he was the bee’s knees.

SOPHIE ALDRED
Karen Gledhill and I were just totally in love with him because we remembered him from Upstairs, Downstairs.

KAREN
And he came up to me in the read-through and said, “Hello, I’m Simon Williams.” and I was going, “Yes, I know who you are!”.

Screenshot from "Back to School"

Englisch Lernen mit Doctor Who #6: sensible

Heute gibt es eine kleine Abweichung in der Beitragsserie, denn nicht die TV-Serie, sondern die Hörspiel-Reihe liefert das Beispiel. Außerdem ist es ein Wort, das bekannt sein sollte, aber da es sich um einen sogenannten false friend handelt, ergreife ich dennoch die Gelegenheit, damit man sich das ein für allemal merken kann. Damit jedoch die Verbindung gewahrt bleibt, taucht wieder der Brigadier auf, der schon am Mittwoch dabei war.

Im Hörspiel The Spectre of Lanyan Moor treffen der sechste Doktor (Colin Baker) und der Brig zum ersten Mal aufeinander und zwar in einer gespenstischen Heidelandschaft in Cornwall. “Überraschenderweise” gab es seltsame Vorfälle bei einer archäologischen Ausgrabung und der Doktor und seine neue Companion Evelyn Smythe stolpern mal wieder mitten hinein ins Vergnügen. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, hat der Doktor ein seltsames Gerät gebastelt, das allerdings gefährlich in der Anwendung sein könnte:

DOCTOR
There, that should do it.

Cover: The Spectre of Lanyon MoorBRIGADIER
Looks like the crystal wiley (?) sets I used to make when I was a boy. Is this thing really going to work, doctor?

DOCTOR
Should do. Now, Brigadier, I have to confess I am not entirely sure exactly what will happen when I switch on. I might look as though I am in some pain. Come to think of it, I might be in some pain. But at all costs don’t switch off. And don’t pull the headset off me. It might take some time to get a proper triangulation.

Englisch Lernen mit Doctor Who #5: stowaway

Die Arbeitswoche neigt sich ihrem Ende zu und in der heutigen Englischlektion geht es auch um ein Ende, allerdings ein viel schockierenderes als das bevorstehende Wochenende. Einige Fans werden dieser Einschätzung sicherlich widersprechen, aber der Grundgedanke dahinter ließ garantiert keinen kalt[1]. Außerdem gibt es heute eine dreifach passende musikalische Einlage.

Vor dem Vergnügen kommt aber die Arbeit und die bringt die Geschichte Earthshock des fünften Doktors (Peter Davison). Darin landen er und die drei Companions Adric, Nyssa und Tegan in einer Mine im 26. Jahrhundert. Natürlich gibt es dort mal wieder seltsame Vorgänge und bald landen die vier auf einem Raumschiff, wo sich folgender Dialog abspielt:

(TRILLING BEEP)

BERGER
Bridge.

RINGWAY (OVER INTERCOM)
I’ve apprehended two stowaways.

BRIGGS
“Apprehended”! Why can’t he say “caught”? So melodramatic!

BERGER
Take them to the brig.

BRIGGS
I’d rather have them up here.

RINGWAY (OVER INTERCOM)
Vance and Carson are dead – murdered by the stoways.

BRIGGS
That’s all we need.

Screenshot from Earthshock
v.l.n.r.: Doctor, Ringway, Adric, Berger, Briggs

weitere Vokabeln:
apprehend – ergreifen/festnehmen, auch: begreifen/verstehen
brig – Bau (Gefängnis)

Wie man wahrscheinlich aus dem Zusammenhang herleiten kann, ist ein stowaway ein blinder Passagier (LEO)[2]. Als Verb wird es getrennt geschrieben als to stow away (freedictionary) und erklärt sich von selber, denn to stow heißt verstauen und away dürfte den meisten als abwesend/weg bekannt sein.

