Ein bisschen Abwechslung zwischen all den Fotos ist nötig und deswegen folgt hier mein Beitrag zur Blog-Parade Jubiläum des Jahres, die von Andreas alias cimddwc ausgerufen wurde und heute ausläuft.
Gefragt ist, welches Jubiläum mir dieses Jahr am wichtigsten ist. Ein paar Vorschläge hat Andreas gemacht und auch mein Favorit ist darunter: das Darwin-Jahr aus Anlass des 200. Geburtstages von Charles Darwin und dem 150. Jahrestag der Veröffentlichung seines berühmtesten und einflussreichsten Werkes On the Origin of Species (erschienen 24 November 1859). In England hätte ich die Gelegenheit gehabt das Original in aktualisierter Auflage zu kaufen und ebenso eine ganze Reihe weiterer Bücher von und über Darwin. Da ein solch dicker Wälzer aber die Gewichtsbeschränkungen überschritten hätte, habe ich das dann gelassen[1].
Warum ist mir das Jubiläum so wichtig? Sowohl aus beruflicher als auch aus persönlicher Sicht, denn ohne Darwins Erkenntnisse sähe mein Leben vollkommen anders aus. Ich hätte nie Biomathematik studiert und wäre wahrscheinlich nicht Atheist geworden. Man könnte argumentieren, dass später jemand anders bzw. mehrere andere dieselben Schlüsse gezogen hätte(n), aber es war eben Darwin alleine, der diesen Schritt vor 150 Jahren wagte. Er hat lange gezögert, das Buch zu veröffentlichen, weil es die Schöpfungslehre für unsinnig erklärt und genau das ist Inhalt des Films Creation, wo das Thema in künstlerisch wertvoller Form aufbereitet wurde. Wäre der Film nicht am Tag nach meiner Abreise im UK gestartet, hätte ich den noch sehen können. Witzigerweise spielt Paul Bettany die Hauptrolle, der in Master and Commander einen Medinziner mit taxonomischem Interesse spielt (und dabei z.B. Galapagos-Leguane fangen will).

