Englisch Lernen mit TV-Serien #55: All Right?

Die heutige Lektion mag überflüssig erscheinen, denn all right dürfte selbst jemandem bekannt sein, der kein Englisch spricht. Doch natürlich soll es nicht um die Standardbedeutung gehen. Man darf gespannt sein, denn erst gibt es noch einen kleinen Exkurs in die Schreibweise.

All Right muss (zumindest nach den meisten Wörterbüchern und Style Guides) auf jeden Fall getrennt geschrieben werden, d.h. alright ist kein richtiges Wort. Mehr dazu gibt es bei Grammar Girl, wo auch zwei andere Wortpaare vorgestellt werden, bei denen beide Varianten existieren und eine jeweils andere Bedeutung haben.

Die Bedeutung von all right, um die es heute gehen soll, ist eine eindeutig britische bzw. englische und hat mich am Anfang sehr verwirrt. Die Serie, die uns die Sache näher bringen wird ist Line of Duty, wo gerade die zweite Staffel bei der BBC läuft. Das erste Beispiel stammt aus der ersten Folge, wo der Vorgesetzte unseres Helden zum Essen in einem Restaurant einlädt.

Police Superintendent HASTINGS
All Right?

MRS HASTINGS
Hi.

Police Superintendent HASTINGS
Thanks for coming. Steve, meet the trouble and strife.

Der letzte Satz mag seltsam erscheinen, aber das ist rhyming slang und soll wife heißen. Falls die Bedeutung noch nicht klar sein sollte, ein weiteres Beispiel aus der dritten Folge:

DI COTTAN
All Right?

DS ARNOTT
All Right.

DC FLEMMING
You All Right?

DI COTTAN
So, Gaffer says you were probies with Akers.

DC FLEMING
Yeah, I went through Ryton with her.

Blogparade: Filme für die Insel

besagte Insel

Nachdem neulich nach den must-see-Serien gefragt wurde, bleibt es nicht aus, dass nach den 15 Filmen für die Insel gefragt wird. Und wieder bin ich über bullion auf die Blog-Parade gestoßen. Die Regeln sind denkbar einfach:

Welche 15 Filme würdest du bei dir haben wollen, wenn du auf einer einsamen Insel strandest? Bedenke dabei das Szenario. Es werden die einzigen 15 Filme sein, die dir für eine lange Zeit zur Verfügung stehen werden. Die Reihenfolge ist willkürlich und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt. Bitte wirklich 15 Einzelfilme.

Da muss ich mal tief in meiner Sammlungsverwaltung schauen, denn einige werden zwar vom kläglichen Rest meiner DVD-Sammlung kommen, aber ich will ja nichts vergessen. Die meisten in dieser Liste würde ich als Lieblingsfilme klassifizieren, aber es ist nun mal die Definition eines Lieblingsfilms, dass man den öfter gucken kann. Wenn ich den deutschen Titel dazuschreibe, habe ich den Film beim ersten Mal nicht auf Englisch gesehen. Es tauchen sicher einige Filme auf, die man alleine schon aufgrund ihres komplizierten bzw. trickreichen Plots mehrmals sehen muss.

  1. Breakfast at Tiffany’s (Frühstück bei Tiffany)
  2. Death at a Funeral
  3. Eternal Sunshine of the Spotless Mind
  4. Field of Dreams (Feld der Träume)
  5. Fried Green Tomatoes (Grüne Tomaten)
  6. Grosse Pointe Blank
  7. Groundhog Day (Und täglich grüßt das Murmeltier)
  8. L.A. Confidential (L.A. Confidential)
  9. M*A*S*H
  10. The Mosquito Coast
  11. The Rocky Horror Picture Show
  12. Stand By Me (Geheimnis eines Sommers)
  13. The Sting (Der Clou)

Test-Bericht: Online lernen mit Lecturio

In letzter Zeit sind MOOCs (massive open online courses) immer beliebter geworden und die meisten haben sicher schon vom Platzhirsch Coursera gehört. Der ist seit knapp zwei Jahren im Geschäft und bietet Tausende Kurse an. Ich selber habe schon einige mitgemacht und werde deshalb meine Erfahrungen mit denen von Lecturio vergleichen. Dies ist eine “Bildungsplattform für Professionals”, d.h. nicht ganz das Gleiche, aber zumindest kann ich einschätzen, was ich besser und schlechter finde. Vielleicht hat der eine oder andere Leser ja auch schon Erfahrungen gemacht und kann dazu kommentieren.

