Episodentitel der sechsten Staffel Doctor Who *SPOILERWARNUNG*

*ACHTUNG SPOILER*

Wer nicht informiert werden möchte, bitte schnell wegklicken!

Doctor Who Iconic Image Series Six

*ACHTUNG SPOILER*

Na, immer noch da? Letzte Chance!

Doctor Who Wallpaper BBC America

*ACHTUNG SPOILER*

Diese Woche wurde aus Versehen der Titel der Neil Gaiman-Folge der kommenden Doctor Who-Staffel bekannt und das nahm ich zum Anlass, auch die anderen Folgentitel herauszubekommen. Meine Recherchen ergaben Folgendes:

Continue reading

Chartspunkte #20: Bekannte aus Film und Fernsehen

Nach 48 Stunden Erholung kann ich mich an die zweite Hälfte der noch ausstehenden Neueinsteiger der deutschen Singlecharts machen. In den letzten Wochen hat sich doch einiges getan und so will ich Euch nicht weiter auf die Folter spannen, was so alles Grandioses gekauft wurde und präsentiere meine Einschätzung:

  • Aura Dione – Song For Sophie (I Hope She Flies)
    minusminusminusDie Frau mit dem Schuhtick ist zurück und diesmal singt sie über belebte Dinge. Soll das ein Nachruf oder Spendenaufruf sein? Dafür scheint mir das Video viel zu verspielt und strunzdämlich. Andererseits erinnert mich das an die Hitchhikers-Serie, was natürlich gut ist, aber nicht die unzurechnungsfähig belanglose Melodie und das geisteskrank bedeutungslose Geträllere wieder gutmachen kann.
  • Die Fantastischen Vier – Gebt Uns Ruhig Die Schuld
    plusminusEine positive Überraschung, denn irgendwie ist das genau im richtigen Maße flott und schnuffig. Das wiederum erinnert an Die Zwei und hier verbuche ich das unter Vorteil und laste die Einspieler-Masche zum Verhindern von Streamkopien nicht negativ an.
  • Medina – You And I
    minusminusminusImmer wenn du denkst, du hast den Menschen mit dem längsten Gesicht gesehen, kommt eine daher und beweist, dass es noch länger geht. Die künstlichen Panflöten in Kombination mit den Lens Flares und Farbfiltern lassen ein CSI Miami-Feeling aufkommen (das ich nur in der Switch-Variante kenne). Dazu der extrem nervenaufreibende künstliche Gesang und wir haben das perfekte Desaster vor Ohren.
  • Taio Cruz | Ludacris – Break Your Heart
    minusminusminusOhne den Klischee-Rapper-Mashup-Grunzsong wäre keine Chartssammlung perfekt und ohne Auto-Tune würde man ja auch was vermissen. Nicht. Hier in der schicken Lederjacken-Motorboot-Variante, wodurch der Kenner sofort an Nash Bridges denken muss.
  • B.o.B Featuring Bruno Mars – Nothin’ On You
    minusminusAha, hier macht einer auf Truman Show und bedient sich fröhlich beim Chartsbaukasten, dass der bedröppelte Hörer gar nicht anders kann, als sofort zugreifen. Wenn da nicht immer reingerufen würde, könnte man den Song vielleicht sogar genießen, ohne aggressiv zu werden.
  • Shakira – Waka Waka (This Time for Africa)
    plusminusBallaballa, wa?! Kann mal jemand einen Krankenwagen rufen? Dem Sänger ist jemand auf die Brust gesprungen und er bekommt keine Luft mehr! Abgesehen davon, wird hier mit verschiedenen Stilen um sich geworfen, dass der Kopf brummt. Der bräsige Text ist natürlich bei einem WM-Song Pflicht und dazu passen auch die aufkeimenden Vorstadtkrokodile-Erinnerungen.
  • Sido – Der Himmel Soll Warten (feat. Adel Tawil)
    minusminusMinus plus Minus ergibt nicht Plus, das wissen wir ja schon lange und hier wird das in der Dangerous Minds-Variante nochmal eindrucksvoll bewiesen. Mit Warren Beatty hat das ja nun überhaupt nichts zu tun.
  • Marina & The Diamonds – Hollywood
    plusplusplusNatürlich ist die Bewertung zu hoch gegriffen, aber ich freue mich sehr über einen Song, den ich gerne lauter mache und öfter hören möchte. Die junge Dame hat eine grandiose Stimme und das überbordende One Tree Hill-Video fängt die Intention des Songs sehr gut ein.
  • Lena – Mr. Curiosity
    plusDie Vermarktungsmaschinerie ist angelaufen, was man daran merkt, dass ein uralter Song aus der Show plötzlich in den Charts ist. Da die Videos alle Zusammenschnitte sind, in der auch andere Teilnehmer gezeigt werden, muss ich aber sagen, dass Lena das nicht so toll macht wie der Wuschelkopf, der eine eigene Interpretation bietet. Um beim Thema zu bleiben, behaupte ich einfach mal, dass das stark an Glee erinnert.
  • Toni Braxton – Yesterday
    minusSelbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung und Toni weiß immerhin, dass sie mittlerweile von gestern ist. Die verwirrende Tapeten-Holzlamellen-Kronleuchter-Kombination weckt City of Angels-Assoziationen. Nebenfrage: Hat die sich operieren lassen?
  • Edward Maya – Stereo Love (feat. Vika Jigulina)
    minusminusminusWas ergeben Technobeats plus Akkordeon plus Computerfrauenstimme? Richtig, Kohletabletten für das Ohr. Bildtechnisch gibt es leichte Anleihen zu Mamma Mia!, aber so eine Beleidigung hat selbst dieser Film nicht verdient.
  • Katy Perry feat. Snoop Dogg – California Gurls
    minusminusminusEin weiteres Beispiel für zwei Minusse, die sich gegenseitg in den Abgrund treiben. Soll dieses auf Amateur gemachte Standbild-Lyrics-Video das offizielle sein?! (zumindest wurde es von EMI eingestellt) Da fehlen mir jedenfalls die Worte und ich fühle mich so unangenehm aufgewühlt wie nach einer Folge Little Britain USA.

Das war also die TV-Film-Erinnerungsausgabe und damit habe ich es auch ohne größeren mentalen Schaden überstanden. Oberflächlich zumindest. Die Langzeitschäden sind ja noch nicht abzusehen. Was ist Euer Eindruck?

