Konnas 52 Songs #22: Grusel/Horror

Konnas Projekt 52 SongsEinen knappen Monat zu spät heißt es beim Projekt 52 Songs von Konna[1] diese Woche Grusel/Horror.

Horrorfilme habe ich bis auf wenige Ausnahmen keine gesehen und so greife ich wie so oft auf einen Klassiker zurück. Wer Susan Sarandon singen hören möchte, ist hier an der richtigen Stelle:


ROCKY HORROR PICTURE SHOW – Over At The Frankenstein Place (Portuguese Subt.) from Mauricio Vilela on Vimeo.

  1. Für Uneingeweihte: Ähnlich wie beim Foto-Projekt 52 wird jede Woche ein Thema vorgegeben, zu dem die Teilnehmer einen Song vorstellen. Mehr dazu auf der Projektseite. []

Projekt CoPilot: August 2011 (Season 1, Episode 1)

Der Projektstart von CoPilot war eher mau, denn bis auf Veranstalter Freddi hat meines Wissens keiner seine Bewertungen eingereicht. Schade, denn die Idee, jeden Monat drei Serien zu begutachten ist toll. Aber eben aufwändig. Dabei habe ich mitbekommen, dass andere die 3×3 Folgen tatsächlich gesehen haben (dank Miso). Auch ich bin natürlich zu spät dran, denn eigentlich hätte dieser Beitrag vor über einer Woche erscheinen sollen. Aber besser spät als nie! Und es geht auch gleich los:

Alphas (von Jan)

Die Idee, dass manche Menschen übersinnliche Fähigkeiten haben und das entweder zum Guten oder Bösen nutzen können, ist höchst interessant und gab es so noch nie niemals in Film und Fernsehen! Kleiner Scherz, denn Alphas leidet sehr unter Klischees, d.h. Figuen, Handlungsstränge und Dialoge waten teilweise tief im schon-mal-gesehen-Sumpf.

Abgesehen davon, wurde ich schon nach acht Minuten von folgender falscher Definition überrascht:

Alphas - Synästhesie

Die gute Rachel kann unglaublich gut Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Sie ist sozusagen hypersensitiv. Aber sie hört nicht Formen, sie schmeckt keine Farben und alles was sonst noch in die Definition von Synästhesie fällt.

Sowas beeinflusst mein Gefühl (haha) einer Serie erheblich, denn ich achte vermehrt auf Unstimmingkeiten und mein Grundton ist angespannter. Abgesehen davon hatte ich nach drei Folgen nicht wirklich das Gefühl, dass hier Neues ausgebreitet und/oder Bekanntes frisch aufbereitet wird.

Fazit: wird definitiv nicht weiter geguckt

Black Books (von beetFreeQ)

Hach ja, das genaue Gegenteil. Und auch noch Dylan Moran. Mjam. Mehr dazu in meiner Serienkritik und natürlich in diesem Zusammenschnitt. Nuff said, watch!

Fazit: kann man immer und immer wieder gucken

Hung (von Marc)

Um die Sache abzurunden treffen wir auf einen mittelmäßigen Vertreter. Die Prämisse, dass ein Lehrer in finanziellen Nöten mit seinem übergroßen Geschlechtsteil Nutzen daraus ziehen möchte, ist erstmal löblich. Also anders.

Die ersten drei Folgen behandeln die Irrwege bis zum eigentlichen Beginn, d.h. bis es zumindest so aussieht, als ob da ein Geschäft draus werden könnte. Die Frage ist nur, ob die Themen nun nicht ausgehen. Ich bin ehrlich gesagt nicht wirklich so gespannt zu sehen, wie es weitergeht. Vielleicht können diejenigen, die schon mehr gesehen haben, eine Yay-Nay-Empfehlung aussprechen?

Was mir z.B. bisher fehlt ist eine moralische Debatte. Muss nicht ausführlich sein, aber zumindest angedeutet. Der Mann schläft immerhin für Geld mit völlig fremden Frauen und das bietet Potential für angeregte Diskussionen und erfrischende Denkweisen. Wäre der Protagonist eine Frau, wäre das eine ganz andere Serie wie Diary of a Call Girl. Aber vielleicht erwarte ich da auch zu viel.

Fazit: wäre da nicht noch so viel anderes, würde ich das durchaus gucken

So und nun macht Ihr bitte auch alle bei CoPilot mit und guckt Euch im September Being Erica, The Shadow Line und Suits. Mehr hier.

