Kategorie-Archiv: Film/TV

Und es begab sich vor 49 Jahren

Als in Amerika die Welt unterging, wurde in Großbritannien eine neue erschaffen. Zwar nur im TV, aber an dieser wird bis heute weiter gebaut und war an mehreren Baustellen, d.h. parallel (Spin-Offs) und in anderen Medien außer TV (Audio, Buch, Comic). Da 49 meine Lieblingszahl ist, gibt es zum 49. Geburtstag eine Übersicht über alle 226 Stories bis zum letzten Christmas Special (#226) und die Spin-Offs. Wenn man es genau nimmt, sind es fast 800 Episoden, aber das würde potentielle, neue Fans nur abschrecken. Ach so, es geht um Doctor Who:

Im Channel von BabelColour gibt es viele weitere Tributes, z.B. die einzelnen Doktoren, Companions und Monster.

Update: Ich habe den Veröffentlichungszeitpunkt geändert, so dass er genau mit der Erstausstrahlung übereinstimmt.

Englisch Lernen mit TV-Serien #51: I haven’t got a scooby

Eine weitere exzellente britische Serie ging vor knapp zwei Wochen zuende, weshalb die fünfte und letzte Folge noch bis heute um Mitternacht im iPlayer zu sehen ist. Da Euch das aber wahrscheinlich sowieso nicht möglich ist, vertröste ich Euch damit, dass es eine zweite Staffel geben wird. Momentan gibt es noch kein DVD-Erscheinungsdatum, aber ich erzähle ich trotzdem was zur Serie nachdem das eigentliche Thema abgehandelt wurde.

Line of Duty
Line of Duty: Korruption im Parkhaus?

Der heutige Ausdruck stammt aus der dritten Folge und um nicht zu viel zu verraten, ist das Beispiel knuffig kurz:

MORTON
What’s going on with Kate?

GATES
Ain’t got a scooby.

Line of Duty: Scooby
Line of Duty: DCI Gates ist ratlos

Wie schon die Bildunterschrift verrät, heißt I aint’t/haven’t got a scooby soviel wie Ich hab keine Ahnung. Mit diesem Beispiel betreten wir das minenbehaftete Land des Cockney Rhyming Slang, wo Wörter durch ihre reimenden Vertreter ersetzt werden. Bekanntestes Beispiel ist wahrscheinlich Apples and Pears, das für Stairs steht. Unser Beispiel Scooby ist ein Fall wo das zweite Wort weggelassen wird und man zwei Schritte zurückgehen muss, in dem Fall zu Scooby Doo und dann zu clue, d.h. Hinweis, Anhaltspunkt. Einfach, oder?

Nun zur Serie. Line of Duty ist ein Polizeidrama mit der Besonderheit, dass es hinter die Kulissen der unbeliebten Antikorruptionsabteilung geht. Einer der Hauptcharaktere ist Steve Arnott, gespielt von Martin Compston, den einige vielleicht aus Sweet Sixteen kennen. Zweite im Bunde ist Kate Fleming, die in der fraglichien Abteilung arbeitet (gespielt von Vicky McClure, die mit This Is England ebenfalls Teen-Social-Drama-Erfahrung hat). Das Objekt der Investigation ist Tony Gates, der Superbulle der städtischen Polizei. Den zugehörigen Schauspieler Lenni James kann man vielleicht aus The Walking Dead oder Hung kennen. Abgerundet wird der Cast mit vielen weiteren Hochkarätern, wie man das von der BBC gewohnt ist.

Englisch Lernen mit TV-Serien #50: conducive

Die letzte Folge dieser kleinen Beitragsserie ist schon so lange, dass sich kaum einer mehr erinnern kann und deswegen geht es flott zur Jetztzeit. Am Montag lief die zweite von drei Folgen von Blackout, einer neuen Drama”serie” mit Christopher Eccleston. Wirklich exzellentes Zeug, wie man das vom Doktor Nummer Neun gewohnt ist.

Blackout
Blackout: Stadtrat Daniel Demoys ist etwas angespannt

In der fraglichen Szene treffen wir auf Moriarty Bevan (Andrew Scott), der von seinen Kollegen nicht sonderlich geschätzt wird:

BEVAN
You parked me in.

GRIFFIN
Go easy, Bevan. We’re busy. We’re in a hurry. There’s no conspiracy to park you in.

BEVAN
No wonder you can’t find a prostitute. You can’t even find a parking space.

GRIFFIN
Bevan, you want to know why you never get in on any of the big cases? You need to look at your attitude. Maybe you should be a little bit more… conducive.

BEVAN
Conducive?

GRIFFIN
Yeah. You know? The spirit of cooperation and the teamwork thing.

