Archiv für die Kategorie 'Musik'

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Liedzeilen-Quiz #104

Wie jeden (!) Donnerstag läuft an dieser Stelle das berühmt-berüchtigte Liedzeilen-Quiz und endlich mal wieder das noch viel berühmtere und erst recht berüchtigte Postpunk vs. werter Leser-Rätsel bei eben jenem. Dass dort die Lösung noch weit entfernt ist, soll uns nicht davon abhalten, sich voll ins Rätselvergnügen zu stürzen und es geht los:

  1. Es wird geguckt und gerechnet und ein seltener Zeitpunkt mit antiquierten Wörtern beschrieben (6 Zeilen).
  2. Wir haben es heute mit einem adhäsiven Künstler zu tun, der dunkel und luftig ist.
  3. Die Idee für den Song kam (angeblich) nach dem Vorspielen eines einmalig fantastischen Songs.
  4. Der heute gesuchte Song ist ein Übersong, geradezu metaebenentisch.

Auflösung: Gesucht war Tribute von Tenacious D (Text, Anhören, Video). Ausgesucht habe ich den Song aus aktuellem Anlass, da dieser ursprünglich ausgewählt wurde, um den aktuellen Gewinner von DSDS vom vordersten Platz der Charts abzuhalten. Das ging aber nicht, da Tribute nicht für die Charts angemeldet ist und so hat man den “best song in the world” stattdessen genommen, d.h. Stairway to Heaven von Led Zeppelin. Und wer es mir gleich tun will, stürzt sich in Unkosten und kauft Stairway to Heaven für 98 Cent.

Gelöst wurde heute in Gemeinschaftsarbeit von Liliana (Band) und Michael S. (Song und Zeilen).

Albumplayer: The Hold Steady – Heaven is Whenever

Der Sänger mit der geilen Stimme ist zurück (Craig Finn) und er hat mit seinen drei Bandkumpels ein neues Album gebastelt das den dämlichen Titel Heaven is Whenever trägt. Aber da es laut Guardian eine Steigerung zum überaus fantastischen Vorgänger Stay Positive sein soll, verzeihe ich den Lapsus. Dank Albumplayer vom Label Rough Trade kann jeder schon in den vollen Genuss des Albums kommen, das am 30. April erscheint (USA/UK am 3./4. Mai):

In den letzten Wochen gab es schon drei der Songs, The Weekenders, Hurricane J und Barely Breathing bei Stereogum zu hören und gestern entsprechend eine Vorabkritik. Dort hält sich die Begeisterung in Grenzen, allerdings würde ich das als Jammern auf hohem Niveau bezeichnen. Mir gefällt es bisher sehr gut und die CD (Partnerlink) könnte evtl. den Weg zu mir finden. Oder der Download, wenn es bei eMusic verfügbar sein sollte (wie bisher alle Veröffentlichungen).

Song des Tages: Richard Thompson – I Feel So Good

Schon mit der Zeile I Feel So Good I’m Going To Break Somebody’s Heart Tonight war ich überzeugt (kompletter Text) und habe den Song gestern abend andauernd gehört und auch geblippt (Uwe hat’s ebenfalls gefallen). Dass es sich um einen folkigen Song mit leichten Punkanleihen handelt, macht die Sache nur umso besser. Hier eine Liveversion von 1991:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektGutesgefühl

Jawollja, der Song ist fast 20 Jahre als und auf dem Album Rumor and Sigh enthalten (Spotify-Link), das insgesamt sehr gut ist. Die Schreibweise lässt vermuten, dass wir es hier mit einem Ami zu tun haben, aber der Typ ist in Notting Hill geboren und waschechter Brite.

Gefunden habe ich Herrn Thompson über einen anderen Song von ihm, 1952 Vincent Black Lightning, der vor einigen Wochen bei Drowned in Sound in der wöchentlichen Spotify-Liste enthalten war[1]. Mit diesem Link können nicht sehr viele hierzulande was anfangen und für diejenigen verweise ich auf Grooveshark, wo allerdings die Reihenfolge etwas durcheinander ist.

