6 Oxford

Was für eine schicke Stadt! Ganz anders als Cambridge (weniger Fahrräder, mehr Sandstein), aber ebenso gut zu Fuß zu untersuchen.

Am ersten Tag fange ich mit dem Museum of the History of Science an. Dann steht eine Stadtführung an, die so einige Details erläutert. Am Abend gehe ich spontan ins Theater, um Simon Callow zwei Stücke von Dickens aufführen zu sehen. Leider ist das Auditorium nur etwa ein Drittel gefüllt, aber es war einfach beeindruckend.

Am zweiten Tag wollte ich eigentlich Christchurch College besuchen, aber der Eintritt war mir zu hoch. Dafür habe ich vom Turm der Church Of St Mary the Virgin den Blick auf die „dreaming spires“ geworfen. Danach wollte ich eigentlich einige architektonische Details des Sheldonian Theatre und der Bodleian Library fotografieren, aber dort fand eine Graduiertenzeremonie statt und es war geschlossen.

Einen Großteil des Nachmittags habe ich im grandiosen Ashmolean Museum verbracht. Selbst nach 4 Stunden hatte ich erst die Hälfte gesehen. Das Pitt Museum ist nicht ganz so umfangreich, aber architektonisch umso beeindruckender.

In der Zwischenzeit hatte ich eine E-Mail bekommen, dass David Tattersall ins Krankenhaus musste und deswegen nicht am Abend auftreten würde. Die anderen beiden Künstler seien aber da und man würde das Geld ersetzt bekommen. Da ich das Zugticket schon hatte, konnte ich mir ein kostenloses Konzert nicht entgehen lassen. Es hat sich auch wirklich gelohnt, denn Daniel Pattison und Riverhart spielten ausgezeichnet. Bei ersterem habe ich einige Fotos gemacht, da die Oboespielerin mir ihre Kamera zur Verfügung stellte (Canon mit altem 50mm, das nur manuellen Fokus kann). Anscheinend sind aber einige was geworden und sie fragte mich nachher nach,meinem Namen. Bin mal gespannt, wann und wie die Bilder auf Facebook erscheinen.

……

Der allerletzte Tag zeigt sich erst strahlend, dann stark bewölkt und so begebe ich mich nach einer Museumsführung zum letzten Mal ins Kino. The Inbetweeners hätte ich mir aber schenken sollen – hier hätte mich ein genaueres Studium des Inhalts warnen sollen.

Danach schnell zum Bus nach Cambridge, das ich genau rechtzeitig zum Konzert der Wombats erreiche. Die Schlange reicht die ganze Straße runter, aber es geht schnell. Wie ich vorher in Erfahrung gebracht habe, gibt es eine Garderobe, wo ich meinen großen Rucksack abgeben kann. Zum Kauf eines T-Shirts fehlen mir 30 Pence, aber das Glück ist mir hold und ich finde ein Pfundstück. Nun habe ich also keinerlei Bargeld mehr – das nennt man exakte Planung!

Nach anderthalb Stunden Warten auf den Bus und der Fahrt nach Stansted stehen nun noch vier Stunden bis zum Check-In an. Die überstehe ich natürlich auch noch. Hoffentlich.