Die Rückrunde ist angelaufen und die während meines Urlaubs fleißigen Gastautoren werden nach und nach mit einem Gegenbeitrag beliefert. Da es elf Beiträge sind (acht Urlaubsvertreter plus drei weitere – der dritte ist noch zu vergeben) habe ich die Gelegenheit genutzt, um Doctor Who ein wenig bekannter zu machen. Soll heißen, dass ich eine blogübergreifende Gastbeitragsserie gestartet habe, wo alle fünf bis sieben Tage ein Doktor und ein Aspekt der Serie vorgestellt wird.
Schlagwort-Archiv: Doctor Who
Name gesucht: Wie soll mein Dalek heißen?
Liebe Leser, Eure Hilfe ist gefragt! Ich bitte um kreative Namensvorschläge für mein neues “Spielzeug”. Der Gewinner bekommt zur Belohnung einen Gastbeitrag von mir!
Damit Ihr auch wisst, worum es geht, hole ich mal aus. Bei meiner in letzten Station in England habe ich einen fantastischen Shop gefunden: Galaxy 4, “one of the world’s leading suppliers of official Doctor Who and Cult TV merchandise”. Aufmerksam wurde ich durch eine Anzeige im Doctor Who Magazine[1] und da mein Hotel in Sheffield in derselben Straße lag, habe ich den kilometerlangen Weg auf mich genommen und habe mir einen Dalek gekauft:
In Galaxy 4 waren noch viel tollere und umfangreichere Sets, aber die waren leider zu groß, um im Flugzeug transportiert zu werden. Der Shop ist auch online tätig und versendet weltweit – da werde ich evtl. nochmal einkaufen.
Mitmachen bei der Namensgebungssuchaktion kann jeder, auch wenn der Begriff Dalek und Doctor Who als Serie völlig unbekannt ist. Lasst Eurer Fantasie freien Lauf! Wer Inspiration sucht, findet diese vielleicht im Dalek-Artikel beim DW-Wiki.
So und nun bin ich auf Eure Vorschläge gespannt!
- Ausgabe #413 gab es mit vier verschiedenen Covern. Ratet mal, welches ich genommen habe?! [↩]
Serienkritik: Blackpool
Eine offensichtliche Wahl als Beitrag zur Reisestation Blackpool, oder nicht? Mal sehen. Die Serie trägt den Titel der Stadt zu Recht, denn sowohl die Stadt selbst als auch all das, wofür sie bekannt ist, stehen im Mittelpunkt und es werden Elemente aus Drama, Komödie, Krimi und Musical vermischt. Ja, Musical, denn Songs aus den vergangenen Jahrzehnten werden von den Figuren mitgesungen. Das funktioniert erstaunlich gut, denn es wird sparsam eingesetzt (drei oder vier Songs pro 58-minütiger Episode – Liste) und ist eine erfrischende Abwechslung.
Inhalt: Ripley Holden (David Morrissey) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der gerade eine neue Spielhalle eröffnet hat und ohne Umwege auf sein erstes Las Vegas-style Casino-Hotel zuzusteuern scheint. Doch dann wird eine Leiche in der Spielhalle entdeckt und das wird nicht sein einziges Problem bleiben. Es fängt damit an, dass ein Inspektor von außerhalb auf den Fall angesetzt wird, denn Peter Carlisle (David Tennant) ist unbeeindruckt von der Vetternwirtschaft, die in der großen Kleinstadt vor sich geht. Doch auch er verkompliziert die Sache indem mehr als nur fallbezogenes Interesse an Ripleys Frau Natalie (Sarah Parish) entwickelt.

Die Aufklärung des Mordes rückt mal mehr, mal weniger in den Hintergrund, wenn die Verwicklungen der fast erwachsenen Kinder oder der Kumpels von Ripley zur Sprache kommen und am Ende ist es gar nicht mehr so wichtig, wer die Tat begangen hat. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Song des Tages: Ocean Colour Scene – Travellers Tune
Mittlerweile sollte ich in Birmingham angekommen sein, der zweitgrößten Stadt der Insel, die neben der Cadbury World ein futuristisches Einkaufszentrum bietet. Doch deswegen bin ich nicht hier, sondern wegen einem Konzert von Ocean Colour Scene, die seit nunmehr zwanzig Jahren munter Musik machen. Sie werden oft in die Britpop-Schublade gesteckt oder öfter mal als Northern Soul bezeichnet, doch es finden sich auch Blues-Elemente und der Stil reicht ab und zu in politischen Rock hinein. Vorsichtig ausgedrückt eine Mischung aus Oasis und den Levellers.