  • minusminusminus Verbrechen an der Menschheit und als Folterinstrument geeignet
  • minusminus Unterste Schublade des schlechten Geschmacks
  • minus ein kleiner Griff ins Klo (kann jedem mal passieren)
  • plusminus weder Fisch noch Fleisch, je nach Stimmung gut oder schlecht
  • plus Silberstreifen am Horizont des guten Geschmacks
  • plusplus Ohrenschmeichler, der ruhig öfter im Radio/TV laufen sollte
  • plusplusplus Wunder gibt es immer wieder!

Chartspunkte #19: Casting und andere Verbrechen

Gestern Abend war wohl musikalisch einiges los und da geteiltes Leid, halbes Leid ist, stürze ich mich mal wieder auf die Charts. In den letzten Wochen war einiges los, so dass hier nur der erste Schwung kommt und in den nächsten Tagen dann die andere Hälfte. Mehr habe ich einfach nicht durchgehalten.

  • Die Atzen, Frauenarzt & Manny Marc – Atzin
    minusminusminusDie Mädels sind aber begeistert, mal sehen ob sich das auf mich überträgt. Buärgh, nein, mir kommt das Essen hoch. Textlich schon gar nicht mehr als bildungsfern zu bezeichnen. Die Geräuschkulisse wurde bestimmt mit dem 20 Jahre alten Mischpultcomputer mitgeliefert, der zum Erstellen dieses Verbrechens verwendet wurde.
  • Milow | Marit Larsen – Out Of My Hands
    plusNeue Namen tauchen hier ja sowieso selten auf und ein Weg, das zu verhindern sind Duette. Theoretisch könnte die Kombination was werden. Praktisch kommen die nicht aus dem Knick und machen einen auf Herbstblues. Sind die etwa verantwortlich für das Überspringen des Sommers?!? Ordne ich in die Kategorien “angenehm schön, tut nicht weh, gleich wieder vergessen” ein.
  • Mark Medlock – Real Love
    minusminusminusSoll ich? Ok, ein paar Sekunden geb ich dem Ziegenbart: Technoflamenco-Parfümwerbung mit Vocoder. Wahnsinn, was da an kreativer Energie reingeflossen sein muss – ich sehe förmlich die rauchenden Köpfe vor mir!
  • Gentleman – It No Pretty
    plusYouTube-Nutzer sind doof, wenn man nach der Autovervollständigung geht (It so pretty). Dem sanftmütigen Mann nimmt man die Gesellschaftskritik auch ab und irgendwie ist das genau richtig in Rhythmus und Lyrics. Ein bisschen zu sanft ist es aber doch, was wahrscheinlich von dem Betroffenheit auslösenden Video kommt. In diesem berühmten orange gekachelten U-Bahnhof war ich mal auf dem Weg zu einem Termin, aber das ist natürlich hier völlig unwichtig.
  • Sido – Sie bleibt
    minusWitzige Referenzen und Selbstironie sind sympathisch, aber Sprechgesang ist so gar nicht meine Welt.
  • Train – Hey, Soul Sister
    plusUnd immer noch keine neuen Gesichter und diesmal im doppelten Sinne, denn der Song wurde mit Espen Lind zusammen geschrieben. Ich schwanke gerade zwischen Nostalgie (“Drops of Jupiter war toll”, “Espen Lind war knuffig”) und “Pfft, das ist übelstes auf Ohrwurm gebürstetes Radiofutter”. Die Ukulele ist ein Pluspunkt und es stellt sich eine Sommerstimmung ein, dass ich über den hässlichen V-Ausschnitt hinwegsehe. (Anmerkung: V-Ausschnitte sind IMMER hässlich!)
  • Selena Gomez – Naturally
    minusminusminusNach diesem Ausflug in meine Jugend besuchen wir eine, die die Pubertät noch vor sich hat, aber die Klamotten einer 40-Jährigen trägt. Soll das Video eine Referenz an Seven Nation Army sein? Musikalisch ein dünnes, aufgepepptes Stimmchen über XY-Chartsbeats.
  • Mehrzad Marashi – Don’t Believe
    minusminusminusTschakka, Julia! Wo wir gerade von XY-Chartsbeats sprachen: hier in einer etwas basslastigeren Variante. Die Stimme klingt nach viel Phlegma und löst bei mir einen Würgereflex aus. Fun Fact: Der Videodreh wurde wegen Eyjafjallajökull[1] verschoben und konnte deswegen die ersten Wochen bei den Musiksendern gar nicht gezeigt werden.
  • Blümchen – Boomerang
    minusminusminusIs klar. Hielt ich vor knapp 20 Jahren schon für mehr als bekloppt. Es gibt Gerüchte, dass die Aktion aus dem Umfeld von Blümchen gestartet wurde und das fände ich extrem narzistisch. Wenn es dann sogar stimmt, dass das im vollen Bewusstsein der anderen Aktion geschah, dann ist das besonders niederträchtig.
  • Led Zeppelin – Stairway To Heaven
    plusplusplusDie Einschätzung als bester Song aller Zeiten ist zwar etwas übertrieben, aber das ist wenigstens Musik.
  • K’Naan – Wavin’ Flag
    plusRichtig, da war doch was. Mir graut es jetzt schon und da kann mir auch der sympathische Hutträger mit seinem Chor und Trommlern nicht die Angst nehmen. Es ist mir allerdings ein Rätsel, was Vietnamesen mit einem Fußballereignis in Südafrika zu tun haben.
  • Adam Lambert – Whataya Want From Me
    plusminusDer nächste Castingkandidat und diesmal die Emo-Metrosex-Variante. Der Song an sich ist knackig und eingängig, allerdings stört mich die aufgemotzte Stimme. Wäre ich 18 Jahre jünger, würde ich vermutlich jetzt glucksend und sabbernd vor dem Bildschirm sitzen.
  • Jason DeRulo – In My Head
    minusminusminusAch ja, die RnB-Fraktion fehlte noch. Dieser “Bart” ist allerdings überdämlich (Dame → dämlich, gettit?!) und wer auch immer den Vocoder erfunden hat, gehört geteert, gefedert, gevierteilt, gerädert, gehängt, gekielholt, in die Eiserne Jungfrau gesteckt, auf die Streckbank gepackt und dann noch getasert. Mehrmals.
  • Ke$ha – Blah Blah Blah (feat. 3 Oh3)
    minusminusminusManche Songs beschreiben sich im Titel schon selber. Die Tortur bis ich das Video gefunden hatte, will ich mal nicht negativ anlasten, deswegen gibt es nur drei Minuspunkte.

So, das waren jetzt zwar immer noch deutlich weniger als die Anzahl beim Grand Prix, aber das hat mir schon gereicht. Immerhin habt Ihr so auch die Gelegenheit, Euch durch diese “wenigen” Songs zu wühlen und ein Urteil abzugeben. Vorausgesetzt Ihr kennt die nicht schon und findet das alles total super.

