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im rahmen meiner aktion on tour hat julia den vorschlag gemacht, ich sollte mal spekulieren wieso im deutschen fernsehen amerikanische serien einen viel höheren anteil haben als britische. ich denke über den ziemlich hohen anteil amerikanischer serien im deutschen fernsehen, und das auf sehr guten sendeplätzen, beispiele hierfür muss ich wohl nicht machen. bei britische serien sieht das um einiges schlechter aus, wenn es eine serie überhaupt ins free-tv schafft, dann meist auf schlechten sendeplätzen und/oder bei sendern mit geringerer zuschauerfrequenz, “life on mars” habe ich glaube ich nachts um 11 auf einem dritten, “jekyll” nachts um 10 auf arte gesehen, um nur mal zwei beispiele zu nennen – gleichzeitig kommen “house m.d.”, “the simpsons” und “c.s.i.” um 8 oder 9 uhr abends.
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser. So mancher Person vor dem Bildschirm wird es sicherlich schon aufgefallen sein. Diesen Artikel hat nicht die Julia verzapft. Nein, heute betätige ich mich hier – im Rahmen von Konnas Blogjulklapp 2009 – als Schreiberling. Doch wer steckt nun hinter dem Ich? Eine kleine Vorstellung soll gestattet sein: Mein Name ist Lordy, im “real life” auch Maik genannt. Ich bin Student der Geschichtswissenschaft und der katholischen Theologie an einer der schönsten Universitäten Deutschlands – der Ruhr-Universität Bochum. Ich entspringe dem Jahrgang 1986 – ein guter Jahrgang, zumindest wenn es um Weine geht – und schreibe selbst auf meinem eigenen Blog über alle möglichen Dinge und fülle ein weites Spektrum aus. Aber nun reicht es auch erst einmal mit Informationen über über meine Person.
Als ich vor Tagen mit Julia gesprochen habe, habe ich ihr vorgeschlagen etwas über meine Studienwahl zu schreiben. Sie war begeistert und ermunterte mich dazu diesem Entschluss Taten folgen zu lassen, da sie selbst nach eigenen Angaben vor 15 Jahren darüber nachgedacht hatte Theologie zu studieren.
Oft werde ich nach meinen Gründen für meine Fächerwahl gefragt. Das Studium der Geschichte lässt sich schnell und bündig erklären: Ich finde die Geschichte interessant, will in diesem Bereiche mit meinem Wissen weiter vorankommen und bin vor allem in der Neuzeit besonders interessiert. Die letzten drei Jahrhunderte haben ja auch eine Menge zu bieten. Und zur Abwechslung kann auch das Mittelalter sehr spannende Themengebiete entfalten. Und dann gibt es ja auch noch die Antike… stimmt ja.
Natürlich gibt es “dienstältere” Bands, z.B. die Stones, Genesis oder auch Queen, aber die ‘Zimmers’ (eine Marke für Rollatoren, also Gehhilfen für ältere Menschen) haben ein Durchschnittsalter pro Person von stolzen 78 Jahren! Und alle Bandmitglieder zusammen haben ein Alter von mehr als 1.500 Jahren – OMG!
Ich habe die Jungs und Mädels mal bei einem Liveauftritt in der Sendung “Frag’ doch mal die Maus” (und fragt jetzt bitte nicht mich, warum ich diese Sendung gesehen habe ) erlebt und muss sagen: Hut ab! Das älteste Mitglied dürfte mittlerweile das zarte Alter von 100 Jahren überschritten haben, und die “jungen Hüpfer” sind gerade mal um die 70. Dabei fing alles sehr kurios an – der BBC sei Dank:
Eine unter Senioren beliebte Bingo-Halle in London wurde geschlossen, was man zum Anlass nahm, eine Dokumentation über das oft trostlose Leben von (britischen) Rentnern zu drehen. Herausgekommen ist dabei so eine Art Casting, in dem Mitglieder für eine Rentnerband gesucht wurden. Um dem Rest der Welt zu zeigen, dass diese oft noch nicht zum alten Eisen gehören, sondern so richtig losrocken können, wenn man sie nur lässt. Als alle Mitglieder beisammen waren, ging die BBC mit ihnen in die legendären Abbey-Road-Studios in London – wo seinerzeit schon die Beatles und Pink Floyd ihre Alben aufnahmen und oft Mr. Alan Parsons (ja, genau der vom “Alan Parsons Project”) gerne mal hinter dem Mischpult stand.
Während Julia noch immer halb Britannien auseinander nimmt besucht, sitzt ein Teil der daheim gebliebenden Blogosphäre stumpf vor dem Blog der 49 Sonnen und wartet verzweifelt auf die Rückkehr ihrer Herrin, welche so wunderbare Dinge wie die Chartspunkte oder auch das Liedzeilenquiz in diese virtuelle Welt brachte.
Zunächst einmal möchte ich mich nochmals artig dafür bedanken, dass ich hier eigenverantwortlich und ohne vorherige Genehmigung meinen Senf abgeben darf – dies ist nicht selbstverständlich, daher gebe ich mir umso mehr Mühe, diesen Beitrag hier halbwegs ordentlich aussehen zu lassen!
