Hallo sehr geehrter Ebay Mitglied

Vorher wäre ich fast auf eine Spam-E-Mail reingefallen. GMX informiert mich immer über E-Mails in meinem Spamverdacht-Ordner mit Absenderadresse und Betreff. Normalerweise erkennt man sofort, wenn es sich um Spam handelt. Vor allem, wenn man sich bei den Spam-Junkies über aktuelle Themen informiert. Aber heute fand ich folgende Information:

[S]
Von: “eBay.de” <presse@ebay.de>
Betreff: EBay-Hinweis zu geanderter E-Mail-Adresse

Das [S] bedeutet, dass die E-Mail über den Spamserver-Blocker erkannt wurde, d.h. diese E-Mail wurde nicht über den tatsächlichen Mailserver des Absenderdienstes eingeliefert. Kann also nicht legitim sein! Und ich habe auch nicht bei eBay eine Änderung meiner Adresse beantragt. Aber neugierig war ich schon. Also habe ich mal nachgesehen.

Schon die unpersönliche Anrede

Hallo sehr geehrter Ebay Mitglied

mit Rechtschreibfehlern bedeutete Gewissheit. Und aufgrund der Tatsache, dass die E-Mail gar nicht an meine für eBay verwendete Adresse geschickt wurde, ließ mich die in fetter Schrift gedruckte Aufforderung

Falls die Email Adressen nicht von Ihnen geändert wurde dann führen Sie sofort Schritte aus die in dem beigelegtem Dokument beschrieben sind!

völlig kalt. Was mich allerdings beeindruckte war die Tatsache, dass die enthaltenen Links auf die echten Inhalte von eBay verwiesen. Da hat sich mal einer informiert, woran man Spam-Mails erkennt und wie der schlaue Spammer sowas umgeht. Schließlich soll der unbedarfte Empfänger ja auf den Anhang klicken.

Und wo wir schon von den Spam-Junkies sprachen. Auch ich werfe einen Euro in den 250-Euro-Linklotterie-Topf.

To go Klebold

Um nicht noch einen Artikel aus der Distanz über die Schießerei in Virginia zu verfassen, möchte ich nur kurz äußern. In der Schule (im English-LK) haben wir uns auch mit dem Thema befasst, allerdings ging es damals hauptsächlich um das Jonesboro Massacre, wo zwei Jungen im Alter von 13 und 11 mehrere Schüler töteten und verletzten. Es gibt übrigens bei Wikipedia eine eigene Rubrik dafür (Category:School shootings in the US perpetrated by students), wie ich gerade mit Entsetzen feststellen musste. Und auch bei BBC News gibt es eine Timeline: US school shootings.

Die Schießerei an der Columbine High habe ich noch gut in Erinnerung, weil dies an meinem letzten Schultag geschah, nur wenige Stunden nachdem ich mein letztes Zeugnis in Händen hielt. Die zwei Täter, Eric Harris und Dylan Klebold, sind mittlerweile namentlich in die Alltagskultur der Amerikaner übergegangen. Einmal durch den Film Bowling for Columbine, aber auch als “Verb”, wie folgendes Zitat zeigt. Es ist aus dem Buch, das ich gerade lese (Special Topics in Calamity Physics)[Amazon-Partner-Link]. Zwei Schülerinnen unterhalten sich über eine Lehrerin:

“She’s tweaked. Wouldn’t be shocked if she went Klebold.”

Dazu gibt es keine weiteren Erklärungen, d.h. vom Leser wird selbstverständlicherweise erwartet, das er das versteht. Würde mich mal interessieren, wie das in der deutschen Ausgabe (Die alltägliche Physik des Unglücks) gelöst ist. Wahrscheinlich muss da eine längere, erklärendere Phrase her.

Update: Ein Artikel vom 30. Mai zum Thema gibt es bei USA erklärt: Kurz erklärt: Going Postal, wo es heißt

Lesestöckchen

Hola mein erstes Stöckchen und dazu noch ein sehr schönes – danke flash. Obwohl ich betonen möchte, dass ich nur UNTER ANDEREM populärwissenschaftliche Bücher lese! Dann mal frisch ans Werk.

