A nightly ride through East Lothian

PLEASE NOTE: this blog post was first published on Sunday as Eine nächtliche Radtour durch East Lothian. Since the majority of people who might find this interesting speak only little German, here is the translated version. Enjoy!

Last weekend was the first time I cycled over 100 km and in the night of Friday-Saturday I surpassed even that and rode almost 120 km.

It was the shortest night of the year and just like last year I took part in the Festival of Cycling’s Night Ride which was about 101 km. And add to that the 9 km I live from the start/end point, we get to those grand 120 km.

There were 80 participants and we left at 11pm in several groups (photo from before we left including a recumbent tandem). I joined the same leaders as last year as we rode at a comfortable speed and I met some lovely people – this is why it is called the “extra value group”. The route was a secret this year, we only knew that we would stop in Dunbar for a meal.

After about 20 km we turned off the “main” road and went along unlit rat run routes. It is not completely dark during this time of year, at least not if the sky is clear and it wasn’t completely covered. It was very interesting and big fun – I can really recommend doing that! This is a part of the route:

Eine nächtliche Radtour durch East Lothian

Letztes Wochenende bin ich zum ersten Mal über 100 km geradelt und in der Nacht von Freitag auf Samstag habe ich das noch einmal getoppt und bin knapp 120 km durch die Landschaft getingelt.

In der kürzesten Nacht bin ich wie schon im letzten Jahr im Rahmen des Festival of Cycling ca. 101 km geradelt und da ich ca 9 km vom Treffpunkt entfernt wohne, kommen wir auf die stolze Summe von knapp 120 km.

Es gab 80 Teilnehmer und wir sind in mehreren Gruppen um 23 Uhr los (Bild von vor der Abfahrt inklusive einem Liegetandem). Ich habe mich denselben Führern wie vor einem Jahr angeschlossen, weil wir ein angenehmes Tempo eingeschlagen hatten und noch angenehmere Gesellschaft geboten wurde – das nennt sich “extra value group”. Die Strecke war diesmal geheim, nur der nächtliche Stop in Dunbar war vorher bekannt.

Wir sind nach ca 20 km von der “Haupt”straße abgebogen und dann über unbeleuchtete Schleichwege geradelt. Es wird zu dieser Jahreszeit nicht komplett dunkel, zumindest wenn es nicht bewölkt ist und das war es nur leicht. Es war sehr interessant und hat großen Spaß gemacht – ich kann das nur empfehlen! Hier ein Ausschnitt der Strecke:

Route des Night Ride 2014
Einmal durch die Wallachei und zurück (Klick für größere Version)

In Dunbar wurden wir vom örtlichen Radverein mit heißen Getränken, leckeren Suppen und fantastischem Brot von der Dunbar Bakery versorgt.

Edinburgh-St Andrews Lepra Ride ODER: 103 km sind keine 68 Meilen

Nein, das sind ziemlich exakt 64 Meilen, und die bin ich gestern offiziell geradelt:

meine Urkunde
Offiziell sind es tatsächlich 68 Meilen

Mit der Anreise zum Treffpunkt waren es aber sogar 70 Meilen (und nach Hause musste ich ja auch noch) und von daher nehme ich diese Urkunde dankend an.

Warum glaube ich, dass es nur 103 km sind? Meine GPS-Uhr hat das so aufgezeichnet und die Route, die ich daraus erstellt habe, scheint korrekt dem Straßenverlauf zu folgen[1]. Außerdem hatte ich auf mapmyride mehrere gefunden, die ebenfalls 103-104 km lang sind (z.B. diese hier).

Auf dem Weg zum Treffpunkt regnete es, aber bis zum Start gegen 8:45 (= 9 Uhr) hatte es aufgehört und den größten Teil der Reise konnte ich im kurzärmeligen Trikot genießen. Das war bei manchen Steigungen sogar schon fast zu viel Stoff. Aber wenn man dann oben angekommen ist, hat man eine gute Aussicht und kann den Abhang hinunterbrausen.

Loch Leven und Straße
Blick auf Loch Leven (rechts) und endlich erstmal bergab führende Strecke

Ich bin bis zum Mittagsstop in Kinross mit den schnelleren Mitgliedern der 20 Milers geradelt, aber die kannten den Weg ebenso wenig wie ich. Wir haben dann versucht, andere Radler immer im Blick zu behalten. Von da an, war es zwar ausgeschildert, ich habe eins übersehen (wurde aber sofort von einem erfahrenen Teilnehmer auf den richten Weg gelenkt), aber vier weitere sind mehrere Meilen in die falsche Richtung geradelt.

