Kategorie-Archiv: Humor

Ein Sketch zum Jahresabschluss: The Two Ronnies – Four Candles

Heute wird in deutschen Haushalten traditionell ein berühmter Sketch auf dutzenden Kanälen gezeigt, aber da ich nun im Ausland lebe, werde ich das mal ein bisschen aufmischen. Da der fragliche Sketch auch in Englisch ist, dürfte es kein Problem sein The Two Ronnies zu verstehen, die über Four Candles reden. Naja, nicht ganz, denn das ist nur der Anfang:

Wer nicht ganz mitkommt, kann hier das Transkript lesen. Dort wird auch erwähnt, dass der Sketch eigentlich The Hardware Shop heißt.

Mir wurde dieser Sketch als der lustigste von Morecambe & Wise anempfohlen, als wir über Adventsbräuche sprachen und ich wiederholt “four candles” erwähnte. Nun, die Urheber sind zwei andere, aber das macht ja nichts.

PS: falls das Video gesperrt sein sollte, versucht es mal hier

Episodentitel der sechsten Staffel Doctor Who *SPOILERWARNUNG*

*ACHTUNG SPOILER*

Wer nicht informiert werden möchte, bitte schnell wegklicken!

Doctor Who Iconic Image Series Six

*ACHTUNG SPOILER*

Na, immer noch da? Letzte Chance!

Doctor Who Wallpaper BBC America

*ACHTUNG SPOILER*

Diese Woche wurde aus Versehen der Titel der Neil Gaiman-Folge der kommenden Doctor Who-Staffel bekannt und das nahm ich zum Anlass, auch die anderen Folgentitel herauszubekommen. Meine Recherchen ergaben Folgendes:

Chartspunkte #20: Bekannte aus Film und Fernsehen

Nach 48 Stunden Erholung kann ich mich an die zweite Hälfte der noch ausstehenden Neueinsteiger der deutschen Singlecharts machen. In den letzten Wochen hat sich doch einiges getan und so will ich Euch nicht weiter auf die Folter spannen, was so alles Grandioses gekauft wurde und präsentiere meine Einschätzung:

  • Aura Dione – Song For Sophie (I Hope She Flies)
    minusminusminusDie Frau mit dem Schuhtick ist zurück und diesmal singt sie über belebte Dinge. Soll das ein Nachruf oder Spendenaufruf sein? Dafür scheint mir das Video viel zu verspielt und strunzdämlich. Andererseits erinnert mich das an die Hitchhikers-Serie, was natürlich gut ist, aber nicht die unzurechnungsfähig belanglose Melodie und das geisteskrank bedeutungslose Geträllere wieder gutmachen kann.
  • Die Fantastischen Vier – Gebt Uns Ruhig Die Schuld
    plusminusEine positive Überraschung, denn irgendwie ist das genau im richtigen Maße flott und schnuffig. Das wiederum erinnert an Die Zwei und hier verbuche ich das unter Vorteil und laste die Einspieler-Masche zum Verhindern von Streamkopien nicht negativ an.
  • Medina – You And I
    minusminusminusImmer wenn du denkst, du hast den Menschen mit dem längsten Gesicht gesehen, kommt eine daher und beweist, dass es noch länger geht. Die künstlichen Panflöten in Kombination mit den Lens Flares und Farbfiltern lassen ein CSI Miami-Feeling aufkommen (das ich nur in der Switch-Variante kenne). Dazu der extrem nervenaufreibende künstliche Gesang und wir haben das perfekte Desaster vor Ohren.
  • Taio Cruz | Ludacris – Break Your Heart
    minusminusminusOhne den Klischee-Rapper-Mashup-Grunzsong wäre keine Chartssammlung perfekt und ohne Auto-Tune würde man ja auch was vermissen. Nicht. Hier in der schicken Lederjacken-Motorboot-Variante, wodurch der Kenner sofort an Nash Bridges denken muss.

Chartspunkte #19: Casting und andere Verbrechen

Gestern Abend war wohl musikalisch einiges los und da geteiltes Leid, halbes Leid ist, stürze ich mich mal wieder auf die Charts. In den letzten Wochen war einiges los, so dass hier nur der erste Schwung kommt und in den nächsten Tagen dann die andere Hälfte. Mehr habe ich einfach nicht durchgehalten.

