5 Bücher für 2014

Ein weiteres Stöckchen in diesem altmodischen Jahr und wieder kommt es von bullion. Es geht um die fünf Bücher, die ich in diesem Jahr unbedingt lesen möchte. Also, lieber bullion, der copy&paste-Master Dan Brown steht bei mir nicht auf der Liste, aber ich laufe trotzdem gerne ab und zu zur Rosslyn Chapel auf einem schönen Pfad entlang des River North Esk. Ok, Scherz beiseite, was steht denn nun bei mir auf der Liste?

  • Tim Noakes - The Lore of RunningTim Noakes – The Lore of Running
    Das ist ein dicker Brocken von 930 Seiten, den ich vor einigen Tagen angefangen habe und wie der Titel schon vermuten lässt, geht es ums Laufen. Die erste Auflage stammt aus den Achzigern und die mittlerweile vierte Ausgabe ist auf einem relativ aktuellen Stand. Das Buch wurde mir mehrfach persönlich und in diversen Publikationen als das Buch übers Laufen empfohlen, so habe ich es also mal ausgeliehen.
    Es geht sehr in die Tiefe, z.B. im ersten Teil “Physiologie und Biochemie” über Muskelaufbau, Sauserstofftransport etc. Die weiteren Bereiche sind Training, Wettkämpfe und Gesundheit. Bisher ist es sehr trocken-spezifisch-wissenschaftlich und der Stil von Noakes teilweise verwirrend, da er dieselben Argumente so oft anders formuliert, dass es sich für mich teilweise wie das genaue Gegenteil liest. Ich hoffe mal, dass es in den weiteren Abschnitten interessanter wird. Jedenfalls ist es nicht als Bettlektüre gedacht, sondern eher zum intensiven Studium. (bei Interesse: mein Amazon-Link)

Halbmarathon im Schutzanzug für einen guten Zweck bei Spenden über £156

In knapp vier Wochen werde ich wie im letzten Jahr den Edinburgh Half Marathon bestreiten. Und ebenso werde ich wieder für einen guten Zweck laufen.

In diesem Jahr habe ich den Hauptsponsor Macmillan Cancer Support ausgesucht. Das mache ich einerseits aus selbstsüchtigen Gründen, denn während des Rennens gibt es an mehreren Stellen offizielle Anfeuerer und im Anschluss gibt es eine Massage. Andererseits dachte ich mir, dass ich den ganzen Aufwand, den ich treibe auch in den Dienst einer guten Sache stellen kann. Somit verbinde ich das Angenehme mit dem Nützlichen und unterstütze Macmillan, die ihrerseits Menschen mit Krebs helfen.

Um die ganze Sache ein bisschen anzuheizen, habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht, da bisher nur Tobi etwas gespendet hat[1]. Damit Ihr einen Anreiz habt, ein paar Euro springen zu lassen, werde ich mich evtl. lächerlich machen bzw. mir den Lauf erschweren: Wenn ich die Summe von £156 bis 25. Mai zusammenbekomme, werde ich in diesem Einmal-Schutzanzug den Halbmarathon laufen!

Julia im Schutzanzug
Das wird schön warm und kuschelig!

Warum £156? Mit diesem Betrag kann die Support-Hotline für eine Stunde laufen, was im Durchschnitt Hilfe und Unterstützung für 13 Menschen bedeutet. Und für mich knapp zwei Stunden kuschelige Wärme und wahrscheinlch wundgescheuerte Arme und/oder Beine. Wollt Ihr das unterstützen? Bitteschön:

http://www.justgiving.com/julia-for-macmillan

Hinweis zur Zahlungsweise: Wer mit Euro zahlt, benötigt eine Kreditkarte. Man kann mit Paypal zahlen, wenn man GBP als Währung auswählt.

  1. Ein großes Dankeschön nochmal an dieser Stelle! []

Englisch Lernen mit TV-Serien #56: singular “they”

Heute wird es praktisch, erhellend und Ihr bekommt die Gelegenheit, gute Autoren (bzw. Editoren) zu erkennen. Wir besprechen eine meiner Meinung nach fantastische Möglichkeit, geschlechtsneutral zu bleiben und es klingt einfach gut. Die entsprechende Serie dazu ist Shetland, von der gerade die zweite Staffel bei der BBC lief. Dazu später mehr, nun erstmal ins Grammatikalische.

Als Einleitung, die Info, dass es sich um eine Krimiserie handelt (die auf Shetland spielt, überraschenderweise) und ein Mädchen wurde ermordet:

DI PEREZ
Anything else?

DR McLEAN
Hm! I’m just a GP[1]. Anything else can wait for the pathologist in Aberdeen.

