Wenn Aktualität Aktualisierung verhindert

Hier ein bezeichnendes Beispiel aus der wahren Welt, wo wieder mal demonstriert wird, dass das eigene Sicherheitsbewusstsein oft ein Stolperstein sein kann. Ich bin recht vorsichtig und vor allem immer darauf bedacht, die neuesten Software-Versionen zu verwenden. Und warum kann das ein Problem sein? Weiterlesen!

Heute morgen bekam ich vom Leiter des Rechenzentrums meiner Alma mater eine interessante E-Mail. Darin gab es einen Link zu einer Seite, auf der getestet werden soll, ob die eigene E-Mail-Adresse noch gültig ist. Abgesehen davon, dass wir ungefähr das dritte Mal in diesem Jahr dazu aufgefordert werden, möchte ich noch erwähnen, dass man da auch sein Passwort eingeben soll, obwohl das für das Testen völlig überflüssig ist und auch ohne diese Blödheit funktioniert!

Nun aber zum eigentlich Thema, und dazu heißt es in der E-Mail

Der Test bewirkt, dass Ihr Mailaccount mit einem neuen, automatisch aus den Personallisten erzeugten Verzeichnis (LDAP-Verzeichnis) abgeglichen wird. Ohne Eintrag im LDAP können Sie sich nicht für den zentralen Spamservice registrieren lassen (siehe vorhergehende Mail).

Die vorhergehene Mail habe ich schon gelöscht (nach kurzem Überfliegen und für-unwichtig-befunden-werden), darauf kann ich also nicht weiter eingehen.

Vorbildliche Bürgerin, die ich bin, habe ich natürlich pflichtgemäß auf den Link geklickt. Und was passiert? Firefox serviert mir die Meldung

Firefox kann keine sichere Verbindung zu [...] aufbauen, da die Website eine veraltete, unsichere SSL-Version verwendet.

Hinflug mit Hindernissen

Vor gut einer Woche hatte ich das Vergnügen eine Reise über den großen Teich zu absolvieren, um an einer Konferenz teilzunehmen. Auf dem Hinflug ging so einiges schief. Dies hier soll eine kurze Aufzeichnung der Ereignisse werden, auch damit ich mich selber später davon überzeugen kann, dass es tatsächlich stattgefunden hat.

Die Bahnfahrt zum Flughafen haben wir (zu zweit waren wir) noch glücklich überstanden. Wir sind abends gefahren und wollten am Flughafen übernachten, da es zeitlich nicht anders möglich war. Ich habe schon mehrfach am Flughafen übernachtet (in Rom und London) und habe das bisher immer gut überstanden. In Berlin aber wurden wir dann nach Mitternacht in eine kleine Nebenabfertigungshalle mit etwa ein Dutzend Sitzen geführt, in der wir dann übernachten sollten. Natürlich waren wir nicht die Einzigen und deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als auf dem Boden zu schlafen. Sehr ungemütlich. Und kalt. Und ungemütlich. Und außerdem recht kalt.

Am nächsten Morgen wollten wir dann gemütlich einchecken. Wir hatten online schon alle Informationen (Adresse in den USA etc) eingegeben und hofften, dass wir nur unser Gepäck abgeben müssen und fertig. Aber anscheinend sind die neuen Schnell-Check-In-Terminals ein größeres Problem für die Mitarbeiter der Fluglinie und es hat doch etwas gedauert, bis wir endlich unsere Bordkarten erhalten haben. Wegen des Gepäcks gab es kein Problem, da wir beide nicht einmal die Hälfte des erlaubten Limits überschritten. Das Gate war direkt hinter dem Sicherheitscheck und in der Zone war nur ein Geschäft, das aber noch geschlossen war. Also zwei Stunden warten. Sehr nett. Zu diesem Zeitpunkt war die Welt ja noch in Ordnung.

Was man vor einer Flugreise vermeiden sollte

Morgen früh werde ich mich in ein Flugzeug setzen, welches mich dann in die USA bringen wird. An sich nichts Besonderes. Ich bin auch schon öfter geflogen, hauptsächlich kürzere Flüge, aber auch zwei längere, u.a. in die USA. Flugangst habe ich keine, weil ich nach dem Motto im Flieger sitze “Runter kommen wir auf jeden Fall und ich habe da keinen Einfluss drauf, also kann ich genauso gut relaxt den Flug genießen”.

