Jaja, das sieht hier gerade etwas ungewohnt aus. Ein unvorhergesehenes Theme-Update hat alles durcheinander gebracht. Das Wiederherstellen bzw. Anpassen dauert noch einige Jahre und in der Zwischenzeit kann es hier öfter mal komisch aussehen. Am besten den Feed abonnieren, dann ergibt sich dieses Problem.

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Englisch lernen mit TV-Serien #25: to not split infinitives

Im neuen Jahr feiert meine Serie über Serien ihr vierteljahrhundertliches Jubiläum und das wird genutzt, um ein kontroverses Thema zu behandeln, das selbst unter Grammatikexperten umstritten ist. Es gibt ein sehr berühmtes Gegenbeispiel, das vom Autor des heutigen Beispiels verballhornt wurde. Zu beidem später mehr.

Aufgegriffen wird das Thema in einer Doctor Who-Folge, die in jeder Bestenliste auftaucht und von vielen Fans als eine ihrer Lieblingsfolgen angesehen wird[1]. Es handelt sich hierbei um City of Death, eine Folge aus der 17. Staffel mit Tom Baker als dem vierten Doktor, der aber in der fraglichen Szene überhaupt nicht auftaucht, sondern der Graf Carlos Scarlioni, der nicht das ist, was er zu sein scheint und seine Frau hat das herausgefunden:

COUNTESS
Now, who are you?

COUNT
I am Scaroth.

COUNTESS
Scaroth?

COUNT
Last of the Jagaroth.
It has not been difficult keeping secrets from you, my dear. A few fur coats, a few trinkets, a little nefarious excitement.

COUNTESS
What are the Jagaroth?

COUNT
The Jagaroth, an infinitely old race and an infinitely superior one. I shall show you what you want to know my dear.

(COUNT REMOVES HIS HUMAN FACE TO REVEAL HIS TRUE FORM)

COUNT (DISTORTED VOICE)
I am Scaroth. Through me, my people will live again.
I’m glad to see you’re still wearing the bracelet I designed for you, my dear. It is, as I said, a useful device.

(BUZZING)

(COUNTESS SCREAMS IN AGONY AND COLLAPSES)

COUNT
Goodbye, my dear. I’m sorry you had to die. But then, in a short while, you will have ceased ever to have existed.

  1. Beim Whocast etwa wird angeraten, die Folge auswendig zu lernen. []

Englisch lernen mit TV-Serien #24: Belt and Braces

Das Ende der Zeit ist nah und in vier Tagen ist der Tag des jüngsten Gerichts, doch vorher wird noch eine Englischlektion eingeschoben. Glücklicherweise beziehen sich die Anspielungen nicht auf die reale Welt, sondern auf die von Doctor Who und zwar auf das kommende Weihnachtsspecial (SPOILER!) und das für den heutigen Ausdruck wichtige Four to Doomsday. Zwischen der Ausstrahlung der beiden Geschichten liegen knappe 28 Jahre (Januar 1982 gegenüber Dezember 2009) und die Effekte sind von etwas anderer Qualität, aber das soll hier nicht das Thema sein.

In Four to Doomsday landen der Doktor und seine drei (!) Companions auf einem Raumschiff und entdecken dort so einige tolle Gerätschaften (vom Technobabble nicht verwirren lassen):

DOCTOR
Amazing work! Worthy of Gallifrey. Non-corrosive alloys, saturated polymers, highly advanced.

NYSSA
Look at that!

DOCTOR
Yes! An interferometer.

ADRIC
What’s that?

NYSSA
This one’s for measuring gravitation waves.

DOCTOR
But you could use it on the time curve circuits.

NYSSA
Look, a graviton crystal detector.

ADRIC
What’s that for?

NYSSA
Same thing.

DOCTOR
Belt and braces.

NYSSA
Except on Traken, the interferometer superseded the crystal.

DOCTOR
Yes. That’s what’s interesting. See if you can get it going.

weitere Vokabeln:
to supersede – ablösen, ersetzen
Gallifrey und Traken sind die jeweiligen Heimatplaneten vom Doktor und Nyssa.