Der Hauptunterschied ist, dass bei Lecturio die Kurse nicht nach einer zeitlichen Vorgabe ablaufen[1], sondern man absolviert einen Kurs mit allen verfügbaren Lektionen nach eigenem Tempo. Ein weiterer Unterschied ist das Preismodell. Bei Coursera sind meines Wissens alle Kurse kostenlos und es gibt z.B. signierte Zertifikate gegen Gebühr. Der Zielgruppe angepasst, sind bei Lecturio fast alle Kurse gegen eine monatliche oder einmalige Zahlung zu haben.

Wer sich jetzt fragt, wie das als Geschäftsmodell funktionieren soll, der braucht nur einen Blick auf die Kurse[2] zu werfen. Da finden wir sehr viele spezifische Angebote für den deutschen Markt (z.B. aus Wirtschaft, Jura und Medizin) und es erinnert ein bisschen an die gute alte Volkshochschule. Wer sein Staatsexamen bestehen will, der ist wahrscheinlich eher bereit, dafür Geld auszugeben.

Nun aber zum eigentlich Wichtigen und meinem Testerlebnis. Ich habe mir das Python-Tutorial ausgesucht, da ich diese Programmiersprache gerade am Erlernen bin. Der Kurs an sich ist zum Testen aller Funktionen aber nicht so geeignet, da es z.B. keine Zwischenprüfungen zum Lernfortschritt oder Materialien zum Download gibt.

Last.fm-Session von Stornoway

Es ist nun schon zwei Wochen her, dass Stornoway für Gibson und Last.fm eine Session eingespielt haben. Der obige Tweet mit Säge[1] hat mich wieder daran erinnert und hier gibt es nun die beiden knuffigen Songs Farewell Appalachia und Josephine. Enjoy!

  1. Falls die Einbettung nicht sichtbar sein sollte, hier ist das Original: https://twitter.com/lastfmoriginals/statuses/437235424927698944 []

Aktion Lesefreunde 2014 – 20.000 Buch-Schenker gesucht – jetzt registrieren!

Logo Welttag des Buches "Ich schenk dir eine Geschichte"Im vorletzten Jahr habe ich bei dieser tollen Aktion der Lesefreu(n)de mitgemacht, wo man sich ein Buch aussucht, das man an Freunde und/oder Unbekannte verschenken kann. Wie genau läuft das ab?

  1. Registrierung als Buchschenker bis 28. Februar auf dieser Seite, wo man den Titel und Abholort (über PLZ-Suche) auswählt.
  2. Man wählt zwei Favoriten aus dieser buntgemischten Liste von elf Titeln (mehr Info zu Inhalt und Autor auf dieser Seite):
    – James Patterson – Alex Cross. Ave Maria
    – Dora Heldt – Ausgeliebt
    – Deana Zinssmeister – Das Pestzeichen
    – Philip Pullman – Der goldene Kompass
    – Amelie Fried – Der Mann von nebenan
    – Sebastian Fitzek – Der Seelenbrecher
    – Jonathan Franzen – Die Korrekturen
    – François Lelord – Hectors Reise
    – Jo Nesbø – Rotkehlchen
    – Yann Martel – Schiffbruch mit Tiger
    – Deon Meyer – Weißer Schatten
  3. Anfang April werden die Bücher an die mitmachenden Buchhandlungen und Bibliotheken geschickt. Jeder Buchschenker erhält zehn Exemplare seines Buches.
  4. In der Woche vom 16. April bis 23. April Abholung der Buchpakete von den Buchschenkern in der ausgewählten Buchhandlung/Bibliothek.
  5. Am Welttag des Buches (23. April) werden die Bücher verschenkt, z.B. an Freunde, Kollegen, Nachbarn oder Unbekannte.