  • minusminusminus Verbrechen an der Menschheit und als Folterinstrument geeignet
  • minusminus Unterste Schublade des schlechten Geschmacks
  • minus ein kleiner Griff ins Klo (kann jedem mal passieren)
  • plusminus weder Fisch noch Fleisch, je nach Stimmung gut oder schlecht
  • plus Silberstreifen am Horizont des guten Geschmacks
  • plusplus Ohrenschmeichler, der ruhig öfter im Radio/TV laufen sollte
  • plusplusplus Wunder gibt es immer wieder!
  1. Hui, ohne Nachgucken geschrieben und nur das y vergessen und zwei Umlaute vertauscht! []

Chartspunkte #18: die Charts sind kaputt

Es sind tatsächlich schon wieder mehr als zwei Monate vergangen, seit ich zuletzt einen kritischen Blick auf die deutschen Single- und Downloadcharts geworfen habe. In der Zwischenzeit hat sich allerdings wie immer sehr wenig getan, d.h. zu 99% sind Künstler eingestiegen, die sowieso immer in den Charts sind oder dieselben Künstler mit mehreren Songs oder derselbe Song von verschiedenen Künstlern. Doch ich will nicht lange lamentieren, sondern endlich die Ohren bluten lassen.

  • Stromae – Alors On Danse
    plusminus Eigentlich kann man mich mit HipHop und Electro jagen, aber das ist ganz ansprechend und auch mal was anderes. Außerdem ist das Video interessant gemacht.
  • Timbaland | Katy Perry – If We Ever Meet Again
    minusminusminus Da kann der Prollzwerg noch so oft mit den Augen rollen, dieser dämliche Singsang hat keine Daseinsberechtigung.
  • Bushido – Alles Wird Gut
    minusminusminus Soso, Nina Ruge rappt jetzt auch. Aber abgesehen davon, kann man bei mir mit Sprechgesang keinen Blumentop gewinnen. Und wenn die Texte Grundschulniveau haben, werfe ich sogar damit.
  • Iyaz – Replay
    minusminus Die Melodie ist ganz ok, aber man konnte die Finger nicht von Autotune lassen und im Video nicht vom Weichzeichner und man sieht einen Prepschool Boy mit schlechter Haut und Real Life Cover Flow. Kein Replay von mir.
  • OneRepublic – All The Right Moves
    minusminusminus Hört sich genauso nervig und nölig an wie der Vorgänger und der Vorgänger davon und der Vorgänger davon. Und wahrscheinlich auch der Vorgänger davon.
  • Fettes Brot – Jein (2010)
    minus Das Original fand ich sehr gut und ich kann auch den kompletten Text mit”singen”, aber das hier ist Verarsche, denn man hört überhaupt nichts außer irgendwelchen Quitschgeräuschen.
  • Höhner – Schenk Mir Dein Herz
    minusminusminus Äh, ja. Seit einige hundert Verkäufe für die Charts ausreichen, schaffen es auch Volksmusikanten bis (fast) nach oben.
  • Rihanna – Rude Boy
    minus Die 80er haben Rihanna fest im Griff und wer nicht an Farbvergiftung gestorben ist, lässt sich noch heute von dem (hier) dünnen Stimmchen ausschimpfen.
  • Helping Haiti – Everybody Hurts
    plus Muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man die Version nicht uneingeschränkt gut findet? Das ist viel zu lahm und zu offensichtlich auf die Tränendrüse gedrückt, dass es schon fast peinlich ist. Aber Fremdschämen ist heute in.
  • Tim Toupet – So ein schöner Tag
    minusminusminus Sowas kann man ja nicht ernst nehmen und ich vermute mal wieder bösartige Einkäufe mit der Kreditkarte des Ex und schlecht ausgesuchte Scherzgeschenke.
  • David Guetta | KiD CuDi – Memories
    minusminus Das trockene Keyboard ist nett, aber der Rest dieser zwei übercoolen Typen ist unbrauchbar.
  • Cheryl Cole – Fight For This Love
    minusminus Alias singt jetzt auch und hat ihre russischen Brieffreunde mitgebracht! Abgesehen davon dürfte es nur wenige Menschen geben, die nach einer kurzen Anleitung nicht so einen Song zusammenstückeln könnten. Bravourstück!
  • Amy Macdonald – Don’t Tell Me That It’s Over
    plusminus Ein weiteres Opfer der Schulterpolstermafia und Einheitsbreiconnection.
  • Revolverheld – Spinner
    minusminus Falls ihr mal jemandem erklären wollte, was Fremdschämen ist und gerade keine Stromberg oder The Office-DVD zur Hand habt, dann zeigt diesen Song samt zugehörigen Video.
  • Muse – Undisclosed Desires
    plus Auf den ersten Blick ein knackiger Song mit ordentlichem Drive, aber bei genauerer Betrachtung stört die gewollt hippe Hampelei.
  • Ich + Ich – Einer von zweien
    minusminusminus Die Texte werden immer dämlicher und wirrer und die Musik bleibt langweilig und austauschbar.
  • Lena Meyer-Landrut – Satellite
    plusplus Nach (ungewollt) dutzenden Beschallungen finde ich den Song mittlerweile richtig beschwingt-angenehm. Das schnell zusammengeschusterte Video mit den unbeholfenen Eminemgesten kann man verzeihen und ich bin fast verleitet, Lena viel Erfolg in Oslo zu wünschen.
  • Lena Meyer-Landrut – Bee
    plusplus Diesen Song wiederum höre ich zum ersten Mal und das klingt doch viel besser, so mit ordentlichen Instrumenten und passend zur Stimme. Schön frech und frisch, aber das klingt natürlich viel zu sehr nach Kate Nash als nach Standardkost und deswegen wurde das nicht gewählt.
  • Lena Meyer-Landrut – Love Me
    plus Hui und noch mehr Kate Nash, zumindest vom Akzent her. Ist mir aber zu abgehackt und ein bisschen viel Genre-Durcheinander.
  • Jennifer Braun – I Care For You
    plusminusAufgrund der Häufung des Namens und der gleichen Songtitel gehe ich mal davon aus, dass dies ebenfalls eine Kandidatin der Show war. Der Song ist absolut typisches Radiofutter und hätte sicher gut, aber garantiert nicht herausragend beim Eurovision Song Contest abgeschnitten. Die Stimme finde ich unangenehm, da kann ich nicht lange zuhören.
  • Jennifer Braun – Bee
    plus Aha, hier klingt die Stimme viel rauchiger und gleich viel angenehmer. Der Song ist gut, aber es fehlt der gewisse Kick.
  • Train – Hey, Soul Sister
    plus Ist das jetzt wieder ein Fall für die Fremdschämschublade oder meinen die diesen betuliche Ratschlagoptimismus ernst?! Aus Nostalgiegründen und weil ich gerade gute Laune habe, gibt es einen grünen Punkt von mir.
  • Cascada – Pyromania
    minusminusminus Und schon wieder ist die gute Laune zerstört durch Eurodance der grässlichen Sorte. Es gibt keine Worte, um den dämlichen Text zu beschreiben und deswegen spreche ich einfach nur eine Warnung aus.
  • Black Eyed Peas – Imma Be Rocking That Body
    minusminusminus Immer wenn du denkst, BEP könnten sich nicht mehr selber unterbieten, laden sie die Chipmunks ins Studio ein und drehen ein Video mit den Transformers und Elevation-U2 und setzen die untere Schranke noch ein ganzes Stück tiefer.
  • Lady Gaga | Beyoncé – Telephone
    Nach 239857 Versuchen habe ich endlich das Video gefunden und mit Schrecken festgestellt, dass das fast zehn Minuten lang ist und ich nicht vorspulen kann. Das tue ich mir jetzt nicht an, aber es wird sowieso nichts weltbewegend anderes sein, als was die Damen bisher gemacht haben.
  • Culcha Candela – Eiskalt
    minusminusminus Auch die schaffen es immer wieder, sich selbst zu unterbieten und noch debilere Texte mit noch fieseren Beats zu unterlegen.
  • Nena – In meinem Leben
    minus Mit einem halben Jahrhundert auf dem Buckel wird man instrospektiv. Ein ruhiger Song darf aber nicht eine so nervöse Untermalung haben, dass man jederzeit einen Knall erwartet, der aber nie kommt.
  • Shakira – Gypsy
    plus Die Mundharmonika deutet an, dass Shakira wieder komplett die Musikrichtung gewechselt hat. Diesmal steht ihr das einigermaßen gut und die Melodie ist schön eingängig.

