Massenverkauf von Büchern, CDs, und DVDs (2): Vergleich

Nachdem der Massenmedienverkauf durch gründliche Überlegungen vorbereitet wurde, geht es nun um den Vergleich von Anbietern und Preisen. Eine erste Anlaufstelle ist werzahltmehr.de

Hinweis: aktuell gibt es für Werzahltmehr-Facebook-Fans bei Cashfix einen 25-Euro-Gutschein. Voraussetzungen und mehr Infos im werzahltmehr-Blog[1], u.a. dass es mindestens 50 Artikel (CD-Alben, deutsche DVDs, Games) sein müssen und bis 30.06.2012 gilt.

Auf der Seite werden mehrere Anbieter verglichen, es kommen ständig neue hinzu, aber einige Schwergewichte fehlen – dazu gleich mehr. Je nach bevorzugtem Verkaufsverhalten empfehlen sich zwei mehr oder weniger aufwändige Strategien.

Angebote für Buchverkauf

Beispiel für Preisangebote (Hinweis: dieses Buch würde ich nicht verkaufen)

weniger Aufwand, weniger Erlös

Wer einfach nur loswerden oder möglichst schnell verkaufen möchte, vergleicht die Preise (per Barcode-Scanner der App (s.u.) oder über die Weboberfläche) und wählt unter den häufiger auftretenden Anbietern mehrere aus. Nach ein paar Versuchen hat man ein Gefühl dafür und wählt z.B. drei oder vier aus. Es werden Stapel der zu verkaufenden Artikel für den jeweiligen Anbieter gebildet.

Zu beachten sind etwaige Mindestankaufspreise oder -mengen und die Erstattung von Versandgebühren. Die meisten Anbieter stellen ein Versandlabel (Paket) zur Verfügung, aber es gibt Ausnahmen.

Einen zusätzlichen Bonus bieten Gutscheine, die z.B. für die erstmalige Nutzung oder für bestimmte Anzahlen von Artikeln gezahlt werden. Einige Anbieter wie cashfix, rebuy oder spieletipps bieten diese regelmäßig an. Eine kurze Suche bei den einschlägigen Gutscheinportalen liefert manchmal erfreuliche Ergebnisse.

mehr Aufwand, mehr Erlös

Wer Zeit und Lust hat, kann den Vergleich aufwändiger gestalten und eine möglichst optimale Lösung aus hohem Preis und geringer Anbieterzahl finden.

Hierzu empfielt es sich einen werzahltmehr-Account anzulegen, denn dann können bis zu fünf Suchpakete angelegt werden, d.h. Listen mit bis zu 50 ISBNs/EANs zum Massenvergleich. Die gespeicherten Pakete können immer wieder erneut abgefragt und geändert werden.

Die Pakte sollten Themenbereiche abdecken, z.B. CDs grob nach Charts, Compilations, Indie, Maxis sortieren, DVDs nach Herkunftsländern (D, UK, USA etc), Genres, Special Editions und Bücher nach Gebieten wie Romane, Krimis, Sachbücher, etc. Der Grund ist, dass der Gesamtpreis pro Anbieter angezeigt wird und nicht pro Artikel. Da verschiedene Anbieter bessere Preise für bestimmte Genres/Gebiete bieten, sind diese bei Themensortierung gebündelt in einem Paket und gehen nicht zwischen den “n.v.” (nicht verfügbar) verloren.

Pakete bei werzahltmehr

Pakete bei werzahltmehr.de

Das Zusammenstellen der Pakete erledigt man am einfachsten mit einem Smartphone und der entsprechenden App (Android, iPhone/iPad). Man meldet sich mit seinem Account an, fügt bis zu 50 Artikel zum Warenkorb hinzu und übermittelt diese dann an den Account. Auf der Weboberfläche wird dann der Vergleich gestartet.

Der größte Anbieter momox ist nicht in der abzufragenden Anbieterliste enthalten. Es empfielt sich deshalb die ISBN/EAN-Liste aus werzahltmehr zu exportieren und bei momox hochzuladen. Momox hat eine eigene App (Android, iPhone/iPad).

Die Preise sind bei momox häufig niedriger als der Höchstpreis und es werden vergleichsweise wenige Artikel akzeptiert. Der Funktionsumfang auf der Webseite und die Schnelligkeit bei der Bearbeitung sind jedoch vorbildlich. Wem es also darauf ankommt, der sollte diesen Anbieter ebenfalls in Betracht ziehen.

