Tag-Archiv für 'Chartspunkte'

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Chartspunkte #17: An der Chartsfront nichts Neues

Ich bin noch den Rest der vorweihnachtlichen Chartsbetrachtungen schuldig und damit ich es diesmal tatsächlich schaffe, fange ich sofort an. Meine neue Bewertungsskala (s.u.) kommt wieder zum Einsatz.

Ein Hinweis an alle hereingestolperten Besucher: das hier ist eine schonungslose und unglaublich ernst gemeinte Zerpflückung der deutschen Charts. Jede Woche schreibe ich auf, welche Neueinsteiger es in den Top 20 der Single- und Download-Charts gab und höre diese alle paar Wochen an und berichte vom Erlebnis. Das mache ich schon seit knapp zwei Jahren so und entgegen aller Erwartungen habe ich das überlebt. Bisher. Knapp. Nun aber:

  • Jennifer Paige | Nick Carter – Beautiful Lie
    minusminus Oh, wir sind ja so verdammt cool! Das Elektronikgedöns ist grässlich, die können nicht wirklich singen und der Text entstammt wahrscheinlich einem Reimlexion, aber die Melodie ist nicht ganz verkehrt.
  • Black Eyed Peas – Meet Me Halfway
    minusminusminus Kaum zu glauben, aber anscheinend gibt es auch im Weltraum schlechte Musik. Man nehme die bekannten Basiselemente (Drumbeat, verschiedene Stimmen für jeden “Geschmack”, tanzbare Melodie, Computergeneriertes Video) und fertig ist der Chartserfolg. BEP haben auch nur ihren ersten (annehmbar guten) Hit immer wieder neu geremixt und die Käufer danken es ihnen.
  • Beyoncé – Broken-Hearted Girl
    minus Die siebte (!!!) Single aus ihrem letzten Album und wenn es nicht so weinerlich und künstlich klavierlastig wäre, könnte man sich das durchaus anhören. Ein schwarzweiß-Video unterstützt die auf-die-Tränendrüse-drück-Absicht. Für diese Schablone dürfen wir wohl Chris Isaak danken.

Chartspunkte #16: War zwischendurch schon Weihnachten?!

Die Abstände werden größer zwischen den einzelnen Ausgaben der Chartspunkte, aber erstens gibt es kaum Neueinsteiger und zweitens sind es bis auf wenige Ausnahmen immer dieselben Künstler (und auch Songs). Um wenigstens ein bisschen Abwechslung zu bieten, habe ich die Beschreibungen der Bewertungen geändert (siehe unten). Bei einigen geht es sicher noch knackiger, deswegen bin ich für Vorschläge dankbar.

Nun aber stürzen wir uns in den tiefen Abgrund, der sich deutsche Single- und Downloadcharts nennt und betrachten die Songs, die in den vergangenen knapp drei Monaten neu eingestiegen sind. Die Bewertung wird mir zunehmend schwieriger gemacht, da praktisch bei keinem Portal Originalvideos verfügbar sind, sondern nur Standbildvideos mit sehr schlechter Tonqualität (und Werbekommentaren). Das ist schade, denn die Videos sind Teil der Marketingstrategie (und bieten oft Angriffsflächen für spitze Bemerkungen).

  • Robbie Williams – Bodies
    minus Gregorianische Mönche haben Robbie entführt! Und dann mit einem knarzigen Effektpedal mitten in der Wüste ausgesetzt. Der Refrain ist ohrwurmig, aber zu klischeebeladen.
  • Xavier Naidoo – Alles Kann Besser Werden
    minusminusminus Wieso schafft es diese immer phlegmatischere Stimme mit der immer gleichen Grütze immer wieder in die Charts?!
  • Nena – Wir sind wahr
    minusminus Wenn du geküft gehabtest, Packung Deutsch in Aldi, du wißtest, das wir sind Pabbst! Dort hättest du dann auch ein bisschen Pfeffer kaufen können, um den Song etwas aufzupeppen.
  • Silbermond – Krieger des Lichts
    minus Ohne Beats und hörbares Luftholen geht heutzutage nix mehr. Ein bisschen Gitarrengeschrammel und ein zusammengeklautes Video und schon haben wir einen Hit.

