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Doctor Who für Anfänger Teil 1: die neue Serie

Hinweis: Es gibt eine aktualisierte Version dieses Beitrags.

Meine Gastbeitragsserie über Doctor Who ist seit ein paar Tagen abgeschlossen und ich habe nun über jeden der elf Doktoren einen eigenen Beitrag geschrieben. Was noch fehlt ist eine Art Beginner’s Guide für diejenigen, die völlig neu dabei sind oder bestehende Fans, die nur die neue Serie kennen. Dafür ist dieser und mindestens ein weiterer Beitrag gedacht. Ich werde zu jedem Doktor ein paar Anhaltspunkte geben und welche Folgen gut als Einstieg geeignet sind.

Je nach Zählweise gibt es mittlerweile ca. 200 Geschichten und die alleine beschäftigen den Zuschauer mehrere Jahre. Doch auch in anderen Formaten gibt es mehr als genug Material, d.h. es gibt Bücher, Hörsiele und Comics, die entweder die Fernsehgeschichten nacherzählen oder komplett neu sind. Dazu kommen noch diverse Spin Offs, auch jeweils als TV-Serie, Buch, Hörspiel, Comic etc. Nicht zu vergessen die schier unendliche Welt der Fan Fiction.

Damit wollen wir uns heute erst mal nicht beschäftigen, sondern gehen ganz traditionell den TV-Weg. Eingeteilt habe ich das nach alter und neuer Serie. Beginnen werde ich wie die Logik vorschreibt mit der neuen Serie. Am Ende des Beitrags gibt es weiterführende Links. Wer Ergänzungen oder weitere Tipps hat, darf diese gerne nennen und bei Bedarf werde ich diese in den Beitrag einfügen.

Englisch lernen mit TV-Serien #24: Belt and Braces

Das Ende der Zeit ist nah und in vier Tagen ist der Tag des jüngsten Gerichts, doch vorher wird noch eine Englischlektion eingeschoben. Glücklicherweise beziehen sich die Anspielungen nicht auf die reale Welt, sondern auf die von Doctor Who und zwar auf das kommende Weihnachtsspecial (SPOILER!) und das für den heutigen Ausdruck wichtige Four to Doomsday. Zwischen der Ausstrahlung der beiden Geschichten liegen knappe 28 Jahre (Januar 1982 gegenüber Dezember 2009) und die Effekte sind von etwas anderer Qualität, aber das soll hier nicht das Thema sein.

In Four to Doomsday landen der Doktor und seine drei (!) Companions auf einem Raumschiff und entdecken dort so einige tolle Gerätschaften (vom Technobabble nicht verwirren lassen):

DOCTOR
Amazing work! Worthy of Gallifrey. Non-corrosive alloys, saturated polymers, highly advanced.

NYSSA
Look at that!

DOCTOR
Yes! An interferometer.

ADRIC
What’s that?

NYSSA
This one’s for measuring gravitation waves.

DOCTOR
But you could use it on the time curve circuits.

NYSSA
Look, a graviton crystal detector.

ADRIC
What’s that for?

NYSSA
Same thing.

DOCTOR
Belt and braces.

NYSSA
Except on Traken, the interferometer superseded the crystal.

DOCTOR
Yes. That’s what’s interesting. See if you can get it going.

weitere Vokabeln:
to supersede – ablösen, ersetzen
Gallifrey und Traken sind die jeweiligen Heimatplaneten vom Doktor und Nyssa.

Doctor Who: Belts and braces

Eine kurze Erklärung liefert der Informationstext der DVD:

Song des Tages: Doctor Who Original Theme Music

Heute vor 46 Jahren begann die Legende Doctor Who und läuft noch immer ununterbrochen[1]. Da ich momentan durch meine Gastbeitragsserie tief in der Materie stecke, gibt es entsprechend den damaligen Vorspann:

http://www.youtube.com/watch?v=LF2x5IKxmAQ

In der Beschreibung steht

This is a video of the 1963 Theme. From the Beginings Set. Posted to encourage people to buy the DVD’s.

was ich nur unterstützen kann, denn die DVDs sind hervorragend gemacht, sowohl von der Bild- und Tonqualität als auch von den Extras. Wer sich eindecken möchte, darf gerne bei meinem Doctor Who-Shop vorbei schauen.

Im Doctor Who-Blog gibt es sogar einen Ausschnitt aus einer Fernsehzeitschrift, in der die erste Folge “An Unearthly Child” beschrieben wird.

Und wenn der Doctor Who-You Tube-Channel ausnahmsweise gerade wieder in Deutschland funktioniert, kann man sich dort die zwei Folgen der dritten Geschichte The Edge of Destruction ansehen, die im Februar 1964 lief.