Doctor Who: Belts and braces

Eine kurze Erklärung liefert der Informationstext der DVD:

Englisch lernen mit TV-Serien #22: to call/have dibs

Die neue TV-Season in den USA hat begonnen und schon gibt es eine neue Folge meiner beliebten (?) Serie zum Englisch Lernen. Heute wenden wir uns einem seltsamen angelsächsischen Phänomen und Captain Tightpants zu. Jawoll, Nathan Fillion ist wieder im Serienmilieu aktiv und zwar als Krimiautor Castle, der seine Schreibblockade bei der New Yorker Polizei überwindet.

Stürzen wir uns sofort in das etwas längere Zitat aus 2.01 Deep in Death, bei dem es um eine bzw. zwei Traditionen geht, die es meines Wissens in Deutschland nicht gibt:

RICHARD CASTLE
(reading text messages) “Dad, where are you?”, “Dad, are you all right?”, “Dad, call us right away.”, “Dad, can I go see ‘Fame’ with Owen on Friday?” … Your concern is touching.

ALEXIS CASTLE
Okay, that one was after I knew you were all right.

RIChARD
Yeah, but I thought we were gonna go see that together.

ALEX
We were, and we still can. But he invited me to go see it with him next Friday.

RICHARD
You’d rather go with your boyfriend than your Dad? What is wrong with you?

ALEXIS
If you really want me to go with you, I will.

RICHARD
No, no. You tell Owen he has won this round. But I got dibs on “A Christmas Carol.”

ALEXIS
Thanks, Dad. And I’m glad you weren’t killed by body snatchers.

RICHARD
Me, too.

MARTHA
Oh, they remade “Fame” and “A Christmas Carol.” Has Hollywood totally run out of ideas?

Literatur und Natur: Wuthering Heights und der Peak District

In Vorbereitung auf meinen Aufenthalt im schönen Nationalpark Peak District habe ich pflichtbewusst den Roman Wuthering Heights (Sturmhöhe) von Emily Brontë gelesen[1]. Der Titel leitet sich aus einem der beiden Schauplätze des Romans, dem Anwesen Wuthering Heights. Dort und in Thrushcross Grange spielt praktisch die gesamte Geschichte. Die Anwesen liegen im Peak District und die Landschaft wird öfter erwähnt und hat einen indirekten Einfluss auf die Charaktere, aber das war es auch.

Panorama: Peak District

In dieser Hinsicht war das Lesen umsonst, aber es hat sich dennoch gelohnt. Wuthering Heights wird mittlerweile als der beste Roman der Bronte-Schwestern angesehen und auch wenn ich keine weiteren Werke kenne, so kann ich sagen, dass Emily mit ihrer einzigen Arbeit etwas Ungewöhnliches geschaffen hat. Hierzulande verbindet man mit englischer Literatur von weiblichen Autoren aus dem 18./19. Jh. oft die ungleich bekanntere Jane Austen, doch deren Romane sind mit Wuthering Heights nicht vergleichbar. Hier geht es richtig zur Sache, das Leben ist einfacher, der Umgangston rauher und das Ende kein glückliches. Die Erzählweise ist viel kompakter, es gibt weniger handelnde Personen und Schauplätze. Das lässt Raum für die Konzentration auf die Emotionen und Beweggründe der Hauptpersonen. Ich war positiv überrascht von der Ehrlichkeit und Intensität der Beschreibungen.

Die komplizierte und unglückliche Liebesgeschichte von Geschichte von Heathcliff und Catherine wird in Rückblicken von einer Haushälterin erzählt. Am Anfang war es schwer sich einzufinden, weil die Sprache ungewohnt ist und die Familienverhältnisse undurchsichtig. Doch nach und nach gewöhnt man sich daran und es hat seinen Sinn, dass man nicht sofort durchsteigt, wer mit wem wie verwandt ist. In der Ausgabe der Wadsworth Collection[2] sind einige Wörter in Fußnoten erklärt und so versteht man auch den Diener Joseph, der im lokalen Dialekt spricht.

Englisch lernen mit TV-Serien #21: two-tier(ed) health care

Heute greifen wir zwei aktuelle Themen auf, die weltweit diskutiert werden. Um bei der nächsten internationalen Debatte um Gesundheitssysteme und Schweinegrippe nicht sprachlos zu sein, liefere ich ein paar wichtige Vokabeln. Für alles andere seid dann Ihr verantwortlich.

Bevor es jedoch so weit kommen kann, wenden wir uns pflichtgemäß Richtung Amerika. Dort organisiert Barack Obama gerade eine Gesundheitssystemreform, die teuer wird und deswegen heftig umkämpft wird (treffende Karrikatur dazu). Ein nicht minder heftig umstrittenes Projekt ist die garantiert bald kommende unglaublich wirksame und sichere Schweinegrippeimpfung.

