Ein Album, das thematisch wie stimmungstechnisch nach unerträglicher Hitze, gleißender Sonne und zermürbender Trockenheit klingt, hört man am besten bei Temperaturen knapp über Null, während man im Dunkeln durch den Nebel radelt. Oder so ähnlich.
Abgesehen davon ist Travels in the Dustland ein sehr zeitloses Album, denn es klingt nach undefinierbarem Jahrzehnt und als ob es sich nicht darum schert, welches Jahr wir haben. Am ehesten könnte man es noch in den gemütlichen Rock der 70er reinpacken, aber der männliche Gesangspart (Chris Eckman) klingt eher nach einem 80er-Elvis Costello. Und die Country-Anleihen könnte man den American Recordings aus den 90ern zuordnen. Warum das alles in dieses Jahrtausend passt, muss der geneigte Hörer selber herausfinden. Jedenfalls dürften die Walkabouts schon länger aktiv sein, als der durchschnittliche Blogleser atmet oder zumindest lesen kann und so hat diese Zeitreise durchaus ihre Berechtigung.
Wir haben es hier mit einem fast-Fibonacci-Album zu tun, d.h. es ist in vier Teile gegliedert, die 5, 3, 2 und 1 Song beinhalten (es fehlt der letzte, einzelne Song, dann wäre es tatsächlich ein Fibonacci-Album). Um zum Thema zurückzukommen, konzentrieren wir uns auf die Texte. Wie der Titel I. Home & Beyond andeutet, geht es erst um Heimat, Entfliehen und Fremde – alles in Bezug auf die namensgebenden Dustlands. Beim II. Crossing Broken Ground wird lamentiert über den ausbleibenden Regen, brennende Flüsse und die Leere. Ins Gegenteil gekehrt wird diese Stimmung in III. A Lifting, wo wir auf Liebe treffen (tolle Zeile: I’ll be your day of rest // Put on your Sunday best) in Zeiten des Elends. Das hat schon fast Züge von Springsteen. Den Abschluss bildet IV. Dusk, Stones, Silence mit einem leisen, entgleitenden Abschied.

Das vorliegende Album hat mich beim ersten Hören sofort begeistert, weswegen ich es eigentlich schon zum Erscheinungstermin am 19. August hätte besprochen gehabt haben wollte. Wie Ihr seht, habe ich Claudia und Florian ein bisschen im Stich gelassen, aber besser spät als nie!
Mit 42 Minuten und 12 Tracks wird diesmal umfänglich mehr geboten. Doch wie sieht es inhaltlich aus? Der quirlige Pop mit Mädchenstimme ist weiterhin berauschend optimistisch schön. Die Bandbreite hat sich etwas erweitert, es sind einzelne dunklere Töne eingestreut, die nach Sehnsucht klingen. Insofern passte es also, das Album in den erwachenden Frühling zu schicken. Doch auch zum Sommeranfang eignet sich das Werk, denn die überall durchscheinende Fröhlichkeit wird nie allzu sehr gedämpft.
Aufmerksam wurde ich durch eine kostenlose
Das Universum kollabiert gerade, denn es gibt an dieser Stelle endlich mal wieder eine Albumkritik und es ist ein Künstler aus Deutschland!
Manche Songs packen einen sofort und in den meisten Fällen geht das übers Herz. Ein solcher Song ist Anyone Who Had a Heart von den Minotaurs. Das bezaubernde Video aus einem Film mit Fred Astaire tut sein Übriges (s. unten). Das gesamte Album Eat Yr Hate (nein, da fehlen keine Buchstaben) hinterlässt einen ähnlichen Eindruck und da es zwar schon vor einiger Zeit erschien, aber viel zu wenig Aufmerksamkeit bekam, gibt es heute meine Kritik dazu.
Das hier wird jetzt episch! Im wahrsten Sinne des Wortes und in mehreren Sinnen gleichzeitig! Von der Band Spring Offensive hatte ich neulich berichtet (

Sucht man nach Infos über Spring Offensive trifft man auf Kriegsgeschichten und Games Conventions. Ist in diesem Zusammenhang alles unwichtig, denn wir haben es hier mit einer fünfköpfigen Band aus Oxford zu tun, die laut