Archiv für die Kategorie 'Hören'

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Liedzeilen-Quiz #120

Na, habt Ihr gemerkt, dass letzte Woche überhaupt kein Quiz stattfand?! Es hat sich jedenfalls niemand beschwert, was wahrscheinlich auf abgefallene Daumen und plötzliche Erblindung zurückzuführen ist. Heute jedenfalls findet es wie gewohnt statt:

  1. Da hält sich einer für plump und schrill, was eigentlich normal wäre. Aber er hält das für eine Krankheit und Überheblichkeit. (4 Zeilen)
  2. Es geht heute um traumatisierte Weine. Könnte aber auch wegen mangelnder Sprachkenntnisse falsch interpretiert worden sein.
  3. Das Video trägt zur Aufklärung der Perspektive bei. Ohne könnte man vermuten, dass wir es mit einem Fall angloamerikanischer Namensfreiheit zu tun haben.
  4. Der Interpret scheint ein Faible für Namen zu haben, wenn man sich mal die Singles ansieht und besonders die karriere-entscheidenden.
  5. Bleiben wir bei einem solchen Song (nicht dem gesuchten), der aufgrund einer bestimmten Eigenschaft für einen Test ausgesucht wurde. Das, was getestet wurde ist heute ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens (besonders von uns, werte Ratende).
  6. Es geht im Song übrigens um ein heikles Thema, das im Verhältnis zum Vorkommen im realen Leben viel zu selten thematisiert wird.

Auflösung: Gesucht war Luka von Suzanne Vega (Text, Video). Es geht um Kindesmisshandlung aus Sicht des Nachbarjungen. Ich dachte bis zur Sichtung des Videos, dass das Lied aus der Ich-Perspektive gesungen wird und dass Luka hier ein Frauenname ist. (Ging es da jemandem genauso?)

Der zweite große Hit von Suzanne Vega ist Tom’s Diner (in der Remix-Version von DNA), das eigentlich ein à capella-Song ist und deswegen zum Testen des mp3-Algorithmus verwendet wurde und Ms Vega zur “Mother of the mp3″ wurde (Quelle).

Bei der Suche nach dem Song bin ich darauf gestoßen, dass im Indonesischen das Wort Hafen bedeutet (Port → Wein) und im Serbo-Kroatischen Wunde (Verletzung → Trauma).

Diesen Klassiker erkannte natürlich souverän der Herr Postpunk.

Englisch Lernen mit TV-Serien #31: to play gooseberry

Great minds think alike und wie auch David verwöhne ich Euch mit einer weiteren Folge zum Englisch Lernen. Um es besonders überzeugend zu gestalten, habe ich gleich drei Beispiele, die die Bedeutung des heutigen Begriffs verständlich machen sollen.

Zum ersten Mal aufgefallen ist mir die seltsame Frucht in der Doctor Who-Folge 5.07 Amy’s Choice. Reisen wir also mit dem elften Doktor fünf Jahre in die Zukunft ins beschauliche Upper Leadworth:

DOCTOR
Amy, want to take a guess at what that is?

AMY
Um. Dream Lord. He creates dreams.

DOCTOR
Dreams, delusions, cheap tricks.

DREAM LORD
And what about the gooseberry here, does he get a guess?

RORY
Listen, mate, if anyone’s the gooseberry around here, it’s the Doctor.

DREAM LORD
Well, there’s a delusion I’m not responsible for.

RORY
No, he is. Isn’t he, Amy?

DREAM LORD
Oh, Amy, have to sort your men out. Choose, even.

Zur Erklärung von mate empfehle ich die allererste Folge meiner kleinen Serie.

The Doctor is the gooseberry

Um die Sache zu vertiefen, gehen wir drei Doktoren zurück und nach Singapur 1930, wo es im Big Finish-Hörspiel Seasons of Fear heißt:

CHARLY
Big Finish 30: Seasons of FearHe dances divinely. And he always has something stunning in his buttonhole.

DOCTOR
Sounds like a man after my own heart. I’ll not meet him though.

CHARLY
What? Why?

DOCTOR
Because I’m not a gooseberry!

CHARLY
Well, obviously.

Zum Abschluss geht es noch drei Inkarnationen zurück und irgendwo ins Weltall, wo die letztmonatige Big Finish-Geschichte Cobwebs spielt:

Foto-Projekt 52 (2010) #35: Sound

Projekt 52 (2010)Es dürfte neuer persönlicher Rekord sein, dass ich beim Projekt 52[1] innerhalb weniger Stunden nach Verkündung des Themas (Sound) schon das Bild gemacht, bearbeitet und veröffentlicht habe.

