Der Nächste ist immer besser als der Vorherige

Flagge der SowjetunionFlagge von RusslandDie letzten drei “Herrscher” in Russland wurden bei Amtsantritt groß gefeiert und verloren dann im Laufe der Jahre an Ansehen, bis schließlich der Nachfolger als der Erlöser gefeiert wurde und das gleiche Spiel von vorne begann. So kommt es mir jedenfalls so vor. Der Zerfall der Sowjetunion (und der Mauerfall) fällt genau in die Zeit, als ich anfing, zu begreifen, was Politik und Weltgeschehen überhaupt bedeutet.

  • Michail Gorbatschow war erst Generalsekretär der KPdSU und dann Präsident der SU. Er führte 1986 Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umstrukturierung) ein und half mit, den kalten Krieg und die Trennung Deutschlands zu beenden. Er bekam sogar 1990 den Friedensnobelpreis.
  • Doch 1991 kam der Augustputsch, in deren Folge die SU zerfiel, die Russische Förderation gebildet wurde und Jelzins Macht wuchs.
  • Boris Jelzin wurde dann 1991 der erste demokratisch gewählte Präsident der GUS. Acht Jahre lang blieb er an der Macht, bis er 1999 selber seinen Nachfolger ernannte.
  • Durch Gerüchte über Alkoholabhängigkeit und den Tschetschenienkrieg war er in Verruf geraten. Und seine Wiederwahl 1996 konnte nur durch die mächtigen und reichen Oligarchen gewährleistet werden.
  • Am letzten Tag des Jahres 1999 übernahm dann Wladimir Putin das Amt und galt erst einmal als neue Hoffnung.
  • Aber auch er hat in den letzten sieben Jahren sehr an Ansehen verloren. Auch er wird von den Oligarchen unterstützt und die Demokratie scheint nicht mehr oberstes Gebot zu sein (siehe Pressefreiheit unter Putin).

Jetzt wird’s esoterisch: Brainf**ck

Wie einem Poster in der letzten (4/2007) Ausgabe der IX zu entnehmen, gibt es unzählige Möglichkeiten und Programmiersprachen, um der Welt ein Hallo entgegen zu schmettern. Dabei bin ich auch auf die interessant betitelte sog. esoterische Programmiersprache[1] Brainf**k gestoßen. Es gibt nur die acht Zeichen < > + - . ; [ ] Möchte man “Hello World” sagen, so programmiert man ganz einfach

++++++++++[>+++++++>++++++++++>+++>+<<<<-]
>++.>+.+++++++..+++.>++.<<+++++++++++++++.>.+++.——.——–.

Sehr übersichtlich und logisch, oder?

Neugierig geworden, habe ich mich nach weiteren Beispielen zum Ausdruck von “Hello World” umgesehen. Und auch hier gibt es bei Wikipedia einen Artikel zum Thema. Besonders interessant der Abschnitt Exotische/Esoterische Programmiersprachen. Dort bin ich dann auf folgende interessante Beispiele gestoßen:

  • Die Portierung in zwei Dimensionen, Brainf**2D, sollte man sich mal ansehen!
  • Und auch die Weiterentwicklung für Orang-Utans (nennt sich Ook!).
  • Man kann die Welt auch als Kochrezept (Chef),
  • wahrscheinlichkeitstheoretisch (Java2K) oder
  • in klingonisch begrüßen (eigentlich heißt das in var’aq “Was möchtest du, Universum?”).
  • Oder gleich in Whitespace:

  
                  
                       
                               
                        
                                 
                               
                                 
                   
         
                                               
                               
                         
                                
            
                                       
                                               
                 
          
                                               
                               
                                
                                
                                 
                                       
                 
         
                                 
               
                                       
                       
                                        
                
                                               
   
       
            

       
 
                        
 
                
       
       
          
 
       
        

Wie man sieht, sieht man nichts, deshalb hier nochmal als Bild mit Syntax-Highlighting (grün sind Tabs, rot sind Leerzeichen):
Hello World in Whitespace

Auch in normalem Deutsch ein “Hallo Welt” und bis zum nächsten Mal!