Chartspunkte #15: Download ist auch nicht besser

Vor mittlerweile zwei Monaten habe ich zum letzten Mal in die deutschen Charts geguckt (vertreten vor einem Monat durch Konna) und somit wird es mal wieder Zeit für eine Dröhnung Wahnsinn. Zwischenzeitlich hatten sich MTV und media control gezofft, so dass die Top 20 beim “Musik”fernsehen nicht mehr veröffentlicht wurde. Deswegen hatte ich eine Umfrage zur Zukunft der Chartspunkte gestartet, bei der folgendes herauskam:

Ich werde also kombiniert Download- und Singles-Charts beurteilen, was dank der Beilegung des Streits zwischen MTV und media control wieder möglich ist. Es ist so, dass viele Songs zuerst in den digitalen und dann in den analogen Charts auftauchen. Deswegen schreibe ich nicht mehr dazu, in welcher Woche ein Song auf welchem Platz gelandet ist, sondern ich zähle nur die Neueinsteiger im Beobachtungszeitraum auf. Die Reihenfolge gibt einen ungefähren zeitlichen Eindruck. Die Bewertungen bleiben natürlich gleich und können am Ende nachgelesen werden.

  • Colbie Caillat – Fallin’ For You
    plus Die singende Jennifer Aniston geht mit seichtem Sommerklang ins Ohr. Und wieder raus. Höre ich da ein wenig Autotune?! Was mich ganz nervös macht, ist, dass nichts passiert. Viel zu glatt.
  • Frauenarzt | Manny Marc – Das Geht Ab (Wir Feiern Die Ganze Nacht) (Atzen Musik Mix)
    minusminusminusMuss ich?! Welches ist denn jetzt der richtige Mix? Egal, sind beide so grottig, dass ich am liebsten an den Südpol schwimmen möchte. Insofern ist der Aufruf, des Hände in die Luft Schmeißens gar nicht so verkehrt.

Konnas Chartspunkte: eine subjektive Bewertung der deutschen Alternative-Charts

Eine von Julias beliebtesten Artikelserien hier auf 49Suns sind die Chartspunkte, in denen sie die Neueinsteiger der deutschen Singlecharts subjektiv und völlig schonungslos auseinander nimmt. Ich, Konna von der Gedankendeponie, der hier heute einen Gastbeitrag bei ihr schreiben darf, möchte diese Idee gerne aufnehmen, aber in etwas abgewandelter Form. Die volle Dröhnung will ich mir nämlich nicht geben (so wahnsinnig wie Julia bin ich nicht), stattdessen schaue ich mir die deutschen Alternative Charts von trendcharts.de der vergangenen Kalenderwoche 37 an. Bin mir aber sicher, dass sich auch da einiges Grausames verbergen wird. Die Bewertungskriterien habe ich von Julia übernommen, ihr findet sie am Ende des Artikels. Ich wünsche viel Vergnügen!

Platz 20 The Eternal Afflict – Ion Ep

minus

Fängt ja gleich gut an, also irgendwie ist das wohl kein Song, sondern mehrere, also gut online anhören kann man sich das nicht, aber die Ausschnitte lassen nichts Gutes erahnen.

Platz 19 Obscenity Trial – Glück Auf

minus

minus

Ein Text, wie er aus einem Schlager der übelsten Sorte stammen könnte mit minimaler elektronischer Musikuntermalung. Sehr einschläfernd.

Platz 18 Muse – Uprising

plus

Geht sehr gut ins Ohr und das Bein wippt dem eingängigen Beat sei Dank kräftig mit. Auf Dauer vielleicht etwas eintönig.

Platz 17 Frozen Plasma – Tanz die Revolution (Int. Version)

minusminus

Keine Ahnung, ob ich die richtige Version gefunden habe, aber bei zu langem Konsum dieses Songs besteht die Gefahr, eine Revolution gegen dieses Song tanzen zu wollen.

Umfrage: Zukunft der Chartspunkte

Meine Chartspunkte-Serie, in der die Neueinsteiger in die Top 20 deutschen Singlecharts beleuchtet werden, ist eine beliebte Zutat auf meinem Blog. Doch wie es aussieht, ist dieser Spaß gefärdet, denn wie es im German Chartblog hieß es letzten Freitag, dass MTV (und damit auch VIVA) auf die Auflistung der deutschen Singlecharts verzichten. Die Firma media control veröffentlicht diese exklusiv und verlangt dafür Geld. Außerdem werden die Charts aufgrund einer mittlerweile veralteten Zählweise erstellt:

Da erhalten Titel also Punkte nach dem Umsatz den sie gemacht haben. Eine verkaufte CD ist also mehr wert als ein (legal erworbener) Digitaltrack. Was da so innovativ klingt, erweist sich allmählich als Krücke, denn die CD-Verkäufe sinken weiter und die Downloads nehmen zu. In den Charts aber wird ein verzerrtes Bild dargestellt. Nämlich ein altes Medium wird überbewertet, während einem neuen die nötige Akzeptanz fehlt.