Gebunden oder Taschenbuch?

Eindeutig Taschenbuch. Taschenbücher sind leichter und damit leichter handhabbar und natürlich auch wesentlich billiger. Als Nachteil könnte man anführen, dass die Taschenbuchausgabe immer eine ganze Zeit später veröffentlicht wird, aber es kommt selten vor*, dass ich ein Buch sofort nach Erscheinen lesen will.

Amazon oder Buchhandel?

Normalerweise hätte ich jetzt gnadenlos Amazon geschrien, aber meine letzten beiden Bücher habe ich im Buchhandel gekauft. Ok, die allerallermeisten Bücher kaufe ich online, da ich dafür nicht extra raus und in die Stadt gehen muss und sehr viel einfacher suchen und vergleichen kann. Ich hab auch mal andere Online-Versandbuchhandlungen ausprobiert, aber bisher hat mich nichts überzeugt (es scheitert oft schon am nicht kostenlosen Versand).

Lesezeichen oder Eselsohr

Eselsohren sind das Schlimmste was einem Buch passieren kann! Abgesehen von Knicken im Buchrücken (bei Taschenbüchern), deshalb benutze ich nur Lesezeichen. Dank meiner vielen Amazon-Bestellugen habe ich mittlerweile eine ganz ordentliche Sammlung. Die papiernen sind mir am liebsten, weil sie ihre Aufgabe erledigen und doch unauffällig bleiben.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?

Oh, diese Frage trifft eine empfindliche Stelle. Ich ordne gerne, aber dabei soll es noch “ordentlich” aussehen und gleichzeitig Sinn ergeben. Dann hat man noch das Problem, dass die Regale eine bestimmte Größe haben und selten mit dem Ordnungsprinzip übereinstimmen. Also wie genau jetzt? Vorrangig nach Themengebieten, aber wie gesagt, dass kann man nicht durchgängig anwenden (z.B. weil man Taschenbücher und gebundene Bücher hat oder englische und deutsche) und deshalb scheitert es oft auf halbem Wege.

Die Kunst des Sich-In-Listen-Eintragens

Angenommen man bekommt die Aufgabe, sich in eine Liste einzutragen, die mit der Aufforderung “Bitte lesbar in Druckbuchstaben” überschrieben ist, was tut man der gemeine Student[1]?

  • Alle Daten (ganz besonders den Namen) so schreiben, als ob man unterschreiben würde.
  • Eine E-Mail-Adresse wählen, die aus absurden Phantasienamen und wirren Buchstabenkürzeln besteht.
  • Jede Gelegenheit nutzen, die abgefragten Informationen kryptisch zu verschlüsseln.

Wenn man alle diese Regeln befolgt, kann man sicher sein, dass demjenigen, der die Daten “digitalisieren” soll im Verlauf graue Haare wachsen.

Der findige Digitalisierer kommt vielleicht auf die Idee, sich die Daten gleich per E-Mail schicken zu lassen. Dann hat man alles schwarz auf weiß und garantiert eine gültige E-Mail-Adresse. Doch weit gefehlt. Denn es gibt eindeutige Nachteile

  • Die Nachrichten trudeln so nach und nach ein und keiner weiß, ob nun tatsächlich jeder wusste, dass eine E-Mail verlangt war.
  • Die allermeisten vergessen den allergrößten Teil der benötigten Daten anzugeben.
  • Aufgrund der abenteuerlichen E-Mail-Adress-Konstruktionen ist es sehr wahrscheinlich, dass die E-Mail im Spamordner landet.

Dann könnte man noch auf die Idee kommen, ein Formular auf einer Webseite zu konstruieren, wo die benötigten Daten als erforderliche Angaben abgefragt werden. Ja, das wäre schön, aber die bürokratische Adminstration sieht solche Spirenzchen nicht vor.

