Song des Tages: Vanessa Knight – Love You More

Am Freitag habe ich im Rahmen des Fringe Festivals Multiparallelinstrumentalistin Vanessa Knight gesehen. Vorkonzertliche Befürchtungen, dass es “cheesy” werden würde, haben sich zum Glück nicht erfüllt. Sie spielt mit einem sogenannten Loop Pedal, womit sie einige Takte mit verschiedenen Instrumenten nach und nach aufnimmt. So baut sich jeder Song langsam, aber gewaltig auf. Sie spielte zwei Coverversionen, ein zu erratendes Sweet Child O’ Mine (nach 4 Noten) und ein gänsehauterzeugendes Stand By Me. Eigentlich wollte ich letzteres vorstellen, aber die auf YouTube vorhandene Version ist nicht lange nicht so atmosphärisch.

Deswegen habe ich ihren Eröffnungssong herausgesucht, wo sie das Prinzip erklärt hat. Leider tritt ihr treuer Begleiter Magic Mike nicht auf, aber den könnt Ihr in diesem Video sehen, wo sie beim letztjährigen Festival im gleichen Club aufgetreten ist. Hier also Love You More:

Wie ich zu Elvis kam

Aus Anlass des 35. Todestags von Elvis Presley hat Leserin Brigitte einen Gastbeitrag geschrieben. Sie hat bei einem Beitrag mit Übersetzungen von Elvis-Songs vor fünf Jahren einige weitere Übersetzungen in die Kommentare geschrieben und so kamen wir in Kontakt. Hier beschreibt sie wie sie zu Elvis kam und was er für sie bedeutet. Viel Spaß beim Lesen! Und großen Dank an Brigitte!

Heute vor 35 Jahren verstarb ELVIS, und auf fast allen Radio-und TV-Kanälen wurde verkündet: “Der King ist tot!” Die Welt war schockiert! Man sah weinende Menschen (nicht nur Frauen). Sie konnten die TATSACHE nicht akzeptieren, obwohl sie wussten, dass sie wahr war.
ELVIS ist 1977 mi 42 Jahren verstorben – aber sein Tod war nicht wirklich. Es gibt ihn noch!
Bis heute im Jahre 2012 hört man seinen Namen jeden Tag auf irgend einer Radio-Station, bei Musiksendungen, bei Konzerten, Wunschsendungen, in TV-Serien und Spielfilmen von heute. ELVIS ist nicht nur in der Musik-Welt lebendig; er ist wohl der Mensch mit den meisten Fans auf dieser Welt. Aus Kassettenrekordern, CD- und DVD-Anlagen, Computern und dergleichen in mehreren tausend Haushalten erklingen täglich seine Songs und Shows. Im Facebook gibt es die ELVIS-Woche. Und wenn jemand einmal sein Fan wurde, dann bleibt er es sein Leben lang: Man möchte ihn hören, man möchte ihn sehen, man möchte ihn fühlen!
Schade, dass ich erst so spät sein Fan wurde, da habe ich viele glückliche Jahre verpasst!

Song des Tages: Rachel Sermanni – Eggshells

Gestern abend wurde die Radioshow von Vic Galloway live übertragen mit Frightened Rabbit (yeah!), Rachel Sermanni (s.u.) und Discopolis (Elektrorock, meh). All das im Rahmen von BBC at Festival Fringe (Twitter, Website). Mein Sichtfeld könnt Ihr auf diesem Foto nachvollziehen (ich stehe rechts außerhalb des Bildes).

Jedenfalls waren die Headliner in fantastischer Form und die Sendezeit wurde etwas überzogen, weil wir so schön mitgesungen haben. Das kann man alles nachhören, sobald die Show im iPlayer verfügbar ist. JA, AUCH INTERNATIONAL! Hier oder hier sollte der entsprechende Link auftauchen.

Ok, nun aber zum eigentlichen Thema. Rachel Sermanni ist eine wunderbare Mischung aus Zerbrechlichkeit und Selbstbewusstsein. Und natürlich singt sie herrlich und spielt hervorragend Gitarre. Ich habe sie ein wenig ignoriert, da ich sie mit Sophie Zelmani verwechselt habe. Peinlich, aber kann passieren. Aufgefallen ist es mir als Vic sie nach ihrem Debutalbum gefragt hat, das demnächst erscheint (Under Mountains, signierte Vorbestellung hier). Am besten fand ich Bones, aber das gibt es natürlich nicht in Videoform und deswegen hier das nur ganz knapp weniger bezaubernde Eggshells:

PS: Das sind andere Eierchalen als die von Beerjacket.