  1. Ununterbrochen gilt natürlich nur, wenn man alle Medien mitzählt, d.h. auch Bücher und Hörspiele. []

Blick über den Tellerrand vom 21. November 2009

  • Schweinefleisch und Mittagsschlaf: wie man Homöopathie wirkungslos macht (18. November 2009)
    Ihr esst gerne Schweinfleisch? Macht gern mal ein Mittagsschläfchen? Lest im Bett Bücher oder feiert mal ne Nacht lang durch? Und Kaffee trinkt ihr auch gern? Alles kein Problem – nur könnt ihr euch dann die Mühe sparen, bei Krankheiten homöopathische Mittel einzunehmen – die funktionieren dann nämlich nicht.

  • Filesharing-Abmahnungen im großen Stil rechtswidrig? (17. November 2009)
    Das bedeutet, dass die Rechteinhaber eine Art “Rundum-Sorglos-Paket” buchen. Wenn die Abgemahnten zahlen, werden die Einnahmen unter den Beteiligten aufgeteilt. Zahlen sie nicht, entstehen den Rechteinhabern keine Kosten daraus.
    Eine solche Regelung ist in Deutschland nicht legal. Denn reinen Erfolgshonoraren (im Gegensatz zu Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)) sind enge Grenzen gesetzt, schreibt Rechtsanwalt Thomas Stadler:

  • Über Enke und Werther « Stefan Niggemeier (16. November 2009)
    Studien haben gezeigt, dass die Suizidrate nach Berichten über Suizide unter anderem ansteigt,
    * wenn das Opfer besonders prominent ist
    * wenn die Berichterstattung prominent auf den Titelseiten stattfindet
    * wenn sich die Berichterstattung über Tage hinzieht
    * wenn der Ort und die Methode des Suizids genau beschrieben wird
    * wenn sich gefährdete Menschen mit dem Opfer identifizieren können.

  • Mitmachen: Die Open-Access-Petition bewerben (16. November 2009)
    Die Petition “Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen” hat jetzt knapp 10.000 Mitzeichner gefunden und läuft noch bis kurz vor Weihnachten. Es wäre schön, wenn wir diese Petition trotz des eher trockenen Themas “Open Access” über die kritische Marke von 50.000 Mitzeichnern bekommen könnten

Englisch lernen mit TV-Serien #23: genial

Wer bei der Überschrift denkt, dass ich den geneigten Leser und Lernwilligen veräppeln möchte, dem sei gesagt, dass wir es hier natürlich nicht mit dem deutschen Wort genial zu tun haben, sondern mit einem sog. false friend, der im Englischen etwas Anderes bedeutet.

Eine weitere Falle ist die Aussprache, die im Englischen sowieso selten logisch ist[1], aber dazu kommen wir später.

Das Beispiel stammt aus der besten aller Fernsehserien – Doctor Who – aus den Informationsuntertiteln der Geschichte The Silurians. Es geht um eine der Figuren, Dr Quinn[2], der im Skript ursprünglich anders angelegt war:

Another character who changed significantly during rehearsal is Dr Quinn. The scripted role is a little less genial and more openly authoritative. He is apt to call a false reading “nonsense”, for example, and he will give a bald order where on screen he will ask someone “would you mind” doing this or that. He is also markedly less deferential to Dr Lawrence: in the script he always calls Lawrence “sir”. The grace notes in the character, like his tendency to say “thank you”, were the actor’s contribution. Quinn is played by Scottish actor Fulton Mackay (1922-87).

Eine weitere Figur, die während der Proben maßgeblich verändert wurde, ist Dr Quinn. Im Drehbuch ist die Rolle weniger herzlich und offener gebieterisch. Er ist z.B. geneigt einen falschen Messwert als “Blödsinn” zu bezeichnen und unverblümt Befehle zu erteilen, während er in der gefilmten Version höflich fragt “Würde es Ihnen etwas ausmachen” dies und das zu tun. Er ist außerdem merklich weniger eherbietig gegenüber Dr Lawrence: im Skript nennt er ihn immer “Sir”. Die ausschmückenden Eigenheiten, wie seine Neigung “Danke” zu sagen, wurden vom Schauspieler eingebracht. Quinn wird vom schottischen Schauspieler Fulton Mackay (1922-87) gespielt.

Name gefunden: So soll mein Dalek heißen!

Vor zwei Wochen habe ich ein Gewinnspiel gestartet, bei dem ich um Namensvorschläge für meinen neuen Dalek gebeten habe. Zu Gewinnen gab es den elften Beitrag in meiner Doctor Who-Gastbeitragsreihe. Bevor wir uns dem wichtigen Teil widmen, erst noch ein Bild vom Objekt und eine Liste der Vorschläge (in Reihenfolge des Eingangs):

Namenloser Dalek

Das sind einige interessante Vorschläge und auch die Erklärungen dazu sind hinreißend. Meine Favoriten sind Sgt. Pepper (Beatles plus Entstehungsgeschichte der Daleks), Terminal (witzige Idee plus klingt nach Dalek) und Saan (Verbindung zu Blognamen plus klingt nach Dalek). Und wen wähle ich nun aus? Es war eine schwierige Entscheidung, aber Sgt. Pepper ist es! War zwar schon der erste Vorschlag, aber das gefällt mir sehr gut und es passt einfach.

