Archiv für die Kategorie 'Sehen'

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Spaziergang auf dem Fluss

Ich kann übers Wasser laufen! Zumindest gefrorenes Wasser, denn momentan ist der Ryck (Fluss durch Greifswald) praktisch komplett vereist und das ist ein Erlebnis fotografischer wie historischer Natur. Schon am Samstag berichtete Oliver aus Wieck und gestern legte Jockel nach, der sogar einen Spaziergang über den Bodden gewagt hatte. Auch ich habe die gefühlten -14° ignoriert und bin mit dem Rad am Ryck entlang nach Wieck geradelt, denn es lohnt sich!

Eine Auswahl der entstandenen Bilder habe ich zum Greifswald-Album bei flickr hinzugefügt, das man auch als Diashow genießen kann. Hier ein kleiner Teaser:

Gefrorener Ryck Gefrorener Ryck Gefrorener Ryck

Buchempfehlungen: Edwin A. Abbott – Flatland, Ian Stewart – Flatterland

Heute gibt es eine Doppelbuchempfehlung, die ich schon lange machen wollte und durch die letztwöchige Folge von The Big Bang Theory erinnert wurde. Dort erwähnt einer der Charaktere “the two-dimensional world described in Edwin Abbott’s mathematical fantasy, Flatland.” und genau darum geht es heute und um eine der vielen inoffiziellen Fortsetzungen.

Flatland CoverIch habe die beiden Bücher vor anderthalb Jahren verschlungen, deswegen wird die Inhaltsangabe etwas unsicher, aber auf jeden Fall ist sie ungewöhnlich. Flatland wurde von Abbott im Jahr 1884 mit dem Untertitel A Romance of Many Dimensions veröffentlicht und scheint mit gerade einmal 95 Seiten (Digireads-Ausgabe von 2005) leicht verdaulich. Wie der Name schon andeutet, ist es jedoch etwas komplizierter, denn der Erzähler A Square berichtet von seiner Heimat Flatland und wie die Bewohner (geometrische Figuren wie Fünfecke, Kreise, Linien etc.) leben und zurecht kommen. Er erzählt von der Beschaffenheit der Häuser, den Gesetzen, der Klassenhierarchie (je mehr Ecken und je regelmäßiger, desto besser) und dass Frauen Linien sind. Es beginnt damit, dass er einen seltsamen Traum von Lineland hat und wenig später von einer Kugel besucht wird, die ihn die unglaubliche dreidimensionale Welt von Spaceland entführt. Seine Erfahrungen soll A Square nutzen, um die Regierung vom Evangelium der dritten Dimension zu überzeugen.

Das klingt wirklich seltsam, oder?! Ist es auch und zwar nicht nur die Idee, sondern auch die komplette Ausarbeitung des Lebens in Flatland, z.B. wie sich die verschiedenen Formen untereinander erkennen, dass die Priester (fast) Kreise sind und dass es mal Farben gab und diese nach einer gescheiterten Revolution verboten wurden.

Foto-Projekt 52 (2010) #3: Freundschaft

Projekt 52 (2010)Das aktuelle Thema des Projekt 52[1] wird gerade noch rechtzeitig eingereicht.

Freundschaft fotografisch festzuhalten ist gleichzeitig schwierig und einfach, denn sobald man ein ausdrucksstarkes Detail gefunden hat, muss man es nur noch umsetzen. In beiden Bereichen (Finden und Umsetzen) gibt es Stolperfallen, die man umgehen muss.

Beim Stichwort Stolperfalle sind wir auch schon bei meinem Fund, denn für den vierten Doktor war dies sein meterlanger Schal. Es dauerte eine Weile, bis ich einen mehr oder weniger adäquaten Schalersatz gefunden habe und den trägt Sgt. Pepper nun aus Freundschaft dem Doktor hinterher, damit dieser nicht mehr drüber fällt.

Wer vom letzten Absatz kein Wort versteht, dem sei verraten, dass es sich bei Sgt. Pepper um einen Dalek aus Doctor Who handelt und dass die sich eigentlich feindlich gesinnt sind. Aber das nennt man dann künstlerische Freiheit:

03 Freundschaft

Aufgenommen wurde das Foto mit einer Belichtungszeit von 1/4 Sekunde, Blende f/11.0, Brennweite 20 mm und einer ISO-Empfindlichkeit von 320. Bearbeitet habe ich es nur minimal, d.h. importiert, beschnitten und verkleinert.

Wie findet Ihr Idee und Umsetzung? Es darf auch gerne philosophiert werden, wie realistisch diese Freundschaft ist.