Viele (zu erwartende) Tiefpunkte und einige ordentliche Songs gab es diesmal. Wie ist Eure Einschätzung?

  • minusminusminus Verbrechen an der Menschheit und als Folterinstrument geeignet
  • minusminus Unterste Schublade des schlechten Geschmacks
  • minus ein kleiner Griff ins Klo (kann jedem mal passieren)
  • plusminus weder Fisch noch Fleisch, je nach Stimmung gut oder schlecht
  • plus Silberstreifen am Horizont des guten Geschmacks
  • plusplus Ohrenschmeichler, der ruhig öfter im Radio/TV laufen sollte
  • plusplusplus Wunder gibt es immer wieder!

Bald kein internationaler Amazon-Versand mehr

Die Ländersperren im Internet nehmen immer mehr überhand und nach einigen Jahren des ungehinderten Genusses, beginnen nun die Eingrenzungen. Während man bei den einschlägigen Videoportalen öfter mit der folgenden herzinfarktauslösenden Nachricht begrüßt wird

Dieses Video enthält Content von XYZ. Dieser Partner hat das Video in deinem Land aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt.

könnte es bald bei internationalen Shops genauso aussehen. Der Grund bei Amazon ist, dass die einzelnen Ländershops für sich getrennt Gewinn erwirtschaften müssen und wenn Leute so wie ich, immer die günstigeren Versionen im Ausland kaufen, dann schmälert sich deren Überlebenswahrscheinlichkeit. Es ist aber auch so, dass bei Amazon UK z.B. die DVD-Boxen ungleich billiger sind, wenn sie denn überhaupt hierzulande verfügbar sind. Nehmen wir ein aktuelles Beispiel mit Deutschland (oben) und Großbritannien (unten) im Vergleich:

Doctor Who-DVD-Boxen

Wenn ich im UK bestelle, kostet mich das umgerechnet um die 70 Euro (inkl. Versand) und aus Deutschland wären es 30 Euro mehr. Das wäre ich ehrlich gesagt, nicht bereit mehr zu zahlen. Sollte sich diese Meldung von Amazon bewahrheiten, dann haben sie mich als Kunden definitiv verloren. Die Machbarkeit des Systems beweisen sie jedenfalls eindrucksvoll mit ihren MP3-Shops, der im Ausland mit einer deutschen Kreditkarte nicht nutzbar sind, auch wenn man eine falsche Lieferadresse angibt.

In diesem Sinne wünsche ich ein frohes Osterfest und schlagt zu, solange es noch geht!

Chartspunkte #17: An der Chartsfront nichts Neues

Ich bin noch den Rest der vorweihnachtlichen Chartsbetrachtungen schuldig und damit ich es diesmal tatsächlich schaffe, fange ich sofort an. Meine neue Bewertungsskala (s.u.) kommt wieder zum Einsatz.

Ein Hinweis an alle hereingestolperten Besucher: das hier ist eine schonungslose und unglaublich ernst gemeinte Zerpflückung der deutschen Charts. Jede Woche schreibe ich auf, welche Neueinsteiger es in den Top 20 der Single- und Download-Charts gab und höre diese alle paar Wochen an und berichte vom Erlebnis. Das mache ich schon seit knapp zwei Jahren so und entgegen aller Erwartungen habe ich das überlebt. Bisher. Knapp. Nun aber:

  • Jennifer Paige | Nick Carter – Beautiful Lie
    minusminus Oh, wir sind ja so verdammt cool! Das Elektronikgedöns ist grässlich, die können nicht wirklich singen und der Text entstammt wahrscheinlich einem Reimlexion, aber die Melodie ist nicht ganz verkehrt.
  • Black Eyed Peas – Meet Me Halfway
    minusminusminus Kaum zu glauben, aber anscheinend gibt es auch im Weltraum schlechte Musik. Man nehme die bekannten Basiselemente (Drumbeat, verschiedene Stimmen für jeden “Geschmack”, tanzbare Melodie, Computergeneriertes Video) und fertig ist der Chartserfolg. BEP haben auch nur ihren ersten (annehmbar guten) Hit immer wieder neu geremixt und die Käufer danken es ihnen.
  • Beyoncé – Broken-Hearted Girl
    minus Die siebte (!!!) Single aus ihrem letzten Album und wenn es nicht so weinerlich und künstlich klavierlastig wäre, könnte man sich das durchaus anhören. Ein schwarzweiß-Video unterstützt die auf-die-Tränendrüse-drück-Absicht. Für diese Schablone dürfen wir wohl Chris Isaak danken.
  • Timbaland | SoShy | Nelly Furtado – Morning After Dark
    minusminusminus Urgs, das Verwenden solcher Beats sollte unter Todesstrafe stehen. Und dämliche Augenrollerei auch. Ich halte Timbaland für den überschätztesten “Künstler” dieses Jahrtausends und zwar mit Abstand.
  • Stanfour – Wishing You Well
    minusminusminusAha, man auch hierzulande die Autotune-Taste gefunden. Dabei ist das noch das Aufregendste an dem Song, der so flach und gewöhnlich ist, dass es schon fast aggressiv macht.
  • Pink – I Don’t Believe You
    minusplus Ja, Alecia, wir haben mitbekommen, dass du jetzt geschieden bist. Eigentlich schade, dass eine solch gewaltige Stimme in einem dämlichen Rührstück verbraten wird, inklusive den 90er-typischen Anfänger-Gitarrengeschrammel, der bei 4 Non Blondes noch charmant klang.
  • Wham! – Last Christmas
    plusplus Muahaha, ja ich mag diesen perfekten Popsong und mir ist es egal, dass die halbe Menschheit glaubt, das sei ein Weihnachtslied und es müsse deshalb im 4. Quartal rauf und runter gespielt werden. Mir ist es in dieser Saison nur ein halbes Dutzend Mal begegnet und ich habe mich jedes Mal gefreut. Die Dosis macht das Gift!
  • Keri Hilson – I Like
    minusminusminus Zutaten siehe BEP, noch ein bisschen mehr durchgerührt, ein dämlicher Kinofilm reingepanscht und fertig ist der perfekte Nervsong.
  • Some And Any – Last Man Standing
    minusminusminus Dank des mehr als bekloppten Namens, weiß auch ich, dass wir es hier mit dem neuesten Bohlen-Produkt zu tun haben[1]. Aber ein bisschen Rumspielen am Computer, Whitney Houston-Gedächtnis-Gehampel und Rumwuscheln in den Haaren ergibt noch keine Musik.
  • Ella Endlich – Küss Mich, Halt Mich, Lieb Mich
    minusminusminus Ist das ernst gemeint? Hmm, ist der offizielle Kanal von EMI, also ist dieses kranke Schlagergebimmel doch keine Parodie auf U2. Vielleicht eine Facebook-Kampagne von frustierten Wendler-Fans?
  • David Guetta | Akon – Sexy Bitch
    minusminusminus Zwei Namen, die bei mir Schüttelkrämpfe auslösen und das auf einmal! Klingt wie ein drei Straßen entferntes, laut aufgedrehtes Autoradio mit Soundeffekten, die jemand auf einer 5¼-Diskette gefunden hat.
  • Ke$ha – TiK ToK
    minusminusminus Besagte Diskette wurde an Ke$ha (nur echt mit Dollar!) weitergereicht und die hat gleich noch ihre Stimme behandelt und damit sich das auch verkauft, wurde ein Video gedreht, das auf Umfragen von 12- bis 14-Jährigen beruht.
  • Owl City – Fireflies
    plusminus Ein paar gute Ansätze sind dabei, aber ein bisschen weniger Elektronik und Autotune hätte der brauchbaren Melodie gut getan. Vor sechs bis acht Jahren hat das jeder gemacht und warum fahren darauf jetzt alle ab?
  • Frauenarzt | Manny Marc – Disco Pogo
    minusminusminus Ich habe eine Theorie für den Chartseinstieg solcher schlechten Scherzartikel und zwar sind die das Ergebnis von zerbrochenen Beziehungen, bei denen aus Rache nochmal kräftig mit der Kreditkarte des/der Verflossenen eingekauft wird.
  • Jason DeRulo – Whatcha Say
    minusminusminus Nachdem das Original sich durch eine ausgerutsche Hand selbst ins Aus beförderte, greift nun sein Klon zur Chartskrone. Er kann noch nicht ganz so welpenhaft gucken, aber der “Bart” ist spot-on.
  • David Guetta | Estelle – One Love
    minusminusminus Die 90er sind zurück und Owen Wilson ist schuld! Warum muss man unbedingt noch die 2059753072. Version desselben Songs im CD-Schrank/auf der Festplatte haben?!
  • Herbert Grönemeyer – Komm Zur Ruhr
    minusminus Aha, die Kulturhauptstadt wirft ihren Schatten voraus. Klingt eher nach Dallas meets Fischerchöre. Ein Text voll Pathos für diese ansonsten sehr blasse “Hymne”, die so viele unpassende und seltsame Elemente enthält, wie in kein Fußballstadion passen.
  • Sportfreunde Stiller – Lass Mich Nie Mehr Los (MTV Unplugged)
    minusminus Mittlerweile ist es billiger sich das Album statt die Singles zu kaufen (Hint, Hint). Das Unplugged-Setting und die Instrumentierung insgesamt gefällt mir, aber die Stimme ist viel zu nölig und der Text könnte aus einem Poesiealbum stammen.
  • Alexandra Burke | Flo Rida – Bad Boys
    minusminusminus Wenn ein Video schon damit anfängt, dass man Frauenstiefel aus einem Auto aussteigen sieht, kann man den IQ der Zielgruppe auf halbem Forrest Gump-Niveau erwarten. Uhwei, uhwei, uhwah! Warum können die bösen Jungs nicht mal die gute Alex davon überzeugen, es mit dem Singen sein zu lassen?!
  • Bono | The Edge | Jay-Z | Rihanna – Stranded (Haiti Mon Amour)
    minusminus Wenn das keine Charity-Single wäre, könnte man das einfach nur in die Tonne kloppen, denn überall wo Gerappe drin ist, kommt kein Tophit raus. Das nervige Gebrabbel wird auch durch den etwas erträglicheren Refrain nicht aufgewogen. Und das ständige weinerliche Wiederholen derselben Zeile hat mich noch nie beeindruckt.
  • Unheilig – Geboren Um Zu Leben
    minus Das erfüllt zwar meine Definition von Musik, aber deswegen muss das noch lange nicht meine Art von Musik sein, denn Elektronik plus Orchester plus sehr tiefe Stimme ergeben kein angenehmes Ergebnis.
  • DJ Ötzi – Sweet Caroline
    minusminusminus Ich hoffe sehr, dass das ein Versehen ist und Neil Diamond entweder gar nicht die Rechte an dem Song besitzt oder mit fiesester Erpressung dazu gezwungen wurde, seinen wunderbaren Song, für diese Grinsekatze freizugeben.