Am Mittwoch habe ich nun den Fehler gemacht, mir endlich einmal Lost anzuschauen (d.h. den Pilotfilm). Und worum geht es da? Richtig, um einen Flugzeugabsturz der besonders unerwünschten Kategorie (da die Überlebenden danach auf einer einsamen Insel sind und nicht gerettet werden – sonst würde ja keine TV-Serie daraus). Die Szenen des Absturzes waren besonders aufrüttelnd. Mir ist das erst während dem Anschauen aufgefallen, dass ich ja circa 80 Stunden später selber in einem Flugzeug sitzen werde.

Sooo schlimm ist es nun auch nicht, aber man weiß ja nie. Ich habe mir jedenfalls genug Lese- und Hörstoff mitgenommen, um mich abzulenken. Denn die Filme und Musik an Board müssen nicht unbedingt meinen Geschmack treffen. Wir werden sehen.

Ausprobieren: anderes Theme

Ich spiele gerade mit einem neuen Theme herum, nachdem ich mein aktuelles Theme in minutiöser Kleinstarbeit angepasst habe. Ich hoffe, ich kriege das wieder so hin, wie ich es mir vorstelle. Man wird sehen. Vor allem die Lokalisierung wird sicher ein Search-And-Replace-Operation werden. Und dann wäre da ja noch die Validierung, die mir besonders am Herzen liegt…

Update: Sieht so aus, als ob ersteinmal alles funktioniert und auch validiert. Ich habe noch nicht alles ausprobiert und ich habe auch noch nicht alle Features “übertragen” von meinem “alten” Theme.

dff: Langeweile

Es ist Freitag und ich reise gedanklich einen guten Monat in die Vergangenheit und befasse mich mit den dff Fragen vom 22. September 2006.

  1. Empfindest du regelmässig Langeweile?
    Nicht wirklich, ich weiß mich schon zu beschäftigen und wenn es nur das Durchschalten der Fernsehkanäle oder Surfen im Internet ist. Das kann ich locker längere Zeit durchhalten.
  2. Findest du es bedenklich, wenn jemand regelmässig an Langeweile leidet?
    Im Prinzip ja. Aber was heißt Langeweile? Dass man gerade nichts macht, das sinnvoll und zweckorientiert ist?
  3. Was sind deine Gegenmassnahmen?
    Siehe Frage 1. Aber auch Aufräumen (ob nun physisch in der Wohnung oder digital den Computer), Lesen, Fernsehen, Musik hören, …
  4. Was langweilt dich besonders?
    Das ist schwer zu sagen, da ich versuche, das langweilende Moment zu eliminieren. Wenn es z.B. ein Buch/Artikel oder ein Fernsehbeitrag ist, dann ist das recht einfach.
  5. Kannst du längere Zeit einfach nur still sitzen ohne etwas zu tun?
    Wenn Denken als “ohne etwas zu tun” gilt, dann ist das eine meiner leichtesten Übungen.

Pageflakes: Personalisierte Startseite aus Deutschland

Durch einen gesponserten Link bei Dr Web (denen ich normalerweise NICHT folge) bin ich auf Pageflakes gestoßen, eine personalisierte Startseite, ähnlich wie Google Personalized Homepage, Netvibes und Microsoft Live. Besagte Services habe ich noch nicht ausprobiert, weil die mir alle zu sehr nach Big Corporate und Privatinvasion riechen. Und braucht man ja sowieso nicht. Denkste! Ich bin sehr begeistert von Pageflakes. Wer mir nicht glaubt, sollte es einfach mal ausprobieren und schaut mal vorbei:

Pageflakes Homepage
Alle verfügbaren Flakes

Gibt es in verschiedenen Sprachen, u.a. auch in deutsch, weil die Firma Pageflakes Ltd in Deutschland basiert ist. Obwohl drei der fünf Gründer ursprünglich aus Bangladesh kommen.

Update: Einige interessante Gedanken zum Thema (in englisch) habe ich bei Solo Technology gefunden. Besonders empfehlen möchte ich die Beiträge Pageflakes – another “web” desktop? But wait! und Pageflakes and the new RSS Reader

Klischees, Ursachen und mathematische Leistung

Auf join-the-dots habe ich den Beitrag stereotypes, causes, and math performance gefunden, der im Original so lautet:

Article in Science (abstract, full text) on how women’s math performance is affected by whether they are considering genetic or experiential accounts for the stereotype of women#s underachievement in math.