Movie Monday #5

Beat the Fish: Movie MondayAls ob ich nicht schon bei genug Projekten mitmachen würde, kommt hier eins zum Thema Filme. Das ist eben die einfachste Methode, regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen, wenn man nur wenig Zeit hat. Doch hoffentlich sind meine Antworten jeweils individuell genug, dass es das Lesen rechtfertigt…

Kommen wir nun zum Projekt: Movie Monday von Beat the Fish hat die knackige Form eines Lückentextes. Die Fragen habe ich nun einige Wochen verfolgt und möchte für die fünfte Ausgabe auch mitmachen. Meine Antworten sind in fett dargestellt:

  1. Der beste Film mit Moritz Bleibtreu ist für mich gezwungenermaßen Lola rennt, da es der einzige ist, den ich kenne. Ich schaue im Normalfall keine deutschen Filme und Herr B. ist einer der Gründe dafür..
  2. Das Ende von Gallipoli fand ich echt großartig.
  3. Die beste Actionszene gab es in Grosse Pointe Blank zu sehen.
  4. Wenn ich ins Kino gehe, hasse ich es, wenn der Film nicht in OmU oder OV läuft.
  5. Der beste Film mit Franka Potente ist für mich Lola rennt, da es der einzige ist, den ich kenne.
  6. Bei My Girl sind bei mir so einige Tränen gekullert.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war Withnail & I und der war wie auch bei den fünf Sichtungen vorher großartig, weil es einfach ein großer kleiner Film ist.

Joa, etwas aus den Fingern gesaugt sind die Antworten, aber Übung macht den Meister.

Linktipps: Projekt CoPilot und MediaMonkey-Goldlizenzen zu gewinnen

Heute werden ausnahmsweise zwei Links vorgestellt, die zwar beide nur für eine begrenzte Anzahl Leute interessant, dafür aber besonders gut sind.

Projekt CoPilot

Klingt komisch, der Name hat aber seinen Sinn. Es geht um das Bewerten von Fernsehserien ähnlich dem Projekt Hörsturz. Freddi hatte die Idee schon vor längerer Zeit und im August geht es endlich los.

Die Regeln werden hier vorgestellt und man erfährt z.B. dass jeden Monat die Pilotfolge plus zwei Folgen von drei Serien bewertet werden. Schaut Euch das an und macht mit!

Verlosung von drei Goldlizenzen für MediaMonkey

Von meinem heißgeliebten Lieblings-Mediaplayer habe ich lange Zeit nicht mehr berichtet und es wird wieder Zeit, denn die Version 4 steht kurz vor der offiziellen Veröffentlichung.

Musikgraph alias Basti ist ähnlich begeistert und verlost bis 7. August drei Lizenzen. Also ab hierhin und bis zu vier Lose kassieren. Basti gibt auch einen kurzen Vorgeschmack auf den tollen Player, über den er in den nächsten Wochen genauer vorstellen wird.

Englisch lernen mit TV-Serien #48: Wotcher

Heute wird es mal wieder umgangssprachlich und wir treffen auf alte Bekannte – seriell wie vokabulär. Und auf einen aktuellen Hype springen wir auch noch auf.

Die Serie zum Beispiel ist Luther, deren zweite Staffel gerade lief. Dazu mehr am Ende. Wir stürzen uns in die vierte Folge und zwar mitten in eine Konfrontaion:

FRANK
Wotcher.

LUTHER
Frank, what are you doing here?

FRANK
Waiting for you. What are you doing here? What’s in the boot, John?

LUTHER
None of your business what’s in my boot.

FRANK [POINTING A GUN]
Open it.

LUTHER
So what are you saying, I open the boot or you shoot me?

FRANK
Don’t make me answer that.

LUTHER
Frank, you really want to do this?

Luther: Wotcher (1)

Hier heißt boot soviel wie Kofferraum, aber das wissen wir ja seit der letzten Folge dieser Beitragsserie.

Spannend, wie das ausgehen wird! Aber dass der Hauptcharakter das überlebt, ist klar. Deswegen kann er später folgendes sagen:

LUTHER
Wotcher. I’m John. Do you want to play a game?

Luther: Wotcher (2)

Kann man aus diesen Beispielen ablesen, was dieses seltsame Wort bedeuten könnte? Man könnte von einem Jugendgruß ausgehen und laut Urban Dictionary kennen die meisten (Amerikaner) diesen Begriff nur aus Harry Potter. Es ist allerdings nicht eine Abkürzung von “What are you up to” (1. und 2. Erkärung), sondern vielmehr von “What cheer?” aus dem 15. Jahrhundert (3. und 6. Erklärung). Letzteres wird auch im Phrasefinder erklärt. Dort gibt es auch weitere Beispiele (mit Shakespeare natürlich), Herleitungen (u.a. von Chaucer) und Entwicklungen (z.B. bei Wodehouse).

