Seiten:  « « 1 2 3 ...6 7 8 9 10 ...160 161 162 » »

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 22

projekthoersturzHeute Nachmittag war anscheinend ein großes Ereignis, von dem ich aber nichts mitbekommen habe, da ich pflichtbewusst die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] bewerte. Ist wohl die Woche der Schnapszahlen und wie auch aufs Quiz trinken wir einen Kurzen und können frohen Mutes loslegen. Letztes Mal konnte mein Song den Rundensieg einfahren und das Glück war mir weiter hold, denn mein Vorschlag ist erneut in der Pflichtrunde. Mal sehen, was sonst noch so im Angebot ist:

  • Band Of Skulls – I Know What I Am (von Kamil)
    Der Name ist mir schon mal begegnet – ach ja, das ging in Richtung White Stripes mit vordergründigem Bass und Männlein-Weiblein-Duo. Nicht ganz so verquer wie Jack und Meg und deswegen angenehmer auf den ersten Hörer. Hat genug Abwechslung, um über Songlänge Spaß zu machen und der Refrain hat eindeutig Ohrwurmpotential.
    Punkte: 4,5 von 5
  • REM – Imitation Of Life (von Steve)
    Das famose Video sehe ich mir natürlich nicht an, aber ich kenne es sehr genau von den unzähligen Studien zur Aufdröselung der Zeitstränge. Der Song ist zeitlos schön, wenn auch die Musik etwas den Biss vermissen lässt, den der Text verspricht.
    Punkte: 4 von 5
  • Lazlo Bane – Superman (von Sir Donnerbold)
    Das klingt nach ein paar Nerds, die sich in ihrem Hinterzimmer mit ein paar auf dem Sperrmüll gefundenen Instrumenten eingeschlossen haben und sich ihren Frust von der Seele musizieren. Klingt nicht wirklich verbittert, aber ziemlich resigniert. Irgendwie spricht mich das an, ehrlich und einfach.
    Punkte: 4 von 5

Englisch Lernen mit Doctor Who #5: stowaway

Die Arbeitswoche neigt sich ihrem Ende zu und in der heutigen Englischlektion geht es auch um ein Ende, allerdings ein viel schockierenderes als das bevorstehende Wochenende. Einige Fans werden dieser Einschätzung sicherlich widersprechen, aber der Grundgedanke dahinter ließ garantiert keinen kalt[1]. Außerdem gibt es heute eine dreifach passende musikalische Einlage.

Vor dem Vergnügen kommt aber die Arbeit und die bringt die Geschichte Earthshock des fünften Doktors (Peter Davison). Darin landen er und die drei Companions Adric, Nyssa und Tegan in einer Mine im 26. Jahrhundert. Natürlich gibt es dort mal wieder seltsame Vorgänge und bald landen die vier auf einem Raumschiff, wo sich folgender Dialog abspielt:

(TRILLING BEEP)

BERGER
Bridge.

RINGWAY (OVER INTERCOM)
I’ve apprehended two stowaways.

BRIGGS
“Apprehended”! Why can’t he say “caught”? So melodramatic!

BERGER
Take them to the brig.

BRIGGS
I’d rather have them up here.

RINGWAY (OVER INTERCOM)
Vance and Carson are dead – murdered by the stoways.

BRIGGS
That’s all we need.

Screenshot from Earthshock
v.l.n.r.: Doctor, Ringway, Adric, Berger, Briggs

weitere Vokabeln:
apprehend – ergreifen/festnehmen, auch: begreifen/verstehen
brig – Bau (Gefängnis)

Wie man wahrscheinlich aus dem Zusammenhang herleiten kann, ist ein stowaway ein blinder Passagier (LEO)[2]. Als Verb wird es getrennt geschrieben als to stow away (freedictionary) und erklärt sich von selber, denn to stow heißt verstauen und away dürfte den meisten als abwesend/weg bekannt sein.

Liedzeilen-Quiz #111

Ein Blick in den Himmel und weg ist der Lümmel! Ich gebe einen Schnaps aus und hoffe auf rege Teilnahme für das 111. Liedzeilen-Quiz. Mal sehen, ob ich noch in ordentlichen Sätzen Tipps geben kann. Ansonsten bitte einfach munter drauf los raten.

