Feed für "Humor" (um nur Beiträge dieser Kategorie zu abonnieren)
Hinweis: Sollte der Feed nicht gefunden werden, nochmal die Kategorie-Seite aufrufen, "/feed/" an die URL in der Adresszeile des Browsers anhängen und diese Seite aufrufen.
Nach 48 Stunden Erholung kann ich mich an die zweite Hälfte der noch ausstehenden Neueinsteiger der deutschen Singlecharts machen. In den letzten Wochen hat sich doch einiges getan und so will ich Euch nicht weiter auf die Folter spannen, was so alles Grandioses gekauft wurde und präsentiere meine Einschätzung:
Aura Dione – Song For Sophie (I Hope She Flies) Die Frau mit dem Schuhtick ist zurück und diesmal singt sie über belebte Dinge. Soll das ein Nachruf oder Spendenaufruf sein? Dafür scheint mir das Video viel zu verspielt und strunzdämlich. Andererseits erinnert mich das an die Hitchhikers-Serie, was natürlich gut ist, aber nicht die unzurechnungsfähig belanglose Melodie und das geisteskrank bedeutungslose Geträllere wieder gutmachen kann.
Die Fantastischen Vier – Gebt Uns Ruhig Die Schuld Eine positive Überraschung, denn irgendwie ist das genau im richtigen Maße flott und schnuffig. Das wiederum erinnert an Die Zwei und hier verbuche ich das unter Vorteil und laste die Einspieler-Masche zum Verhindern von Streamkopien nicht negativ an.
Medina – You And I Immer wenn du denkst, du hast den Menschen mit dem längsten Gesicht gesehen, kommt eine daher und beweist, dass es noch länger geht. Die künstlichen Panflöten in Kombination mit den Lens Flares und Farbfiltern lassen ein CSI Miami-Feeling aufkommen (das ich nur in der Switch-Variante kenne). Dazu der extrem nervenaufreibende künstliche Gesang und wir haben das perfekte Desaster vor Ohren.
Taio Cruz | Ludacris – Break Your Heart Ohne den Klischee-Rapper-Mashup-Grunzsong wäre keine Chartssammlung perfekt und ohne Auto-Tune würde man ja auch was vermissen. Nicht. Hier in der schicken Lederjacken-Motorboot-Variante, wodurch der Kenner sofort an Nash Bridges denken muss.
Gestern Abend war wohl musikalisch einiges los und da geteiltes Leid, halbes Leid ist, stürze ich mich mal wieder auf die Charts. In den letzten Wochen war einiges los, so dass hier nur der erste Schwung kommt und in den nächsten Tagen dann die andere Hälfte. Mehr habe ich einfach nicht durchgehalten.
Die Atzen, Frauenarzt & Manny Marc – Atzin Die Mädels sind aber begeistert, mal sehen ob sich das auf mich überträgt. Buärgh, nein, mir kommt das Essen hoch. Textlich schon gar nicht mehr als bildungsfern zu bezeichnen. Die Geräuschkulisse wurde bestimmt mit dem 20 Jahre alten Mischpultcomputer mitgeliefert, der zum Erstellen dieses Verbrechens verwendet wurde.
Milow | Marit Larsen – Out Of My Hands Neue Namen tauchen hier ja sowieso selten auf und ein Weg, das zu verhindern sind Duette. Theoretisch könnte die Kombination was werden. Praktisch kommen die nicht aus dem Knick und machen einen auf Herbstblues. Sind die etwa verantwortlich für das Überspringen des Sommers?!? Ordne ich in die Kategorien “angenehm schön, tut nicht weh, gleich wieder vergessen” ein.
Mark Medlock – Real Love Soll ich? Ok, ein paar Sekunden geb ich dem Ziegenbart: Technoflamenco-Parfümwerbung mit Vocoder. Wahnsinn, was da an kreativer Energie reingeflossen sein muss – ich sehe förmlich die rauchenden Köpfe vor mir!