Tatsächlich liegt das daran, dass Sgt. Pepper eine neue Leidenschaft[2] gefunden hat und mich damit zu nerven beginnt. Als Gitarrenanfänger ist er absolut schrecklich und hat außerdem überhaupt kein Rhythmusgefühl. Die einzige Möglichkeit, wie ich ihn von der Ovation wegbekommen konnte, war das Versprechen, hier sein Bild zu präsentieren (größere Version):

35 Sound

Das Bild wurde aufgenommen mit einer Belichtungszeit von 1/8 Sek, Blende f/5.6, Brennweite 14 mm und ISO-Empfindlichkeit 200. Nach dem RAW-Import habe ich das Bild quadriert und verkleinert.

Mir gefallen die Farben sehr gut, aber es wirkt ein bisschen zu unruhig. Was meint Ihr?

  1. Es handelt sich um ein Foto-Projekt, bei dem die Teilnehmer jede Woche zu einem vorgegebenem Thema ein Foto machen. Die Regeln sehen vor, dass eine bestimmte Figur auf den Bildern zu sehen sein muss. In meinem Fall ist das ein Dalek namens Sgt. Pepper. []
  2. Passend dazu ist dieses Wochenende die Fotochallenge von Jeriko und das Foto wird ein ähnliches Motiv haben. []

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 27

projekthoersturzDiese Woche gab es noch gar keine musikalischen Themen, was durch die Teilnahme bei der aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] ausgeglichen werden sollte. An dieser Stelle kann ich dann auch noch kurz anmerken, dass ich am Montag bei Beety einen Gastbeitrag als Urlaubsvertretung schreiben werde. Es wird auch um Musik gehen, doch jetzt wird erstmal hier gehörsturzt.

Mein Vorschlag ist wieder mal nicht unter den fünf Pflichtsongs. Mit den Bonussongs sind es diesmal 19 Songs, da sich erfreulicherweise in den letzten Runden einige neue Teilnehmer eingefunden haben. Hoffentlich schaffe ich es heute, alle anzuhören und (kurz) zu bewerten, da ich das die letzten Runden aus Zeitmangel und Faulheit nicht gemacht habe.

  • Five Iron Frenzy – Every New Day (von Steve)
    Nachdem nun wirklich jeder Teilnehmer den extrem christlichen Text bemängelt hat, bin ich mal gespannt, wie sich das auswirken wird. Die Musik an sich macht Laune und die Bläser stören nicht allzu sehr. Konventioneller Ska halt. Aber der Text ist praktisch eine Predigt und das kann man nicht durchgehen lassen.
    Punkte: 2 von 5
  • Die Lustigen Jungs – Am 30. Mai ist der Weltuntergang (von Onkelosi)
    Passend zum Kirmesmonat August. Wenn ich jetzt mit einer Tüte gebrannten Mandeln im Kettenkarussell sitzen würde, wäre das ein denkbarer Song, doch auch dann würde ich das Ende des Stücks schnellstmöglich herbeisehnen.
    Punkte: 0 von 5

Buchempfehlung: Christopher Moore – Fool

Christopher Moore - FoolNebenstehendes knallgelbe Buch ist mir neulich im Buchladen ins Auge gesprungen und da ich “cover blurbs” normalerweise ignoriere, habe ich nur die Namen Douglas Adams und Terry Pratchett überflogen und mich ans erste Kapitel gemacht. Diesen Schritt habe ich nicht bereut und ob es auch was für Eure Augen ist, soll dieser Beitrag zeigen.

Bevor der geneigte Leser richtig anfangen kann zu lesen, bekommt er eine Warnung über profanes Vokabular, split infinitives und eine Besetzungsliste präsentiert. In Letzterer tauchen illustre Namen wie Lear, Goneril, Regan und Cordelia auf. Theaterfreunde und Englischstudenten werden hellhörig, denn ja, das ist tatsächlich bis auf ein paar Details dieselbe Liste wie bei Shakespeare’s King Lear. Beachtenswerte Ausnahmen sind das Benennen des Narren als Pocket, Drool (Narren-Auszubildener) und ein Geist (“There’s always a bloody ghost”). Eine größere Abweichung sind die Hexen aus Macbeth, aber die bereichern die Geschichte ungemein.