Das hört sich doch gut an, oder? Ich habe das letztes Jahr so gemacht, dass ich je die Hälfte der 30 Bücher offline und online verschenkt habe. Dieses Jahr sind es weniger Exemplare und Buchschenker, was sehr schade ist, aber immerhin bedeutet das ja auch einen Riesenaufwand und große Kosten. Wenn sich mehr als 20.000 Schenker registrieren, wird gelost.

Serien-Highlights (Blog-Parade von Wortmann)

Dieses Jahr scheint sich die sogenannte Blogosphäre auf alte Wert zu besinnen und ich mache schon bei der zweiten Blog-Parade mit. Diesmal will Wortmann wissen, welche 15 Serien man meiner Meinung nach gesehen haben muss. Und das ganz ohne Kommentar, einfach nur eine Liste ist gefordert. Die bisherigen Teilnehmer (die ich gesehen habe), machen die Sache noch einfacher, indem die Serien alphabetisch aufgelistet werden. Nun denn, here goes:

  • 24 (S1)
  • Black Mirror
  • Dexter (S1)
  • Doctor Who
  • Firefly
  • Friends
  • The IT Crowd
  • Jekyll
  • Life on Mars
  • My So-Called Life
  • The Office (David Brent – alles andere ist Kopie)
  • Quantum Leap
  • Skins
  • Torchwood: Children of Earth[1]
  • The Wonder Years

Man sieht der Liste wahrscheinlich mein Alter an. Wer sich ebenfalls verlisten möchte: Teilnahme ist noch bis 12. Februar möglich!

  1. Die ersten beiden Staffeln sind gut, kommen aber nicht an die wirklich herausragende 3. Staffel heran. Und nein, es gibt nur drei Staffeln. []

Weg mit dem ganzen Zeug: Bücher nur noch elektronisch oder ausgeliehen

Meine Reise hin zu weniger Zeug[1] geht in die nächste Runde. Mein Plan für Februar ist, keine zwingend notwendigen physischen Dinge zu kaufen. Im Januar hat das noch nicht so geklappt und deswegen versuche ich es erneut. Doch das soll hier nicht das Thema sein, denn mindestens ebenso wichtig ist die Dezimierung vorhandener Bestände.

Anfang des Monats habe ich tatsächlich auch meine Lieblingsbücher an einen Massenankaufsservice geschickt. Noch vor einigen Monaten wäre dies unvorstellbar gewesen, doch mittlerweile will ich einfach alles loswerden, was nur irgendwie geht. Die elektronische Version enthält genau dieselben Buchstaben und in diesem Format nehmen sie wesentlich weniger Platz weg.

Das einzige Problem dabei ist, dass nicht alle Bücher auch elektronisch verfügbar sind. Wenn man nur nach Lesestoff sucht, ist man digital im Vorteil, da es z.B. gemeinfreie (=alte) Werke kostenlos gibt. Aber wenn es ein bestimmter Titel sein soll, ist man darauf angewiesen, dass der Verlag bzw. Autor die Rechte erteilt hat.

Da kommt meine wiederentdeckte Leidenschaft für die Leihbücherei ins Spiel. Einen Ausweis kann man bequem online bestellen und der ermöglicht es, in allen Filialen der Stadtbücherei auszuleihen. Und da die Stadt mit der Zeit geht, gibt es auch eine App (z.B. zum Reservieren und Verlängern) und man hat Zugang zu mehreren Online-Bibliotheken. Letzteres wollte ich eigentlich schon lange ausprobieren, aber bisher war keines der gesuchten Bücher verfügbar.