Am besten kann man sich mit der Musik überzeugen und dazu gibt es ein Video von meinem Lieblingssong Travellers Tune vom Album Marchin’ Already:
http://www.youtube.com/watch?v=en0iRNdYmtQ
Leider wird nur etwa die Hälfte des Songs gezeigt und deswegen gibt es das nochmal in einer ordentlichen Liveversion:
Die Albumversion des Songs in voller Länge gibt es dennoch und zwar zu einem Video von Doctor Who und Martha. Weil man nie genug Doctor haben kann, gibt es das auch noch:
Viel Spaß beim Ansehen! Hoffentlich kann ich einige brauchbare Fotos vom Konzert machen, die es dann nach meiner Rückkehr zu bewundern gibt.
Serienkritik: FM
Wie schon angekündigt im letzten Englisch-lernen-Beitrag, gibt es jetzt eine ausführliche Kritik zur ITV-Serie FM, deren sechs Folgen vor einigen Monaten ausgestrahlt wurden. Eine Comedy-Serie über Radio-DJs gab es meines Wissens in dieser Form noch nicht und selbst wenn, tut sich FM durch das große Fremdschämpotential und die tollen musikalischen Gäste hervor.
Die Serie über den fiktiven Sender Skin FM ist sozusagen eine Mischung aus Extras und Free Radio[1]. Wie sich das in der heutigen Zeit gehört, gibt es eine MySpace-Seite auf der Videoschnipsel von den eingeladenen Bands zu sehen sind. Das Besondere ist, dass die auftretenden Künstler (Guillemots, Wombats, Ladyhawke, Subways, Sway, Charlatans) nicht nur einen Song einspielen, sondern auch mehr oder weniger in die Story eingebunden sind. Daneben gibt es weitere Gastauftritte von u.a. Marianne Faithfull, Justin Hawkins und Tim Westwood. Dies ist zwar besonders interessant für den britischen Markt, aber auch hierzulande kann man die meisten Anspielungen verstehen.
Die drei Protagonisten sind Lindsay Carol, der sozial unbeholfene DJ mit zwei weiblichen Vornamen und einer Vorliebe für extrem enge Klamotten, Dom Cox, der spaßverrückte und unzuverlässige DJ mit einer Vorliebe für Alkohol und Jane Edwards, die oberflächliche Produzentin mit einer Vorliebe für Zigaretten und kurze Beziehungen. In den sechs Folgen kann/muss man hilflos zusehen, wie die drei von einem Fettnäpfchen ins nächste tapsen und dabei versuchen, möglichst cool zu wirken. Mehr dazu gibt es im Press Pack bei ITV.
Serienkritik: Jekyll
Wenn eine Fernsehserie mich so sehr begeistert, dass ich alle Folgen hintereinander gucke, dann muss diese mit einem eigenen Eintrag gewürdigt werden. Es handelt sich um Jekyll, eine sechsteilige BBC-Serie von Steven Moffat. Man sollte sich unbedingt die DVD-Box besorgen, doch dazu mehr am Ende des Artikels.
Die Geschichte Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde von Robert Louis Stevenson sollte jedem zumindest ungefähr bekannt sein – irgendwas mit Verwandlung, böse und gute Seite etc. Die Serie Jekyll spielt mit diesem Thema, ist jedoch in gewissem Sinne eine Fortsetzung oder man könnte auch sagen, moderne Variante der Geschichte. Dementsprechend spielt die Handlung in der heutigen Zeit und die Hauptperson ist Dr. Jackman, gespielt von James Nesbitt. Gleich am Anfang wird man mitten ins Geschehen geworfen und so völlig in den Bann gezogen. Der Zuschauer erfährt dennoch erst nach und nach, worum es genau geht, z.B. bekommt man den “Anderen” erst verhältnismäßig spät zu sehen.
Die physische Verwandlung ist nicht so extrem, wie man das von vorherigen Verfilmungen kennt, aber deutlich genug und Jimmy Nesbitt macht seine Sache ganz hervorragend, so als ob es tatsächlich zwei verschiedene Personen wären. Ein bisschen Make-Up und CGI-Effekte unterstützen da nur die unterschiedliche Körpersprache und Sprechweise. Wunderbar auch, wie sich das Verhältnis im Verlauf der Geschichte ändert und sich den Gegebenheiten anpasst.
Stichwort Verlauf. Die Ereignisse sind in den wenigsten Fällen vorhersehbar, was auch durch hervorragend eingesetzte Rückblenden verwirklicht wird. Es gibt keine wirklichen Cliffhanger am Ende einer Folge, aber man möchte dennoch wissen, wie es weitergeht und so kann es eben kommen, dass man alle Folgen bis spät in die Nacht anschaut.
Englisch lernen mit TV-Serien #15: to repair to sth
Heute weichen wir ausnahmsweise mal vom britischen Fernsehen ab und machen einen Ausflug über den großen Teich bis nach Kalifornien. Aber dennoch vergessen wir Albion nicht ganz, denn zumindest im Dialog wird eine (die?, die beste?) britische Serie erwähnt. Das Beispiel stammt aus The Big Bang Theory über die öfter positiv berichtet und mir als Fan von The IT Crowd mehr als einmal ans Herz gelegt wurde[1]. Aber wie gesagt, lasse ich meine Engländer nicht ganz außen vor, da Doctor Who in der Folge 1.07 The Dumpling Paradox referenziert wird.
