Freibadwetter im April

Der April bricht dieses Jahr alle Rekorde, die Waldbrandgefahr steigt, die Bauern beklagen zu befürchtende Ernteausfälle und der Normalbürger würde gerne ins Freibad gehen.

Aber die meisten sind noch zu, nur in größeren Städten hat das eine oder andere schon geöffnet (auf die Schnelle gefunden: Liste der geöffneten Freibäder in Niedersachsen von ffn). Die meisten öffnen erst im Mai oder ausnahmsweise schon ab diesem Wochenende.

Worauf ich hinaus will: früher begann die Freibadsaison im April, d.h. von Anfang April konnte/durfte/musste man ins Freibad. Ich gehörte zur letzteren Fraktion, als aktives Mitglied im Schwimmverein. Ab April fanden alle Wettkämpfe draußen statt, also wurde auch draußen trainiert. Es war ja auch schon so lange hell. Wenn auch nicht immer angenehm. Doch egal ob kalt oder regnerisch, es wurde im Freibad trainiert. Ich kann mich noch genau erinnern, dass die Temperaturanzeige einmal tatsächlich neun Grad angezeigt hat. Doch das Wasser war mit über 25 Grad kuschelig warm und so gab es keine Widerrede. Man konnte ja alle halbe Stunde für ein paar Minuten ins Warmbadebecken oder unter die heiße Dusche, um seine blauen Lippen wieder in Ursprungsfarbe zu bringen und die schlotternden Glieder zu beruhigen.

Badepark Ellental BietigheimJa, den Badepark Ellental in Bietigheim habe ich in allen Wetterlagen kennengelernt. Auf dem Bild (Quelle: Stadt Bietigheim) oben links ist das Sportbecken zu sehen und da hat(te) der Schwimmverein immer die zwei linken Bahnen zur Verfügung. Allerdings wenn es gar zu heiß wurde nur eine Bahn. Bei neun Grad allerdings hatten wir das Becken fast für uns alleine. Ja fast! Es gab tatsächlich auch immer eine handvoll Unerschrockener, die sich auch von diesen Temperaturen nicht abhalten ließen.

Aufruf zur Blogvolk(s)zählung

Bei meiner täglichen Blog-Lektüre bin ich via den Glühweinjunkies-Beitrag Blogwegweiser auf den Aufruf zur Weblogzählung bei Sajonara gestoßen. Dort heißt es

Ich bin dafür, wir, die Blogosphäre tun ganz in viraler Manier dieses Mediums eine Blogzählung durchführen. Wie wir das tun? Betrachten wir diesen Eintrag als das ultimative Stöckchen. Jeder Blogbetreiber, der von seinem Blog sagen kann, es sei aktiv betrieben, möge bitte ein Pingback auf diesen Blogeintrag erzeugen. Damit die Idee auch die Runde macht, würde ich vorschlagen, dass alle diesen Aufruf weitergeben. Es ist hoffentlich möglich, dieses Unterfangen zu meistern, oder zumindest annähernd an die geschätze Zahl vom Popkulturjunkie zu gelangen. Auf geht’s Jungs und Mädels, Damen und Herren BloggerInnen.

Die angesprochene geschätzte Zahl deutschsprachiger Blogs soll 27 Tausend (!) betragen. Nun, als aktiven Blog würde ich den meinen bezeichnen, denn laut meinen Useless Stats gilt derzeit

Average of 1.00 posts per day in the past week.
Average of 0.87 posts per day in the past month.

Falls einer meiner handvoll Leser, die selber einen aktiven Blog betreiben davon noch nichts wussten, fühlt Euch hiermit angesprochen.

Riesen-Hummel (oder so was ähnliches)

Hummel und Finger im Größenvergleich Dieses Ding flog gerade hier rum und hat mich furchtbar erschreckt, als es da so laut brummend ankam. Frage: Was ist das? Der Körper ist fast vollständig schwarz, nur hinten rot-orange, ziemlich flauschig (hummelartig) und groß (wie man am Größenvergleich mit meinem Finger sehen kann). Zum Größenvergleich möchte ich noch anmerken, dass man die perspektivische Verzerrung bedenken möge und dass die Hummel tatsächlich so dick und halb so lang wie mein Zeigefinger war ist. Sie lebt hoffentlich noch, ich habe sie jedenfalls durch das Fenster rausfliegen lassen.