Noch schnell vorbestellen: EP von Rachel Sermanni & Album von Beerjacket

Um das heutige Burns Supper angemessen zu feiern, braucht es natürlich einen (vegetarischen) Haggis, doch da diese Tierchen sehr selten sind, tut es auch feine schottische Musik. Am Montag erscheinen zwei Veröffentlichungen, die Freunden bezaubernder Folkmusik sicherlich das Herz höher schlagen lassen. Eine gute Gelegenheit also, gedanklich einen Ausflug nach Schottland zu machen. Beide Künstler verfolge ich schon lange, habe ich live gesehen und kann ich nur ausdrücklich empfehlen.

Rachel Sermanni – Everything Changes EP

Die EP lief über Pledgemusic und ich hatte ein bisschen Bedenken, dass das klappt, denn auf der Seite ist von 50% die Rede. Am Mittwoch jedoch kam die E-Mail, dass das Ziel erreicht wurde. Am Donnerstag gab es dann ein neues Video, das Rachel unterwegs auf Straße und Bühne zeigt:

Wer nun überzeugt ist, kann auf der Pledge-Seite zugreifen, z.B. in Form einer signierte CD, Zugang zu einem Webstream-Konzert, handgemachtem Siebdruck oder gar einem Hauskonzert. Wer es eher digital mag, kann vorbestellen bei Amazon oder iTunes. Wenn das wieder mal wegen Ländergrenzen nicht klappt, gibt es auch die CD bei Amazon oder hier.

Stichwort Kaufen und Geld. Rachel hat keinen festen Job und von der Musik kann sie nicht leben. Dazu und wie sich dennoch über Wasser hält, gibt es einen sehr interessanten Artikel beim Pop Cop mit dem Titel I don’t know why I judge you but I do: A hypocrite’s guide to Rachel Sermanni and RBS.

Mein Leben in 15 Songs

Es ist nun schon genau einen Monat her, dass Heiko mich mit einem Stöckchen beworfen hat, in dem nach den 25 (oder 15 oder wieviel auch immer) entscheidenden Songs in meinem Leben gefragt wird. Wären Stöckchen nicht so eine Seltenheit geworden und ich so wahnsinnig beschäftigt, hätte das natürlich nicht so lange gedauert. Über die Songs habe ich öfter nachgedacht und mental schon eine kleine Vorauswahl getroffen und deswegen sollte der Beitrag hoffentlich flüssig aus den Fingern fliegen…

  1. David Hasselhoff – Looking for Freedom Ja, so ist es. Langjährige Leser dieses Blogs kennen dieses peinliche Detail meines Lebens schon. Ich habe die Single (in Vinyl) zu meinem 9. Geburtstag bekommen und war auch später auf einem Konzert. Ebenfalls mein erstes. So kann es gehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieser Abstecher in den Schmalz keine langfristen Schäden hinterlassen hat.
  2. The Beatles – Ob-la-di Ob-la-da Alles wird gut! Retterin in der Not war meine Musiklehrerin, die uns in der 6. Klasse einige Lieder dieser tollen Band vorspielte. Mein Vater hatte natürlich alle Platten und ich habe sofort das rote und blaue Album auf Kassetten überspielt. Ob-la-di Ob-la-da war lange mein Lieblingslied und wird leider oft als sinnloser Paul-Song verdammt. Aber selbst die Lückenfüller sind bei einer solch großartigen Band natürlich weltklasse und von da an war mein Musikgeschmack auf dem richtigen Weg.
  3. Mr Big – To Be With You Zumindest theoretisch auf dem richtigen Weg, denn im leben eines Fast-Teenagers lauern vielel Stolpersteine. Diesen hier habe ich im Breuninger Land in Ludwigsburg aufgesammelt, wo ich mir die Single (ebenfalls in Vinyl) als erste vom eigenen Taschengeld gekauft habe.