Mein dritter Halbmarathon: nass, niggle-frei und “nackt”

Gestern war es also soweit, dass ich meinen zweiten Edinburgh Half Marathon (und dritten überhaupt) gelaufen bin. Es lief insgesamt sehr gut trotz schlechter Vorzeichen und widerlichen Umständen. Diesmal war ich auch nicht alleine, sondern hatte Besuch aus Irland. Doch kommen wir zur Überschrift.

NASS
Die ganze Woche hatte ich die Wettervorhersage mit Schrecken verfolgt, denn nach mehreren warmen Wochenenden sollte es wieder kälter und vor allem regnerischer werden. Je nach Wetterdienst/-app und Tageszeit schwankte die Regenwahrscheinlichkeit zwischen 20% und 80%. Auch am Morgen selber herrschte keine Übereinstimmung so haben wir vorsichtshalber Mülltüten mitgenommen. Die waren dann auch bitter nötig, denn eine Viertelstunde vor dem Start fing es an zu schütten. Es war relativ kühl und ich war sehr froh darüber, meine Armschoner angezogen zu haben. Der Regen hielt sich bis ungefähr eine halbe Stunde nach dem Start, was ich aber erst gar nicht mitbekommen habe, so konzentriert bin ich den ganzen Pfützen ausgewichen, um nicht komplett durchnässte Schuhe zu bekommen.

NIGGLE-FREI
Außerdem habe ich mich sehr auf meine Geschwindigkeit und Körpersignale konzentriert. Die letzten zwei Wochen lief nicht alles optimal bzw. es mehrten sich die Anzeichen, dass meine anvisierte Zeit von 1:45 unerreichbar bleiben würde. Das fing damit an, dass mein Gewicht plötzlich in die falsche Richtung wanderte und ich knapp vier Kilo mehr hatte als beim Great Scottish Run im Oktober. Das hat keinen großen, aber merklichen Einfluss und die Psychologie sollte man nicht vernachlässigen.

5 Bücher für 2014

Ein weiteres Stöckchen in diesem altmodischen Jahr und wieder kommt es von bullion. Es geht um die fünf Bücher, die ich in diesem Jahr unbedingt lesen möchte. Also, lieber bullion, der copy&paste-Master Dan Brown steht bei mir nicht auf der Liste, aber ich laufe trotzdem gerne ab und zu zur Rosslyn Chapel auf einem schönen Pfad entlang des River North Esk. Ok, Scherz beiseite, was steht denn nun bei mir auf der Liste?

  • Tim Noakes - The Lore of RunningTim Noakes – The Lore of Running
    Das ist ein dicker Brocken von 930 Seiten, den ich vor einigen Tagen angefangen habe und wie der Titel schon vermuten lässt, geht es ums Laufen. Die erste Auflage stammt aus den Achzigern und die mittlerweile vierte Ausgabe ist auf einem relativ aktuellen Stand. Das Buch wurde mir mehrfach persönlich und in diversen Publikationen als das Buch übers Laufen empfohlen, so habe ich es also mal ausgeliehen.
    Es geht sehr in die Tiefe, z.B. im ersten Teil “Physiologie und Biochemie” über Muskelaufbau, Sauserstofftransport etc. Die weiteren Bereiche sind Training, Wettkämpfe und Gesundheit. Bisher ist es sehr trocken-spezifisch-wissenschaftlich und der Stil von Noakes teilweise verwirrend, da er dieselben Argumente so oft anders formuliert, dass es sich für mich teilweise wie das genaue Gegenteil liest. Ich hoffe mal, dass es in den weiteren Abschnitten interessanter wird. Jedenfalls ist es nicht als Bettlektüre gedacht, sondern eher zum intensiven Studium. (bei Interesse: mein Amazon-Link)

Halbmarathon im Schutzanzug für einen guten Zweck bei Spenden über £156

In knapp vier Wochen werde ich wie im letzten Jahr den Edinburgh Half Marathon bestreiten. Und ebenso werde ich wieder für einen guten Zweck laufen.

In diesem Jahr habe ich den Hauptsponsor Macmillan Cancer Support ausgesucht. Das mache ich einerseits aus selbstsüchtigen Gründen, denn während des Rennens gibt es an mehreren Stellen offizielle Anfeuerer und im Anschluss gibt es eine Massage. Andererseits dachte ich mir, dass ich den ganzen Aufwand, den ich treibe auch in den Dienst einer guten Sache stellen kann. Somit verbinde ich das Angenehme mit dem Nützlichen und unterstütze Macmillan, die ihrerseits Menschen mit Krebs helfen.