Die Preisangebote der bei werzahltmehr und momox überträgt man in eine Excel-Tabelle und kann so genauer vergleichen. Ich habe das mit bedingter Formatierung gelöst (Farbskalen und Symbolsätze) und so einen guten Überblick bekommen, wie ich bei nur zwei bis drei Anbietern den höchsten Erlös bekomme. Für jede Warengruppe (Bücher, CDs, DVDs) habe ich mir Mindestpreise gesetzt und teilweise im Einzelfall entschieden, ob ich den Preis akzeptieren würde.

Tabelle mit Überblick über Medienverkauf

Tabelle mit Überblick über meinen Medienverkauf

Bei beiden Methoden werden als nächstes die ausgewählten Artikel beim jeweiligen Anbieter in den Warenkorb gelegt und der Verkauf abgeschlossen. Die Tipps und Hinweise dazu gibt es im nächsten Beitrag.

Zum Vergleich gibt es sicher noch viele weitere Tipps, z.B. wie man noch effizienter die Artikel auf Anbieter verteilt und noch eher an die optimale Lösung kommt. Nur her damit! Fragen sind ebenso willkommen.

  1. Das ist eine echte Empfehlung, denn Cashfix habe ich selber mehrfach genutzt und als sehr zuverlässig erfahren. Da ich den Gutschein nicht nutzen kann (keine 50 Artikel mehr) gebe ich diesen gerne an jemand anders. Einfach melden! []

Massenverkauf von Büchern, CDs, und DVDs (1): Vorbereitung

Im letztem November habe ich angefangen, meine Mediensammlung aufzulösen und bin auf verschiedenste Arten bisher über 600 Bücher, CDs und DVDs losgeworden. Meine Beweggründe habe ich in diesem Beitrag dargelegt. Wie man den Verkauf möglichst geschickt durchführt, möchte ich in einer Beitragsserie vorstellen.

Wenn es darum geht, schnell viel loszuwerden, kann man auf die “klassischen” Varianten wie eBay, Amazon Marketplace, PlayTrade nicht setzen, da diese auf Einzelverkäufen beruhen. Ich wollte die Sachen mindestens im Dutzend loswerden. Also habe ich mich auf die sogenannten Ankaufportale konzentriert, die gebrauchte Medien wie Bücher, CDs, DVDs, aber auch Computer-/Videospiele annehmen. Letzteres war für mich irrelevant, aber wer einige davon zu verkaufen hat, für den sind meine Tipps wahrscheinlich ebenso hilfreich.

Angebote für Buchverkauf

Beispiel für Preisangebote (Hinweis: dieses Buch wird nicht verkauft)

Bevor man mit dem Verkaufen beginnt, sollte man sich im Klaren sein, dass das ein wenig Aufwand bedeutet, aber man wird mit mehr Platz in der Wohnung und mehr Geld auf dem Konto belohnt. Beachten sollte man Folgendes:

  • Was genau will ich verkaufen?
    Man sollte von Anfang an alles raussuchen, was verkauft werden soll und sich möglichst nicht umentscheiden. Mir ging es so, dass sich die Gruppe der “Die verkaufe ich nie!”-Medien über die Monate stark reduziert hat, was den Aufwand vergrößert und die Verkaufsmöglichkeiten verringert hat.
  • Welchen Zustand haben meine Medien?
    Hier ist es von Vorteil, wenn man seine Dinge immer pfleglich behandelt hat, denn je nach Anbieter werden Bücher wegen Rückenknicken oder CDs wegen zerbrochener Hüllen abgelehnt.
  • Wie behalte ich den Überblick?
    Wer wirklich viel verkaufen will, sollte die einzelnen Transkaktionen verfolgen, d.h. welche Medien wann an welchen Anbieter geschickt wurden. Das hilft nachzuverfolgen, welche Verkäufe noch offen sind und welche Medien noch in der eigenen Sammlung vorhanden sind. Ich mache das klassisch mit Excel. Ein erster Versuch mit Google Spreadsheets scheiterte an fehlenden Formatierungsmöglichkeiten.
  • Wie katalogisiere ich die zu verkaufenden Medien?
    Hier hilft ein Smartphone, denn einige Verkaufs- bzw. Vergleichsanbieter haben Apps (mindestens für iPhone/iPad und Android, teilweise auch Windows Mobile/Phone), um die Barcodes der Medien zu scannen. Alternativ müsste man alle EANs/ISBNs abtippen. Manche Anbieter verschicken Barcode-Scanner, die an den Computer angeschlossen werden (PS/2 oder USB). Ich habe das ausprobieren wollen, aber der Scanner wurde nicht von meinem Notebook erkannt.
  • Wie verschicke ich das ganze Zeug?
    Man benötigt eine Menge Kartons und Füllmaterial, um die Medien sicher zum Ankäufer zu schicken. Natürlich kann man die entsprechenden Packsets bei der Post kaufen, aber günstiger sind eigene Kartons. Ich hatte sowohl Kartons, die sich über die Jahre angesammelt haben als auch Verpackungen, die auf der Arbeit angefallen sind und ich mitnehmen durfte.