Da stelle ich mir natürlich die Frage, ob ich nicht auch mit der Zeit gehen soll und die Chartspunkte anpassen. Es ist immer noch möglich, die Singlecharts zu beurteilen, da bei musicload die Top 30 aufgeführt sind. Allerdings ist das unübersichtlich und Neueinsteiger werden nicht hervorgehoben (was natürlich mein Problem ist). Was denkt Ihr, liebe Leser? Dafür habe ich eine Umfrage erstellt und hier eingebunden:[1]

Das Hinzufügen von Antworten habe ich nicht zugelassen und wer einen völlig anderen Vorschlag hat, möge diesen per Kommentar äußern. Vielleicht füge ich den dann noch hinzu. Das verfälscht zwar die Antworten, aber das hier soll nur ein Indikator sein und keine Wissenschaft. Bitte zahlreich abstimmen!

  1. Das ist der erste Versuch und falls etwas nicht klappt, bitte melden. Evtl. müssen Feedleser auf den Blog kommen, um abstimmen zu können. []

Chartspunkte #14: Der King ist tot, lang lebe der King!

Heute vor 32 Jahren starb der King, was aber keinerlei Auswirkungen auf die aktuellen Top 20 der deutschen Singlecharts hatte. Einen ungleich größeren Effekt hatte der Tod des selbsternannten Pop-Oberhauptes auf die Charts im Juli und darauf werfen wir jetzt mal einen Blick. Was die lustigen, bunten Punkte zu bedeuten haben steht am Ende des Beitrags.

Neueinsteiger vom 10.07

  • Platz 18 Michael Jackson – Billy Jean
    plusplus Ja, das waren noch Zeiten! Ob der Song objektiv so gut ist, kann ich unmöglich beurteilen, aber da ist sicherlich ein Nostalgie-Plus irgendwo versteckt. Der arme Kerl, der hier ein Kind untergeschoben bekommen soll. Im wahren Leben war es ja laut den neuesten Gerüchten eher umgekehrt.
  • Platz 15 Söhne Mannheims – IZ On
    minusminusminus Diese Unentschlossenheit hinter dem Gestreiche macht mich wanhnsinnig. Und dann dieses Pseudo-Tschakka-Getue im Refrain mit so etwas ähnlichem wie englisch. Bleib mir weg!
  • Platz 14 Michael Jackson – Beat It
    plusplus Gefällt mir noch einen Tick besser als Billie Jean und wenn die coolen Typen lächerlich durch die Gegend hüpfen, verdient das Bewunderung.
  • Platz 12 Michael Jackson – Earth Song
    plus Mit der Botschaft muss man ja dafür sein, oder?! Nein, der Song ist zu pathetisch und dieses uahoahaohaoh geht dann irgendwann doch auf die Nerven.
  • Platz 9 Michael Jackson – Thriller
    plus So toll ist der Song gar nicht, habt Ihr das mal bemerkt? Dieses dämliche Gequatsche macht alles kaputt und auf einem tollen Video alleine kann man ja nicht bauen.

Chartspunkte #13: Sommer im Anmarsch

In den letzten Wochen hat sich so einiges getan in den deutschen Singlecharts und auf die Veränderungen werde ich wie gewohnt einen Blick werfen. Leider hat sich meine Quelle (viva.tv) als unzuverlässig erwiesen, da Neueinsteiger nicht als solche angezeigt wurden oder schon wochenlang in den Charts vertretene Songs als NEU angepriesen wurden. Aber da die Platzierungen an sich nicht so wichtig sind wie meine (faire, unbeeinflussbare, objektive) Bewertung, wird das einfach ignoriert. Auf geht’s!

Neueinsteiger vom 29.05

  • Platz 20 Alex Swings Oscar Sings – Miss Kiss Kiss Bang
    minusminusminus Wenn selbst ich mitbekomme, wie grässlich und peinlich der deutsche Beitrag zur grenzdebilen Jahresversammlung der Ewiggestrigen ist, das will schon was heißen.
  • Platz 11 Sportfreunde Stiller – Ein Kompliment
    plusplus Wenn ein schöner Song noch durch eine Unplugged-Version verbessert wird, dann gehört das in die Charts. Löbliche Ausnahme!
  • Platz 4 Alexander Rybak – Fairytale
    minusminusminus Soll das ein Wiedergutmachungs- oder Rechtfertigungsversuch sein? Wie konnte diese Grinsebacke mit schlechtem Englisch, dämlichem Text und Kreischstimme bloß gewinnen?! Und in die Singlecharts auch noch?!
  • Platz 1 Daniel Schuhmacher – Anything But Love
    minusminusminus Der Song ist seichter als die Sahara und die Stimme klingt wie die eines zwangskastrierten Schäferhundes. Ja, ich habe mir das tatsächlich angehört und gesehen, dass bei YouTube die ersten Ergebnisse keine Musik, sondern verunglückte Fahrstunden beinhalten.