DI PEREZ
Who’s going to tell me the exact same thing you will, only in three days’ time. Cora…

DR MCLEAN
There were scratch marke on her neck and skin tissue under her fingernails. My guess is they’ll find it’s her own.

DI PEREZ
Because she was trying to get her fingers under the scarf to pull it away.

DR MCLEAN
But no defensive injuries. So either they took her completely by surprise.

DI PEREZ
What, at this time of year? It’s light all night.

DR MCLEAN
Or she knew them well enough to let them get very close.

Auf der Suche nach dem Loanhead Railway Path

Mein gestriger 20km-Lauf stand unter dem Motto “Wo ist dieser verdammte Loanhead Railway Path?”. Schon seit über einem Jahr sind mir immer wieder diese grünen Hinweisschilder auf den Pfad aufgefallen, aber bisher habe ich mich nie näher als eine 3/4 Meile nähern können. Das Problem ist, dass die Schilder nur sporadisch auftauchen (nicht an jeder Kreuzung) und manchmal auch in die falsche Richtung zeigen.

grüne Hinweisschilder
Symbolbild – Image by Jim Barton under Creative Commons Licence 2.0

Dazu kommt, dass der breite Hauptweg nicht immer derjenige zu sein scheint, dem man zu folgen hat oder dass man leicht schlecht einsehbare Abzweigungen verpasst. Gestern bin ich einem halben Dutzend dieser Schilder begegnet und war so immer 3/4-1 1/2 Meilen vom Pfad entfernt. Das erste Schild begegnete mir kurz bevor ich rechts in die Karte reingelaufen bin. Der Weg führte irgendwann durch ein paar Felder und war kaum noch zu erkennen. Ich vermute mal, dass ich eigentlich hätte geradeaus weiter laufen sollen, um dann auf die blau gepunktete Linie (siehe blauer Pfeil) zu kommen.

Kartenausschnitt meines Laufes
Ja, wo isser nur?!

Aber wie man sieht, habe ich mich erst wieder davon entfernt, habe ihn unbemerkt überquert und mich dann im Kreis gedreht und nach 12km habe ich aufgegeben und bin schnurstracks auf der Straße zurück. Dieses im Kreisdrehen fand in einer bewaldeten Gegend statt (die Karte gibt das nicht so wieder) mit Dutzenden von Pfaden, die kreuz und quer mal mehr oder weniger matschig durch die Walachei führen.

Song des Tages: Spring Offensive – Body Lifting

Nein, keinen Aprilscherz heute, sondern ein neues Video von den Oxfordern Spring Offensive. Die haben immer aufwändige Videos im Angebot und das hier zeit außerdem noch eine Menge Humor. Also auf zum Körperheben:

Sollte das mal wieder geogeblockt sein, versucht es direkt bei Vevo (was wiederum bei mir nicht zu funktionieren scheint…).

Englisch Lernen mit TV-Serien #55: All Right?

Die heutige Lektion mag überflüssig erscheinen, denn all right dürfte selbst jemandem bekannt sein, der kein Englisch spricht. Doch natürlich soll es nicht um die Standardbedeutung gehen. Man darf gespannt sein, denn erst gibt es noch einen kleinen Exkurs in die Schreibweise.

All Right muss (zumindest nach den meisten Wörterbüchern und Style Guides) auf jeden Fall getrennt geschrieben werden, d.h. alright ist kein richtiges Wort. Mehr dazu gibt es bei Grammar Girl, wo auch zwei andere Wortpaare vorgestellt werden, bei denen beide Varianten existieren und eine jeweils andere Bedeutung haben.

Die Bedeutung von all right, um die es heute gehen soll, ist eine eindeutig britische bzw. englische und hat mich am Anfang sehr verwirrt. Die Serie, die uns die Sache näher bringen wird ist Line of Duty, wo gerade die zweite Staffel bei der BBC läuft. Das erste Beispiel stammt aus der ersten Folge, wo der Vorgesetzte unseres Helden zum Essen in einem Restaurant einlädt.

Police Superintendent HASTINGS
All Right?

MRS HASTINGS
Hi.

Police Superintendent HASTINGS
Thanks for coming. Steve, meet the trouble and strife.

Der letzte Satz mag seltsam erscheinen, aber das ist rhyming slang und soll wife heißen. Falls die Bedeutung noch nicht klar sein sollte, ein weiteres Beispiel aus der dritten Folge:

DI COTTAN
All Right?

DS ARNOTT
All Right.

DC FLEMMING
You All Right?

DI COTTAN
So, Gaffer says you were probies with Akers.

DC FLEMING
Yeah, I went through Ryton with her.