Zur Serie: Die erste Staffel hatte ich letztes Jahr vorgestellt und wer die bisher noch nicht gesehen hat, sollte dieses Versäumnis schnellstmöglich nachholen. Die Fortsetzung ist anders, sowohl vom Format (4x 90 Minuten mit je zwei zusammenhängenden Folgen) als auch vom Inhalt. Natürlich ist die dramatische Qualität genauso fanstastisch und die zwei vorgestellten Fälle sind ungewöhnlich genug, alleine dadurch das Anschauen zu rechtfertigen. Wer auf realitätsnahe Darstellung steht, sollte einerseits auf jeden Fall reinschauen (Charakterisierung), andererseits die Serie tunlichst meiden (Polizeiarbeit). Bildet Euch am besten selbst ein Bild!

Big Finish Summer Sale 2011

Doctor Who-Fans aufgepasst! Wie die meisten von Euch hoffentlich wissen, besteht Doctor Who nicht nur aus der Fernsehserie, sondern hat sich in den letzten Jahrzehnten auch in anderen Medien erfolgreich ausgebreitet. Vor etwa anderthalb Jahren habe ich mit den Hörspielen von Big Finish angefangen und die sind nicht nur fantastisch, sondern auch zahlreich. Wer denen einmal verfallen ist, der hört nicht mehr auf, wie andere “Leidensgenossen” sicherlich bestätigen können.

Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Preis mit £ 14,99 pro Doppel-CD bzw. £ 12,99 pro Download für einzelne, aktuelle Geschichten der Hauptreihe. Günstiger ist es im Abo, für ältere Folgen und bei besonderen Gelegenheiten. Wie auch schon im letzten Jahr gibt es den ganzen Juni über bzw. an bestimmten Tagen eine Art Sommerschlussverkauf.

Big Finish: Summer Sale 2011

Einfach aufs Banner klicken, um zur Übersichtsseite zu gelangen. Um es noch schmackhafter zu machen, hier noch ein paar weitere Details aus dem zugehörigen Newsartikel:

The complete Sarah Jane Smith for just £25!
The first three series of Gallifrey for only £60!
All of Sapphire & Steel for a snip at £90!
The full cast Dark Shadows: Season One for £20!
Six seasons of Bernice Summerfield for a mere £95!
The complete Cyberman and Cyberman 2 for an amazing £40!
All six Robin Hood CDs for a minimal £15!

Dalek Empire!
Doctor Who Unbound!
Excelis!
Iris Wildthyme!

[W]e’re also offering the first 50 Doctor Who main range titles for only £5 each for a CD or a download! Split into groups of 10, available for one day only, the offer will be available as follows:

June 6 – Doctor Who releases 1-10
The Sirens of Time, Phantasmagoria, Whispers of Terror, The Land of the Dead, The Fearmonger, The Marian Conspiracy, The Genocide Machine, Red Dawn, The Spectre of Lanyon Moor and Winter for the Adept
June 7 – Doctor Who releases 11-20
The Apocalypse Element, The Fires of Vulcan, The Shadow of the Scourge, The Holy Terror, The Mutant Phase, Storm Warning, The Sword of Orion, The Stones of Venice, Minuet in Hell and Loups-Garoux
June 8 – Doctor Who releases 21-30
Dust Breeding, Bloodtide, Project: Twilight, The Eye of the Scorpion, Colditz, Primeval, The One Doctor, Invaders from Mars, The Chimes of Midnight and Seasons of Fear
June 9 – Doctor Who releases 31-40
Embrace the Darkness, The Time of the Daleks, Neverland, Spare Parts, …Ish, The Rapture, The Sandman, The Church and the Crown, Bang-Bang-A-Boom! and Jubilee
June 10 – Doctor Who releases 41-50
Nekromanteia, The Dark Flame, The Pirates, Creatures of Beauty, Project: Lazarus, Flip-Flop, Omega, Davros, Master and Zagreus

Wie Ihr seht, wird einiges geboten. Letztes Jahr habe ich die Lücken unter den ersten 50 Folgen aufgefüllt, denn für £ 5 pro CD bzw. Download muss man einfach zugreifen. Und dann erfahrt Ihr, warum die Doktoren sechs und acht so wunderbar sind. Wie wäre es mit ein oder zwei Geschichten an jedem Tag? (zahlen kann man mit Kreditkarte oder Paypal). Empfehlenswert wäre z.B. Folge 40 Jubilee, auf der die TV-Folge Dalek basiert (und natürlich alles andere von Rob Shearman, hier 14 The Holy Terror und 29 Chimes of Midnight). Um die Entscheidung einfacher zu machen, ein paar Übersichten mit Bewertungen von Doc Oho:

1-90 Best of the Best
Fifth Doctor so far
Sixth Doctor so far
Seventh Doctor so far
Eighth Doctor so far

Auch bei muerps gibt es einige Zusammenfassungen, die sich aber nicht alle auf die ersten 50 Folgen beziehen:

Fünfter Doktor, Peri, Erimem
Sechster Doktor, Evelyn
Für den New-Who-Fan interessante Hörspiele

Nachtrag: Wer an einem Tag alle zehn Hörspiele kauft, spart nochmal, denn die gibt es für zusammen £ 45. Also zugreifen!

Englisch lernen mit TV-Serien #46: trunk

Erneut begeben wir uns ins Serienland und versuchen ein bisschen unser Sprachverständnis zu erweitern. Heute geht es um ein Teekesselchen und im Zuge dessen auch darum, dass es im Englischen keine Teekessel gibt. Zumindest im übertragenen Sinne.

Schauplatz ist das Staffelfinale The Roommate Transmogrification von The Big Bang Theory. Enjoy:

RAJ
More wine?
PENNY
Oh, no, no, no. I’ve had way too much already.
SHELDON
Here’s an interesting fact about alcohol…
PENNY
Hit me.
SHELDON
Man is not the only species that ferments fruit in order to become intoxicated. Can you guess what the other is? A hint: sometimes they pack the alcohol in their trunks.
PENNY
Monkeys.
SHELDON
When does a monkey have a trunk?
PENNY
When a suitcase just won’t do.
SHELDON
Mmm, all right. It would appear as if alcohol is playing keep-away with your intelligence.

Big Bang Theory: Trunk

Der Witz hier besteht darin, dass es mehrere Bedeutungen für trunk gibt. Als ich dibs gerufen habe, bei David (@Sm0k1ngGnu) hat er prompt genau die falschen Bedeutungen, nämlich Baumstamm und Kofferraum genannt. Letztere ist AmE, aber darauf kommen wir gleich nochmal zurück. Gesucht sind im Beispiel die Bedeutungen Rüssel und Schrankkoffer (s. LEO). Es kann auch Rumpf heißen, wobei da meines Wissens eher torso verwendet wird. Weniger bekannte Vertreter sind Badehosen (Mehrzahl!) und als Vorsilbe Fern- (-verkehr, -kabel, -leitung, -anschluss, …). Einen Überblick gibt das OALD:

Wie man sieht, fehlt hier der Kofferraum, denn im BrE ist das boot. Den wiederum kennen wir natürlich alle auch als Stiefel. Was AmE und was BrE ist, kann ich mir gut merken, da ich noch den Comic aus dem Englischbuch vor Augen habe (klingt komisch, ist aber so):

Zwei Männer in stereotypischem Outfit – der Brite in Anzug und Bowler, der Ami in Unterhemd und Gummistiefel – stehen vor einem Auto am Kofferraum. Der Brite hat eine Sprechblase mit boot (was genau, weiß ich nicht mehr) und der Ami hat ein Paar gelbe Gummistiefel und Fragezeichen in seiner Sprechblase.

Tja, vielleicht könnt Ihr Euch das ja so auch merken. Oder Ihr habt einen noch viel besseren Trick?

Zum Abschluss noch der Hinweis, dass das Spiel Teekesselchen im Englischen zwar existiert, aber meinen Recherchen zufolge eher bekannt ist unter Play Homophones. Eigentlich sind Teekesselchen Homonyme, aber Homophone sind im Englischen so häufig, dass das eher für ein Spiel reicht. Zur Erklärung mit Beispielen, sei auf Wikipedia verwiesen.

Douglas Adams und Doctor Who

Hat es wer noch nicht mitbekommen, dass heute Towel Day ist?! Falls nicht, schnell nachlesen. Natürlich hatte ich heute mein Handtuch dabei, wenn auch nur ein kleines. Aber der Gedanke zählt.

