1 Edinburgh

1. Tag – Orientierung

Jau, bin gut angekommen, wenn auch mit Verspaetung. Das Wetter zeigte sich gnaedig und es wechselte zwischen mehr oder weniger Wolken und ein bisschen Sonne. Schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt kamen viele Erinnerungen hoch. Die Heriot-Watt-Universitaet, wo ich auf dem Campus gewohnt habe, liegt wie der Flughafen westlich der Stadt und so kenne ich die Strassen von den Busfahrten ganz gut.

Die Busrouten haben sich veraendert und da die Princes Street und der Leith Walk momentan ganz oder halb gesperrt sind (Bauarbeiten fuer eine Tram, die 2011 eroeffnet werden soll), werden die Busse nochmal extra umgeleitet.

Nach dem Einchecken in die Jugendherberge, die es erst seit drei Jahren gibt, bin ich den rumgelaufen und habe schon drei Aufgaben erledigt! Habe viele Fotos mit meinem Weitwinkel gemacht, mal sehen wie die geworden sind. Abends habe leider nur eine Ghost Tour geschafft, da ueberzogen wurde und die naechste schon angefangen hatte. Aber es war trotzdem hervorragend, vor allem da sich zwei Wiccan-Medien in der Gruppe befanden. Ob sie das tatsaechlich alles glauben, oder nur einen seltsamen Humor, weiss ich nicht genau. Meine Fuesse tun schon weh, aber morgen soll es noch mehr werden mit einigen kostenlosen Touren.

Da das Wetter schoen ist, werde ich wohl die Museen und Galerien auf einen naechsten Besuch verschieben.

2. Tag – Laufen, laufen, laufen

Hier ist natuerlich das sueddeutsche Laufen gemeint, das auf hochdeutsch gehen bedeutet. Nach einem echten schottischen Fruestueck bin ich bereit fuer alles!

Eine erste dreieinhalbstuendige, kostenlose Tour hat den Vormittag und einen Teil des Nachmittags in Anspruch genommen. Mittlerweile habe ich schon fuenf Aufgaben erledigt. Bei einer weiteren kostenlosen Tour habe ich noch mehr Ecken entdeckt, die ich noch nicht kannte. Auch einige neue Anekdoten habe ich gehoert. Andere in verschiedenen Ausfuehrungen mehrfach. Ist echt interessant, wie verschiedene Anbieter die ungesicherten Erkenntnisse und Geruechte um bestimmte beruehmte Personen verbreiten. Die Old Town kenne ich jetzt sehr gut und trotzdem koennte ich noch Wochen hier verbringen.

Heute abend wollte ich eigentlich die Band Broken Records sehen, die im Rahmen der Freshers Week (=Ersti-Woche) an der Heriot-Watt-Uni spielen, doch als Alternative hat sich eine weitere Ghost Tour ergeben, die vollkommen andere Orte aufsucht und fuer die ich einen Discount bekomme. Die Entscheidung hat schliesslich das Wetter gespielt, denn wenn es so warm und nicht regnerisch ist, wollte ich die Gelegenheit zum Draussensein nutzen.

Die Ghost Tour war jedenfalls ganz hervorragend und wer mal in der Stadt ist, sollte definitiv die Free Tour und die Ghost Tour von New Europe mitmachen. Was nicht so gut war, war die Gruppengroesse (viel zu viele) und das andauernde Fotografieren mit Blitz. Das stoert doch ein bisschen, wenn gerade in einem Mausoleum eine Geistergeschichte erzaehlt wird. Das wurde bei der anderen Tour mit boesen Blicken und Worten bedacht. Das Pint danach war auch hervorragend und ich habe es gerade so geschafft, meine schmerzenden Fuesse in die Jugendherberge zu schaffen.

3. Tag – Wohin der Wind mich treibt

Mein Zug nach Newcastle geht erst am Nachmittag und so werde ich auf jeden Fall noch das National Museum in der Chambers Street mitnehmen, das wie viele Museen kostenlos ist.

Doch bevor ich das kuehle Museum aufgesucht habe, habe ich mich an den Aufstieg von Arthur’s Seat gewagt, von wo man einen fantastischen Blick ueber die Stadt hat. Vor sieben Jahren bin ich allerdings in einem Zehntel der Zeit und Puste da hoch – man wird nicht juenger!

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