Das wollte ich nur mal loswerden. Und dem interessierten Leser sei der Tipp gegeben, beim nächsten Mal das mit den Druckbuchstaben bitte zu beherzigen.

  1. Hier ist gemein im Sinne von allgemein gemeint. Obwohl man auch auf die Idee kommen könnte, es sei im Sinne von bösartig gemeint []

Pop! Goes My Heart

Heute morgen bin ich ja fast von der Couch gefallen, als ich folgendes Musikvideo gesehen habe. Bzw. nicht während des Videos, das ich für ein uraltes 80er-0815-Popvideo hielt. Nein, als ich las, wer das denn singen soll.

http://www.youtube.com/watch?v=S0A7dtdc-nU

Das Video ist unsäglich krankhaft fröhlich (aber vielleicht macht die Übertreibung es wieder wett…) und ich dachte mir so “Hm, der Sänger sieht aus wie Hugh Grant, wenn da nicht diese grässliche Frisur wäre.” Ja, tatsächlich, es war der gute Hugh!

Von seinem “neuen” Film Mitten ins Herz (Originaltitel: Music & Lyrics). Ich hätte Gelegenheit gehabt, den in Kanada zu sehen. Aber nachdem ich jetzt das Video gesehen habe, bin ich ganz froh darüber.

Update: Nachdem ich mir das Video jetzt nochmal genau angesehen habe, kann ich folgendes vermelden. Erstens ist es wohl tatsächlich Hugh, der da singt, man erkennt seine Stimme eindeutig. Zweitens soll das so extrem sein, weil seine Rolle in dem Film das verlangt. Scheint doch was dran zu sein. Habe den Film vorsichtshalber mal auf meine LoveFilm-Ausleihliste gesetzt. Wenn der Film nur ansatzweise so ironisch abrechnend wie American Dreamz ist, dann sollte er gut sein.

Schaukeln und Rumwälzen (auch bekannt als Rock’n’Roll)

Kleine Überraschung: ich schreibe über die gestrige NDR 2 Sendung, diesmal Rock is King betitelt. Es geht um meine Lieblingsmusikrichtung Rock’n’Roll und alles was danach kam, deshalb werde ich mir die Songs mal vorknöpfen und einige persönliche Bemekungen dazu schreiben.

  • Joan Jett – I Love Rock & Roll
    Ein später Klassiker, der so richtig abgeht und damit ein würdiger Anfang. Der Song wurde vor einigen Jahren wieder in mein Bewusstsein gebracht, als er fürchterlich misshandelt wurde (darauf werde ich jetzt aber nicht eingehen…).
  • Bill Haley – Rock Around The Clock
    Kandidat für den ersten Rock’n’Roll-Song. Ich hatte mal eine Kassette mit “20 Golden Hits of Rock” wo der drauf war – oh wie habe ich diese Kassette geliebt! Den Song haben wir sogar mal im Englischunterricht besprochen und ich konnte dann die Aufnahme dazu liefern.
  • Bob Seger – Old Time Rock’n’Roll
    Ein etwas ruhigerer und wehmütigerer Song, der behauptet, dass die heutige Musik nicht mehr die gleiche “Seele” besitzt. Da kann ich nicht so ganz zustimmen, ist aber trotzdem einer meiner Lieblingssongs.
  • Elvis Presley – Jailhouse Rock
    Wieder ein Kandidat aus den Fünfzigern, der einfach nur super ist. Und im gleichnamigen Film ist Elvis sogar echt gut.
  • Electric Light Orchestra – Rock And Roll Is King
    Kannte ich bis dato noch nicht, werde ich mir aber merken. ELO hat ja auch eine fantastische Version von Roll Over Beethoven gemacht – vielleicht sollte ich mir mal The Ultimate Collection[*] zulegen, da sind beide drauf.