Während nun die Takte vom Original aus den Lautsprechern tönen, ziehe ich zum wiederholten Male das Fazit, dass die Charts ein großes Rätsel sind. Warum werden immer wieder dieselben Songs gekauft? Warum landen immer dieselben Untalentierten in den Charts? Und was haben die Illuminaten damit zu tun?

  • minusminusminus Verbrechen an der Menschheit und als Folterinstrument geeignet
  • minusminus Unterste Schublade des schlechten Geschmacks
  • minus ein kleiner Griff ins Klo (kann jedem mal passieren)
  • plusminus weder Fisch noch Fleisch, je nach Stimmung gut oder schlecht
  • plus Silberstreifen am Horizont des guten Geschmacks
  • plusplus Ohrenschmeichler, der ruhig öfter im Radio/TV laufen sollte
  • plusplusplus Wunder gibt es immer wieder!
  1. Haha, von wegen! Wie Schaps aufklärte, handelt es sich hier um das neueste D! Soost-Produkt, d.h. der Sendung Popstars und nicht von DSDS. Immerhin habe ich mich jetzt bei Tante Wiki schlau gemacht und weiß jetzt, dass das die achte Staffel war und durchschnittlich unglaubliche 2,13 Mio Zuschauer pro Sendung hatte. []

Doctor Who: The Hitchhiker’s Guide to the Daleks (The Peter Jones-y Edit)

Das folgende Video ist ein Meisterwerk und das Vergnügen beim Angucken wird durch zwei Voraussetzungen besonders gesteigert: durch die Kenntnis von Doctor Who, im Besonderen Daleks, im ganz Besonderen die Geschichte Genesis of the Daleks und die TV-Serie Hitchhiker’s Guide to the Galaxy. Enjoy:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektHHGTTGDaleks

Genesis of the Daleks habe ich gestern abend zufällig gesehen, als Yjgalla den Link twitterte und zur HHGTTG-Serie habe ich vor zweieinhalb Jahren eine Beitragsserie geschrieben. Im letzten Teil bin ich auch auf die Grafiken eingegangen, die für das Video oben Vorbild waren:

Alles handgemalt

Ein ebenfalls wichtiges Erkennungsmerkmal war der Erzähler Peter Jones bzw. dessen markante Stimme. Wie das ausgesehen und sich angehört hat, kann man z.B. im Videoausschnitt zum Babelfisch sehen:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektBabelfisch

Viel Spaß!

Chartspunkte #16: War zwischendurch schon Weihnachten?!

Die Abstände werden größer zwischen den einzelnen Ausgaben der Chartspunkte, aber erstens gibt es kaum Neueinsteiger und zweitens sind es bis auf wenige Ausnahmen immer dieselben Künstler (und auch Songs). Um wenigstens ein bisschen Abwechslung zu bieten, habe ich die Beschreibungen der Bewertungen geändert (siehe unten). Bei einigen geht es sicher noch knackiger, deswegen bin ich für Vorschläge dankbar.

Nun aber stürzen wir uns in den tiefen Abgrund, der sich deutsche Single- und Downloadcharts nennt und betrachten die Songs, die in den vergangenen knapp drei Monaten neu eingestiegen sind. Die Bewertung wird mir zunehmend schwieriger gemacht, da praktisch bei keinem Portal Originalvideos verfügbar sind, sondern nur Standbildvideos mit sehr schlechter Tonqualität (und Werbekommentaren). Das ist schade, denn die Videos sind Teil der Marketingstrategie (und bieten oft Angriffsflächen für spitze Bemerkungen).