  1. Laut einer Quelle im Wikipedia-Artikel der meistgewünschte Song bei NPR. []

Liedzeilen-Quiz #103

Hallo miteinander, liebe Rätselfreunde! Es ist wieder einmal Donnerstag Nachmittag und somit Zeit fürs Liedzeilen-Quiz. Auch diese Woche gelten die unten aufgeführten Regeln und dass jeder doofe Fragen (zum Thema) stellen darf. Legen wir los:

  1. Ein wahrer Sündenpfuhl mit drei zwei Lastern wird hier präsentiert, der jedoch durch die Zählweise relativiert wird. Wo man sich befindet, wird in der vierten gesuchten Zeile angedeutet.
  2. Wir suchen heute die bekannteste Version des gesuchten Songs, der nicht vom gesuchten Interpreten geschrieben wurde, was sicherlich eher unbekannt ist.
  3. Eine ziemlich andere Version des Songs beschäftigt sich mit einer Frage, die sich dieses Jahr ziemlich viele Menschen gestellt haben bzw. stellen.
  4. Vor einigen Jahren wurde um den Titel ziemlich viel Wind gemacht.
  5. Auch wenn wir es hier mit der bekanntesten Version zu tun haben, so kennen die meisten sicherlich eher die ältere Holzvariante des Interpreten.
  6. Wo wir vorhin von Lastern sprachen. Bleiben wir bei Fortbewegungsmitteln!
  7. Zum Album gab es noch gar keinen Tipp, was daran liegen könnte, dass wir es hier mit einem One Hit Wonder zu tun haben, der allerdings kein Nummer-Eins-Hit war. Eine spätere Version von einem bekannteren Künstler zum Tod des Schreibers schaffte es auf den vordersten Platz – zumindest in den Genrecharts.
  8. Es handelt sich nicht um einen neuen Song. Eher im Gegenteil.

Auflösung: Gesucht war City of New Orleans, der vom gleichnamigen Zug handelt und zwar in der bekanntesten Version von Arlo Guthrie (Text, Anhören). Geschrieben wurde der Song von einem gewissen Steve Goodman, der damit aber nicht erfolgreich war. Nach seinem Tod wurde er aber immerhin mit einem Grammy ausgezeichnet, als Willie Nelson den Song veröffentlichte. Arlo Guthrie ist der Sohn vom wesentlich bekannteren Woody. Die Melodie diente als Grundlage für Wann wird’s mal wieder richtig Sommer. Einen sehr interessanten Artikel zu den Aufnahmen gibt es hier.

Die richtigen Zeilen und dann auch den Interpreten wusste symBadisch.

Albumkritik: The Indelicates – Songs For Swinging Lovers

Indelicates - Songs for Swinging LoversGestern war es endlich soweit, dass Simon und Julia Indelicate ihr zweites Album veröffentlichten, das den von Frank Sinatra geklauten Titel Songs for Swinging Lovers hat. Wie die Indiestreber berichteten wird es das Album in mehreren Versionen geben, gestern erschien die digitale Version für einen selbst festzulegenden Preis. Wer also möchte, kann beim Label 13 Songs kostenlos bekommen[1].

Doch genug der Vorrede, es kommt ja darauf an, ob es sich lohnt, das Album zu kaufen. Ich habe einfach blind zugegriffen, da ich den Vorgänger American Demo so toll fand, der vor genau zwei Jahren erschien und es sogar in meine Jahrzehntbestenliste schaffte.