  1. Vorbereitung ist alles und so ist sichergestellt, dass die angesungene Person zufrieden ist. Der Ich-Erzähler möchte im Gegenzug Information haben, überlegt es sich dann aber noch anders. (5 Zeilen)
  2. Wer die angesungene Person ist, wird im Titel und im gesamten Text mehr als deutlich.
  3. Den gesuchten Song kann man mittlerweile auf einem kurzweiligen Album finden, doch zuerst erschien er auf der Rückseite eines Bildes.
  4. Der Interpret ist laut Name unbekannt.
  5. Der Titeltrack des gesuchten Albums (auf dem der gesuchte Song später erschien) ist entgegen der Ansage ein episches Werk, das andeutete, was einige Alben später vom Interpreten zu erwarten war.
  6. Die gesuchte Band ist Fans einer bestimmten Serie von Serien bekannt.
  7. Ein Mitglied der Band wird öfter mal als Beispiel für den 27 Club genannt, was aber falsch ist.

Auflösung: Gesucht war Doctor, Doctor von The Who (Text, Standbildvideo). Der Song erschien erst als B-Seite zu Pictures of Lily (1967) und dann auf der 1995-er Version von A Quick One. Der Titelsong auf Letzterem ist ein neun-minütiges Medley, das eine Geschichte erzählt. Das war sozusagen der Vorläufer von Alben wie Tommy und Quadronphenia. Drummer Keith Moon starb mit 32, war also fünf Jahre zu alt für den 27 Club.

Lösen konnte wieder cimddwc, der wahrscheinlich durch seine TDCZTDWL am ehesten erkannt hat, dass ich eine Verbindung zu meiner dieswöchigen Doctor Who-Reihe gezogen habe.

Englisch Lernen mit Doctor Who #4: gangrenous

In der goldenen Mitte der Aktionswoche gibt es einige besondere Highlights: erstens habe ich ein Wort ausgesucht, das mir schon öfter begegnet ist, ich mir aber nie merken konnte, zweitens tauchen zwei herrliche Nebenfiguren auf, die sogar eine eigene Hörspielserie bekamen, drittens gibt es eine der besten Doctor Who-Geschichten mit einigen einprägsamen Zitaten und viertens gibt es genau deswegen endlich wieder Schildkrötencontent[1].

Begeben wir uns also in The Talons of Weng-Chiang (Talon = Kralle) zusammen mit dem vierten Doktor (Tom Baker). Dieser beglückte den Zuschauer in den Siebzigern für sagenhafte sieben Staffeln, u.a. mit einigen der besten Geschichten und die vorliegende gehört dazu. Der Doktor und Companion Leela landen im viktorianischen London, wo junge Frauen auf mysteriöse Weise verschwinden. Daneben gibt es chinesische Magier, mannsgroße Ratten und absolut fantastische Dialoge. Eines meiner Lieblingszitate taucht in der folgenden Szene auf:

LITEFOOT
Haven’t you slept?

DOCTOR
Sleep is for tortoises.

LITEFOOT
Any news of Miss Leela?

DOCTOR
Not yet.

LITEFOOT
Should we inform the police?

DOCTOR
No, they already have nine missing girls on their list.

LITEFOOT
Yes, but surely missing under very different circumstances!

DOCTOR
No, if my suspicions are correct then I know what those poor girls were used for. And I can’t imagine a more grisly fate. He’s a blackguard!

LITEFOOT
Who’s a blackguard?

DOCTOR
I don’t know who’s a blackguard, but some slavering, gangrenous vampire comes out of the sewers and stalks this city at night – he’s a blackguard! I’ve got to find his lair and I havent’t got an hour to lose. Look.

Englisch Lernen mit Doctor Who #3: a fit of pique

Neues Jahrzehnt, neues Farben! Im dritten Teil dieser Serie treffen wir logischerweise auf den dritten Doktor und der wurde ab 1970 in Farbe ausgestrahlt. Und buuuunt! Dargestellt wurde der Doktor von Jon Pertwee als Dandy und distinguierter älterer Herr und das passt ganz gut zum heutigen Ausdruck, denn da lässt sich eine aktuelle Verbindung herstellen zu einem anderen solchen Herrn. Dazu am Ende mehr.