Erzähler ist der namensgebende Fool und neben den aktuellen Ereignissen um den ereignisreichen Ruhestand von König Lear, gibt er seine Geschichte zum Besten, wie er in einem Kloster aufwuchs, als reisender Gesell im Schloss ankam und die drei Königstöchter kennenlernte.

Die Sprache ist wirklich derb und geeignet, um sein (britisches) Fachvokabular rund um Sex zu komplettieren und sich auf Jahre hinaus einen Vorrat an außergewöhnlich farbenfrohen Beleidigungen anzueignen. Doch hauptsächlich ist es einfach sehr witzig geschrieben und die Verweise auf Adams und Pratchett sind gerechtfertigt. Außerdem sind sie geeignet, das richtige Publikum anzuziehen, denn der absurde und schwarze Humor ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Doch wer wie ich Freude daran findet, wird dieses Buch lieben. Moore ist Amerikaner und deswegen bedient er genau die britischen Slangklischees, die man als Mitausländer sich so vorstellt.

Foto-Projekt 52 (2010) #21: Eine Reise in die Zukunft

Projekt 52 (2010)Heute wird es etwas paradox beim Projekt 52[1], denn wir reisen weiter in die Vergangenheit und treffen auf das Thema Eine Reise in die Zukunft.

Um es noch vewirrender zu gestalten, habe ich ein Motiv gewählt, das nur durch Erklärung wirklich zum Thema passt. Wobei man das hier evtl. auch ohne Hintergrundwissen als futuristisch interpretieren könnte, oder? (größere Version)

21 Reise in die Zukunft

Die Pflanzen und die Nachbearbeitung erinnern an einen Film mit utopisch bis dystopischer Zukunftsvision. Wenn wir genauer hinsehen, entdecken wir, dass neben dem obligatorischen Dalek Sgt. Pepper ganze vier Doktoren im Grünzeug versteckt sind. Und da haben wir auch die Reise in die Zukunft, denn im Dezember wird ein Hörspiel mit dem Titel The Four Doctors erscheinen (mehr Infos). Ganz akkurat ist meine Darstellung nicht, denn wir sehen hier die Doktoren sechs, sieben, zehn und elf, während auf Tonband die Herren fünf bis acht zu hören sein werden.

Die technischen Daten: Belichtungszeit 1/250 Sek, Blende f/11.0, Brennweite 10 mm, ISO-Empfindlichkeit 200

PS: Weiß jemand, um welche Pflanze es sich handelt? Da war ein Schild und ich wollte es mir merken, aber das war vor knapp zwei Wochen und seitdem habe ich den Namen wieder vergessen.

  1. Es handelt sich um ein Foto-Projekt, bei dem die Teilnehmer jede Woche zu einem vorgegebenem Thema ein Foto machen. Die Regeln sehen vor, dass eine bestimmte Figur auf den Bildern zu sehen sein muss. In meinem Fall ist das ein Dalek namens Sgt. Pepper. []

Song des Tages: Spring Offensive – The First of Many Dreams about Monsters [kostenloser Download]

Spring Offensive: The First of Many Dreams about MonstersDas hier wird jetzt episch! Im wahrsten Sinne des Wortes und in mehreren Sinnen gleichzeitig! Von der Band Spring Offensive hatte ich neulich berichtet (Albumkritik) und heute veröffentlichen sie ihre neue Megasingle The First of Many Dreams about Monsters. Das Ding ist über 13 Minuten lang und beschäftigt sich mit den fünf Abschnitten des Todes (laut Elisabeth Kübler-Ross) und ist entsprechend vielseitig. Und das Beste: es ist kostenlos und mit Begleitmaterial zur Erklärung.

Inhalt: Die Ablehnungsphase ist noch ziemlich ruhig und mit trockenen Drums unterlegt. Der Zorn ist entsprechend etwas heftiger und es wird eine umfassende Soundwand aufgebaut. Die einzelnen Abschnitte sind mit Interviews verbunden und so sind es verschiedene Songs und doch auch wieder nicht. Ich habe den Song jetzt mindestens ein Dutzend Mal gehört und ich kann ihn immer noch nicht genau einschätzen. Die Intensität lässt mich jedoch immer wieder zurückkehren. Dazu kommt die interessante Idee, sowohl der Art der Veröffentlichung als auch des Themas, das vollkommen theoretisch ist, wie die Band betont.