Um die ganze Sache ein bisschen anzuheizen, habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht, da bisher nur Tobi etwas gespendet hat[1]. Damit Ihr einen Anreiz habt, ein paar Euro springen zu lassen, werde ich mich evtl. lächerlich machen bzw. mir den Lauf erschweren: Wenn ich die Summe von £156 bis 25. Mai zusammenbekomme, werde ich in diesem Einmal-Schutzanzug den Halbmarathon laufen!

Julia im Schutzanzug
Das wird schön warm und kuschelig!

Warum £156? Mit diesem Betrag kann die Support-Hotline für eine Stunde laufen, was im Durchschnitt Hilfe und Unterstützung für 13 Menschen bedeutet. Und für mich knapp zwei Stunden kuschelige Wärme und wahrscheinlch wundgescheuerte Arme und/oder Beine. Wollt Ihr das unterstützen? Bitteschön:

http://www.justgiving.com/julia-for-macmillan

Hinweis zur Zahlungsweise: Wer mit Euro zahlt, benötigt eine Kreditkarte. Man kann mit Paypal zahlen, wenn man GBP als Währung auswählt.

  1. Ein großes Dankeschön nochmal an dieser Stelle! []

Englisch Lernen mit TV-Serien #56: singular “they”

Heute wird es praktisch, erhellend und Ihr bekommt die Gelegenheit, gute Autoren (bzw. Editoren) zu erkennen. Wir besprechen eine meiner Meinung nach fantastische Möglichkeit, geschlechtsneutral zu bleiben und es klingt einfach gut. Die entsprechende Serie dazu ist Shetland, von der gerade die zweite Staffel bei der BBC lief. Dazu später mehr, nun erstmal ins Grammatikalische.

Als Einleitung, die Info, dass es sich um eine Krimiserie handelt (die auf Shetland spielt, überraschenderweise) und ein Mädchen wurde ermordet:

DI PEREZ
Anything else?

DR McLEAN
Hm! I’m just a GP[1]. Anything else can wait for the pathologist in Aberdeen.

DI PEREZ
Who’s going to tell me the exact same thing you will, only in three days’ time. Cora…

DR MCLEAN
There were scratch marke on her neck and skin tissue under her fingernails. My guess is they’ll find it’s her own.

DI PEREZ
Because she was trying to get her fingers under the scarf to pull it away.

DR MCLEAN
But no defensive injuries. So either they took her completely by surprise.

DI PEREZ
What, at this time of year? It’s light all night.

DR MCLEAN
Or she knew them well enough to let them get very close.

Auf der Suche nach dem Loanhead Railway Path

Mein gestriger 20km-Lauf stand unter dem Motto “Wo ist dieser verdammte Loanhead Railway Path?”. Schon seit über einem Jahr sind mir immer wieder diese grünen Hinweisschilder auf den Pfad aufgefallen, aber bisher habe ich mich nie näher als eine 3/4 Meile nähern können. Das Problem ist, dass die Schilder nur sporadisch auftauchen (nicht an jeder Kreuzung) und manchmal auch in die falsche Richtung zeigen.

grüne Hinweisschilder
Symbolbild – Image by Jim Barton under Creative Commons Licence 2.0

Dazu kommt, dass der breite Hauptweg nicht immer derjenige zu sein scheint, dem man zu folgen hat oder dass man leicht schlecht einsehbare Abzweigungen verpasst. Gestern bin ich einem halben Dutzend dieser Schilder begegnet und war so immer 3/4-1 1/2 Meilen vom Pfad entfernt. Das erste Schild begegnete mir kurz bevor ich rechts in die Karte reingelaufen bin. Der Weg führte irgendwann durch ein paar Felder und war kaum noch zu erkennen. Ich vermute mal, dass ich eigentlich hätte geradeaus weiter laufen sollen, um dann auf die blau gepunktete Linie (siehe blauer Pfeil) zu kommen.

Kartenausschnitt meines Laufes
Ja, wo isser nur?!

Aber wie man sieht, habe ich mich erst wieder davon entfernt, habe ihn unbemerkt überquert und mich dann im Kreis gedreht und nach 12km habe ich aufgegeben und bin schnurstracks auf der Straße zurück. Dieses im Kreisdrehen fand in einer bewaldeten Gegend statt (die Karte gibt das nicht so wieder) mit Dutzenden von Pfaden, die kreuz und quer mal mehr oder weniger matschig durch die Walachei führen.

Song des Tages: Spring Offensive – Body Lifting

Nein, keinen Aprilscherz heute, sondern ein neues Video von den Oxfordern Spring Offensive. Die haben immer aufwändige Videos im Angebot und das hier zeit außerdem noch eine Menge Humor. Also auf zum Körperheben:

Sollte das mal wieder geogeblockt sein, versucht es direkt bei Vevo (was wiederum bei mir nicht zu funktionieren scheint…).