Song des Tages: Young Rebel Set – Measure of a Man

Gestern Abend spielten Young Rebel Set im Circus und der letzte Song des (regulären?) Sets endete abrupt, als Drummer Luke mit den Worten “Fuck You” Sänger Matty ins Publikum schubste. Gitarrist Mark kommentierte das mit sowas wie “Congratulations, ladies and gentlemen, you have attended the last ever Young Rebel Set gig.” (den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr). Klingt sehr dramatisch und ich hoffe sehr, dass das nur der Hitze des Augenblicks geschuldet war. Wie kam es dazu? Vorher noch der Song in schöner Eintracht und voller Länge:

Warum Luke so ausflippte, kann ich nicht sagen, denn wahrscheinlich brodelte es da schon länger. Matt war jedenfalls ziemlich betrunken und ganz fasziniert von Edinbrrrrroh, was er in fast jeder Songpause anmerkte. Einige Male setzte er fast zu früh ein, was mir aber nicht dramatisch vorkam. Beim Song Where Have I Been Going Wrong bat Matt um Ruhe und spielte die ersten Zeilen alleine auf seiner akustischen Gitarre. Die dramatische Pause nach “Too drunk to heed laws” beendete Luke flüsternd mit “That were put there to try and protect me”. Ob Matt grobe Schnitzer gemacht hat, kann ich nicht sagen, denn die Soundmischung im Circus ist nicht so gut und ich kenne die Texte nicht bis ins letzte Wort. Außerdem ist es über zwei Jahre her, dass ich sie zuletzt live gesehen habe (bei Rock am See und im Kula).

Die sechs werden morgen in Leipzig spielen und hoffentlich sich bis dahin wieder zusammengerauft haben. Wenn nicht sogar versöhnt. Wenn jemand mehr weiß, wäre ich für einen Kommentar dankbar.

Cusack-a-thon #1: Class (1983)

“The good news is, Jonathan’s having his first affair. The bad news is, she’s his roommate’s mother.”

Jetzt geht es also los, dass ich mir Dutzende Filme mit John Cusack ansehe und daraus dann einen lustigen und interessanten Beitrag bastele. Außerdem möchte ich einige Statistiken in anschaulicher Weise aufbereiten, so dass so etwas Ähnliches wie das hier entsteht, vom Inspirationsprojekt Hankathon.

Fangen wir also an mit Class (1983):

Der Trailer zeigt wie immer mehr als für den optimalen Genuss nötig ist, also besser nicht anschauen, wenn der Film noch auf der Liste der anzuschauenden Filme steht. Wer es genauer wissen will oder kein Umgehungsplugins für Geoblocking verwendet, der sei auf die Inhaltsangabe bei Wikipedia verwiesen.

Das Filmdebut unseres Helden zeigt ihn im zarten Alter von 16 Jahren und er kichert die meiste Zeit. Er ist einer von fünf Mitgliedern der regulären Clique und sowohl “teacher’s pet” als auch Klassenclown. Bei einem Satz verhaspelt er sich und der Zuschauer fragt sich (also ich zumindest), ob das Absicht war[1] oder ein Ersteindruck auf die talentreichen kommenden Vorstellungen.

Der Film selber hat die Zeit nicht gut überlebt, d.h. man sieht die 80er an allen Ecken und auch das Thema ist heutzutage nicht mehr mit einer solchen Leichtigkeit anzugehen. Andererseits wird das Dilemma größtenteils sensibel behandelt.

Wertung: 6/10 (5.7 IMDb, 25% Rotten Tomatoes)
Cusack-Faktor: knuffig, aber muss nicht sein

  1. Entweder fand der Regisseur das charmant oder es gab schon zu viele ruinuierte Takes. []

Liukad #11: Girokonto und Kreditkarte

Heute sprechen wir mal über Geld! Ja, macht man nicht, aber es ist vielleicht interessant zu wissen, dass EC-Karten eine deutsche Erfindung sind und im UK im letzten Monat ein schneller Kontowechselservice eingeführt wurde.

Eine meiner ersten Aufgaben letzes Jahr war der Eröffnen eines Bankkontos. Das Gehalt muss ja irgendwohin überwiesen werden und die Ausgaben müssen von irgendwoher getätigt werden. Das Problem ist, wenn man ein Konto eröffnen will, braucht man einen Adressnachweis (Stromrechnung o.Ä.) und wenn man sich auf eine Wohnung bewirbt, muss man ein Bankkonto angeben. Klingt kompliziert, ist es auch.

Die Lösung ist ein sogenannter passport account, wo man “nur” einen Identitätsnachweis benötigt. Meine Recherche hatte ergeben, dass nur eine Bank einen solchen kostenlos anbietet. Somit war die Entscheidung, welche Bank ich denn nehme, schon gemacht. Die Eröffnung ging relativ schnell vonstatten und ich bekam dazu eine debit card, eine Mischung aus EC- und Kreditkarte. Die Gemeinsamkeit mit der EC-Karte ist, dass das Geld sofort vom Konto abgezogen wird. Aber wie eine echte Kreditkarte gibt es eine zwölfstellige Nummer, die zum Bezahlen im Internet genutzt werden kann.