  1. Es handelt sich um ein Foto-Projekt, bei dem die Teilnehmer jede Woche zu einem vorgegebenem Thema ein Foto machen. Die Regeln sehen vor, dass eine bestimmte Figur auf den Bildern zu sehen sein muss. In meinem Fall ist das ein Dalek namens Sgt. Pepper. []

Foto-Projekt 52 (2010) #2: Zahlen

Projekt 52 (2010)Schon das zweite Thema beim Projekt 52[1] reiche ich verspätet ein, aber mein Motiv war hinter verschlossenen Türen und erst heute habe ich es kurz befreien können.

Zum Thema Zahlen fiel mir lange nichts ein, dann das Jonglieren mit Zahlen (Umsetzung?!), das Bezahlen einer Rechnung (Sgt. Pepper mag Pizza mit Pepperoni), aber das war nicht originell. So kam ich auf die Sammlung im Rechentechnischen Kabinett (RTK) der Universität. Dort fiel mir der Comptometer auf, eine mechanische Rechenmaschine, die durch das Drücken der Tasten die Grundrechenarten beherrscht, 1887 erfunden und bis in die 1990er verwendet wurde. Hier sieht man das Modell H von ca. 1930, den mein Dalek bedient:

02 Zahlen

Aufgenommen wurde das Bild mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden, Blende f/5.6, Brennweite 10 mm und einer ISO-Empfindlichkeit von 320.

Was genau Sgt. Pepper da ausrechnet, wollte er nicht verraten, aber es hat sicherlich was mit der Herrschaft über das Universum zu tun.

  1. Es handelt sich um ein Foto-Projekt, bei dem die Teilnehmer jede Woche zu einem vorgegebenem Thema ein Foto machen. Die Regeln sehen vor, dass eine bestimmte Figur auf den Bildern zu sehen sein muss. In meinem Fall ist das ein Dalek namens Sgt. Pepper. []

Englisch lernen mit TV-Serien #26: acrimonious

Heute gibt es erneut ein Zitat zum Englisch lernen aus der laut David “besten Sitcom aller Zeiten”: FRIENDS. Ich sehe gerade wahllos einige Episoden und auch wenn ich das meiste schon mitsprechen kann, so ist es doch immer wieder zum Lachen. Zum Weinen ist eher die Sucherei bis ich eine bestimmte Begebenheit in meinen aus vier Sprachen bestehenden DVD-Boxen gefunden habe, vor allem bei den französischen und spanischen Beschreibungen tue ich mich manchmal ziemlich schwer. Doch das soll hier nicht Thema sein, denn es geht ja um Englisch und so stürzen wir uns gleich ins Getümmel.

Dazu dient die Folge The One With the Fertility Test aus der 9. Staffel, in der der nicht sehr intellektuelle Joey mit der Paläontologe-Professorin Charly ausgeht.

CHANDLER
So a professor, huh?

JOEY
Yeah. She is cool. And she’s so smart. Her mind is totally acrimonious.
(BLANK LOOKS FROM EVERYBODY)
Guess that’s not how she used it.
[...]
If we want to grab a bite before work, we’d better get acrimonious.
(BLANK LOOKS FROM EVERYBODY)
No? Am I getting close?

Wie wir sehen, benutzt Joey das Wort acrimonious nicht in der korrekten Bedeutung und so ist es für den Zuschauer zwar klar, dass hier etwas falsch ist, aber die richtige Verwendung wird nicht erklärt und Joey bekommt später den Rat, das Wort einfach nicht zu benutzen.

Buchempfehlung: Mark Haddon – The Curious Incident of the Dog in the Night-Time

The Curious Incident of the Dog in the Night-TimeZu Weihnachten habe ich ein bezauberndes Buch geschenkt bekommen, das ich Euch ans Herz legen möchte. Ich kann es aus mehreren Gründen empfehlen, sowohl vom Inhalt und dem Schreibstil her als auch als idealer Einstieg für das Lesen von englischsprachigen Büchern.

Der seltsame Titel deutet es schon an, dass es sich hier nicht um ein 08/15-Buch handelt. Es ist geschrieben aus der Perspektive des 15-jährigen Christopher Boone, der Asperger-Syndrom hat, eine Form des Autismus. Das wird jedoch nie explizit gesagt, sondern man merkt es allmählich, wenn Christopher von seinem Alltag erzählt, dass er nicht aus Gesichtern auf die Stimmung schließen kann, dass er nicht angefasst werden möchte und dass er kein gelbes Essen isst. Sein Autismus ist nicht Teil der Geschichte, sondern erlaubt “nur” eine ungewöhnliche Erzählweise.

Es beginnt damit, dass Christopher erzählt, wie er den Hund der Nachbarin mit einer Forke im Leib tot aufgefunden hat und dass seine Lehrerin ihm aufgetragen hat, darüber Buch zu führen. So erklärt er alle Unklarheiten des täglichen Lebens, schweift ab und berichtet von seiner Begeisterung für Mathematik. Letztere führt auch dazu, dass die Kapitel mit Primzahlen nummeriert sind. Doch immer ist sein Ziel die Aufklärung dieses “Verbrechens” und er macht tatsächlich einige Entdeckungen, die große Umwälzungen für sein Leben bedeuten.