Blackout: Conducive
Bevan needs to be more conducive

Wie man aus dem Kontext herauslesen kann, heißt conducive so viel wie zuträglich, förderlich (LEO). Hier wird es als Eigenschaft angesehen, wobei es wohl sonst eher auf Dinge angewandt wird, die einer Sache dienlich oder zielführend sind.

Achtung: Schreibweise mit c! Das zugehörige Verb ist conduce, was den Beispielen nach zu urteilen auch eher für Dinge verwendet wird. Das verwandte conduct hingegen ist rein für Personen gedacht, denn es heißt so viel wie Führung, Verhalten, Gebaren, Benehmen (LEO).

Happy Towel Day! und: Hitchhiker’s Live mit Neil Gaiman!! (und dann noch Dylan Moran!!!)

Wenn andere Leute so einen “einfachen” Freitag zum Anlass für einen Beitrag nehmen, kann ich das auch. Hier das zugehörige Foto:

Happy Towel Day!

Eigentlich sollte dieses Foto heute in der Mittagspause als Beitrag zum Gewinnspiel von @HitchhikersLive dienen, aber irgendwas lief schief und der Tweet ging einige Stunden später ohne Bild raus. Deswegen habe ich kein Handtuch der Hitchhiker’s Guide To The Galaxy Radio Show Live gewinnen können. Aber vielleicht kann ich mir vor Ort eins kaufen, da ich im Juli die Show in Edinburgh besuchen werde. Auf der Live-Tour sprechen verschiedene berühmte Persönlichkeiten die Rolle des Buches (Originalstimme Peter Jones starb vor 12 Jahren) und beim besagten Termin wird dies von Neil Gaiman übernommen!

Dass ich einige Wochen später Dylan Moran ebenfalls im Edinburgh Playhouse live sehen werde, darf ich wahrscheinlich gar nicht erwähnen, sonst platzt Ihr noch vor Neid. Trotzdem:

Konnas 52 Songs #22: Grusel/Horror

Konnas Projekt 52 SongsEinen knappen Monat zu spät heißt es beim Projekt 52 Songs von Konna[1] diese Woche Grusel/Horror.

Horrorfilme habe ich bis auf wenige Ausnahmen keine gesehen und so greife ich wie so oft auf einen Klassiker zurück. Wer Susan Sarandon singen hören möchte, ist hier an der richtigen Stelle:


ROCKY HORROR PICTURE SHOW – Over At The Frankenstein Place (Portuguese Subt.) from Mauricio Vilela on Vimeo.

  1. Für Uneingeweihte: Ähnlich wie beim Foto-Projekt 52 wird jede Woche ein Thema vorgegeben, zu dem die Teilnehmer einen Song vorstellen. Mehr dazu auf der Projektseite. []

Projekt CoPilot: August 2011 (Season 1, Episode 1)

Der Projektstart von CoPilot war eher mau, denn bis auf Veranstalter Freddi hat meines Wissens keiner seine Bewertungen eingereicht. Schade, denn die Idee, jeden Monat drei Serien zu begutachten ist toll. Aber eben aufwändig. Dabei habe ich mitbekommen, dass andere die 3×3 Folgen tatsächlich gesehen haben (dank Miso). Auch ich bin natürlich zu spät dran, denn eigentlich hätte dieser Beitrag vor über einer Woche erscheinen sollen. Aber besser spät als nie! Und es geht auch gleich los:

Alphas (von Jan)

Die Idee, dass manche Menschen übersinnliche Fähigkeiten haben und das entweder zum Guten oder Bösen nutzen können, ist höchst interessant und gab es so noch nie niemals in Film und Fernsehen! Kleiner Scherz, denn Alphas leidet sehr unter Klischees, d.h. Figuen, Handlungsstränge und Dialoge waten teilweise tief im schon-mal-gesehen-Sumpf.

Abgesehen davon, wurde ich schon nach acht Minuten von folgender falscher Definition überrascht:

Alphas - Synästhesie

Die gute Rachel kann unglaublich gut Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Sie ist sozusagen hypersensitiv. Aber sie hört nicht Formen, sie schmeckt keine Farben und alles was sonst noch in die Definition von Synästhesie fällt.

Sowas beeinflusst mein Gefühl (haha) einer Serie erheblich, denn ich achte vermehrt auf Unstimmingkeiten und mein Grundton ist angespannter. Abgesehen davon hatte ich nach drei Folgen nicht wirklich das Gefühl, dass hier Neues ausgebreitet und/oder Bekanntes frisch aufbereitet wird.

Fazit: wird definitiv nicht weiter geguckt

Black Books (von beetFreeQ)

Hach ja, das genaue Gegenteil. Und auch noch Dylan Moran. Mjam. Mehr dazu in meiner Serienkritik und natürlich in diesem Zusammenschnitt. Nuff said, watch!