Allerdings will ich mit diesem Beitrag auf etwas ganz anderes hinaus, wie die Überschrift schon verraten haben sollte. Es mag unglaublich erscheinen, aber als ich vor über sechs Jahren meine DVD des Hitchhiker’s Guide to the Galaxy bestellte, hatte ich von Doctor Who noch nie was gehört. Das war kurz bevor die “neue” Serie anlief, aber das habe ich damals auch nicht mitbekommen. Meinen ersten (wissentlichen) Kontakt hatte ich dank eben jener DVD, denn dort hat Peter Davison – Doktor Nummer Fünf – einen Kurzauftritt:

Ein Tierarzt als Milchvieh

Ja, das Ungetüm im Hintergrund. Jedenfalls wurde in den Infountertiteln erwähnt, dass er gerade als fünfter Doktor besetzt worden war. Zwei Jahre später habe ich eine kleine Beitragsserie über eben jene DVD-Untertitel geschrieben (1. Folge) und in der vierten Folge erwähne ich “Doctor Who” zum allerersten Mal in diesem keinen Blog.

Es sollte erneut fast ein Jahr vergehen, bevor ich mich tatsächlich mit der Serie Doctor Who beschäftigte. Nach mittlerweile gut drei Jahren und weit über 100 DVDs, Dutzenden CDs und eingen Büchern kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen.

Kommen wir noch mal zurück zum eigentlichen Thema. Douglas Adams hat eine viel stärkere Beziehung zur Serie als nur den Gastauftritt des Doktors. Er war eine Staffel lang Script Editor und hat zweieinhalb Folgen geschrieben: 3/4 Folge (Shada – wurde wegen eines Streiks nie zu Ende gefilmt) + 3/4 Folge (City of Death – geschrieben zusammen mit Graham Williams – eine der besten Folgen überhaupt) + 1 Folge (The Pirate Planet – super abstrus und einfach nur durchgeknallt). Eine davon ist übrigens die mit den bis heute meisten Zuschauern. Mehr dazu gibt es in diesem Beitrag.

Englisch lernen mit TV-Serien #45: hoist with/by one’s own petard

Die Beiträge dieser Reihe sprudeln nur so aus mir heraus, was daran liegt, dass ich die letzten Folgen bis zu den US-Finales nachgeholt habe. Aber dieser Beitrag hier sollte der vorerst vorletzte in so schneller Abfolge sein.

Bevor es jedoch soweit ist, lernen wir heute einen seltsamen Spruch kennen, der meinen Recherchen zufolge selbst Muttersprachler verwirrt. Damit Ihr beim nächsten internationalen Dinner punkten könnt, passt gut auf!

Wir reisen ins klassische New York und treffen auf Castle in Pretty Dead. (WARNUNG: wer noch vorhat, die Folge zu sehen, sollte lieber nicht weiterlesen) Der Spruch wird allerdings ein wenig verfremded, wie wir gleich sehen werden:

CASTLE
What’s going on is, we finally figured out who, aside from Amber… would be nervous about these photos.

KAYLA BARON
What photos?
[DETECTIVE BECKETT hands over the photos]
Oh, my God. Oh, my God! Victor. Oh, my God!

VICTOR BARON
I-it’s not what it looks like.

KAYLa
It’s not what it looks like? This is… This is our house in the Hamptons. This is our bed.

VICTOR
It’s our vacation bed.

BECKETT
Right underneath the $2-million Picard that you purchased at the auction, which just happens to be the companion to this painting here in your office.

CASTLE
We read all about it on the spread they did on you in “Today’s Architect.” Looks as though you were hoisted on your own Picard.

Castle: hoisted on your on Picard

Der Name des Malers wird hier eingesetzt im Ausdruck hoisted on one’s own petard, was eigentlich hoist BY one’s own petard oder hoist WITH one’s own petard heißen sollte. Warum könnten wir eventuell durch die wörtliche Übersetzung klären: hochgehoben von/mit seiner eigenen Petarde. Oder auch nicht. Die deutsche Wikipedia verrät:

Eine Petarde (fr. pétarde “Knallerei”, “Geknatter”) ist ein Sprengmittel der militärischen Schwarzpulverära. Die Petarde wurde zum Öffnen von Türen und Toren an Befestigungsanlagen, zum Umriss von Palisaden und zur Trennung von Ketten etwa zwischen den Baumstämmen einer Flusssperre verwendet.

Das klingt aber seltsam, denn wie soll man von einem Sprengmittel hochgehoben werden?! Zu verdanken haben wir das Master Shakespeare, der Hamlet sagen lässt

For tis the sport to haue the enginer / Hoist with his owne petar.

Daraus kann man ableiten, dass es soviel wie mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden heißen soll. In obigem Beispiel passt es nur bedingt. Mehr zur Herleitung und Hamlet gibt es im Wiktionary, bei The Straight Dope und The Phrase Finder.

Wer von Euch hat schon Hamlet gesehen und sich über den Spruch gewundert? (nicht, dass es bei Shakespeare mehr als genug seltsame Sprüche und Ausdrücke gibt)