Um eine Grippeimpfung geht es auch in der genialen Serie 30 Rock[1] in der passend betitelten Folge 3.08 Flu Shot. Dort werden die Impfdosen wegen einer Grippepidemie knapp und nur die höheren Angestellten sollen in den Genuss kommen.

JACK
Are you ready for your shot?

LIZ
Never. Two-tiered health care is a crime. You know, in Cuba everybody gets equal health care.

JACK
What a surprise! You’ve seen the Michael Moore movie.

LIZ
Think again, Jack. I saw the trailer when I went to see Alvin and the Chipmunks. But this flu shot rationing is baloney. If my crew can’t get a shot, I’m not getting a shot.

CREWMAN
Hey, you tell him, Liz!

LIZ
God bless you… Crewman. We gotta fight the power.

CREW
Yeah!

weitere Vokabeln:
flu shot – Grippeschutzimpfung (flu = Abk. für Influenza)
baloney – Quatsch

Lieblings-Liedtextzeile (cimddwc’s Blog-Parade)

Das Sommerloch hat keine Chance und hier kommt schon die nächste Blog-Parade und zwar zu einem meiner Lieblingsthemen bzw. eigentlich dem Lieblingsthema, denn cimddwc fragt nach meiner Lieblings-Liedtextzeile.

Die Auswahl ist groß und lange habe ich mir Zeit gelassen. Der Interpret stand ziemlich schnell fest, denn die Texte von The Wave Pictures bzw. David Tattersall sind einfach fantastisch. Lebensnah und irrsinnig, banal und entrückt, wortspielerisch und kindisch, ehrlich und größenwahnsinng – und das alles praktisch gleichzeitig. Das Problem war dann das Herauspicken einer Zeile in der Unmenge Zeilen in einem Song in der Unmenge Songs auf den Unmengen Alben.

Die Zeile(n), die mir als erstes auffiel(en) stammt/en aus dem Song Strange Fruit for David vom letztjährigen Album Instant Coffee Baby:

A sculpture is a sculpture, marmalade is marmalade
And a sculpture of marmalade is a sculpture but it isn’t marmalade

Herrlich! Überhaupt kommen sehr viele Früchte in Titeln vor (Fruit, Coffee, Avocado, Strawberry, Apples). Als ich mich letztes Jahr nach einem Konzert mit den drei Jungs unterhalten habe, hätte ich Gelegenheit gehabt, nach dem Grund zu fragen, habe es aber vergessen.

The Wave Pictures - If You Leave It AloneWeiter mit der Lieblings-Liedtextzeile. Ein weiterer Kandidat wäre da der Titeltrack gewesen, in dem der Blackpool Tower vorkommt, den ich nächsten Monat besuchen werde, aber das alleine reicht für eine Lieblingstextzeile nicht aus. Deswegen entscheide ich mich für einen Song vom aktuellen Album If You Leave It Alone aus dem Song I Thought Of You Again

I was doing press-ups in the hotel lobby
The lobby with me was unimpressed

Den Song über Unterhaltungen mit Hummeln, tanzenden Fröschen und Stichlingen erwähne ich nur am Rande, denn das würde zu weit führen. Deswegen empfehle ich das Anhören dieser und der anderen Alben. Leider ist nur Instant Coffee Baby vollständig bei Last.fm und Spotify verfügbar, aber auf der offiziellen Seite gibt es eine Menge kostenloser MP3s.

Fast vergessen: Wer auch mitmachen möchte, hat dazu noch bis Ende der Woche Zeit, d.h. bis 16.08.

Englisch lernen mit TV-Serien #20: to see a man about a dog/horse

In jeder Sprache gibt es Dutzende Varianten und Ausdrücke, um nicht explizit zu sagen, dass man aufs Klo geht um die Ecke muss/mal für kleine Königstiger geht/sich die Nase pudert/einen Wasserstrahl in die Ecke stellt/dem Ruf der Natur folgt. Die Briten sind da besonders erfindungsreich wie sicherlich der eine oder andere schon erfahren hat. Die heutige Phrase hat bzw. hatte diese Bedeutung nicht immer, aber dazu später mehr.