Kommen wir jetzt erstmal zu Inferno, einer meiner Dreier-Lieblingsfolgen, wo es darum geht, dass ein Team von Wissenschaftlern die Erdkruste mit einem großen Bohrer durchstoßen möchte[1], was natürlich gewaltig schief geht. Doch am Ende rettet der Doktor wieder mal die Situation und es ergibt sich folgender Dialog:

BRIGADIER
Just a moment, Doctor… You’re still not tinkering with this machine after all the trouble it’s caused us?

DOCTOR
The trouble it’s caused you?

BRIGADIER
Doctor, if you hadn’t chosen such a crucial moment to disappear, this whole business might have been cleared up a great deal sooner!

LIZ
He did try to warn everybody, Brigadier.

DOCTOR
And a fat lot of notice you all took.

BRIGADIER
So you went gallivanting off in a fit of pique.

Screenshot from "Inferno"

weitere Vokabeln:
to tinker – herumspielen
to do do sth. – (nachdrücklich) etwas tun (s. Wikipedia do-support: Emphase)
to gallivant – sich herumtreiben

warum werden im deutschen (free) tv praktisch nur amerikanische serien gezeigt und keine/kaum britische(n)?

im rahmen meiner aktion on tour hat julia den vorschlag gemacht, ich sollte mal spekulieren wieso im deutschen fernsehen amerikanische serien einen viel höheren anteil haben als britische. ich denke über den ziemlich hohen anteil amerikanischer serien im deutschen fernsehen, und das auf sehr guten sendeplätzen, beispiele hierfür muss ich wohl nicht machen. bei britische serien sieht das um einiges schlechter aus, wenn es eine serie überhaupt ins free-tv schafft, dann meist auf schlechten sendeplätzen und/oder bei sendern mit geringerer zuschauerfrequenz, “life on mars” habe ich glaube ich nachts um 11 auf einem dritten, “jekyll” nachts um 10 auf arte gesehen, um nur mal zwei beispiele zu nennen – gleichzeitig kommen “house m.d.”, “the simpsons” und “c.s.i.” um 8 oder 9 uhr abends.

Englisch Lernen mit Doctor Who #2: impregnable

Nach dem furiosen Start gestern (u.a. dank Markus) geht es munter weiter mit dem zweiten Doktor. Der ist immer noch in schwarz-weiß, aber nicht mehr lange, wie wir gleich sehen werden. Das Wort, das ich ausgesucht habe, hat zwei Bedeutungen, von denen die weniger gebräuchliche wahrscheinlich hergeleitet werden kann, aber um die soll es hier nicht gehen.

Wir reisen also ins Jahr 1969 zur letzten Patrick Troughton-Folge bzw. bis zurück nach 1917, in der die Geschichte (vermeintlich) spielt. Das zehnfolgige Epos The War Games beendet nicht nur eine Ära (s/w, zweiter Doktor, 60er), sondern hatte auch eine Premiere zu bieten: hier wurde zum ersten Mal erwähnt, dass der Doktor ein Time Lord ist. Diese Spezies hat das Wissen für Raum-Zeit-Reisen, mischt sich aber nicht in Geschehnisse ein. Letzteres versteht der Doktor überhaupt nicht und veranlasste ihn vor Jahr(hundert)en, seinen Mitlords den Rücken zu kehren – nicht ohne vorher eine Raum-Zeit-Reise-Maschine (TARDIS) zu stehlen. So eine taucht auch in der folgenden Szene auf, in der der Doktor, Companion Jamie und ein weiterer Hauptcharakter zu fliehen versuchen, was von außen zu verhindern versucht wird:

DOCTOR
But… They must have stopped it from the outside.

JAMIE
Well, can they get in the doors?

DOCTOR
No, not now, I’ve set the emergency lock.

JAMIE
Will we still get away all right?

DOCTOR
Yes, it’s only a question of overriding the master control. Now it’s a slightly different design to the TARDIS.