Neueinsteiger vom 5.06

  • Platz 20 Lily Allen – Not Fair
    plusplusErster Gedanke beim Video (hui, offiziell einbettbar!): ABBA meets Bonanza im ZDF-Fernsehgarten. Passt aber hervorragend zum Song, der Countryelemente und 70er-Schwung verbindet. Wobei das Thema (Text) wohl bei diesen Institutionen niemals zur Sprache kommen würde.

Julias Chartspunkte #12: Anleitung zur Bulimie

Nach anderthalb Monaten ist es wieder Zeit für einen kritischen Blick auf das chaotische Drama, das sich Singlecharts nennt. Da sich so viele Songs angesammelt haben, komme ich gleich zur Sache.

Neueinsteiger vom 3.04

  • Platz 20 Take That – The Garden
    minusminus Und mit sowas geht es los! Dieses Langweilstückchen ist so schnell vergessen, dass es sogar nur eine (oder zwei?) Woche(n) in den Top 20 verbracht hat. Sollten die Jungs Männer vielleicht als Signal zum Aufhören verstehen. Sofort!
  • Platz 19 Big Ali Feat. Dollarman – Hit The Floor
    minusminusminus Soll ich mir das Anhören? Aha, The Power! Das habe ich schon vor 32899678 Jahren unerträglich gefunden und ein Versamplen macht es noch schlechter. Unvorstellbar eigentlich, aber die Charts übertreffen sich ja öfter mal selber.
  • Platz 10 Metro Station – Shake It
    plusplus Glaubt man’s denn? Der Name ist etwas irreführend, denn wir haben es hier nicht mit einem Haufen David Beckhams zu tun, sondern mit einem erstaunlich nach Indie klingenden Trupp aus Kalifornien. Die ins Gesicht gekämmten Ponys und die Röhrenjeans sollten sie allerdings noch mal überdenken. Video ist auch ganz gut, aber wegen dieser beschränkten Beschränkungen nicht verfügbar.
  • Platz 9 Enrique Iglesias feat. Sarah Connor – Takin’ Back My Love
    minusminusminus Danke, aber danke nein! Mein Essen soll drinbleiben und dafür stehen die Chancen schlecht bei diesem Heulbojen-Räkel-Worst-Case.
  • Platz 7 Kelly Clarkson – My Life Would Suck Without You
    minus Joa, hat sich mittlerweile auch überlebt, dieser ewig gleiche Powerpop. Klingt zwar energetisch und toll (und ein semi-böses Wort ist auch im Titel), aber warum immer das Gleiche?

Julias Chartspunkte #11: alte Verdächtige und neue Wiederholungen

Ja, es ist wieder soweit und da ein verfluchter BSOD gerade den fast fertigen Beitrag mit in den Tod gerissen hat, gibt es nur abgehackte Kommentare und keine Formatierungen[1].

Woche vom 20.02
Platz 15 Peter Fox – Schwarz Zu Blau
Plusminus Null – Gefällt mir überhaupt nicht und ist lange nicht so eingängig wie die Vorgänger. Man muss wohl Berliner sein, um das zu verstehen.
Platz 13 Razorlight – Wire to Wire
Plus 2 – Stichwort Guilty Pleasure. Meine Hoffnung ist ja, dass der Herr Borrell seine Arschlochhaftigkeit als in diesem Geschäft notwendig ansieht. Und immerhin hat er ja von einem der derzeit größten Talente in diesem Bereich gelernt.

Woche vom 27.02
Platz 18 Lady Gaga – Just Dance
Minus 3 – Vorne und hinten geklaut bei Musik und Video, überhaupt nicht originell und einfach nur auf die niederen Instinkte der verwirrten, jugendlichen Käufer geschiehlt. Schäm dich, Lady Gaga!
Platz 12 Tim Toupet – So Ein Schöner Tag
Minus 3 – Ja, ich hab mir das tatsächlich angesehen und bin wieder daran erinnert worden, dass der Herr Haarlos mal ein Döner war. Wenn der nochmal in den deutschen Charts auftaucht, wandere ich aus!
Platz 5 Polarkreis 18 – The Colour Of Snow
Minus 2 – Das habe ich in den letzten Wochen so oft hören müssen, dass ich gesundheitliche Schäden befürchte und da diese halbgare Mischung aus “Synthie-Pop und Indietronic” (s. Wikipedia) den Ansatz von okay der ersten Single vermissen lässt, fällt der Song gnadenlos durch.

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