Das erste Beispiel stammt aus der Serie FM, in der eine Gruppe DJs mit dem wahren Leben kämpfen und nebenbei ganz hervorragende musikalische Gäste auftreten. Eine ausführlichere Kritik ist geplant und deswegen stürzen wir uns gleich in Folge 1.05 Video Killed the Radio Star. Dazu muss man wissen, dass DJ Dom eine John Peel-Figur hat, die “mit ihm spricht”:

LINDSAY
Whoa, where have you been?

DOM
I’ve been trying to get to the bottom of this bonus round thing. I will not have my John Peel taken away from me.
(SPRICHT MIT ANDERER STIMME UND ZU SEINER HAND ALS ERSATZ FÜR DIE FIGUR)
“I want us to be together forever, Dom. I love you.” I love you too, John.

LINDSAY
You can’t do the voice thing if you don’t have him with you.

DOM
Why not?

LINDSAY
It’s just plain creepy.

DOM
Right, Daddy’s got to see a man about a big dog.

Skin FM: John Peel-FigurSkin FM: big dog

Projekt 42: Systeme

Projekt 42Eine neue Idee, die ich sofort (d.h. mit zwei Tagen Verspätung) aufgreife ist das Projekt 42 von Jan und seinem Zementblog. In Anlehnung an das Fotoprojekt 52 wurde als Name die Antwort selber gewählt und alleine deswegen muss ich mitmachen. Jan hat sich das so gedacht:

Ich gebe einmal im Monat ein Stichwort bekannt, jeder Teilnehmer ist so dazu aufgerufen, spontan einen kleinen, großen, schlichten, komplizierten, witzigen, traurigen, sachlichen, märchenhaften Text – wie immer Einem eben ist – zu verfassen, der sich darum dreht.

Das Thema im Juli lautete Systeme. Wie man das Wort interpretiert, ist jedem selbst überlassen. Ich stürze mich auf die 42 in verschiedenen Zahlensystemen. Wenn wir von unserem Dezimalsystem ins Oktalsystem übergehen, treffen wir dort auf den alten Bekannten 52. So schließt sich an dieser Stelle der Kreis zum Fotoprojekt 52. Damit das jetzt nicht zu unübersichtlich wird, gibt es eine Liste (berechnet mit Hilfe eines Umrechners):

  • binär: 101010
  • tertiär: 1120
  • quarternär: 222
  • quinär: 132
  • senär: 110
  • septär: 60
  • oktal: 52
  • nonär: 46
  • dezimal: 42
  • unodezimal: 39
  • duodezimal: 36
  • hexadezimal: 2A
  • vigezimal: 22
  • Base64: q
  • römisch: XLII

Wunderhübsch, aber natürlich vollkommen sinnlos. Das binäre System ist dabei das wichtigste, denn ohne dieses würden diese tollen Dinger namens Computer überhaupt nicht funktionieren. Das Umrechnen in verschiedene Systeme (dezimal, oktal, hexadezimal, binär) ist eine beliebte Übung für Studenten, die oft murrend als überflüssig gelernt wird. Aber ein bisschen Flexibilität kann nie schaden.

Englisch lernen mit TV-Serien #18: discombobulate

Es kommt nicht alle Tage vor, dass mir ein völlig unbekanntes englisches Wort begegnet, das auch noch schön klingt, eine Geschichte zu erzählen hat und dem eine eigene Podcastfolge gewidmet worden ist.

Bevor wir uns jedoch diesem Wort zuwenden, gibt es noch einen Hinweis (besonders) für diejenigen Leser, die dank Markus Beitrag hierher gefunden haben: die Beiträge zum Englisch lernen haben eine eigene Kategorie, deren Feed separat abonniert werden kann – für den Fall, dass meine sonstigen Ergüsse nicht so interessant sein sollten.

Kommen wir nun also zum heutigen Wort, das mir in der Serie Dirty Sexy Money begegnet ist und zwar in der zweiten Folge The Lions. Der “he” im folgenden (extrem kurzen) Dialog ist ein Junge über den sich die Eheleute Nick und Lisa unterhalten:

NICK
How’s he doing?

LISA
He’s all right. I think he’s a little discombobulated. Did you get ahold of his mom or is he spending the night, maybe staying forever? Are we gonna adopt him, perhaps?

NICK
No, I called her like 5 times. She never returned and the last time I called, I got this recording saying the number’s out of service.

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Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

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