Also, lieber beety, du hast einen weiteren Gastbeitrag gewonnen! Dann bekommst du zwei hintereinander, da ich für dich den zehnten Doktor vorgesehen habe. Außer du gibst deinen Gewinn frei und ich lasse den Zufallsgenerator den Ort des Gastbeitrags bestimmen…

Update: beety hat zugestimmt und Rainer Zufall bestimmt *trommelwirbel* tobi!

Gastbeitragsserie über Doctor Who

Die Rückrunde ist angelaufen und die während meines Urlaubs fleißigen Gastautoren werden nach und nach mit einem Gegenbeitrag beliefert. Da es elf Beiträge sind (acht Urlaubsvertreter plus drei weitere – der dritte ist noch zu vergeben) habe ich die Gelegenheit genutzt, um Doctor Who ein wenig bekannter zu machen. Soll heißen, dass ich eine blogübergreifende Gastbeitragsserie gestartet habe, wo alle fünf bis sieben Tage ein Doktor und ein Aspekt der Serie vorgestellt wird.

  1. William Hartnell
  2. Patrick Troughton
  3. John Pertwee
  4. Tom Baker
  5. Peter Davison
  6. Colin Baker
  7. Sylvester McCoy
  8. Paul McGann
  9. Christopher Eccleston
  10. David Tennant
  11. Matt Smith (noch offen!)

Name gesucht: Wie soll mein Dalek heißen?

Liebe Leser, Eure Hilfe ist gefragt! Ich bitte um kreative Namensvorschläge für mein neues “Spielzeug”. Der Gewinner bekommt zur Belohnung einen Gastbeitrag von mir!

Damit Ihr auch wisst, worum es geht, hole ich mal aus. Bei meiner in letzten Station in England habe ich einen fantastischen Shop gefunden: Galaxy 4, “one of the world’s leading suppliers of official Doctor Who and Cult TV merchandise”. Aufmerksam wurde ich durch eine Anzeige im Doctor Who Magazine[1] und da mein Hotel in Sheffield in derselben Straße lag, habe ich den kilometerlangen Weg auf mich genommen und habe mir einen Dalek gekauft:

Namenloser Dalek

In Galaxy 4 waren noch viel tollere und umfangreichere Sets, aber die waren leider zu groß, um im Flugzeug transportiert zu werden. Der Shop ist auch online tätig und versendet weltweit – da werde ich evtl. nochmal einkaufen.

Mitmachen bei der Namensgebungssuchaktion kann jeder, auch wenn der Begriff Dalek und Doctor Who als Serie völlig unbekannt ist. Lasst Eurer Fantasie freien Lauf! Wer Inspiration sucht, findet diese vielleicht im Dalek-Artikel beim DW-Wiki.

So und nun bin ich auf Eure Vorschläge gespannt!

  1. Ausgabe #413 gab es mit vier verschiedenen Covern. Ratet mal, welches ich genommen habe?! []

Serienkritik: Blackpool

Eine offensichtliche Wahl als Beitrag zur Reisestation Blackpool, oder nicht? Mal sehen. Die Serie trägt den Titel der Stadt zu Recht, denn sowohl die Stadt selbst als auch all das, wofür sie bekannt ist, stehen im Mittelpunkt und es werden Elemente aus Drama, Komödie, Krimi und Musical vermischt. Ja, Musical, denn Songs aus den vergangenen Jahrzehnten werden von den Figuren mitgesungen. Das funktioniert erstaunlich gut, denn es wird sparsam eingesetzt (drei oder vier Songs pro 58-minütiger Episode – Liste) und ist eine erfrischende Abwechslung.

Inhalt: Ripley Holden (David Morrissey) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der gerade eine neue Spielhalle eröffnet hat und ohne Umwege auf sein erstes Las Vegas-style Casino-Hotel zuzusteuern scheint. Doch dann wird eine Leiche in der Spielhalle entdeckt und das wird nicht sein einziges Problem bleiben. Es fängt damit an, dass ein Inspektor von außerhalb auf den Fall angesetzt wird, denn Peter Carlisle (David Tennant) ist unbeeindruckt von der Vetternwirtschaft, die in der großen Kleinstadt vor sich geht. Doch auch er verkompliziert die Sache indem mehr als nur fallbezogenes Interesse an Ripleys Frau Natalie (Sarah Parish) entwickelt.

Blackpool: Fruit Machine

Die Aufklärung des Mordes rückt mal mehr, mal weniger in den Hintergrund, wenn die Verwicklungen der fast erwachsenen Kinder oder der Kumpels von Ripley zur Sprache kommen und am Ende ist es gar nicht mehr so wichtig, wer die Tat begangen hat. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.