Es könnte sich um eine Steinhummel handeln, eine der häufigsten in Mitteleuropa:

Steinhummel

Farblich passen die anderen europäischen Hummeln nicht – sofern denn ein Artikel mit Bild verfügbar ist.

Es: Das ehemalige Mitglied

In den letzten Tagen konnte man mitverfolgen (vor allem in der Tagesschau), dass die Eigenart der Geschlechtereinteilung von Dingen nicht immer logisch ist. Es war öfter die Rede von

Das ehemalige RAF-Mitglied XY hatte […] und es war …[]

Das klingt schon sehr komisch. Andererseits erhalten weibliche Mitglieder[1] die gleiche Behandlung. Warum verwendet man nicht immer die alternative Form “Ex-RAF-Terrorist”? Den Terroristen kann man auch ganz leicht verweiblichen.

Oder möchte man die Deutschen nicht im Zusammenhang mit dem bösen Wort des Terrorismus nennen? Nun, laut Definition[2] sind bzw. waren die RAF-Mitglieder aber genau das.

Oder möchte man damit ausdrücken, dass sie soviel mehr waren als Terroristen? Nun, das ist eine Glaubensfrage, auf die ich hier nicht eingehen möchte.

Oder weil es neutraler klingt? Das ist schon richtig. Das ist eigentlich der einzige plausible Grund, der mir einfallen würde.

Oder geht es hier um die Unterscheidung, dass sie jetzt nicht mehr Mitglied der RAF sind? Die hat sich 1998 selbst aufgelöst und somit sind alle, die jemals Mitglied waren mittlerweile ehemalige Mitglieder!

  1. die weibliche Form von Mitglied wird ja auch manchmal als Ohneglied angegeben []
  2. Unter Terrorsmus (lateinisch terror: Furcht, Schrecken) sind Gewalt bzw. Gewaltaktionen (wie z.B.: Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen (Definition nach Waldmann). Terrorismus ist keine militärische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie. Terroristen greifen nicht militärisch nach Raum (wie z.B. der Guerillero), sondern wollen das Denken besetzen. Quelle: Wikipedia []

Der Nächste ist immer besser als der Vorherige

Flagge der SowjetunionFlagge von RusslandDie letzten drei “Herrscher” in Russland wurden bei Amtsantritt groß gefeiert und verloren dann im Laufe der Jahre an Ansehen, bis schließlich der Nachfolger als der Erlöser gefeiert wurde und das gleiche Spiel von vorne begann. So kommt es mir jedenfalls so vor. Der Zerfall der Sowjetunion (und der Mauerfall) fällt genau in die Zeit, als ich anfing, zu begreifen, was Politik und Weltgeschehen überhaupt bedeutet.

  • Michail Gorbatschow war erst Generalsekretär der KPdSU und dann Präsident der SU. Er führte 1986 Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umstrukturierung) ein und half mit, den kalten Krieg und die Trennung Deutschlands zu beenden. Er bekam sogar 1990 den Friedensnobelpreis.
  • Doch 1991 kam der Augustputsch, in deren Folge die SU zerfiel, die Russische Förderation gebildet wurde und Jelzins Macht wuchs.
  • Boris Jelzin wurde dann 1991 der erste demokratisch gewählte Präsident der GUS. Acht Jahre lang blieb er an der Macht, bis er 1999 selber seinen Nachfolger ernannte.
  • Durch Gerüchte über Alkoholabhängigkeit und den Tschetschenienkrieg war er in Verruf geraten. Und seine Wiederwahl 1996 konnte nur durch die mächtigen und reichen Oligarchen gewährleistet werden.
  • Am letzten Tag des Jahres 1999 übernahm dann Wladimir Putin das Amt und galt erst einmal als neue Hoffnung.
  • Aber auch er hat in den letzten sieben Jahren sehr an Ansehen verloren. Auch er wird von den Oligarchen unterstützt und die Demokratie scheint nicht mehr oberstes Gebot zu sein (siehe Pressefreiheit unter Putin).