Tatsächlich musste ich länger überlegen – obwohl sich unsere Blogs thematisch recht ähnlich sind – worüber ich denn hier nun letztendlich schreiben soll. Nach einiger Zeit kam mir dann endlich eine Idee, die ich richtig toll fand: Ich nehme mir die Reiseroute von Julia zum Anlass, ein neues Mixtape erstellen. Voll mit Songs, die einen gewissen Bezug zur vorher bekannten Reiseroute. Diesen Gedanken habe ich kaum zuende gedacht, da ging auch schon der vorab vorbereitete Artikel des Herrn beetFreeQ mit eben diesem Thema online. Zufall ? Gedankendiebstahl ? Man weiß es nicht..
Nach einem Anflug von Stress, Gedankenleere sowie Schreibblockade habe ich schließlich angefangen, willkürlich diverse Blognamen bei Youtube einzugeben – manch einer behauptet ja, es solle Themen geben, die sich eher über den Zufall aufdrängen. Und zack! Siehe da: Es gibt tatsächlich eine Band, die zumindest vom Namen her einer wunderbare Verzahnung der 49 Sonnen sowie der Zitronenwelt darstellt: Lemon Sun!
Während Julia irgendwo auf der Insel wandert und ihren Urlaub genießt, muss es ja hier weiter gehen. Und aus diesem Grunde habe ich mich natürlich auch umgehend bereit erklärt einen Gastbeitrag zu schreiben.
Da sich Julia ebenso wie ich für Musik interessiert (und viele von euch werten Lesern natürlich auch), habe ich mir mal wieder ein Album zur Brust genommen und versuche es hier nun zu rezensieren.
“Yo La Tengo” sind uns allen wohl ein Begriff, da sie 1. seit einer gefühlten Ewigkeit existieren und 2. durchaus als ein Vorreiter für Indie-Musik angesehen werden können.
Seit der Bandgründung 1984 war definitv nie Verlass auf homogenen Sound. Mit immer neuen Experimenten spielten sie sich von Album zu Album in neue Hörerherzen, komponierten Filmmusik und steuerten das ein oder andere Werk für Charity-Sampler bei.
Nun ist seit nicht all zu langer Zeit ihr neuestes Werk “Popular Songs” auf dem Markt. Und es verspricht durchaus mehr als der Titel ahnen lässt…
Eingeschworene Yo La Tengo-Fans wissen natürlich, das diese Band fast alles kann. Ein bisschen funky, ein wenig lieblich, hier mal Pop und dort mal Indie-Rock, sie können Cover und Filmmusik.
Und wie der Titel “Popular Songs” schon verheißt: das Album ist eine bunte Aneinanderreihung sehr großartiger Songs.
Wie schon immer bieten diese Songs aber nicht die Antwort auf die Fragen des Lebens, diese Fragen werden herumgewälzt und umformuliert: Was interessiert mich das Geschwätz der anderen Leute, warum scheint draußen die Sonne, wenn ich schlechte Laune haben will?
Als ich mich auf der Seite Über mich umsah um etwas über Julia zu erfahren, entdeckte ich unter den unzähligen Interessen der kuriosen Doktorandin auch ihre Leidenschaft für Bücher. Da erinnerte ich mich an ein Buch, das ich in England (dem Land in dem Julia gerade verweilt) gelesen habe. So formte Robert von Spontis seinen Gastbeitrag für Julia von 49suns.
Ich lese nicht gerne Romane und Geschichten. Die sind nichts für mich, mir fehlt einfach die Muse in ein Buch einzutauchen und gekonnt die Welt darin zu erkunden. Was ich aber immer schon gerne gelesen habe, sind (Auto)Biografien, Tatsachenberichte und Dokumentationen die sogenannten Klugscheisserbibeln. Vielleicht ist das so ein Männer/Frauen Ding was uns neben anderen Kleinigkeiten voneinander unterscheidet, Frauen sind mehr für eine Geschichte mit Anfang, Höhepunkt und Happy End, Männer mögen Tatsachen (auch nackte), Fakten und Wissen. Was lag also näher alles zu verbinden?
Eine Bekannte, der ich Charlotte Roches “Feuchtgebiete” geliehen hatte, beglückte mich dann auch kurz vor meiner London Reise mit einem Buch und begleitete das mit den Worten: “Musst du gelesen haben! Das gefällt Dir bestimmt.” So steckte ich mir also Sonia Rossi’s “Fucking Berlin” ins Handgepäck.
Eine von Julias beliebtesten Artikelserien hier auf 49Suns sind die Chartspunkte, in denen sie die Neueinsteiger der deutschen Singlecharts subjektiv und völlig schonungslos auseinander nimmt. Ich, Konna von der Gedankendeponie, der hier heute einen Gastbeitrag bei ihr schreiben darf, möchte diese Idee gerne aufnehmen, aber in etwas abgewandelter Form. Die volle Dröhnung will ich mir nämlich nicht geben (so wahnsinnig wie Julia bin ich nicht), stattdessen schaue ich mir die deutschen Alternative Charts von trendcharts.de der vergangenen Kalenderwoche 37 an. Bin mir aber sicher, dass sich auch da einiges Grausames verbergen wird. Die Bewertungskriterien habe ich von Julia übernommen, ihr findet sie am Ende des Artikels. Ich wünsche viel Vergnügen!