Albumkritik: Spring Offensive – Pull Us Apart

Spring Offensive - Pull Us ApartSucht man nach Infos über Spring Offensive trifft man auf Kriegsgeschichten und Games Conventions. Ist in diesem Zusammenhang alles unwichtig, denn wir haben es hier mit einer fünfköpfigen Band aus Oxford zu tun, die laut ihrem MySpace-Profil Konkret/2-step machen. Sagt erstmal überhaupt nichts aus. Hören wir also mal bei Spotify in ihr Debutalbum Pull Us Apart rein. Das ist mit sieben Songs zwischen drei und fünf Minuten Länge relativ knapp bemessen, aber es kommt ja auf Qualität und nicht auf Quantität an.

Der Einstieg Found Myself Smiling ist ziemlich gespenstisch intensiv, man wird sofort in den Bann gezogen. Bei Abacus Rex klingen glasklare Gitarren an und es werden fast schon jazzig verspielte Bassjammereien eingeworfen. Danach wird es gefällig mit Every Coin und so langsam bekommt man ein Gefühl für den Sound der Band. Eine lockerleichte Brücke macht die Sache besonders angenehm.

Die Abwechslung geht weiter, mit dem leichten Akustikstück The Cable Routine, das wunderbar zurückgenommen zeigt, dass die Jungs Ahnung von Melodien haben. Es wird stringenter und Everything Other Than This wirkt wie eine Mischung aus den vorherigen Songs, wobei mit militärischen Drums und Harmoniegesängen eine eigene Note verliehen wird. Diese Richtung wird mit Slow Division weitergeführt, das leise anfängt und Schicht für Schicht aufgebaut wird, bis es am Ende krachend einstürzt. Das zerbrechliche Ende bildet Little Evening, das nach einer desillusionierten Abrechnung klingt.

Englisch Lernen mit Doctor Who #1: truant

Wie gestern angekündigt wird es diese Woche jeden Tag eine Spezialausgabe zum Englisch lernen geben und zwar jeden Tag mit einem anderen klassischen Doktor. Primär geht es um eine Eigenheit der englischen Sprache und nebenher lege ich Euch Doctor Who ans Herz. Damit hoffe ich natürlich möglichst viele Leute davon zu überzeugen, der Serie mal eine Chance zu geben – sofern das noch nicht geschehen ist.

Wir fangen fast ganz am Anfang an, denn die Geschichte für das heutige Beispiel – Keys of Marinus – stammt aus der allerersten Staffel mit William Hartnell und wurde im April und Mai 1964 ausgestrahlt. Der unbedarfte Zuschauer wird mit schwarz-weißen und quasi live aufgenommenen Bildern konfrontiert, was einen großen Teil des Charmes ausmacht. Schon damals wurde Abwechslung groß geschrieben (zeitlich und örtlich) und ganz besonders in der vorliegenden Geschichte, wo jede Folge in einer völlig anderen Umgebung spielt[1]. Verantwortlich dafür war Drehbuchautor Terry Nation (“Vater der Daleks”) und in den Produktionsnotizen der DVD erfahren wir mehr über ihn:

Terry Nation was born in Llandaff, South Wales, in August 1930. During his childhood he was a persistent school truant and cinema addict. That was how he got his education. The hours spent at the pictures ensured that the techniques of screenwriting came naturally to him in later life.

Screenshot aus "Keys of Marinus"

Seiten:  « « 1 2 3 ...6 7 8 9 10 ...160 161 162 » »

Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

Auf dem Laufenden bleiben…

... mit den Inhalten dieses Blogs:

RSS-FeedBeitragsfeed abonnieren

Kommentarfeed abonnieren

(kostet nix und ist ohne Werbung)


Blog-Beiträge jeden Morgen per E-Mail?

Für Dich sind die Begriffe Abonnieren, Feed, RSS und das orangefarbene Symbol unbekannt?
Hier gibt es eine Erklärung dazu [extern]

... mit Inhalten in den Weiten des Web 2.0:
socialmedia Last.fm Twitter flickr Delicious Google Reader
... mit Terminen hier und anderswo:
» Aktuelle Runde im Projekt Hörsturz endet in 8 days, 8 hours, 15 minutes
» Towel Day in 8 months, 21 days, 8 hours, 15 minutes

Neueste Kommentare

Monatsarchiv



77 Abfragen (50 gecacht) in 1.153 Sekunden. Verwendeter Speicher: 39,35MB