  1. Esoterische Programmiersprachen sind Programmiersprachen, die nicht für ernsthafte Programmierung, sondern meistens als anspruchsvolle Scherze gedacht sind. Eine einfache Bedienung ist selten, teilweise werden Sprachen konzipiert, um möglichst komplizierte Algorithmen oder unverständliche Syntax zu haben, oft aber auch um neue Ideen auszuprobieren, oder um Möglichkeiten aufzuzeigen. Quelle: Wikipedia []

Falsch verkabelt von der Telekom

Durch den Artikel Ich bin nicht Murat im boschblog wurde ich wieder an einen etwas nervigen Fehler der Telekommunikationsleitung erinnert. Während Bosch sich mit dem Problem, dass seit Monaten auf seinem Mobiltelefon Anrufe für einen gewissen Murat ankommen rumschlägt, ist mein Problem leicht anders gelagert.

Es verwählen sich (meiner Meinung nach) überdurchschnittlich viele Menschen, die mein Festnetzelefon läuten lassen. Soweit ich das überblicken kann, wurden manche Personen mehrfach verlangt (von verschiedenen Anrufern), aber mein Namensgedächtnis ist nicht sooo gut, als dass ich das mit Bestimmtheit sagen könnte. So etwas kann ja möglich sein, wenn man eine fehleranfällige Nummer hat, aber damit werden die seltsamen Vorkommnisse nicht vollständig erklärt.

Zum Beispiel den Fall, dass ein Rechtsanwalt einen Klienten sprechen wollte und auch beim zweiten Versuch bei mir ankam. Die Nummer, die er von seinem Telefondisplay ablas war meine. Aber er meinte, da wäre ein Zahlendreher drin, er hätte garantiert die andere Nummer gewählt. Aber nachdem die Verbindung hergestellt wurde, stand plötzlich die Nummer mit Zahlendreher im Display. Als er dann auch beim dritten und vierten Versuch bei mir rauskam, hat er aufgegeben. Da muss nun wirklich ein technischer Fehler vorliegen.

Ein weiterer seltsamer Faktor bei der Geschichte ist, dass dies nur eine der ISDN-Nummern betrifft. Mittlerweile frage ich den Anrufer, welche Nummer denn das eigentliche Ziel war. Manchmal kommt es auch tatsächlich vor, dass derjenige meine Nummer wählen wollte. Jetzt kann man als Argument anführen, dass da jemand eine falsche Nummer angegeben hat, um weiterer Verfolgung zu entkommen. Aber seinem besten Freund oder seinen Schwiegereltern gibt man schon die richtige Nummer, oder? Und es kann ja nicht sein, dass es so viele ähnliche Nummern gibt, als dass die sich alle vertan hätten (der Freund bzw. die Schwiegertochter, als sie die Nummer angegeben haben).

Viel zu lesen

Bücherstapel

Der aktuelle Bücherstapel auf meinem Nachttisch. (Die Bildqualität ist grausam, da meine Handykamera nicht mehr hergibt. ausgetauscht) Von oben nach unten:

  1. Special Topics in Calamity Physics von Marisha Pessl
  2. The Blind Watchmaker von Richard Dawkins
  3. Enduring Love von Ian McEwan
  4. Playing Beatie Bow von Ruth Park
  5. Last Chance To See von Douglas Adams

Es ist Zufall, dass das alles englisch-sprachige Bücher sind. Aber zumindest wahrscheinlich, da die meisten Bücher, die ich lese von britischen oder amerikanischen Autoren sind. Andererseits lese ich deutsche und nicht-englischsprachige Autoren in deutsch und da gibt es auch nicht wenige. Aber da tendiere ich dann wieder zum Hörbuch, vor allem bei Krimis. Bei Amazon gibt es z.B. fast 100 Krimi-Hörbücher von skandinavischen Autoren. Sollte ich mir aber gar nicht erst ansehen, da ich jetzt schon zu wenig Zeit habe.

Skype als Partnersuchmaschine

Es ist mir nun schon öfter passiert, dass völlig Fremde mich fragen, ob ich sie in meine Skype-Kontaktliste aufnehme. Je nachdem, wie der jenige anfragt oder was im Profil steht, stimme ich dann auch zu. Doch nun ist es schon zweimal vorgekommen, dass Skype eher als moderne Version von Kontaktanzeigen verwendet wird. Das letzte Beispiel soll dies verdeutlichen.

Ein junger Mann fragt an, ob ich ihn aufnehme, er sei auch Student in Greifswald. Ich dachte mir, das kann ja so schlimm nicht sein und akzeptiere. Daraufhin schreibt er über die Sofortnachrichten-Funktion (angerufen hat er – zum Glück – nicht). Es ging hin und her und wir haben so herausgefunden, dass es uns beiden gut geht und dass er Medizin studiert und dass ich keine Studentin (mehr) bin. Nach genau fünf Minuten und 31 Sekunden fragt er

bist du solo?