Platz 20 The Eternal Afflict – Ion Ep
Fängt ja gleich gut an, also irgendwie ist das wohl kein Song, sondern mehrere, also gut online anhören kann man sich das nicht, aber die Ausschnitte lassen nichts Gutes erahnen.
Platz 19 Obscenity Trial – Glück Auf
Ein Text, wie er aus einem Schlager der übelsten Sorte stammen könnte mit minimaler elektronischer Musikuntermalung. Sehr einschläfernd.
Platz 18 Muse – Uprising
Geht sehr gut ins Ohr und das Bein wippt dem eingängigen Beat sei Dank kräftig mit. Auf Dauer vielleicht etwas eintönig.
Platz 17 Frozen Plasma – Tanz die Revolution (Int. Version)
Keine Ahnung, ob ich die richtige Version gefunden habe, aber bei zu langem Konsum dieses Songs besteht die Gefahr, eine Revolution gegen dieses Song tanzen zu wollen.
Jetzt habe ich also die einmalige Gelegenheit für Julia einen Gastbeitrag zu schreiben solange Sie Ihre Reise macht und da lasse ich mich natürlich nicht lumpen und behandle heute ein Thema, welches vor allem die Bücherwürmer unter Euch Lesern ansprechen dürfte. Ich persönlich bin eine große Leseratte und dabei beschränke ich mich nicht auf feste Genres, sondern lese das, was mir gefällt und ganz neu entdeckt habe ich für mich die literarische Welt von Walter Moers und dabei ganz besonders seine Zamonien-Romane. Ich möchte Euch also heute eine kleine Rezession über die 2 bereits von mir gelesenen Zamonien-Romane geben und einen kurzen Ausblick auf die 3 für mich noch ausstehenden, die da wären: Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Der Schrecksenmeister, Ensel & Krete,Die Stadt der Träumenden Bücher und die 13 1/2 Leben des Käpt`n Blaubär. Die meisten verbinden Walter Moers sicherlich erstmal mit Käpt`n Blaubär so wie er in der Sendung mit der Maus gezeigt wird, oder aber mit dem kleinen Arschloch, aber welch fantasievolle Welten und Figuren er mit Zamonien geschaffen hat, dass wissen die wenigsten und ich kann Euch garantieren, es lohnt sich, aber fangen wir einfach an.
[Es folgt ein Gastbeitrag von BeetFreeQ, den er dankenswerterweise im Rahmen meiner Urlaubsaktion geschrieben hat.]
Während die Julia durch das Königreich tingelt, sitzen wir hier zu Hause und gucken in die Röhre. Aber das muss nicht sein, denn zumindest musikalisch können wir ihr hinterherjetten! Ich hab mir mal die Mühe gemacht und eine Playlist aus Songs zusammengestellt, die entweder mit den Orten, die Julia während ihres Urlaubs besucht, zu tun haben, oder aber dort live aufgenommen wurden, denn Live-Konzerte nehmen ja auch einen nicht unerheblichen Teil ihrer Reise in Anspruch.
Leider konnte ich zu Peak District und York keine passenden Songs finden, und auch zum Thema Sheffield war außer Live-Songs ansonsten fast nur Techno zu hören (von Scooter gibt’s ein ganzes Album namens “Sheffield”), aber ich habe mein bestes gegeben, um auch nur (in meinen Ohren) gute Musik auszuwählen.
Tangerine Dream – Edinburgh Castle
Die deutschen Krautrock-Legenden Tangerine Dream besingen – oder besser gesagt: bespielen hier das bekannte Edinburgh Castle und machen’s klanglich gleich mal etwas zum Geisterschloss.
The Pixies – CactusLive in Edinburgh 2005
Die Pixies gehen’s bodenständiger an, besingen hier aber auch keine Sehenswürdigkeit sondern haben sich live in Edinburgh ordentlich feiern lassen!
Railroad Earth – Carrying Coal To Newcastle
Die amerikanische Bluegrass-Band bringt uns die Geschichte Newcastles näher, zumindest im Songtitel. Immerhin ist Kohle einer der wichtigsten Exportartikel der Stadt.
The Raconteurs – Broken Boy Soldierlive in Newcastle 2006
Natürlich kann man in einer Metropole wie Newcastle auch ordentlich rocken, wie uns die Raconteurs mit dieser tollen Live-Version beweisen.
Sinnlose und amateurhafte Gedanken hauptsächlich rund um Musik und Fotografieren, ab und zu was über Bücher, Filme + TV, Persönliches, WordPress, Internet und ganz selten auch was zu Politik und Wissenschaft. Das Ganze zu digitalem Papier gebracht von juliaL49.
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