Jetzt wird’s esoterisch: Brainf**ck

Wie einem Poster in der letzten (4/2007) Ausgabe der IX zu entnehmen, gibt es unzählige Möglichkeiten und Programmiersprachen, um der Welt ein Hallo entgegen zu schmettern. Dabei bin ich auch auf die interessant betitelte sog. esoterische Programmiersprache[1] Brainf**k gestoßen. Es gibt nur die acht Zeichen < > + - . ; [ ] Möchte man “Hello World” sagen, so programmiert man ganz einfach

++++++++++[>+++++++>++++++++++>+++>+<<<<-]
>++.>+.+++++++..+++.>++.<<+++++++++++++++.>.+++.——.——–.

Sehr übersichtlich und logisch, oder?

Neugierig geworden, habe ich mich nach weiteren Beispielen zum Ausdruck von “Hello World” umgesehen. Und auch hier gibt es bei Wikipedia einen Artikel zum Thema. Besonders interessant der Abschnitt Exotische/Esoterische Programmiersprachen. Dort bin ich dann auf folgende interessante Beispiele gestoßen:

  • Die Portierung in zwei Dimensionen, Brainf**2D, sollte man sich mal ansehen!
  • Und auch die Weiterentwicklung für Orang-Utans (nennt sich Ook!).
  • Man kann die Welt auch als Kochrezept (Chef),
  • wahrscheinlichkeitstheoretisch (Java2K) oder
  • in klingonisch begrüßen (eigentlich heißt das in var’aq “Was möchtest du, Universum?”).
  • Oder gleich in Whitespace:

  
                  
                       
                               
                        
                                 
                               
                                 
                   
         
                                               
                               
                         
                                
            
                                       
                                               
                 
          
                                               
                               
                                
                                
                                 
                                       
                 
         
                                 
               
                                       
                       
                                        
                
                                               
   
       
            

       
 
                        
 
                
       
       
          
 
       
        

Wie man sieht, sieht man nichts, deshalb hier nochmal als Bild mit Syntax-Highlighting (grün sind Tabs, rot sind Leerzeichen):
Hello World in Whitespace

Auch in normalem Deutsch ein “Hallo Welt” und bis zum nächsten Mal!

  1. Esoterische Programmiersprachen sind Programmiersprachen, die nicht für ernsthafte Programmierung, sondern meistens als anspruchsvolle Scherze gedacht sind. Eine einfache Bedienung ist selten, teilweise werden Sprachen konzipiert, um möglichst komplizierte Algorithmen oder unverständliche Syntax zu haben, oft aber auch um neue Ideen auszuprobieren, oder um Möglichkeiten aufzuzeigen. Quelle: Wikipedia []

Falsch verkabelt von der Telekom

Durch den Artikel Ich bin nicht Murat im boschblog wurde ich wieder an einen etwas nervigen Fehler der Telekommunikationsleitung erinnert. Während Bosch sich mit dem Problem, dass seit Monaten auf seinem Mobiltelefon Anrufe für einen gewissen Murat ankommen rumschlägt, ist mein Problem leicht anders gelagert.

Es verwählen sich (meiner Meinung nach) überdurchschnittlich viele Menschen, die mein Festnetzelefon läuten lassen. Soweit ich das überblicken kann, wurden manche Personen mehrfach verlangt (von verschiedenen Anrufern), aber mein Namensgedächtnis ist nicht sooo gut, als dass ich das mit Bestimmtheit sagen könnte. So etwas kann ja möglich sein, wenn man eine fehleranfällige Nummer hat, aber damit werden die seltsamen Vorkommnisse nicht vollständig erklärt.