Englisch Lernen mit TV-Serien #51: I haven’t got a scooby

Eine weitere exzellente britische Serie ging vor knapp zwei Wochen zuende, weshalb die fünfte und letzte Folge noch bis heute um Mitternacht im iPlayer zu sehen ist. Da Euch das aber wahrscheinlich sowieso nicht möglich ist, vertröste ich Euch damit, dass es eine zweite Staffel geben wird. Momentan gibt es noch kein DVD-Erscheinungsdatum, aber ich erzähle ich trotzdem was zur Serie nachdem das eigentliche Thema abgehandelt wurde.

Line of Duty

Line of Duty: Korruption im Parkhaus?

Der heutige Ausdruck stammt aus der dritten Folge und um nicht zu viel zu verraten, ist das Beispiel knuffig kurz:

MORTON
What’s going on with Kate?

GATES
Ain’t got a scooby.

Line of Duty: Scooby

Line of Duty: DCI Gates ist ratlos

Wie schon die Bildunterschrift verrät, heißt I aint’t/haven’t got a scooby soviel wie Ich hab keine Ahnung. Mit diesem Beispiel betreten wir das minenbehaftete Land des Cockney Rhyming Slang, wo Wörter durch ihre reimenden Vertreter ersetzt werden. Bekanntestes Beispiel ist wahrscheinlich Apples and Pears, das für Stairs steht. Unser Beispiel Scooby ist ein Fall wo das zweite Wort weggelassen wird und man zwei Schritte zurückgehen muss, in dem Fall zu Scooby Doo und dann zu clue, d.h. Hinweis, Anhaltspunkt. Einfach, oder?

Konzert: Meursault in der Queen’s Hall am 7.Juli (Album Launch Party)

Ein wahnsinnig toller Abend, der das am 16. Juli erscheinende Something for the Weakened (hurray for puns) gespannt erwarten lässt. Begleitet wurden Meursault von einer neunköpfigen Streichgruppe, die ordentlich für Gänsehaut sorgten.

Die erste Single ist Fittin, die auch gespielt wurde:

Im Original klingt das so:

Dank einer (?) eifrigen Filmerin von der Galerie gibt es fünf Songs, die man sich allesamt reinziehen sollte. Ich weiß die Reihenfolge nicht mehr, fangen wir also mit etwas flottem an – What You Don’t Have vom zweiten Album All Creatures Will Make Merry (2010)

Wir bleiben beim Album, aber etwas ruhiger mit Song for Martin Kippenberger

Zwischendurch stürmte eine leicht angetrunkene Dame die Bühne und wedelte mit den Armen und tanzte ein bisschen, bis sich jemand erbarmte und sie hinter die Bühne führte. Das wurde anscheinend nicht filmisch festgehalten. Kommen wir zurück zum neuen Album mit Hole und Fib:

Englisch Lernen mit TV-Serien #50: conducive

Die letzte Folge dieser kleinen Beitragsserie ist schon so lange, dass sich kaum einer mehr erinnern kann und deswegen geht es flott zur Jetztzeit. Am Montag lief die zweite von drei Folgen von Blackout, einer neuen Drama”serie” mit Christopher Eccleston. Wirklich exzellentes Zeug, wie man das vom Doktor Nummer Neun gewohnt ist.

Blackout

Blackout: Stadtrat Daniel Demoys ist etwas angespannt

In der fraglichen Szene treffen wir auf Moriarty Bevan (Andrew Scott), der von seinen Kollegen nicht sonderlich geschätzt wird:

BEVAN
You parked me in.

GRIFFIN
Go easy, Bevan. We’re busy. We’re in a hurry. There’s no conspiracy to park you in.

BEVAN
No wonder you can’t find a prostitute. You can’t even find a parking space.

GRIFFIN
Bevan, you want to know why you never get in on any of the big cases? You need to look at your attitude. Maybe you should be a little bit more… conducive.

BEVAN
Conducive?