Englisch Lernen mit Doctor Who #3: a fit of pique

Neues Jahrzehnt, neues Farben! Im dritten Teil dieser Serie treffen wir logischerweise auf den dritten Doktor und der wurde ab 1970 in Farbe ausgestrahlt. Und buuuunt! Dargestellt wurde der Doktor von Jon Pertwee als Dandy und distinguierter älterer Herr und das passt ganz gut zum heutigen Ausdruck, denn da lässt sich eine aktuelle Verbindung herstellen zu einem anderen solchen Herrn. Dazu am Ende mehr.

Kommen wir jetzt erstmal zu Inferno, einer meiner Dreier-Lieblingsfolgen, wo es darum geht, dass ein Team von Wissenschaftlern die Erdkruste mit einem großen Bohrer durchstoßen möchte[1], was natürlich gewaltig schief geht. Doch am Ende rettet der Doktor wieder mal die Situation und es ergibt sich folgender Dialog:

BRIGADIER
Just a moment, Doctor… You’re still not tinkering with this machine after all the trouble it’s caused us?

DOCTOR
The trouble it’s caused you?

BRIGADIER
Doctor, if you hadn’t chosen such a crucial moment to disappear, this whole business might have been cleared up a great deal sooner!

LIZ
He did try to warn everybody, Brigadier.

DOCTOR
And a fat lot of notice you all took.

BRIGADIER
So you went gallivanting off in a fit of pique.

Screenshot from "Inferno"

weitere Vokabeln:
to tinker – herumspielen
to do do sth. – (nachdrücklich) etwas tun (s. Wikipedia do-support: Emphase)
to gallivant – sich herumtreiben

warum werden im deutschen (free) tv praktisch nur amerikanische serien gezeigt und keine/kaum britische(n)?

im rahmen meiner aktion on tour hat julia den vorschlag gemacht, ich sollte mal spekulieren wieso im deutschen fernsehen amerikanische serien einen viel höheren anteil haben als britische. ich denke über den ziemlich hohen anteil amerikanischer serien im deutschen fernsehen, und das auf sehr guten sendeplätzen, beispiele hierfür muss ich wohl nicht machen. bei britische serien sieht das um einiges schlechter aus, wenn es eine serie überhaupt ins free-tv schafft, dann meist auf schlechten sendeplätzen und/oder bei sendern mit geringerer zuschauerfrequenz, “life on mars” habe ich glaube ich nachts um 11 auf einem dritten, “jekyll” nachts um 10 auf arte gesehen, um nur mal zwei beispiele zu nennen – gleichzeitig kommen “house m.d.”, “the simpsons” und “c.s.i.” um 8 oder 9 uhr abends.

Englisch Lernen mit Doctor Who #1: truant

Wie gestern angekündigt wird es diese Woche jeden Tag eine Spezialausgabe zum Englisch lernen geben und zwar jeden Tag mit einem anderen klassischen Doktor. Primär geht es um eine Eigenheit der englischen Sprache und nebenher lege ich Euch Doctor Who ans Herz. Damit hoffe ich natürlich möglichst viele Leute davon zu überzeugen, der Serie mal eine Chance zu geben – sofern das noch nicht geschehen ist.

Wir fangen fast ganz am Anfang an, denn die Geschichte für das heutige Beispiel – Keys of Marinus – stammt aus der allerersten Staffel mit William Hartnell und wurde im April und Mai 1964 ausgestrahlt. Der unbedarfte Zuschauer wird mit schwarz-weißen und quasi live aufgenommenen Bildern konfrontiert, was einen großen Teil des Charmes ausmacht. Schon damals wurde Abwechslung groß geschrieben (zeitlich und örtlich) und ganz besonders in der vorliegenden Geschichte, wo jede Folge in einer völlig anderen Umgebung spielt[1]. Verantwortlich dafür war Drehbuchautor Terry Nation (“Vater der Daleks”) und in den Produktionsnotizen der DVD erfahren wir mehr über ihn:

Terry Nation was born in Llandaff, South Wales, in August 1930. During his childhood he was a persistent school truant and cinema addict. That was how he got his education. The hours spent at the pictures ensured that the techniques of screenwriting came naturally to him in later life.

Screenshot aus "Keys of Marinus"

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Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

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