Gentleman – It No Pretty YouTube-Nutzer sind doof, wenn man nach der Autovervollständigung geht (It so pretty). Dem sanftmütigen Mann nimmt man die Gesellschaftskritik auch ab und irgendwie ist das genau richtig in Rhythmus und Lyrics. Ein bisschen zu sanft ist es aber doch, was wahrscheinlich von dem Betroffenheit auslösenden Video kommt. In diesem berühmten orange gekachelten U-Bahnhof war ich mal auf dem Weg zu einem Termin, aber das ist natürlich hier völlig unwichtig.
Es sind tatsächlich schon wieder mehr als zwei Monate vergangen, seit ich zuletzt einen kritischen Blick auf die deutschen Single- und Downloadcharts geworfen habe. In der Zwischenzeit hat sich allerdings wie immer sehr wenig getan, d.h. zu 99% sind Künstler eingestiegen, die sowieso immer in den Charts sind oder dieselben Künstler mit mehreren Songs oder derselbe Song von verschiedenen Künstlern. Doch ich will nicht lange lamentieren, sondern endlich die Ohren bluten lassen.
Stromae – Alors On Danse Eigentlich kann man mich mit HipHop und Electro jagen, aber das ist ganz ansprechend und auch mal was anderes. Außerdem ist das Video interessant gemacht.
Timbaland | Katy Perry – If We Ever Meet Again Da kann der Prollzwerg noch so oft mit den Augen rollen, dieser dämliche Singsang hat keine Daseinsberechtigung.
Bushido – Alles Wird Gut Soso, Nina Ruge rappt jetzt auch. Aber abgesehen davon, kann man bei mir mit Sprechgesang keinen Blumentop gewinnen. Und wenn die Texte Grundschulniveau haben, werfe ich sogar damit.
Iyaz – Replay Die Melodie ist ganz ok, aber man konnte die Finger nicht von Autotune lassen und im Video nicht vom Weichzeichner und man sieht einen Prepschool Boy mit schlechter Haut und Real Life Cover Flow. Kein Replay von mir.
OneRepublic – All The Right Moves Hört sich genauso nervig und nölig an wie der Vorgänger und der Vorgänger davon und der Vorgänger davon. Und wahrscheinlich auch der Vorgänger davon.
Die Ländersperren im Internet nehmen immer mehr überhand und nach einigen Jahren des ungehinderten Genusses, beginnen nun die Eingrenzungen. Während man bei den einschlägigen Videoportalen öfter mit der folgenden herzinfarktauslösenden Nachricht begrüßt wird
Dieses Video enthält Content von XYZ. Dieser Partner hat das Video in deinem Land aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt.
könnte es bald bei internationalen Shops genauso aussehen. Der Grund bei Amazon ist, dass die einzelnen Ländershops für sich getrennt Gewinn erwirtschaften müssen und wenn Leute so wie ich, immer die günstigeren Versionen im Ausland kaufen, dann schmälert sich deren Überlebenswahrscheinlichkeit. Es ist aber auch so, dass bei Amazon UK z.B. die DVD-Boxen ungleich billiger sind, wenn sie denn überhaupt hierzulande verfügbar sind. Nehmen wir ein aktuelles Beispiel mit Deutschland (oben) und Großbritannien (unten) im Vergleich:
Wenn ich im UK bestelle, kostet mich das umgerechnet um die 70 Euro (inkl. Versand) und aus Deutschland wären es 30 Euro mehr. Das wäre ich ehrlich gesagt, nicht bereit mehr zu zahlen. Sollte sich diese Meldung von Amazon bewahrheiten, dann haben sie mich als Kunden definitiv verloren. Die Machbarkeit des Systems beweisen sie jedenfalls eindrucksvoll mit ihren MP3-Shops, der im Ausland mit einer deutschen Kreditkarte nicht nutzbar sind, auch wenn man eine falsche Lieferadresse angibt.
In diesem Sinne wünsche ich ein frohes Osterfest und schlagt zu, solange es noch geht!
So, Kinners, dat war schon der komplette Beitrag. Einzelansicht des Beitrags (mit 219 Wörtern, 1 Bild, Lesedauer: 53 Sek)
Ich bin noch den Rest der vorweihnachtlichen Chartsbetrachtungen schuldig und damit ich es diesmal tatsächlich schaffe, fange ich sofort an. Meine neue Bewertungsskala (s.u.) kommt wieder zum Einsatz.