  • Die Atzen, Frauenarzt & Manny Marc – Atzin
    minusminusminusDie Mädels sind aber begeistert, mal sehen ob sich das auf mich überträgt. Buärgh, nein, mir kommt das Essen hoch. Textlich schon gar nicht mehr als bildungsfern zu bezeichnen. Die Geräuschkulisse wurde bestimmt mit dem 20 Jahre alten Mischpultcomputer mitgeliefert, der zum Erstellen dieses Verbrechens verwendet wurde.
  • Milow | Marit Larsen – Out Of My Hands
    plusNeue Namen tauchen hier ja sowieso selten auf und ein Weg, das zu verhindern sind Duette. Theoretisch könnte die Kombination was werden. Praktisch kommen die nicht aus dem Knick und machen einen auf Herbstblues. Sind die etwa verantwortlich für das Überspringen des Sommers?!? Ordne ich in die Kategorien “angenehm schön, tut nicht weh, gleich wieder vergessen” ein.
  • Mark Medlock – Real Love
    minusminusminusSoll ich? Ok, ein paar Sekunden geb ich dem Ziegenbart: Technoflamenco-Parfümwerbung mit Vocoder. Wahnsinn, was da an kreativer Energie reingeflossen sein muss – ich sehe förmlich die rauchenden Köpfe vor mir!
  • Gentleman – It No Pretty
    plusYouTube-Nutzer sind doof, wenn man nach der Autovervollständigung geht (It so pretty). Dem sanftmütigen Mann nimmt man die Gesellschaftskritik auch ab und irgendwie ist das genau richtig in Rhythmus und Lyrics. Ein bisschen zu sanft ist es aber doch, was wahrscheinlich von dem Betroffenheit auslösenden Video kommt. In diesem berühmten orange gekachelten U-Bahnhof war ich mal auf dem Weg zu einem Termin, aber das ist natürlich hier völlig unwichtig.

Chartspunkte #18: die Charts sind kaputt

Es sind tatsächlich schon wieder mehr als zwei Monate vergangen, seit ich zuletzt einen kritischen Blick auf die deutschen Single- und Downloadcharts geworfen habe. In der Zwischenzeit hat sich allerdings wie immer sehr wenig getan, d.h. zu 99% sind Künstler eingestiegen, die sowieso immer in den Charts sind oder dieselben Künstler mit mehreren Songs oder derselbe Song von verschiedenen Künstlern. Doch ich will nicht lange lamentieren, sondern endlich die Ohren bluten lassen.

  • Stromae – Alors On Danse
    plusminus Eigentlich kann man mich mit HipHop und Electro jagen, aber das ist ganz ansprechend und auch mal was anderes. Außerdem ist das Video interessant gemacht.
  • Timbaland | Katy Perry – If We Ever Meet Again
    minusminusminus Da kann der Prollzwerg noch so oft mit den Augen rollen, dieser dämliche Singsang hat keine Daseinsberechtigung.
  • Bushido – Alles Wird Gut
    minusminusminus Soso, Nina Ruge rappt jetzt auch. Aber abgesehen davon, kann man bei mir mit Sprechgesang keinen Blumentop gewinnen. Und wenn die Texte Grundschulniveau haben, werfe ich sogar damit.
  • Iyaz – Replay
    minusminus Die Melodie ist ganz ok, aber man konnte die Finger nicht von Autotune lassen und im Video nicht vom Weichzeichner und man sieht einen Prepschool Boy mit schlechter Haut und Real Life Cover Flow. Kein Replay von mir.
  • OneRepublic – All The Right Moves
    minusminusminus Hört sich genauso nervig und nölig an wie der Vorgänger und der Vorgänger davon und der Vorgänger davon. Und wahrscheinlich auch der Vorgänger davon.

Bald kein internationaler Amazon-Versand mehr

Die Ländersperren im Internet nehmen immer mehr überhand und nach einigen Jahren des ungehinderten Genusses, beginnen nun die Eingrenzungen. Während man bei den einschlägigen Videoportalen öfter mit der folgenden herzinfarktauslösenden Nachricht begrüßt wird

Dieses Video enthält Content von XYZ. Dieser Partner hat das Video in deinem Land aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt.

könnte es bald bei internationalen Shops genauso aussehen. Der Grund bei Amazon ist, dass die einzelnen Ländershops für sich getrennt Gewinn erwirtschaften müssen und wenn Leute so wie ich, immer die günstigeren Versionen im Ausland kaufen, dann schmälert sich deren Überlebenswahrscheinlichkeit. Es ist aber auch so, dass bei Amazon UK z.B. die DVD-Boxen ungleich billiger sind, wenn sie denn überhaupt hierzulande verfügbar sind. Nehmen wir ein aktuelles Beispiel mit Deutschland (oben) und Großbritannien (unten) im Vergleich:

Doctor Who-DVD-Boxen

Wenn ich im UK bestelle, kostet mich das umgerechnet um die 70 Euro (inkl. Versand) und aus Deutschland wären es 30 Euro mehr. Das wäre ich ehrlich gesagt, nicht bereit mehr zu zahlen. Sollte sich diese Meldung von Amazon bewahrheiten, dann haben sie mich als Kunden definitiv verloren. Die Machbarkeit des Systems beweisen sie jedenfalls eindrucksvoll mit ihren MP3-Shops, der im Ausland mit einer deutschen Kreditkarte nicht nutzbar sind, auch wenn man eine falsche Lieferadresse angibt.

In diesem Sinne wünsche ich ein frohes Osterfest und schlagt zu, solange es noch geht!

Chartspunkte #17: An der Chartsfront nichts Neues

Ich bin noch den Rest der vorweihnachtlichen Chartsbetrachtungen schuldig und damit ich es diesmal tatsächlich schaffe, fange ich sofort an. Meine neue Bewertungsskala (s.u.) kommt wieder zum Einsatz.