GRIFFIN
Yeah. You know? The spirit of cooperation and the teamwork thing.

Blackout: Conducive

Bevan needs to be more conducive

Wie man aus dem Kontext herauslesen kann, heißt conducive so viel wie zuträglich, förderlich (LEO). Hier wird es als Eigenschaft angesehen, wobei es wohl sonst eher auf Dinge angewandt wird, die einer Sache dienlich oder zielführend sind.

Achtung: Schreibweise mit c! Das zugehörige Verb ist conduce, was den Beispielen nach zu urteilen auch eher für Dinge verwendet wird. Das verwandte conduct hingegen ist rein für Personen gedacht, denn es heißt so viel wie Führung, Verhalten, Gebaren, Benehmen (LEO).

Kostenlose Downloads von Beerjacket und All We Are

Jawollja, es gibt zweimal etwas umsonst und zwar einfach nur auf einen Klick (= ohne Angabe der E-Mail-Adresse).

Eines meiner Lieblingsalben des letzten Jahres war White Feather Trail von Beerjacket. Der gute Mann kommt aus meiner neuen Heimatstadt (oder lebt zumindest hier) und hoffentlich habe ich bald Gelegenheit ihn mal live zu sehen. Bis dahin bleibt das Album und wer überzeugt werden möchte, hat noch bis nächsten Montag (9. Juli) Zeit, sich das schnuckelig-folkige Cave vollkommen kostenlos herunterzuladen. Dazu einfach auf diese Bandcamp-Seite gehen oder hier im Widget auf den entsprechenden Link klicken:

Wenn wir ein ganzes Stück in den Süden reisen, treffen wir früher oder später auf All We Are, die eher ein bisschen shoegazig sind. Aber auch hier gibt es einen kostenlosen Download unter tinyurl.com/AllWeAreFREEDOWNLOAD. Ob Euch Cardhouse gefallen wird, könnt Ihr per Video überprüfen:

ALL WE ARE – Cardhouse from All We Are on Vimeo.

Eine beschissene Figur

Ja, das ist wörtlich zu nehmen:

Beschissene Figur

Die Figur entdeckte ich gestern in Leith und erinnerte mich an Another Place (100 Bronzefiguren im Meer nahe Liverpool). Und ja, die sind ebenfalls von Antony Gormley (Video, Bild).

Und weil Weitwinkel immer sein muss, auch noch das hier:

Wasser und Meer

Welcome to Edinburgh!

Princes Street Garden

Princes Street Garden in der Sonne mit Mods und Möwen

So ganz habe ich noch nicht verinnerlicht, dass ich da bin, aber dazu habe ich noch einige Tage Zeit. Trotzdem: YAY!

Der Tag begann früh und dank eines Polizeieinsatzes während der Bahnfahrt auch ziemlich spannend, ob ich denn den Flug noch schaffen werde. Doch zum Glück wurden aus den 22 Minuten Verspätung am Ende 13 und der Anschlusszug (20 Minuten Umsteigezeit) zum Flughafen wurde locker erreicht.

Ausnahmsweise waren die Sicherheitskontrollen angemessen und nicht panisch-überdreht, so dass ich nur normal den Laptop und nicht auch noch Kamera und Objektiv vorzeigen musste[1]. Bei der Landung meinte der Kapitän, dass das Wetter mit 10° und leichten Schauern ähnlich wie in Köln sei. Haha! Wie man im obigen Bild sieht, ist es fast doppelt so warm und sonnig.

Natürlich habe ich nicht nur im Park gesessen und das schöne Wetter und leckeres Essen genossen. Vorher habe ich noch administrative Einkäufe getätigt, d.h. eine SIM- und eine Busfahrkarte. Beides sind Wunder moderner Top-Up-Technik, denn bei ersterer bekomme ich 3000 SMS, 300 Freiminuten und unbegrenztes Internet für £15 für 30 Tage und bei letzterer kann ich wann immer nötig eine oder vier Wochen unbegrenztes Busfahren kaufen. Überhaupt ist hier irgendwie alles viel weiter entwickelt in Sachen Vernetzung und Augmwented Reality und selbstverständlicher Unterstützung des täglichen Lebens. Dass das Einkaufen am Sonntag ebenfalls selbstverständlich ist, erwähne ich für die armen Deutschen lieber nicht.