Ein Hinweis an alle hereingestolperten Besucher: das hier ist eine schonungslose und unglaublich ernst gemeinte Zerpflückung der deutschen Charts. Jede Woche schreibe ich auf, welche Neueinsteiger es in den Top 20 der Single- und Download-Charts gab und höre diese alle paar Wochen an und berichte vom Erlebnis. Das mache ich schon seit knapp zwei Jahren so und entgegen aller Erwartungen habe ich das überlebt. Bisher. Knapp. Nun aber:
Jennifer Paige | Nick Carter – Beautiful Lie Oh, wir sind ja so verdammt cool! Das Elektronikgedöns ist grässlich, die können nicht wirklich singen und der Text entstammt wahrscheinlich einem Reimlexion, aber die Melodie ist nicht ganz verkehrt.
Black Eyed Peas – Meet Me Halfway Kaum zu glauben, aber anscheinend gibt es auch im Weltraum schlechte Musik. Man nehme die bekannten Basiselemente (Drumbeat, verschiedene Stimmen für jeden “Geschmack”, tanzbare Melodie, Computergeneriertes Video) und fertig ist der Chartserfolg. BEP haben auch nur ihren ersten (annehmbar guten) Hit immer wieder neu geremixt und die Käufer danken es ihnen.
Beyoncé – Broken-Hearted Girl Die siebte (!!!) Single aus ihrem letzten Album und wenn es nicht so weinerlich und künstlich klavierlastig wäre, könnte man sich das durchaus anhören. Ein schwarzweiß-Video unterstützt die auf-die-Tränendrüse-drück-Absicht. Für diese Schablone dürfen wir wohl Chris Isaak danken.
Das folgende Video ist ein Meisterwerk und das Vergnügen beim Angucken wird durch zwei Voraussetzungen besonders gesteigert: durch die Kenntnis von Doctor Who, im Besonderen Daleks, im ganz Besonderen die Geschichte Genesis of the Daleks und die TV-Serie Hitchhiker’s Guide to the Galaxy. Enjoy:
Genesis of the Daleks habe ich gestern abend zufällig gesehen, als Yjgalla den Link twitterte und zur HHGTTG-Serie habe ich vor zweieinhalb Jahren eine Beitragsserie geschrieben. Im letzten Teil bin ich auch auf die Grafiken eingegangen, die für das Video oben Vorbild waren:
Ein ebenfalls wichtiges Erkennungsmerkmal war der Erzähler Peter Jones bzw. dessen markante Stimme. Wie das ausgesehen und sich angehört hat, kann man z.B. im Videoausschnitt zum Babelfisch sehen:
Die Abstände werden größer zwischen den einzelnen Ausgaben der Chartspunkte, aber erstens gibt es kaum Neueinsteiger und zweitens sind es bis auf wenige Ausnahmen immer dieselben Künstler (und auch Songs). Um wenigstens ein bisschen Abwechslung zu bieten, habe ich die Beschreibungen der Bewertungen geändert (siehe unten). Bei einigen geht es sicher noch knackiger, deswegen bin ich für Vorschläge dankbar.
Nun aber stürzen wir uns in den tiefen Abgrund, der sich deutsche Single- und Downloadcharts nennt und betrachten die Songs, die in den vergangenen knapp drei Monaten neu eingestiegen sind. Die Bewertung wird mir zunehmend schwieriger gemacht, da praktisch bei keinem Portal Originalvideos verfügbar sind, sondern nur Standbildvideos mit sehr schlechter Tonqualität (und Werbekommentaren). Das ist schade, denn die Videos sind Teil der Marketingstrategie (und bieten oft Angriffsflächen für spitze Bemerkungen).
Robbie Williams – Bodies Gregorianische Mönche haben Robbie entführt! Und dann mit einem knarzigen Effektpedal mitten in der Wüste ausgesetzt. Der Refrain ist ohrwurmig, aber zu klischeebeladen.
Xavier Naidoo – Alles Kann Besser Werden Wieso schafft es diese immer phlegmatischere Stimme mit der immer gleichen Grütze immer wieder in die Charts?!