Was habe ich denn davon zu halten? Wer blöd fragt, bekommt eine blöde Antwort und ich sage

ne hab grad keine freundin

Er ist davon offensichtlich etwas verwirrt, denn ich dachte immer Julia sei ein international bekannter Frauenname. Aber er fragt

bist du mann?

Ich konnte das/ihn dann aufklären. Doch kapiert hat er es nicht, bis ich ihm dann sagte, dass so eine Frage nach gerade mal fünf Minuten nicht angebracht sei. Er hat das nicht so gesehen und deshalb habe ich ihn gesperrt. Ende.

Von Portonesien in die Türkei

Nun geht es wieder los mit dem nervtötenden Radiospot von Alltours, der etwa so geht:

Papagei: Kreta! Kreta!
Kind 1: Nein, Mallorca!
Kind 2: Ich will aber in die Türkei!
Mutter: Ach Kinder, ohne meinen Alltours sag ich nix.

“Moment!”, sagt sich da der aufmerksame Zuhörer, “hieß das nicht mal Portonesien statt Türkei?”. Ja natürlich und war auch beabsichtigt von Alltours, wie man in Mein Blog nachlesen kann. Warum wurde das jetzt geändert? Haben Scharen von Reisenden im Reisebüro verlangt, in diesen neue Land zu reisen und damit die Mitarbeiter zur Verzweiflung getrieben? Oder gibt es gerade günstige Angebote in die Türkei?

Die Frage ist, ob der zugehörige TV-Spot auch geändert wurde. Da wird es ja wegen der Lippensynchronisation etwas schwieriger aus “nach Portonesien” ein “in die Türkei” zu machen.

Ein ähnliches Schicksal ereilte vor einigen Jahren eine Fernsehwerbung für Geschirrspültabs. Szenerie: Großes Essen. Danach räumen zwei Frauen die Spülmaschine ein[1]. Die begleitende Unterhaltung lief in etwa so ab (an den genauen Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern):

Frau 1: Auch die Saucière?
Frau 2: Ja, XY schafft das schon.

Frau 1: Auch die Gratinform?
Frau 2: Ja, XY schafft das schon.

Einige Zeit später wurde die erste Frage zu

Frau 1: Auch die Saucenschüssel?

Und noch einige Zeit später wurde auch die zweite Frage geändert zu

Frau 1: Auch die Auflaufform?

Hallo sehr geehrter Ebay Mitglied

Vorher wäre ich fast auf eine Spam-E-Mail reingefallen. GMX informiert mich immer über E-Mails in meinem Spamverdacht-Ordner mit Absenderadresse und Betreff. Normalerweise erkennt man sofort, wenn es sich um Spam handelt. Vor allem, wenn man sich bei den Spam-Junkies über aktuelle Themen informiert. Aber heute fand ich folgende Information:

[S]
Von: “eBay.de” <presse@ebay.de>
Betreff: EBay-Hinweis zu geanderter E-Mail-Adresse

Das [S] bedeutet, dass die E-Mail über den Spamserver-Blocker erkannt wurde, d.h. diese E-Mail wurde nicht über den tatsächlichen Mailserver des Absenderdienstes eingeliefert. Kann also nicht legitim sein! Und ich habe auch nicht bei eBay eine Änderung meiner Adresse beantragt. Aber neugierig war ich schon. Also habe ich mal nachgesehen.

Schon die unpersönliche Anrede

Hallo sehr geehrter Ebay Mitglied

mit Rechtschreibfehlern bedeutete Gewissheit. Und aufgrund der Tatsache, dass die E-Mail gar nicht an meine für eBay verwendete Adresse geschickt wurde, ließ mich die in fetter Schrift gedruckte Aufforderung

Falls die Email Adressen nicht von Ihnen geändert wurde dann führen Sie sofort Schritte aus die in dem beigelegtem Dokument beschrieben sind!

völlig kalt. Was mich allerdings beeindruckte war die Tatsache, dass die enthaltenen Links auf die echten Inhalte von eBay verwiesen. Da hat sich mal einer informiert, woran man Spam-Mails erkennt und wie der schlaue Spammer sowas umgeht. Schließlich soll der unbedarfte Empfänger ja auf den Anhang klicken.