Da mit dieser Karte der alltägliche Zahlungsverkehr abgedeckt ist, haben Kreditkarten eine völlig andere Bedeutung und das spiegelt sich in den verschiedenen Arten wieder. Wer einen Eindruck bekommen will, schaue sich hier um. Man kann z.B. Punkte sammeln (cashback), Schulden übertragen lassen (balance transfer) oder größere Anschaffungen bezahlen (purchase).

Englisch Lernen mit TV-Serien #54: cordial

In diesen Minuten wird die sechste und letzte Folge von Peaky Blinders ausgestrahlt, die ich mir danach im iPlayer angucken werde. Hachja. Doch davor gibt es noch eine Englisch-Lektion aus der fünften Folge des period drama, wie es so schön heißt.

Die Serie spielt kurz nach dem ersten Weltkrieg in Birmingham und es gibt toughe Gangster (u.a. Cillian Murphy) und noch toughere Polizei (u.a. Sam Neill). Danaben eine Menge Familientragödie, Politik und ein fantastischer Soundtrack mit Nick Cave/Nick Cave & the Bad Seeds und den White Stripes/Raconteurs. Und ja, das passt! Wer auch mal reinsehen möchte, kann die DVD oder Blu-ray[1] bestellen, die am Montag erscheint.

Die Bildersprache ist echt toll und düster. Die Story hat so ihre vorhersehbaren Wendungen, doch die Überraschungen überwiegen. Nach der ersten Folge war ich noch nicht so überzeugt, aber jetzt kann ich das Finale kaum abwarten.

Ok, genug der Vorrede, wir sind hier ja nicht zum Vergnügen. In der fraglichen Szene taucht ein Spieler auf, mit dem man es sich nicht verscherzen sollte. Um die Spannung nicht zu verderben und es nicht zu lang werden zu lassen, gibt es eine Lücke:

BYRNE
Mr Shelby?

THOMAS SHELBY
Who’s asking?

BYRNE
My Name is Byrne. I had word from your man in Camden town you wanted to parley.

THOMAS SHELBY
Then parley it is.

[...]

THOMAS SHELBY
All are welcome here, Mr Byrne.

BYRNE
Including Irish?

THOMAS SHELBY
Oh, especially Irish.

Neues Projekt Cusack-a-thon: alle John Cusack-Filme in chronologischer Reihenfolge schauen

Mein Lieblingsschauspieler John Cusack ist ziemlich aktiv und momentan sind über 70 Filme mit ihm bei imdb aufgeführt. Die meisten davon habe ich gesehen und noch mehr davon habe ich als DVD[1]. Dies in Verbindung mit einem Projekt namens Hankathon (und Adventures with the Wife in Space) brachte mich auf die Idee, alle diese Filme in Veröffentlichungsreihenfolge zu schauen. Also fast alle, denn bei manchen gibt es keine (erschwingliche) DVD zu kaufen oder Johns Beitrag ist zu gering als dass es sich lohnen würde. Dabei treffe ich natürlich die Entscheidung, was zu gering bedeutet…

Liste der neuesten Filmprojekte mit John Cusack

Ganz schön aktiv, der Herr Cusack!

In welcher Darbietungsform und in welcher Frequenz ich das mache, das ist noch nicht fest. Die Integration einer Daytum-Seite und diverser Google-Spreadsheets sind aber sicher das Mindeste. Man darf also gespannt sein. Vielleicht habt Ihr ja auch Vorschläge, wie man das noch interessanter oder simpler gestalten kann.

  1. Eine der drei Ausnahmen, wo ich noch tatsächlich physische Datenträger kaufe. []

Projekt “Halbmarathon in unter 2 Stunden” – Das Rennen

Projekt erfolgreich abgeschlossen! Doch fangen wir von vorne an.

Es ging abenteuerlich los, denn der erste Zug um 8 Uhr (voll mit Läufern auf dem Weg nach Glasgow) wurde wegen Bauarbeiten gestrichen. Wir sind also gesammelt zum nächsten, der um 8:30 fuhr. Der hielt unterwegs immer wieder längere Zeit an, denn die Bauarabeiten waren immer noch nicht abgeschlossen. Mit einer Stunde Verspätung haben wir es dann endlich nach Glasgow geschafft. Die Teilnehmer des 10k-Rennen, das eigentlich eine halbe Stunde vor unserer Ankunft startete, durften trotzdem noch laufen:

Der HM wurde mit 15-minütiger Verspätung gestartet und dann ging es erstmal bergauf…

Saint Vincent Street in Glasgow

Nur nicht verzweifeln, danach geht es auch wieder runter.