Nena – Wir sind wahr Wenn du geküft gehabtest, Packung Deutsch in Aldi, du wißtest, das wir sind Pabbst! Dort hättest du dann auch ein bisschen Pfeffer kaufen können, um den Song etwas aufzupeppen.
Silbermond – Krieger des Lichts Ohne Beats und hörbares Luftholen geht heutzutage nix mehr. Ein bisschen Gitarrengeschrammel und ein zusammengeklautes Video und schon haben wir einen Hit.
Vor mittlerweile zwei Monaten habe ich zum letzten Mal in die deutschen Charts geguckt (vertreten vor einem Monat durch Konna) und somit wird es mal wieder Zeit für eine Dröhnung Wahnsinn. Zwischenzeitlich hatten sich MTV und media control gezofft, so dass die Top 20 beim “Musik”fernsehen nicht mehr veröffentlicht wurde. Deswegen hatte ich eine Umfrage zur Zukunft der Chartspunkte gestartet, bei der folgendes herauskam:
[polldaddy poll=1914118]
Ich werde also kombiniert Download- und Singles-Charts beurteilen, was dank der Beilegung des Streits zwischen MTV und media control wieder möglich ist. Es ist so, dass viele Songs zuerst in den digitalen und dann in den analogen Charts auftauchen. Deswegen schreibe ich nicht mehr dazu, in welcher Woche ein Song auf welchem Platz gelandet ist, sondern ich zähle nur die Neueinsteiger im Beobachtungszeitraum auf. Die Reihenfolge gibt einen ungefähren zeitlichen Eindruck. Die Bewertungen bleiben natürlich gleich und können am Ende nachgelesen werden.
Colbie Caillat – Fallin’ For You Die singende Jennifer Aniston geht mit seichtem Sommerklang ins Ohr. Und wieder raus. Höre ich da ein wenig Autotune?! Was mich ganz nervös macht, ist, dass nichts passiert. Viel zu glatt.
Frauenarzt | Manny Marc – Das Geht Ab (Wir Feiern Die Ganze Nacht) (Atzen Musik Mix) Muss ich?! Welches ist denn jetzt der richtige Mix? Egal, sind beide so grottig, dass ich am liebsten an den Südpol schwimmen möchte. Insofern ist der Aufruf, des Hände in die Luft Schmeißens gar nicht so verkehrt.
Heute vor 32 Jahren starb der King, was aber keinerlei Auswirkungen auf die aktuellen Top 20 der deutschen Singlecharts hatte. Einen ungleich größeren Effekt hatte der Tod des selbsternannten Pop-Oberhauptes auf die Charts im Juli und darauf werfen wir jetzt mal einen Blick. Was die lustigen, bunten Punkte zu bedeuten haben steht am Ende des Beitrags.
Neueinsteiger vom 10.07
Platz 18 Michael Jackson – Billy Jean Ja, das waren noch Zeiten! Ob der Song objektiv so gut ist, kann ich unmöglich beurteilen, aber da ist sicherlich ein Nostalgie-Plus irgendwo versteckt. Der arme Kerl, der hier ein Kind untergeschoben bekommen soll. Im wahren Leben war es ja laut den neuesten Gerüchten eher umgekehrt.
Platz 15 Söhne Mannheims – IZ On Diese Unentschlossenheit hinter dem Gestreiche macht mich wanhnsinnig. Und dann dieses Pseudo-Tschakka-Getue im Refrain mit so etwas ähnlichem wie englisch. Bleib mir weg!
Platz 14 Michael Jackson – Beat It Gefällt mir noch einen Tick besser als Billie Jean und wenn die coolen Typen lächerlich durch die Gegend hüpfen, verdient das Bewunderung.
Platz 12 Michael Jackson – Earth Song Mit der Botschaft muss man ja dafür sein, oder?! Nein, der Song ist zu pathetisch und dieses uahoahaohaoh geht dann irgendwann doch auf die Nerven.
Platz 9 Michael Jackson – Thriller So toll ist der Song gar nicht, habt Ihr das mal bemerkt? Dieses dämliche Gequatsche macht alles kaputt und auf einem tollen Video alleine kann man ja nicht bauen.
Sinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.
Neueste Kommentare