Kurz zum Verständnis: Leonard und Sheldon sind zwei Physiker, die zuammen wohnen. Penny ist die “normale” Nachbarin, die allerdings die Nacht bei den beiden verbracht hat, da Howard (Ingenieur, Freund von Leonard und Sheldon) und Christy (Pennys Cousine) sie aus ihrer Wohnung vertrieben haben. Sheldon ist etwas ungehalten, da er nicht wie jeden Samstag Morgen um 6:15 Doctor Who auf BBC America gucken kann.
PENNY: So, Christy, what are your plans?
CHRISTY: Howard said he’d take me shopping in Beverly Hills.
PENNY: Yeah, no, I meant plans to find someplace to live. Other than with me. Not that I don’t love having you, but it’s … It’s a little crowded.
LEONARD: Penny, you’re always welcome to stay with us.
SHELDON: Oh, terrific. Now we’re running a cute little B & B.
HOWARD: Let me offer a little outside-the-box thinking here. Why doesn’t Christy stay with me?
LEONARD: For one thing, you live with your mother.
HOWARD: I do not. My mother lives with me.
SHELDON: Then it’s all settled. Christy will stay with Howard, Penny can go back to her apartment, and I’ll watch the last 24 minutes of Doctor Who. Although at this point, it’s more like Doctor Why Bother?
LEONARD: Sheldon, you just can’t dictate…
SHELDON: No more talking! Everybody go!
HOWARD: So what do you say? Want to repair to Casa Wolowitz?
CHRISTY: What is that, like a Mexican deli?
HOWARD: I’m sorry, I should have mentioned this earlier. My last name is Wolowitz.
Englisch lernen mit TV-Serien #10: to tempt providence
Willkommen zu einer weiteren, heiteren Ausgabe des Lernens von trockenen Fremdsprachen. Heute begeben wir uns weit zurück in die Vergangenheit und zwar über 45 Jahre zur ersten Begegenung von Doctor Who und den Daleks (Infos auf deutsch und englisch), den urbösen Pfefferstreuern mit dem charakteristischen Ausruf “Ex-ter-mi-nate!”.
Die siebenteilige Folge (Serial) nennt sich auch entsprechend The Daleks und wir werfen einen Blick in Teil 5 The Expedition. Auf geht’s:
THE DOCTOR
I’m afraid my little trick has rather rebounded on me. What you might call tempting providence, Chesterman.IAN
Well don’t worry about it now, Doctor. It’s happened.THE DOCTOR
Yes, well, at least you’re not vindictive.IAN
Well, I will be if you don’t get my name right. It’s “Chesterton”.THE DOCTOR
Yes. Hey? I know that.BARBARA
How you two can stand there wasting time with small talk beats me.THE DOCTOR
I can assure you, young lady, I haven’t been wasting my time. There’s always a way.
Gratisecke bei Videoload: bald BBC-Serien auf Abruf
Ein Beitrag bei medienlese hat mich gerade sehr verzückt, denn bei Videoload, dem Video-on-demand-Angebot der Telekom gibt es seit neuestem eine Gratisecke. Das an sich ist nicht unglaublich berichtenswert, doch man lese einmal den dritten Satz genauer:
Seit Freitag gibt es nun auch eine Gratisecke, auf der mehr als 600 Videos kostenlos abgerufen werden können. Darunter die übliche B-Ware, ein Mix aus Bikini-Fotoshootings, Extremsport und abgelegten Filmen, wie er ähnlich auf Joost zu sehen ist. Aber auch BBC-Serien wie “Little Britain” und “Doctor Who” oder das schräg-kultige DMAX-Format “Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz” sind darunter.
Was springt da sofort ins Auge? Natürlich Doctor Who. Sofort habe ich mal einen Blick auf free.videoload.de geworfen und unter Demnächst bot sich mir folgendes Bild:
Vier meiner Lieblingsserien endlich im deutschen Fernsehen – oder so ähnlich zumindest. Ich besitze zwar schon sämtliche UK-DVD-Boxen von Doctor Who, Spooks, Extras und Life on Mars, aber wer bisher noch nicht von der Genialität dieser Serien überzeugt ist, für den ist die Gelegenheit günstig, um mal reinzuschauen.
Einen kleinen Vermutstropfen gibt es, wie medienlese zu berichten weiß:
Vorerst gibt es Videoload allerdings nur für Windows-Nutzer. Schuld ist natürlich das digitale Rechte-Management, das bislang nur auf Windows-Rechnern funktioniert. Macs müssen draußen bleiben, ebenso Googles Browser Chrome oder Opera.
Aber dafür gibt es ja DVDs und dann hat man auch noch die ganzen Extras (also die Zusatzdinger auf der DVD, nicht die Serie) und kann sich das im originalen Englisch angucken.