  • Robbie Williams – Bodies
    minus Gregorianische Mönche haben Robbie entführt! Und dann mit einem knarzigen Effektpedal mitten in der Wüste ausgesetzt. Der Refrain ist ohrwurmig, aber zu klischeebeladen.
  • Xavier Naidoo – Alles Kann Besser Werden
    minusminusminus Wieso schafft es diese immer phlegmatischere Stimme mit der immer gleichen Grütze immer wieder in die Charts?!
  • Nena – Wir sind wahr
    minusminus Wenn du geküft gehabtest, Packung Deutsch in Aldi, du wißtest, das wir sind Pabbst! Dort hättest du dann auch ein bisschen Pfeffer kaufen können, um den Song etwas aufzupeppen.
  • Silbermond – Krieger des Lichts
    minus Ohne Beats und hörbares Luftholen geht heutzutage nix mehr. Ein bisschen Gitarrengeschrammel und ein zusammengeklautes Video und schon haben wir einen Hit.
  • Sido – Hey Du
    minusminus Ick erzähl dier och gleich ma wat, denn det Lied is dämlich, dat kannste mir glooben. Textlich vorbildlich, aber musikalisch hatten wir das schon öfter. Anmerkung: wer extra viel Grammatikspaß haben will, möge sich die Kommentare zu den obersten Suchergebnissen bei YouTube durchlesen.
  • Ashley Tisdale – Crank It Up
    minusminusminus Britney is back! Stimmlich, kostümlich und beattechnisch kein Unterschied. Nur männliche Unterstützung hatte Miss S. nie, oder?
  • OneRepublic – Secrets –
    minusminusminus Hat der eine so zerbrechliche Stimme oder liegt das an der Videoqualität? Jedenfalls ist das der Brechreizsong des vergangenen Jahrzehnts einmal durch den Fleischwolf gedreht. Und Til Schweiger ist auch wieder dabei, was die Stimmung vollends auf den absoluten Nullpunkt drückt.
  • Queensberry – Hello (Turn Your Radio On)
    minusminusminus Wenn Jugenderinnerungen mit erkälteter Stimme und deutschem Akzent malträtiert werden, verstehe ich keinen Spaß. Und wenn dann auch noch ein erdrückender und entschleunigender Beat drübergeklatscht wird, dann ist die Voraussetzung zur Folter erfüllt.
  • Culcha Candela – Monsta
    minusminusminus Alle Superlative versagen hier, denn so grenzdebil und hirnamputiert kann “Musik” eigentlich gar nicht sein.
  • Jürgen Drews – Ich Bau Dir Ein Schloss
    minusminusminus Wer hat hier eine Wette verloren und musste 100 CDs von diesem Schlagerstampfer kaufen?! Oh, mit Loopings! Wenn man den Videokommentaren glauben darf, gibt es tatsächlich ein paar verirrte Seelen, die das gut finden. Oder der Onkel Jürgen hat ganz viele Googlekonten.
  • Ich + Ich – Pflaster
    minusminusminus Auch hier die Frage, wer diese immer gleichen beknackten Texte und “Gesänge” kauft. Der Unterschied wäre minimal, wenn man dieses Lied 12x auf eine CD packt und mit dem Album vergleicht.
  • Jeanette – Solitary Rose
    minusminusminus Aha, eine “gefühlvolle Single” bringt Frau B. mit diesem Stück. Nein, da fehlt kein Präfix beim Verb, die Single wird tatsächlich gebracht. Wer sich Gedanken darüber macht, bemerkt nicht, dass die weder singen noch ein Keyboard programmieren kann.
  • Leona Lewis – Happy
    minus Die kann immerhin singen, aber es klingt sehr weinerlich und trotzig. Das Video ist zum Glück nicht ganz so kitschig, wie befürchtet.
  • Black Eyed Peas – Meet Me Halfway
    minusminusminus Fergie hat vergessen ihre Spange herauszunehmen, apl.de.ap hat Schleim im Hals und will.i.am hat Husten. Mehr habe ich von diesem flachen Dancestück nicht behalten. Und dass es auf dem Mond spiegelnde Pyramiden gibt.
  • Jay-Z | Alicia Keys – Empire State Of Mind
    minusminus Ein bisschen Melodie vermittelt der Jay-Z und die kurzen Gesangspassagen von Miss Keys werden auch auf der Habenseite verbucht. Doch insgesamt hämmert es viel zu aufdringlich und man hält das als Zuhörer nicht lange aus.
  • Britney Spears – 3
    Sorry, manche kindischen Prinzipien muss man bis ins hohe Alter behalten und meins ist, dass ich nie freiwillig auch nur eine Sekunde Britney höre.
  • Lady Gaga – Bad Romance
    minusminusminus Cher is back! Und sie hat Boney M. mitgebracht. Sigmund Freud hätte sicherlich seine Freude an dem Video. Wenn er vor lauter Ohrenbluten dazu kommt, sich das anzusehen.
  • Thomas Godoj – Nicht Allein
    minus Hier wird Rocklinghausen unsicher gemacht. Mit ein bisschen weniger Autotune und ein bisschen mehr Geschwindigkeit hätte das durchaus was werden können.
  • Rihanna – Russian Roulette
    minus Frisuren- und klamottentechnisch sehr gewagt, aber doch irgendwie cool. Leider ist der Song ist eine bessere Schlaftablette mit einem okayen Refrain.
  • Aura Dione – I Will Love You Monday
    minusminusminus Urgs, macht Apologize noch kurz vor Abschluss den Brechreizsong des Jahrzehnts streitig. Diese Art grausiger Radiosong ist meiner Meinung nach hauptverantwortlich für den Untergang der westlichen Welt.
  • LeAnn Rimes – The Rose
    plus Wieder so ein Fall einer komplett sinnlosen Coverversion, denn der klingt praktisch genauso wie das Original. Nur die Stimme ist etwas souliger, was aber eher dagegen spricht.
  • Alicia Keys – Doesn’t Mean Anything
    plus Nein, überhaupt nichts, dass dies endlich mal ein eigenständiger, ordentlicher Song ist. Es braucht nicht mehr als einen treibenden Bass und eine angenehme Stimme und schon höre ich zu. Ist zwar sehr glatt poliert (im Song wie im Video), aber endlich mal was Hörbares.

So, nach diesen zwei einigermaßen positiven Songs höre ich auf, auch wenn es noch 14 weitere gäbe, aber die schaffe ich jetzt einfach nicht. Und auch dem geneigten Leser wäre es wahrscheinlich zu viel auf einmal. Dafür gibt es dann noch in diesem Monat die nächste Ausgabe der Chartspunkte. Doch zu dieser Ausgabe sind erstmal Eure Kommentare erbeten.

  • minusminusminus Verbrechen an der Menschheit und als Folterinstrument geeignet
  • minusminus Unterste Schublade des schlechten Geschmacks
  • minus ein kleiner Griff ins Klo (kann jedem mal passieren)
  • plusminus weder Fisch noch Fleisch, je nach Stimmung gut oder schlecht
  • plus Silberstreifen am Horizont des guten Geschmacks
  • plusplus Ohrenschmeichler, der ruhig öfter im Radio/TV laufen sollte
  • plusplusplus Wunder gibt es immer wieder!

Chartspunkte #15: Download ist auch nicht besser

Vor mittlerweile zwei Monaten habe ich zum letzten Mal in die deutschen Charts geguckt (vertreten vor einem Monat durch Konna) und somit wird es mal wieder Zeit für eine Dröhnung Wahnsinn. Zwischenzeitlich hatten sich MTV und media control gezofft, so dass die Top 20 beim “Musik”fernsehen nicht mehr veröffentlicht wurde. Deswegen hatte ich eine Umfrage zur Zukunft der Chartspunkte gestartet, bei der folgendes herauskam:

[polldaddy poll=1914118]

Ich werde also kombiniert Download- und Singles-Charts beurteilen, was dank der Beilegung des Streits zwischen MTV und media control wieder möglich ist. Es ist so, dass viele Songs zuerst in den digitalen und dann in den analogen Charts auftauchen. Deswegen schreibe ich nicht mehr dazu, in welcher Woche ein Song auf welchem Platz gelandet ist, sondern ich zähle nur die Neueinsteiger im Beobachtungszeitraum auf. Die Reihenfolge gibt einen ungefähren zeitlichen Eindruck. Die Bewertungen bleiben natürlich gleich und können am Ende nachgelesen werden.