Zum Beispiel den Fall, dass ein Rechtsanwalt einen Klienten sprechen wollte und auch beim zweiten Versuch bei mir ankam. Die Nummer, die er von seinem Telefondisplay ablas war meine. Aber er meinte, da wäre ein Zahlendreher drin, er hätte garantiert die andere Nummer gewählt. Aber nachdem die Verbindung hergestellt wurde, stand plötzlich die Nummer mit Zahlendreher im Display. Als er dann auch beim dritten und vierten Versuch bei mir rauskam, hat er aufgegeben. Da muss nun wirklich ein technischer Fehler vorliegen.

Ein weiterer seltsamer Faktor bei der Geschichte ist, dass dies nur eine der ISDN-Nummern betrifft. Mittlerweile frage ich den Anrufer, welche Nummer denn das eigentliche Ziel war. Manchmal kommt es auch tatsächlich vor, dass derjenige meine Nummer wählen wollte. Jetzt kann man als Argument anführen, dass da jemand eine falsche Nummer angegeben hat, um weiterer Verfolgung zu entkommen. Aber seinem besten Freund oder seinen Schwiegereltern gibt man schon die richtige Nummer, oder? Und es kann ja nicht sein, dass es so viele ähnliche Nummern gibt, als dass die sich alle vertan hätten (der Freund bzw. die Schwiegertochter, als sie die Nummer angegeben haben).

Viel zu lesen

Bücherstapel

Der aktuelle Bücherstapel auf meinem Nachttisch. (Die Bildqualität ist grausam, da meine Handykamera nicht mehr hergibt. ausgetauscht) Von oben nach unten:

  1. Special Topics in Calamity Physics von Marisha Pessl
  2. The Blind Watchmaker von Richard Dawkins
  3. Enduring Love von Ian McEwan
  4. Playing Beatie Bow von Ruth Park
  5. Last Chance To See von Douglas Adams

Es ist Zufall, dass das alles englisch-sprachige Bücher sind. Aber zumindest wahrscheinlich, da die meisten Bücher, die ich lese von britischen oder amerikanischen Autoren sind. Andererseits lese ich deutsche und nicht-englischsprachige Autoren in deutsch und da gibt es auch nicht wenige. Aber da tendiere ich dann wieder zum Hörbuch, vor allem bei Krimis. Bei Amazon gibt es z.B. fast 100 Krimi-Hörbücher von skandinavischen Autoren. Sollte ich mir aber gar nicht erst ansehen, da ich jetzt schon zu wenig Zeit habe.

Skype als Partnersuchmaschine

Es ist mir nun schon öfter passiert, dass völlig Fremde mich fragen, ob ich sie in meine Skype-Kontaktliste aufnehme. Je nachdem, wie der jenige anfragt oder was im Profil steht, stimme ich dann auch zu. Doch nun ist es schon zweimal vorgekommen, dass Skype eher als moderne Version von Kontaktanzeigen verwendet wird. Das letzte Beispiel soll dies verdeutlichen.

Ein junger Mann fragt an, ob ich ihn aufnehme, er sei auch Student in Greifswald. Ich dachte mir, das kann ja so schlimm nicht sein und akzeptiere. Daraufhin schreibt er über die Sofortnachrichten-Funktion (angerufen hat er – zum Glück – nicht). Es ging hin und her und wir haben so herausgefunden, dass es uns beiden gut geht und dass er Medizin studiert und dass ich keine Studentin (mehr) bin. Nach genau fünf Minuten und 31 Sekunden fragt er

bist du solo?

Was habe ich denn davon zu halten? Wer blöd fragt, bekommt eine blöde Antwort und ich sage

ne hab grad keine freundin

Er ist davon offensichtlich etwas verwirrt, denn ich dachte immer Julia sei ein international bekannter Frauenname. Aber er fragt

bist du mann?

Ich konnte das/ihn dann aufklären. Doch kapiert hat er es nicht, bis ich ihm dann sagte, dass so eine Frage nach gerade mal fünf Minuten nicht angebracht sei. Er hat das nicht so gesehen und deshalb habe ich ihn gesperrt. Ende.