Ihr könnt das Monsterding in einer 28-MB-Zip-Datei runterladen, die neben dem Song einen handgeschriebenen Zettel und schön gestaltete Lyrics enthält. Zur Einschätzung, ob sich das lohnt (ja, natürlich!) könnt Ihr hier per Widget vorhören:

The First of Many Dreams About Monsters by springoffensive

Na, was meint Ihr?

Liedzeilen-Quiz #119

Gestern noch Filmrätsel (endlich wieder!) und heute schon Musikquiz! Da kann keiner von Sommerloch sprechen. Doch das interessiert uns ja eh nicht und deswegen geht es wie gewohnt ins Vergnügen. Wer nicht genau weiß, worum es geht, findet am Ende des Beitrags einige Hinweise und natürlich sind Fragen jederzeit willkommen. Nun also:

  1. Der “Regisseur” verkündet die Abwesenheit der Hauptattraktion und schon gibt es einen Aufstand. Der Aufwand entwickelt sich ähnlich einer Verfolgungsjagd. (4 Zeilen)
  2. Der Titel drückt genau die Reaktion aus, die wohl jeder auf die beschriebenen Vorkommnisse haben würde.
  3. Wer den Namen des Interpreten genauer auseinander nimmt, wird über Herkunft und Ambition informiert.
  4. Stichwort Herkunft: Dem Interpret gelang im Heimatland ein besonderer Erfolg, der aufgrund der Ethnizität einen doppelten Rekord bedeutet.
  5. Wir haben es heute mit einer Band (bzw. einem Projekt) zu tun, in das zwei Brüder involviert waren. Der erste gründete und der zweite war der erfolgreiche. Beide starben zufälligerweise im gleichen Alter.
  6. Der Song ist ziemlich bekannt und wenn ich von den beiden Mitratern ausgehe, dürften die den kennen. Das erwähne ich deshalb, weil der häufig als Beispiel für ein Mondegreen herangezogen wird.
  7. Das Modell mit den zwei Brüdern scheint im Herkunftsland öfter vorzukommen. Zumindest gibt es da ein anderes bekanntes, profiliertes Brüderpaar.
  8. Für das Video wurde der Song teilweise nachgestellt (nicht die gesuchten Zeilen), allerdings haperte es beim fahrbaren Untersatz bei den Jahreszahlen.
  9. Zum Album gab es noch keine Tipps. Aber das heißt genauso wie der Song und es ist auch egal, da wir es hier mit einem massiven One Hit Wonder zu tun haben.

Auflösung: Gesucht war How Bizarre von OMC (Abk. für Otara Millionaires Club) vom gleichnamigen Album (Text, Video). Der Refrain wird häufig missverstanden als “Parmesan”, “Bazaar”, “Help is on” u.ä. (mehr Beispiele).

Die “Band” stammt aus Neuseeland und wurde von Phil Fuemana gegründet. Sein Bruder Pauly übernahm die und veröffentlichte hiermit die erfolgreichste neuseeländische Single. Sie waren maorischer Abstammung und starben mit (knapp) 41 Jahren – Pauly erst im Januar dieses Jahres.

Nach immerhin vier Stunden konnte cimddwc auflösen.

Song des Tages: The Suzukis – Reasons for Leaving [kostenloser Download]

Heute Morgen muss es mal richtig krachen und wer Frust abzubauen hat, der wird ebenfalls fündig bei den Suzukis, deren Single Reasons for Leaving vor einigen Wochen erschien, und die auf der Soundcloud-Seite des Labels als kostenloser Download verfügbar ist (siehe Widget unten).

Entdeckt habe ich den Song wie so häufig bei HeyTube und die Bezeichnung “roh, wütend und vulgär” ist wirklich treffend. Ebenso wie der Blurb des Labels:

Just like their debut single, Built In, Reasons For Leaving is a song born out of dead-end jobs and tough times. The anger and adrenalin so lacking in many other bands, positively bursts from the speakers when listening to The Suzukis. Their tracks swagger with barbed, punk menace and choruses that batter their way into your head.

Mit dem Video könnt Ihr Euch selber einen Eindruck verschaffen – vorher schön laut aufdrehen! Nicht vom gemächlichen Anfang verwirren lassen, das geht bald richtig los:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektVerlassen

Ist die brachialere Variante der Rascals, die übrigens ebenfalls aus Wigan kommen und beim gleichen Label unter Vertrag sind bzw. waren, denn leider gibt es die ja nicht mehr.

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Wer schreibt hier worüber?

49 SunsSinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.

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