Stereotype threat is when exposure to a self-relevant stereotype (e.g., regarding something like gender or race) causes someone to behave in such a way that perpetuates the stereotype. The authors of this article wanted to determine whether the causes given for women’s underachievement in math (namely, genetics or experience) affected women’s math performance, i.e., whether stereotype threat was affected by the causes given for that stereotype. (Note that the study was NOT intended to address the question of whether there are innate sex differences in math performance.) To test this, women were given a math test, then an essay to read, and then another math test. The essay either claimed that math-related sex-differences are genetic, experiential, or don’t exist. The women who were given essays stating that math-related sex-differences don’t exist or are due to experience significantly outperformed women who were given essays that claimed genetic causes. Interesting, huh?

(Thanks to Julia for pointing out the article.)

Anmerkung: Ich bin nicht gemeint mit obiger Julia, die die Verfasserin Hanna auf den Artikel hingewiesen hat.

Mein Versuch der Übersetzung:

Artikel in Science ([...]) über die Art, wie die mathematische Leistung von Frauen dahingehend beeinflusst wird, je nachdem, ob sie Klischees mit einbeziehen, die die schwächere mathematische Leistung von Frauen der Genetik oder der Erfahrung zusprechen.

Die Uni von der anderen Seite

Nachdem ich im letzten Jahr freudestrahlend mein Diplom in Empfang nehmen durfte, hat sich einiges geändert: Ich habe jetzt eine größere Wohnung, darf nicht mehr für wenig Geld krankenversichert sein, habe eine Lebensversicherung, besuche keine Pflichtveranstaltungen mehr (das ist allerdings schon seit zwei Jahren so, seit meiner Diplomarbeitsphase) usw. Diese und nächste Woche manifestieren sich die Änderungen im Besonderen.

  1. Heute habe ich meine erste Übung gehalten, d.h. ich stand da vorne und habe versucht, die Studenten (Erstsemester) zum Mitmachen zu Motivieren. Ich befürchte, ich habe keinen sehr guten Eindruck gemacht. Aber die Vorzeichen waren nicht wirklich optimal. Abgesehen davon, dass das Thema nicht wirklich interessant ist und die Übung fakultativ ist, war ich sehr nervös. Ich bin nicht sehr gut, wenn ich alleine vor einer Gruppe von Menschen vortragen soll. Mein Unterbewusstsein lässt sich nicht beeinflussen mit dem Hinweis, dass es gar nicht so schlimm ist und es um nichts geht. Fazit: ich habe eine schlaflose Nacht hinter mir und bin sehr, sehr froh, dass es vorbei ist. Und das Beste ist, dass es nächste Woche eine Pause gibt, weil…
  2. … ich dann in den USA auf eine Konferenz bin. Das ist zwar die dritte in diesem Jahr, aber die allererste im Ausland. Und dazu noch auf einem anderen Kontinent! Und es geht in das Wunderland Amerika. Mal sehen, ob sie meine Fingerabdrücke akzeptieren. Im letzten Jahr war ich indirekt auch schon auf dieser Konferenz vertreten durch ein Paper, aber ich habe nicht vorgetrage. Was aufgrund meiner problematischen Haltung zum Redenhalten (s.o.) eine sehr gute Idee war. Obwohl ich meinen Vortrag bei einer anderen Konferenz im Juli erstaundlicherweise überlebt habe.

dff: Musikalische Vorlieben

An diesem wettertechnisch sehr interessanten Dienstag (praktisch alle Wetterarten vertreten) werde ich mich mit den dff Fragen vom 15. Sep. 2006 befassen, die wieder von Scath präsentiert werden:

  1. Welche Art von Musik hörst du am liebsten?
    Alles Handgemachte im Bereich von Rock bis Pop, d.h. Richtungen wie Alternativ, Britpop, Country, Indie, Crossover, Folk, Oldies, Punk usw. solange es nicht Plastik ist.
  2. Wieviel Geld gibst du im Monat für Musik aus?
    Das schwankt, aber liegt meistens zwischen 50 und 150 Euro. (Ich bin ein Amazon-Addict.)
  3. Besuchst du Konzerte?
    Nicht mehr wirklich. War auch nicht auf so vielen Konzerten während meiner Jugend, weil ich der Meinung bin, dass man die Texte kennen sollte, wenn man auf ein Konzert geht und Festivals sind mir ein Greuel.
  4. Hast du eine Lieblingsband?
    Meine All-Time-Favourite-Band ist Bon Jovi. Ansonsten habe ich häufiger wechselnde kurzlebige Zuneinugen zu der einen oder anderen Band.
  5. Kennst du Newcomer-Bands die es einfach verdienen mal erwähnt zu werden?
    Ich würde da mal grundsätzlich alle empfehlen, die bei IndieFeed vorgestellt werden. Und da besonders hervorheben möchte ich die Black Angels. Der Song Bloodhounds On My Trail ist eine echte Perle.