Ich bin locker angegangen und war überrascht, dass meine Zwischenzeit unter 5 min/km lag, wo ich doch 5:20 min/h angepeilt hatte. Das ging die ersten Kilometer so, wobei es mir relativ leicht fiel. Das würde sich allerdings noch rächen. Mein GPS-Signal war leider nicht sehr akkkurat, denn es behauptete, ich sei eine neue 5K-PB gelaufen, obwohl ich erst eine Minute später über die 5K-Zeitmatte lief. Ein ähnliches Spiel bei 10K, wo es dann zwei Minuten Unterschied waren. Das hieß natürlich, dass meine Zwischenzeiten um 10-15 Sekunden falsch waren und nicht als Anhaltspunkt dienen durften. Die Schilder jede Meile waren natürlich vollkommen nutzlos.

Song des Tages: Snow Patrol – Run (live at SECC Glasgow 2012)

Wenn dieser Beitrag veröffenticht wird, sollte ich auf dem Weg zur Startline beim Great Scottish Run sein. Dann werde ich knapp 2 Stunden und 21,1 Kilometer lang die Innenstadt von Glasgow genießen. Zumindest soweit das möglich ist. Thematisch passend dazu folgender Song:

Ein läuferischer Jahresrückblick

Die letzten zwölf Monate war ich läuferisch so richtig aktiv, d.h. obwohl ich seit April 2010 regelmäßig laufe, hat mein Training erst in diesem Jahr ordentliche Formen angenommen. Eine Zusammenfassung der ersten drei Jahre gibt es hier. Doch was war vor einem Jahr, das die Sache so umgekehrt hat?

Am 2. Oktober 2012 habe ich mich für den Bupa Great Edinburgh Run angemeldet, der fünf Tage später stattfand. Seitdem habe ich bei einigen weiteren Rennen teilgenommen und am “Jahrestag” (nächsten Sonntag) werde ich mein Projekt “Halbmarathon in unter 2 Stunden” hoffentlich erfolgreich abschließen.

Interessanterweise habe ich in der Woche vor dem 10k laut den Runtastic-Statistiken zweimal trainiert und davor einen Monat gar nicht. Laut meiner Erinnerung habe ich wenig getan, da ich keinen Bock hatte und so war die Anmeldung zum Rennen der Startschuss für ein aktiveres Laufprogramm. Seitdem bin ich praktisch durchgehend und regelmäßig gelaufen:

Trainingshistorie von Okt 12 bis Sep 13

Die Kategorien korrelieren natürlich, aber man sieht, dass die Zeit und Distanz in diesem Jahr stark angestiegen ist.

Im Januar habe ich für den Halbmarathon im Mai angemeldet und im Februar began mein Trainingsplan dafür. Dieser Plan hat offensichtlich einen positiven Einfluss auf meine Tempoentwicklung gehabt:

Leistungsentwicklung von Okt 12 bis Sep 13

Interessanterweise hat sich das durchschnittliche Tempo eingependelt.

Die scheinbar fehlende Entwicklung des Tempos für den zweiten HM liegt daran, dass es auch absichtlich langsame Einheiten gibt, die natürlich den Durchschnitt drücken. Die Pulskurve habe ich weggelassen, da ich nicht immer den Pulsgurt dabei habe und so die Zahlen verfälscht werden.

Projekt “Halbmarathon in unter 2 Stunden” – Woche 15

Noch zweimal eine halbe Stunde und dann war es das! Bzw. das Rennen ist ja noch, aber das sollte ich hoffentlich schnell hinter mich bringen… Bevor es soweit ist, noch ein letzter Rückblick auf mein Training. Damit ist es auch fast vorbei mit meinen Laufbeiträgen, denn vom Rennen selber berichte ich natürlich, aber dann wird es wieder thematisch unfokussierter hier!

1. Session am Dienstag Morgen – Langsamer Dauerlauf

Wert Geplant Gelaufen
Dauer 50 min 47:21
Puls 135 bis 141 im Durchschnitt 146
Tempo 6:53 min/km 6:18 min/km
Distanz 7,3 km 7,51 km
Höhenunterschied - 87 m

Ein letztes Mal (für diese Saison?) den Weg zur Arbeit bestritten. Das mit dem langsam muss ich wirklich noch üben.

2. Session am Donnerstag Morgen – Intervalltraining

Wert Geplant Gelaufen
Dauer 10 min EL, 3×8 min mit 4 min TP, 20 min AL 62:00 min nach Vorgabe
Puls 132 bis 138 bzw. 171 bis 177 im Durchschnitt 156
Tempo 7:06 min/km bzw. 5:25 min/km Durchschnitt 5:57, schnell ca. 5:10
Distanz 9,8 km 10,35 km
Höhenunterschied - 57 m

Wie letzte Woche bin ich ins benachbarte Dorf gelaufen, weil es einigemaßen flach ist und ich die schnellen Intervalle auch so laufen kann. Dank der noch nicht ganz abgeklungenen Muskelverspannung im hamstring (wegen zu hohem Gang beim Bergaufradeln), dachte ich eigentlich, dass es etwas langsamer werden würde. Es fühlte sich allerdings nicht wie 5:10 an und das kann nur gut sein, denn idealerweise möchte ich den HM in 5:20-Tempo laufen.