3 Kingston

Fakten über die Stadt

Quelle: Wikipedia-Artikel über Kingston

  • ca. 120.000 Einwohner,
  • liegt auf halbem Weg zwischen Toronto und Montreal,
  • am östlichen Ende des Ontariosees gelegen, wo der See in den St-Lorenz-Strom übergeht und die Insellandschaft Thousand Islands beginnt,
  • Motto: Where history and innovations thrive,
  • war die erste Hauptstadt Kanadas von 1841 bis 1844,
  • wird auch als Limestone City (Kalkstein-Stadt) bezeichnet,
  • hat die höchste Dichte an staatlichen correction facilities (Besserungsanstalten),

Glück im Unglück

Die Busfahrt von Niagara Falls nach Kingston war eine etwas komplizierte Angelegenheit. Die Fahrt nach Toronto war sehr gut, wir sind sogar etwas früher angekommen. Aber dann musste ich fast zwei Stunden warten. Zum Glück war ich so recht weit vorne in der Schlange für den Bus. Beim Einsteigen dann der Schock: mein Discovery Buspass ist für diesen Bus nicht gültig, weil es eine andere Buslinie ist. Also bin ich zum Ticketschalter und habe mich erkundigt, welchen Bus ich denn nehmen kann. Und es stellte sich heraus, dass man mit Greyhound erst nach Ottawa fahren muss und dann den halben Weg wieder zurück um nach Kingston zu kommen. Aber dafür muss man vormittags losfahren. War also für diesen Tag zu spät. Ich hatte mich ganz auf den Fahrplan verlassen, den mir ein Mitarbeiter am Tag vorher gegeben hatte. Nur der war falsch informiert. So musste ich wohl oder übel eine Fahrkarte kaufen. Der Verkäufer fragt mich, ob ich Gepäck habe und da fällt mir ein, dass meine Tasche schon im Bus ist. Dem Bus, der jeden Moment losfahren wird! Zum Glück ging alles sehr schnell und es dauert immer etwas, bevor der Bus losfährt und so bin ich noch rechtzeitig gekommen. Und keine drei Stunden später war ich dann auch in Kingston. Preislich war es auch nicht so schlimm, da ich ja eine Übernachtung in Niagara Falls wiederbekommen habe.

Erster Tag

[thumb:1353:l]Das B&B A Stone’s Throw ist super. Mein eigenes Zimmer, ein breites gemütliches Bett und ein voll ausgestattetes Badezimmer. Da gibt es wirklich alles über Duschgel, Shampoo und Seife bis hin zu Wattestäbchen und Zahnseide. Und das Frühstück erst! Es beginnt mit Grapefruit und einem Croissant. Dann gibt es pochierte Eier auf English Muffin und zum Abschluss frische selbstgemachte Hörnchen. Dazu frisch gepressten Orangensaft und Kaffee.

Den Tag verbringe ich mit der Erkundung der Stadt. In der Touristeninformation gibt es eine Broschüre, die einen Spaziergang durch Historic Kingston vorschlägt. Ich beginne mit einer kostenlosen Fahrt auf der Fähre nach Wolf Island. Im Sommer kann man von da aus auch in die USA übersetzen, das kostet dann allerdings etwas. Danach laufe ich den ganzen Tag durch Kingston und hole mir sogar einen Sonnenbrand im Gesicht. Das Wetter ist einfach traumhaft und ich mache eine Menge Fotos und laufe auf dem gefrorenen Ontario-See.

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Zweiter Tag

Wieder gibt es ein fantastisches Frühstück mit Grapefruit, Croissant und Apfel-Crepe… Der Tag kann beginnen. Da meine Füße mittlerweile fast den Dienst verweigern, miete ich mir ein Fahrrad. Eigentlich beginnt die Saison ja erst im April, aber ich bekomme trotzdem eins. In der Touristeninformation gibt es eine Fahrrad-Karte und ich beschließe Richtung Guananoque (ausgesprochen Gua-nan-awk-way, oder kurz Gan) zu fahren. Der Weg führt entlang HWY 2 und ist anfangs noch eisbedeckt (einmal hat es mich hingelegt), aber dann geht es. Am Abzweig zur Fähre nach Howe Island biege ich ab und setze über. Auf der Insel ist nicht viel los, ein einziges Quad-Bike begegnet mir. Das Mittagessen ist dementsprechend sehr ruhig.

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Der Rückweg ist etwas beschwerlicher, da ich nun Gegenwind habe (kaum Vorwärtskommen trotz bergab mit Treten). Und der tauende Schnee hat die Wege unter Wasser gesetzt und ich werde ziemlich durchnässt. Danach wollte ich eigentlich noch auf Wolfe Island ein bisschen umherfahren, aber als ich von der Fähre auf die Insel fahre, schmerzt mein Hintern und in meiner nassen Hose ist es ungemütlich, also beschließe ich, dass ich gleich wieder zurückfahre. Ich gebe das Fahrrad ab und mache eine Lesepause in einem coolen Cafe (The Sleepless Goat).

Damit ist der Tag so gut wie vorbei, ein Kinobesuch ist alles, zu was ich mich noch aufraffen kann. Und Zodiac hat sich als ganz guter Film herausgestellt, der allerdings recht lang ist…

Dritter Tag

Den Vormittag verbringe ich in der Stadt, nichts Aufregendes. Am Mittag geht es zur Busstation und auf nach Ottawa (diesmal ohne Komplikationen).