Ein Hinweis an alle hereingestolperten Besucher: das hier ist eine schonungslose und unglaublich ernst gemeinte Zerpflückung der deutschen Charts. Jede Woche schreibe ich auf, welche Neueinsteiger es in den Top 20 der Single- und Download-Charts gab und höre diese alle paar Wochen an und berichte vom Erlebnis. Das mache ich schon seit knapp zwei Jahren so und entgegen aller Erwartungen habe ich das überlebt. Bisher. Knapp. Nun aber:

  • Jennifer Paige | Nick Carter – Beautiful Lie
    minusminus Oh, wir sind ja so verdammt cool! Das Elektronikgedöns ist grässlich, die können nicht wirklich singen und der Text entstammt wahrscheinlich einem Reimlexion, aber die Melodie ist nicht ganz verkehrt.
  • Black Eyed Peas – Meet Me Halfway
    minusminusminus Kaum zu glauben, aber anscheinend gibt es auch im Weltraum schlechte Musik. Man nehme die bekannten Basiselemente (Drumbeat, verschiedene Stimmen für jeden “Geschmack”, tanzbare Melodie, Computergeneriertes Video) und fertig ist der Chartserfolg. BEP haben auch nur ihren ersten (annehmbar guten) Hit immer wieder neu geremixt und die Käufer danken es ihnen.
  • Beyoncé – Broken-Hearted Girl
    minus Die siebte (!!!) Single aus ihrem letzten Album und wenn es nicht so weinerlich und künstlich klavierlastig wäre, könnte man sich das durchaus anhören. Ein schwarzweiß-Video unterstützt die auf-die-Tränendrüse-drück-Absicht. Für diese Schablone dürfen wir wohl Chris Isaak danken.

Doctor Who: The Hitchhiker’s Guide to the Daleks (The Peter Jones-y Edit)

Das folgende Video ist ein Meisterwerk und das Vergnügen beim Angucken wird durch zwei Voraussetzungen besonders gesteigert: durch die Kenntnis von Doctor Who, im Besonderen Daleks, im ganz Besonderen die Geschichte Genesis of the Daleks und die TV-Serie Hitchhiker’s Guide to the Galaxy. Enjoy:

Genesis of the Daleks habe ich gestern abend zufällig gesehen, als Yjgalla den Link twitterte und zur HHGTTG-Serie habe ich vor zweieinhalb Jahren eine Beitragsserie geschrieben. Im letzten Teil bin ich auch auf die Grafiken eingegangen, die für das Video oben Vorbild waren:

Alles handgemalt

Ein ebenfalls wichtiges Erkennungsmerkmal war der Erzähler Peter Jones bzw. dessen markante Stimme. Wie das ausgesehen und sich angehört hat, kann man z.B. im Videoausschnitt zum Babelfisch sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=dcncPpQ8loA

Viel Spaß!

Chartspunkte #16: War zwischendurch schon Weihnachten?!

Die Abstände werden größer zwischen den einzelnen Ausgaben der Chartspunkte, aber erstens gibt es kaum Neueinsteiger und zweitens sind es bis auf wenige Ausnahmen immer dieselben Künstler (und auch Songs). Um wenigstens ein bisschen Abwechslung zu bieten, habe ich die Beschreibungen der Bewertungen geändert (siehe unten). Bei einigen geht es sicher noch knackiger, deswegen bin ich für Vorschläge dankbar.

Nun aber stürzen wir uns in den tiefen Abgrund, der sich deutsche Single- und Downloadcharts nennt und betrachten die Songs, die in den vergangenen knapp drei Monaten neu eingestiegen sind. Die Bewertung wird mir zunehmend schwieriger gemacht, da praktisch bei keinem Portal Originalvideos verfügbar sind, sondern nur Standbildvideos mit sehr schlechter Tonqualität (und Werbekommentaren). Das ist schade, denn die Videos sind Teil der Marketingstrategie (und bieten oft Angriffsflächen für spitze Bemerkungen).

  • Robbie Williams – Bodies
    minus Gregorianische Mönche haben Robbie entführt! Und dann mit einem knarzigen Effektpedal mitten in der Wüste ausgesetzt. Der Refrain ist ohrwurmig, aber zu klischeebeladen.
  • Xavier Naidoo – Alles Kann Besser Werden
    minusminusminus Wieso schafft es diese immer phlegmatischere Stimme mit der immer gleichen Grütze immer wieder in die Charts?!
  • Nena – Wir sind wahr
    minusminus Wenn du geküft gehabtest, Packung Deutsch in Aldi, du wißtest, das wir sind Pabbst! Dort hättest du dann auch ein bisschen Pfeffer kaufen können, um den Song etwas aufzupeppen.
  • Silbermond – Krieger des Lichts
    minus Ohne Beats und hörbares Luftholen geht heutzutage nix mehr. Ein bisschen Gitarrengeschrammel und ein zusammengeklautes Video und schon haben wir einen Hit.