Blogparade: Filme für die Insel

besagte Insel

Nachdem neulich nach den must-see-Serien gefragt wurde, bleibt es nicht aus, dass nach den 15 Filmen für die Insel gefragt wird. Und wieder bin ich über bullion auf die Blog-Parade gestoßen. Die Regeln sind denkbar einfach:

Welche 15 Filme würdest du bei dir haben wollen, wenn du auf einer einsamen Insel strandest? Bedenke dabei das Szenario. Es werden die einzigen 15 Filme sein, die dir für eine lange Zeit zur Verfügung stehen werden. Die Reihenfolge ist willkürlich und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt. Bitte wirklich 15 Einzelfilme.

Da muss ich mal tief in meiner Sammlungsverwaltung schauen, denn einige werden zwar vom kläglichen Rest meiner DVD-Sammlung kommen, aber ich will ja nichts vergessen. Die meisten in dieser Liste würde ich als Lieblingsfilme klassifizieren, aber es ist nun mal die Definition eines Lieblingsfilms, dass man den öfter gucken kann. Wenn ich den deutschen Titel dazuschreibe, habe ich den Film beim ersten Mal nicht auf Englisch gesehen. Es tauchen sicher einige Filme auf, die man alleine schon aufgrund ihres komplizierten bzw. trickreichen Plots mehrmals sehen muss.

  1. Breakfast at Tiffany’s (Frühstück bei Tiffany)
  2. Death at a Funeral
  3. Eternal Sunshine of the Spotless Mind
  4. Field of Dreams (Feld der Träume)
  5. Fried Green Tomatoes (Grüne Tomaten)
  6. Grosse Pointe Blank
  7. Groundhog Day (Und täglich grüßt das Murmeltier)
  8. L.A. Confidential (L.A. Confidential)
  9. M*A*S*H
  10. The Mosquito Coast
  11. The Rocky Horror Picture Show
  12. Stand By Me (Geheimnis eines Sommers)
  13. The Sting (Der Clou)

Test-Bericht: Online lernen mit Lecturio

In letzter Zeit sind MOOCs (massive open online courses) immer beliebter geworden und die meisten haben sicher schon vom Platzhirsch Coursera gehört. Der ist seit knapp zwei Jahren im Geschäft und bietet Tausende Kurse an. Ich selber habe schon einige mitgemacht und werde deshalb meine Erfahrungen mit denen von Lecturio vergleichen. Dies ist eine “Bildungsplattform für Professionals”, d.h. nicht ganz das Gleiche, aber zumindest kann ich einschätzen, was ich besser und schlechter finde. Vielleicht hat der eine oder andere Leser ja auch schon Erfahrungen gemacht und kann dazu kommentieren.

Der Hauptunterschied ist, dass bei Lecturio die Kurse nicht nach einer zeitlichen Vorgabe ablaufen[1], sondern man absolviert einen Kurs mit allen verfügbaren Lektionen nach eigenem Tempo. Ein weiterer Unterschied ist das Preismodell. Bei Coursera sind meines Wissens alle Kurse kostenlos und es gibt z.B. signierte Zertifikate gegen Gebühr. Der Zielgruppe angepasst, sind bei Lecturio fast alle Kurse gegen eine monatliche oder einmalige Zahlung zu haben.

Wer sich jetzt fragt, wie das als Geschäftsmodell funktionieren soll, der braucht nur einen Blick auf die Kurse[2] zu werfen. Da finden wir sehr viele spezifische Angebote für den deutschen Markt (z.B. aus Wirtschaft, Jura und Medizin) und es erinnert ein bisschen an die gute alte Volkshochschule. Wer sein Staatsexamen bestehen will, der ist wahrscheinlich eher bereit, dafür Geld auszugeben.

Nun aber zum eigentlich Wichtigen und meinem Testerlebnis. Ich habe mir das Python-Tutorial ausgesucht, da ich diese Programmiersprache gerade am Erlernen bin. Der Kurs an sich ist zum Testen aller Funktionen aber nicht so geeignet, da es z.B. keine Zwischenprüfungen zum Lernfortschritt oder Materialien zum Download gibt.

Last.fm-Session von Stornoway

Es ist nun schon zwei Wochen her, dass Stornoway für Gibson und Last.fm eine Session eingespielt haben. Der obige Tweet mit Säge[1] hat mich wieder daran erinnert und hier gibt es nun die beiden knuffigen Songs Farewell Appalachia und Josephine. Enjoy!

  1. Falls die Einbettung nicht sichtbar sein sollte, hier ist das Original: https://twitter.com/lastfmoriginals/statuses/437235424927698944 []