  • Colbie Caillat – Fallin’ For You
    plus Die singende Jennifer Aniston geht mit seichtem Sommerklang ins Ohr. Und wieder raus. Höre ich da ein wenig Autotune?! Was mich ganz nervös macht, ist, dass nichts passiert. Viel zu glatt.
  • Frauenarzt | Manny Marc – Das Geht Ab (Wir Feiern Die Ganze Nacht) (Atzen Musik Mix)
    minusminusminusMuss ich?! Welches ist denn jetzt der richtige Mix? Egal, sind beide so grottig, dass ich am liebsten an den Südpol schwimmen möchte. Insofern ist der Aufruf, des Hände in die Luft Schmeißens gar nicht so verkehrt.
  • P!NK – Funhouse
    plusplus Wieder eines der besseren Lieder von Ms Moore. Ihr Wahnsinn kommt durch und die Hookline ist unglaublich ohrwurmig.
  • Scooter – J’adore Hardcore
    minusminusminus Aha, wird es jetzt ausländisch, Herr Baxxter? Und wie man bei sämtlichen Videos in den Kommentaren lesen kann, natürlich geklaut. Was sie aber seit 15 Jahren machen und trotzdem immer gleich klingen. Das ist Talent!
  • Culcha Candela – Schöne Neue Welt
    minusminusminus Die Suche hat ein Ende: der schlechteste Song des Jahrzehnts ist gefunden! So einen dämlichen Text in Verbindung mit grottigen Instrumenten plus einem unausgegorenen Genremix hat es noch nicht gegeben.
  • Agnes – Release Me
    minusminusminus Dieses Dance-Soul-Zeugs ist das grässlichste aller radiotauglichen Genres und die Welt wäre ein doppelt so schöner Ort ohne dieses Gestampfe und Gejaule.
  • No Angels – One Life
    minusminusminus Ogottogottogott! Waren die schon immer so künstlich und dancig? So viel Plastik auf einmal findet man sicherlich nicht mal in der Playboy-Mansion.
  • Lady Gaga – Paparazzi
    minusminusminus Immer wenn man denkt, die Lady kann sich nicht mehr unterbieten, tut sie es doch. Um Längen. Das peinliche “Borg meets Forrest Gump”-Video mal außen vor, haben wir es hier mit einem Quitscheentchen meets Timbaland-Song zu tun.
  • Madonna – Celebration
    minusminusminus Immer wenn man denkt, Madonna kann sich nicht mehr unterbieten, tut sie es doch. Um Längen. Das peinliche Puffmutter mit Tourette-Syndrom-Video mal außen vor, haben wir es hier mit einem klassischen (und damit überholten) Eurodance-Stück zu tun.
  • La Roux – Bulletproof
    plusplusplus Erlösung! Perfekt eingefangener 80er-Synthie-Pop mit passendem Zauberwürfel-Geometrie-Video, Flock of Seagulls-Tolle und in-den-Tuschkasten-gefallen-Make-Up. Herrlich! Angucken!
  • Söhne Mannheims – Ich Wollt Nur Deine Stimme Hörn
    minusminusminus Fagott? Ne, Xavier, deine Stimme wollt ich nie wieder hör’n, da es mir davon kalt den Rücken runterläuft. Was andere da als “Samt” bezeichnen, macht mich aggressiv und zusammen mit dieser klebrig süßen Musik und dem kuschelweichen Text ist das ein Garant zum Gruseln.
  • Charlie Winston – Like A Hobo
    plusplusplus Sollte es doch noch Wunder geben und ich einen tollen Song in den Charts entdecken?! Flotte akustische Gitarre mit leichten Balkanleihen, einer angenehmen, einzigartigen Stimme und einem cleveren Text und dazu ein witziges Video – muss ich mir merken!
  • Jay-Z – Run This Town
    minusminus Eine Minute lang geht es gut, solange Rihanna über einfachem Beat singt, aber Rap ist nunmal nichts für mich und dieses Kampfgeschrei im Hintergrund ist mehr als nervig.
  • Justin Bieber – One Time
    minusminusminus Aha, Telefonanruf von Usher und schon geht das präpubertäre Gequake los. Das dünne Stimmchen muss ja verzagen zwischen all den schnellen Beats und einem Thema, von dem dieser Milchbubi garantiert keine Ahnung hat.
  • Shakira – She Wolf
    minusminusminus Das ging schnell mit der Madonna-fizierung. Grenzdebiles Softporno-Video mit Lycra-Tanzeinlagen lenken vom mehr als dämlichen “Song” ab. Der ist kaum mehr als ein übertuntes Dancestückchen. Von einem Werwolf gebissen worden, Shakira?!
  • Tokio Hotel – Automatisch
    minusminusminus Was ist nur los mit den deutschen Musikkäufern?! Geht es nicht mehr ohne künstliche Stimmen und Beateinlagen? Hört sich an wie eine Mischung aus NDW-Markus und Marc Oh.
  • Rammstein – Pussy
    minus Der nächste deutsche Export, von dem ich nicht mal das Video sehen darf. Schöne Melodie und angenehm brachiale Gitarrenwände. Der Sprachenmix, die knarrige Stimme und der dämliche Text müssten allerdings nicht sein.
  • Rammstein – Rammlied
    minus Dafür sind die Download-Charts da, gell?! Hier wird’s wieder choral-brutal, wie man das von den Herren kennt. Auch hier gilt, dass die Melodie gut ist, aber für meinen Geschmack eben doch ein bisschen zu hart. Sollte ich mal Amok laufen, wäre Rammstein sicherlich der optimale Soundtrack. (Nein, das ist keine Ankündigung und keine Aufforderung!)
  • Mark Medlock – Baby Blue
    minusminusminus Wie war das mit den unverzichtbaren Danceinlagen? Hier kommen noch Steeldrums und eine je nach Bedarf künstlich vertiefte oder erhöhte Stimme hinzu. Der schafft es sogar diesen simplen, englischen Text zu massakrieren.
  • Pitbull – Hotel Room Service
    minusminusminus Aha, da hat jemand Didders verlorenes Umhänge-Keyboard gefunden und einer Blaskapelle die Basstrommel gestohlen. Den Text haben sie wahrscheinlich von einer weggeworfenen Hotelserviette.
  • Scooter – Ti sento
    minusminusminus Weiter zur nächsten Sprache. Wie gesagt klingt das alles gleich – unmusikalisch und grenzdebil.
  • Bon Jovi – We Weren’t Born To Follow
    plus Eine weitere unbegründete, weil ahnungslose Twitterkritik? Oder eher was politisches? Eher Letzteres. Klingt aber wie jeder Song der letzten vier oder fünf Alben, was sehr schade ist. Aus Nostalgie gibt es einen Pluspunkt.

Uiuiui, eine extrem schlechte Runde, in der aber zum Glück zwei gute Songs dabei waren. Was denkt Ihr, liebe Leser?

  • minusminusminus Song hätte nie produziert werden dürfen und auch den/die “Künstler” finde ich doof.
  • minusminus Auf dem Weg zur Unerträglichkeit und dem/den Künstler/n stehe ich wahrscheinlich auch skeptisch gegenüber.
  • minus Song gefällt mir nicht, aber den/die Künstler halte ich für ok.
  • plusminus Song ist mir relativ egal und je nach Laune würde ich zuhören oder abschalten.
  • plus Song ist ok, aber entweder nervt er auf Dauer oder ich stehe dem/den Künstler/n skeptisch gegenüber.
  • plusplus Ziemlich guter Song und auch der/die Künstler ist/sind mir sympatisch.
  • plusplusplus Song könnte ich andauernd hören und auch den/die Künstler finde ich gut.