Reptilien am Bodensee AKA Tatort: Engel der Nacht

Spaßeshalber habe ich mal versucht, alle die “freilaufenden” Reptilien zusammenzusuchen. Erst habe ich mich gefragt, ob das eine künstlerisch wertvolle Zutat des Regisseurs war, aber dann wurde ja aufgeklärt, dass der Junge (Manuel) einige Tiere freigelassen hat. Ok, die hier habe ich gefunden:

  • Albino-Schlange (auf einem Baum am Straßenrand auf dem Weg zu Freundin Johanna),
  • Gürteltier (auf der Straße als der Stuttgarter festgenommen wurde),
  • Kaiman (o.ä. im Gebüsch vorm Haus von Johanna),
  • Schildkröte (von Manuel in Kiste verpackt – ok das ist nicht freilaufend, aber freigelassen hat er sie jedenfalls),
  • Gecko (Manuel selber…)

Die blumige Komissarin konnte ihre Fitness beweisen (kann zu Fuß Radfahrer verfolgen) und ich schließe mit den Worten

“Ich hab doch gar nix gemacht.” sagte die Ameise und pinkelte ins Meer.

Bzw. dann doch noch nicht Schluss, denn dieser Spruch ist erstens ein nordplattdeutsches Sprichwort und zweitens heißt das richtig so:

“Jede Drüppen hölpt” see de Pismieg un pinkel in’t Watt. (= “Jeder Tropfen hilft” sagte die Ameise und pinkelte ins Wattenmeer.)

Update: Das Angucken hätte ich mir sparen können, denn eine “Zusammenfassung” (= Mängelliste) findet man im tazblog (via Sopran)

Bemerkungen zu und Zitate aus “The Ancestor’s Tale”

Um welches Buch geht es?

Über Ostern hatte ich das Vergnügen ein weiteres Buch von Richard Dawkins zu lesen. Der Untertitel von The Ancestor’s Tale[*] (dt: Gipfel des Unwahrscheinlichen. Wunder der Evolution[*]) Geschichten vom Ursprung des Lebens: Eine Zeitreise auf Darwins Spuren[*][1] lautet “A Pilgrimage to the Dawn of Evolution”. Und das Buch hält Wort. Der Titel und der Aufbau leitet sich von den Canterbury Tales ab[2].

Das Buch kann man wohl in die Rubrik “Populärwissenschaft” einordnen, das teilweise vor komplizierten Sachverhalten und Fachausdrücken nicht zurückschreckt und wohl auch an manchen Stellen langatmig genannt werden könnte. Ich finde es durchgehend fesselnd und man merkt gar nicht, dass man eigentlich Systematik lernt. Damit ist es sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber man sollte beachten, dass noch viel mehr Themen als nur Evolution behandelt werden bzw. auf viele Details aufmerksam gemacht wird, die einen in Staunen versetzen. Als Argument gegen das Buch generell das “falsche Deutsch” anzuführen (so gesehen in einer Amazon-Rezension), geht allerdings eindeutig zu weit: da kann der Autor nun wirklich nichts dafür. Viele hatten wahrscheinlich nicht das Glück Biologie und speziell Evolution auf so unterhaltsame Weise beigebracht zu bekommen und haben hier die Gelegenheit das nachzuholen. Ich dagegen hatte im Biologie-Leistungskurs (wo Evolution und Systematik Thema war) einen sehr guten Lehrer, der selber mit Spaß an der Sache dabei war. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum mir das Buch so gut gefallen hat. Und einer der Gründe für die Wahl meines Studienfachs Biomathematik, wo Evolution mit ihren Abstammungsbäumen und der zugrunde liegenden Mathematik und Genetik ein großes Themengebiet ist.

Frühstückspause passend zur Jahreszeit

Frühstückspause
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[Wer es nicht erkannt hat: das ist Kaffee in einer sehr großen Tasse mit einem Stück Schokolade.]
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[Wer es immer noch nicht erkannt hat: sowohl die Tasse als auch die Schokolade sind mit einem Weihnachtsmann-Motiv bedruckt.]
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[Und es ist schon nach halb zehn, ich weiß…]