Doctor Who: The Hitchhiker’s Guide to the Daleks (The Peter Jones-y Edit)

Das folgende Video ist ein Meisterwerk und das Vergnügen beim Angucken wird durch zwei Voraussetzungen besonders gesteigert: durch die Kenntnis von Doctor Who, im Besonderen Daleks, im ganz Besonderen die Geschichte Genesis of the Daleks und die TV-Serie Hitchhiker’s Guide to the Galaxy. Enjoy:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektHHGTTGDaleks

Genesis of the Daleks habe ich gestern abend zufällig gesehen, als Yjgalla den Link twitterte und zur HHGTTG-Serie habe ich vor zweieinhalb Jahren eine Beitragsserie geschrieben. Im letzten Teil bin ich auch auf die Grafiken eingegangen, die für das Video oben Vorbild waren:

Alles handgemalt

Ein ebenfalls wichtiges Erkennungsmerkmal war der Erzähler Peter Jones bzw. dessen markante Stimme. Wie das ausgesehen und sich angehört hat, kann man z.B. im Videoausschnitt zum Babelfisch sehen:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektBabelfisch

Viel Spaß!

Mein bestes Foto 2009 (Blog-Parade von Martin)

Logo Bestes Foto 2009

So ganz ist es mit dem letzten Jahr noch nicht vorbei, denn Marcel erinnerte mich gerade an die Blog-Parade Euer bestes Foto 2009 von Martin/Visuelle Gedanken, die heute ausläuft. Deswegen bin ich bei flickr alle Bilder durchgegangen und habe nach einem ausgeklügelten Verfahren schließlich eins ausgewählt, das ich durchaus für gelungen erachte. Es nennt sich Central Pier on Sunday Morning (große Version):

Central Pier on Sunday Morning

Ich habe es – an einem Sonntag Morgen – in Blackpool aufgenommen und es zeigt die Stadt genau so, wie sie ihrem Ruf nach überhaupt nicht ist. Spiegelungen mag ich generell sehr gerne und hier gibt es der Aufteilung einen extra Pfiff. Außerdem ist der Horizont ausnahmsweise mal gerade (auch wenn es nicht so aussieht).

Damit meine Stöberei in den letztjährigen Fotos nicht ganz umsonst war, zeige ich noch die anderen Kandidaten:

Crossing the Street Ocean Colour Scene Konzert 13. Sep 2009 O2 Academy Birmingham National and Nelson Monument 38 Vergangene Zeiten Sonnenuntergang Museumshafen 05 Greifwald, Wieck (an der Mole)

Englisch lernen mit TV-Serien #25: to not split infinitives

Im neuen Jahr feiert meine Serie über Serien ihr vierteljahrhundertliches Jubiläum und das wird genutzt, um ein kontroverses Thema zu behandeln, das selbst unter Grammatikexperten umstritten ist. Es gibt ein sehr berühmtes Gegenbeispiel, das vom Autor des heutigen Beispiels verballhornt wurde. Zu beidem später mehr.

Aufgegriffen wird das Thema in einer Doctor Who-Folge, die in jeder Bestenliste auftaucht und von vielen Fans als eine ihrer Lieblingsfolgen angesehen wird[1]. Es handelt sich hierbei um City of Death, eine Folge aus der 17. Staffel mit Tom Baker als dem vierten Doktor, der aber in der fraglichen Szene überhaupt nicht auftaucht, sondern der Graf Carlos Scarlioni, der nicht das ist, was er zu sein scheint und seine Frau hat das herausgefunden:

COUNTESS
Now, who are you?

COUNT
I am Scaroth.

COUNTESS
Scaroth?

COUNT
Last of the Jagaroth.
It has not been difficult keeping secrets from you, my dear. A few fur coats, a few trinkets, a little nefarious excitement.

COUNTESS
What are the Jagaroth?

COUNT
The Jagaroth, an infinitely old race and an infinitely superior one. I shall show you what you want to know my dear.

(COUNT REMOVES HIS HUMAN FACE TO REVEAL HIS TRUE FORM)

COUNT (DISTORTED VOICE)
I am Scaroth. Through me, my people will live again.
I’m glad to see you’re still wearing the bracelet I designed for you, my dear. It is, as I said, a useful device.

(BUZZING)

(COUNTESS SCREAMS IN AGONY AND COLLAPSES)

COUNT
Goodbye, my dear. I’m sorry you had to die. But then, in a short while, you will have ceased ever to have existed.

  1. Beim Whocast etwa wird angeraten, die Folge auswendig zu lernen. []
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Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

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