Die Songtitel sind wesentlich kürzer und knackiger, was mit dem Eröffnungssong Europe beginnt (dem Gegenstück zu America sozusagen). Der haut kräftig rein mit überschäumenden Gitarren und man sieht Julia förmlich vor sich, wie sie sich wie eine Opernsängerin in Pose wirft. Danach wird das Tempo ein wenig zurückgefahren und Simon kommt zu Wort. Ich habe das Gefühl, dass sie wesentlich selbstsicherer geworden sind und sich auf ihre Stärken konzentrieren, d.h. interessante Texte, quirligen Gesang und eine ganze Bandbreite von Geschwindigkeiten auffahren. Auch verschiedene Instrumente werden ausprobiert, neben den immer mehr oder weniger im Vordergrund stehenden Gitarre und Klavier. Die Trompete in Flesh finde ich nicht sehr sympathisch, aber das ist meinem grundsätzlichen Unwohlsein bei diesem kratzigen Blasinstrument geschuldet.

Chartspunkte #18: die Charts sind kaputt

Es sind tatsächlich schon wieder mehr als zwei Monate vergangen, seit ich zuletzt einen kritischen Blick auf die deutschen Single- und Downloadcharts geworfen habe. In der Zwischenzeit hat sich allerdings wie immer sehr wenig getan, d.h. zu 99% sind Künstler eingestiegen, die sowieso immer in den Charts sind oder dieselben Künstler mit mehreren Songs oder derselbe Song von verschiedenen Künstlern. Doch ich will nicht lange lamentieren, sondern endlich die Ohren bluten lassen.

  • Stromae – Alors On Danse
    plusminus Eigentlich kann man mich mit HipHop und Electro jagen, aber das ist ganz ansprechend und auch mal was anderes. Außerdem ist das Video interessant gemacht.
  • Timbaland | Katy Perry – If We Ever Meet Again
    minusminusminus Da kann der Prollzwerg noch so oft mit den Augen rollen, dieser dämliche Singsang hat keine Daseinsberechtigung.
  • Bushido – Alles Wird Gut
    minusminusminus Soso, Nina Ruge rappt jetzt auch. Aber abgesehen davon, kann man bei mir mit Sprechgesang keinen Blumentop gewinnen. Und wenn die Texte Grundschulniveau haben, werfe ich sogar damit.
  • Iyaz – Replay
    minusminus Die Melodie ist ganz ok, aber man konnte die Finger nicht von Autotune lassen und im Video nicht vom Weichzeichner und man sieht einen Prepschool Boy mit schlechter Haut und Real Life Cover Flow. Kein Replay von mir.
  • OneRepublic – All The Right Moves
    minusminusminus Hört sich genauso nervig und nölig an wie der Vorgänger und der Vorgänger davon und der Vorgänger davon. Und wahrscheinlich auch der Vorgänger davon.

Song des Tages: The Beatles – Oh! Darling

Heute vor 40 Jahren war es offiziell und endgültig vorbei mit der unbestritten besten Band aller Zeiten im ganzen Universum. Eine Woche später erschien das letzte Album Let It Be, das aber eigentlich gar nicht das letzte Album war, sondern nur so lange zur Fertigstellung benötigte. Eigentlich ist Abbey Road das letzte Werk der Fab Four und deshalb gibt es heute daraus meinen Lieblingssong Oh! Darling, der eine unglaubliche Energie transportiert und stimmlich sehr gut gelungen ist:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektLiebling

Eine schöne und tiefgehende Interpretation des Songs findet man wie immer bei Beatles on Ukulele (mp3-Direktlink der Ukulele-Version), wo der Song die Startnummer 2 trägt.

Dass sich zehn Jahre nach der Trennung mein Vater den Arm brach und mich dann zwei Tage später nicht gebührend begrüßen konnte, ist eine für den Ausgang der Musikgeschichte völlig uninteressante Anekdote, soll hier aber nicht unerwähnt bleiben.

Liedzeilen-Quiz #102

Nach einer Woche Pause kann es mit frischem Mut weitergehen mit einer weiteren Ausgabe des Liedzeilen-Quiz. Wie immer gilt, dass am Ende des Beitrags die “Regeln” stehen und gerne Fragen gestellt werden können. Die Frage aller Fragen ist aber, ob die berühmte Rätselkönigin Yjgalla auch diese Woche wieder einen Hattrick schaffen wird (mit cimddwcs Bilderrätsel und Postpunk vs Leser[1]).