Movie Monday #5

Beat the Fish: Movie MondayAls ob ich nicht schon bei genug Projekten mitmachen würde, kommt hier eins zum Thema Filme. Das ist eben die einfachste Methode, regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen, wenn man nur wenig Zeit hat. Doch hoffentlich sind meine Antworten jeweils individuell genug, dass es das Lesen rechtfertigt…

Kommen wir nun zum Projekt: Movie Monday von Beat the Fish hat die knackige Form eines Lückentextes. Die Fragen habe ich nun einige Wochen verfolgt und möchte für die fünfte Ausgabe auch mitmachen. Meine Antworten sind in fett dargestellt:

  1. Der beste Film mit Moritz Bleibtreu ist für mich gezwungenermaßen Lola rennt, da es der einzige ist, den ich kenne. Ich schaue im Normalfall keine deutschen Filme und Herr B. ist einer der Gründe dafür..
  2. Das Ende von Gallipoli fand ich echt großartig.
  3. Die beste Actionszene gab es in Grosse Pointe Blank zu sehen.
  4. Wenn ich ins Kino gehe, hasse ich es, wenn der Film nicht in OmU oder OV läuft.
  5. Der beste Film mit Franka Potente ist für mich Lola rennt, da es der einzige ist, den ich kenne.
  6. Bei My Girl sind bei mir so einige Tränen gekullert.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war Withnail & I und der war wie auch bei den fünf Sichtungen vorher großartig, weil es einfach ein großer kleiner Film ist.

Joa, etwas aus den Fingern gesaugt sind die Antworten, aber Übung macht den Meister.

Linktipps: Projekt CoPilot und MediaMonkey-Goldlizenzen zu gewinnen

Heute werden ausnahmsweise zwei Links vorgestellt, die zwar beide nur für eine begrenzte Anzahl Leute interessant, dafür aber besonders gut sind.

Projekt CoPilot

Klingt komisch, der Name hat aber seinen Sinn. Es geht um das Bewerten von Fernsehserien ähnlich dem Projekt Hörsturz. Freddi hatte die Idee schon vor längerer Zeit und im August geht es endlich los.

Die Regeln werden hier vorgestellt und man erfährt z.B. dass jeden Monat die Pilotfolge plus zwei Folgen von drei Serien bewertet werden. Schaut Euch das an und macht mit!

Verlosung von drei Goldlizenzen für MediaMonkey

Von meinem heißgeliebten Lieblings-Mediaplayer habe ich lange Zeit nicht mehr berichtet und es wird wieder Zeit, denn die Version 4 steht kurz vor der offiziellen Veröffentlichung.

Musikgraph alias Basti ist ähnlich begeistert und verlost bis 7. August drei Lizenzen. Also ab hierhin und bis zu vier Lose kassieren. Basti gibt auch einen kurzen Vorgeschmack auf den tollen Player, über den er in den nächsten Wochen genauer vorstellen wird.

Englisch lernen mit TV-Serien #48: Wotcher

Heute wird es mal wieder umgangssprachlich und wir treffen auf alte Bekannte – seriell wie vokabulär. Und auf einen aktuellen Hype springen wir auch noch auf.

Die Serie zum Beispiel ist Luther, deren zweite Staffel gerade lief. Dazu mehr am Ende. Wir stürzen uns in die vierte Folge und zwar mitten in eine Konfrontaion:

FRANK
Wotcher.

LUTHER
Frank, what are you doing here?

FRANK
Waiting for you. What are you doing here? What’s in the boot, John?

LUTHER
None of your business what’s in my boot.

FRANK [POINTING A GUN]
Open it.

LUTHER
So what are you saying, I open the boot or you shoot me?

FRANK
Don’t make me answer that.

LUTHER
Frank, you really want to do this?

Luther: Wotcher (1)

Hier heißt boot soviel wie Kofferraum, aber das wissen wir ja seit der letzten Folge dieser Beitragsserie.

Spannend, wie das ausgehen wird! Aber dass der Hauptcharakter das überlebt, ist klar. Deswegen kann er später folgendes sagen:

LUTHER
Wotcher. I’m John. Do you want to play a game?

Luther: Wotcher (2)

Kann man aus diesen Beispielen ablesen, was dieses seltsame Wort bedeuten könnte? Man könnte von einem Jugendgruß ausgehen und laut Urban Dictionary kennen die meisten (Amerikaner) diesen Begriff nur aus Harry Potter. Es ist allerdings nicht eine Abkürzung von “What are you up to” (1. und 2. Erkärung), sondern vielmehr von “What cheer?” aus dem 15. Jahrhundert (3. und 6. Erklärung). Letzteres wird auch im Phrasefinder erklärt. Dort gibt es auch weitere Beispiele (mit Shakespeare natürlich), Herleitungen (u.a. von Chaucer) und Entwicklungen (z.B. bei Wodehouse).