Und wo wir schon von den Spam-Junkies sprachen. Auch ich werfe einen Euro in den 250-Euro-Linklotterie-Topf.

To go Klebold

Um nicht noch einen Artikel aus der Distanz über die Schießerei in Virginia zu verfassen, möchte ich nur kurz äußern. In der Schule (im English-LK) haben wir uns auch mit dem Thema befasst, allerdings ging es damals hauptsächlich um das Jonesboro Massacre, wo zwei Jungen im Alter von 13 und 11 mehrere Schüler töteten und verletzten. Es gibt übrigens bei Wikipedia eine eigene Rubrik dafür (Category:School shootings in the US perpetrated by students), wie ich gerade mit Entsetzen feststellen musste. Und auch bei BBC News gibt es eine Timeline: US school shootings.

Die Schießerei an der Columbine High habe ich noch gut in Erinnerung, weil dies an meinem letzten Schultag geschah, nur wenige Stunden nachdem ich mein letztes Zeugnis in Händen hielt. Die zwei Täter, Eric Harris und Dylan Klebold, sind mittlerweile namentlich in die Alltagskultur der Amerikaner übergegangen. Einmal durch den Film Bowling for Columbine, aber auch als “Verb”, wie folgendes Zitat zeigt. Es ist aus dem Buch, das ich gerade lese (Special Topics in Calamity Physics)[Amazon-Partner-Link]. Zwei Schülerinnen unterhalten sich über eine Lehrerin:

“She’s tweaked. Wouldn’t be shocked if she went Klebold.”

Dazu gibt es keine weiteren Erklärungen, d.h. vom Leser wird selbstverständlicherweise erwartet, das er das versteht. Würde mich mal interessieren, wie das in der deutschen Ausgabe (Die alltägliche Physik des Unglücks) gelöst ist. Wahrscheinlich muss da eine längere, erklärendere Phrase her.

Update: Ein Artikel vom 30. Mai zum Thema gibt es bei USA erklärt: Kurz erklärt: Going Postal, wo es heißt

Lesestöckchen

Hola mein erstes Stöckchen und dazu noch ein sehr schönes – danke flash. Obwohl ich betonen möchte, dass ich nur UNTER ANDEREM populärwissenschaftliche Bücher lese! Dann mal frisch ans Werk.

Gebunden oder Taschenbuch?

Eindeutig Taschenbuch. Taschenbücher sind leichter und damit leichter handhabbar und natürlich auch wesentlich billiger. Als Nachteil könnte man anführen, dass die Taschenbuchausgabe immer eine ganze Zeit später veröffentlicht wird, aber es kommt selten vor*, dass ich ein Buch sofort nach Erscheinen lesen will.

Amazon oder Buchhandel?

Normalerweise hätte ich jetzt gnadenlos Amazon geschrien, aber meine letzten beiden Bücher habe ich im Buchhandel gekauft. Ok, die allerallermeisten Bücher kaufe ich online, da ich dafür nicht extra raus und in die Stadt gehen muss und sehr viel einfacher suchen und vergleichen kann. Ich hab auch mal andere Online-Versandbuchhandlungen ausprobiert, aber bisher hat mich nichts überzeugt (es scheitert oft schon am nicht kostenlosen Versand).

Lesezeichen oder Eselsohr

Eselsohren sind das Schlimmste was einem Buch passieren kann! Abgesehen von Knicken im Buchrücken (bei Taschenbüchern), deshalb benutze ich nur Lesezeichen. Dank meiner vielen Amazon-Bestellugen habe ich mittlerweile eine ganz ordentliche Sammlung. Die papiernen sind mir am liebsten, weil sie ihre Aufgabe erledigen und doch unauffällig bleiben.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?

Oh, diese Frage trifft eine empfindliche Stelle. Ich ordne gerne, aber dabei soll es noch “ordentlich” aussehen und gleichzeitig Sinn ergeben. Dann hat man noch das Problem, dass die Regale eine bestimmte Größe haben und selten mit dem Ordnungsprinzip übereinstimmen. Also wie genau jetzt? Vorrangig nach Themengebieten, aber wie gesagt, dass kann man nicht durchgängig anwenden (z.B. weil man Taschenbücher und gebundene Bücher hat oder englische und deutsche) und deshalb scheitert es oft auf halbem Wege.