  1. Heute geht es um um Geben und Nehmen, um Alles und Nichts, um außergewöhnliche “Konfessionen” und deren Preis (6 Zeilen).
  2. Der Interpret verbreitet je nach Sichtweise Panik oder Freude.
  3. Der Titel wird oft falsch herum angegeben, weil es so im Text vorkommt.
  4. Es handelt sich hier wie so oft um eine Coverversion und zwar eine von vielen. Die gesuchte jedoch wurde vom Originalninterpreten besonders hervorgehoben.
  5. Dieses Jahr gab es ein Lebenszeichen des gesuchten Künstlers in Form eines Livealbums aus der Heimatstadt.
  6. Der Schreiber (und Originalinterpret) ist eigentlich ein total netter Typ, aber er ist eher motorisiert berühmt geworden.
  7. Eigentlich kein Tipp im engeren Sinne, aber auch heute wieder suchen wir eine Band, die mit einem gewissen DJ einige Sessions aufgenommen hat.
  8. Ein anderer (eigener) Song der gesuchten Band könnte auch von mir stammen, denn Ihr, liebe Rater, wohnt mehrheitlich südlich von mir.
  9. Andere bekannte Coverversionen des gesuchten Songs stammen von harten und zarten Jungs.

Auflösung: Gesucht war Make Me Smile (Come Up and See Me) in der Version von The Wedding Present (Text, Anhören). Ursprünglich stammt der Song von Steve Harley (eig. Stephen Malcolm Ronald Nice) und wurde ebenfalls von Duran Duran und Erasure gecovert.

Mir war der Song auf dem Album Live in Leeds aufgefallen (Spotify-Link), wie auch I’m From Further North Than You.

Die richtigen Zeilen und Originalinterpret wusste cimddwc und Meisterin Yjgalla lieferte The Wedding Present.

  1. Letzteres ist zum Zeitpunkt des Verfassens noch nicht gelöst, aber aller Wahrscheinlichkeit nach, wird Yjgalla das noch tun. []

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 17

projekthoersturzHeute ist ein guter Freitag (Brüller!) und deswegen ist es Zeit für aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1], die wieder in gewohnter Normalität daherkommt.

Meine unglaublich berühmte Punkteskala lasse ich diesmal links liegen und setze voraus, dass man sich ausmalen kann, was die Punkte uuuuungefähr bedeuten. Wie immer gilt, dass ich mich allein auf meine Ohren verlasse und die Videos unbeachtet laufen lasse.

  • Maeckes – Graustufenregenbogen (von WeGi)
    Uärgs, bei deutschen Texten muss es schon genau meinen melodiös-instrumentalen Geschmack treffen, wenn es was werden soll. Aber so eine Bushido-Sido-Verknarzung ist dafür überhaupt nicht geeignet. Bei “Wenn du dünn werden willst, hol dir doch AIDS” überkommt mich das Grausen (auch wenn ein Zitat ist) und wer seine Stimme hinter künstlichen Akkordeons verstecken muss, soll es gleich bleiben lassen.
    Punkte: 0 von 5
  • Flogging Molly – Devil’s Dance Floor (von Robert)
    Sowas hört sich schon viel besser an und auch ich bekomme Lust auf Guinness (nur echt mit zwei “n” und zwei “s”). Im Vergleich zum vorherigen Song ist das eine solche Verbesserung, dass mir nicht mal die schlechte Soundqualität die Laune vermiesen kann. Es gibt aber bessere Songs von der peitschenden Margarete.
    Punkte: 4 von 5
  • Element Eighty – Slackjaw (von Fini)
    Uh, wieder so ein Fall, wo mit Lautstärke fehlendes Talent auszugleichen versucht wird. Klingt wie das Produkt einer unglückliche Ehe aus 3 Doors Down und Kermit auf Acid.
    Punkte: 1 von 5
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Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

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