Dies gilt es also meiner Meinung nach im Vorfeld zu beachten. Habe ich etwas übersehen? Wer selber schon Erfahrungen gesammelt hat (z.B. oggy) kann vielleicht noch mehr Infos geben.

Nein, ich wandere nicht aus, ich ziehe nur nach Schottland

Ende März hat sich für mich überraschend die Möglichkeit ergeben, einen neuen Job in Edinburgh anzunehmen. Natürlich habe ich die Gelegenheit wahrgenommen und habe alles in Bewegung gesetzt, dass es auch klappt. Es hat einige Tage gedauert, bis ich hier alles erfolgreich geregelt hatte. Nun steht es aber fest, dass ich ab Juni in einem “fremden” Land wohnen und arbeiten werde.

Parliament and Calton Hill

Bzw. es ist kein “fremdes” Land für mich. Vor genau zehn Jahren hat es mich schon einmal in das “Athen des Nordens” gezogen für ein Auslandsstudium. Ok, da war Vieles einfacher, weil man als Student und auf bestimmte Zeit wesentlich leichter organisieren kann. Doch einige Dinge sind einfacher geworden, weil die EU immer weiter zusammenwächst. Mir kam überhaupt nicht der Gedanke, dass es kompliziert werden könnte. Klar, ich muss mich um Sozial- und Krankenversicherung kümmern, ein Bankkonto eröffnen und mir eine Wohnung suchen. Ich muss mich mit Altersvorsorgeplänen (deutsch wie britisch), Umzugs, Strom-, Internet- und Mobilfunkanbietern beschäftigen und viele weitere Kleinigkeiten beachten. Aber im Großen und Ganzen ist es mit ein bisschen Vorbereitung machbar.

Waterloo Place and Princes Street

Von einigen Leuten habe ich die überraschte Reaktion gehört, dass ich auswandern möchte und die Definition greift wohl, aber ich bin nur eine Flugstunde entfernt und die Landessprache kann ich fast besser als meine Muttersprache. Naja, letzteres natürlich nicht, aber Verständigung bereitet mir kaum Probleme, weder sprachlich noch kulturell. Man muss ich auch jeweils umgewöhnen, wenn man vom Siegerland ins Ruhrgebiet, nach Schwaben, ins Rheinland, nach Vorpommern, nach Baden zieht.

Edinburgh Tenements

Hoffentlich werde ich nicht in einigen Wochen meine Worte essen müssen, wie es im Englischen so schön heißt. Doch ich bin guten Mutes, denn ich habe viel Unterstützung und noch bin ich immer auf die Füße gefallen… Soweit möglich und angebracht, werde ich über meine Erfahrungen auf Twitter und hier berichten.

Wer Tipps zur Erleichtung und/oder Vermeidung von Fallen hat, darf diese gerne kundtun!

Der Unterschied von scheinbar und anscheinend

In den letzten Monaten ist mir aufgefallen, dass sehr häufig die genau falsche Bedeutung der beiden Wörter scheinbar und anscheinend verwendet wird. Das kommt vor online wie offline, beruflich wie privat, mündlich wie schriftlich. Deshalb an dieser Stelle ein Aufruf und ein Hinweis, wie es richtig ist.

scheinbar – nicht wirklich gegeben

Diese Variante wird meistens verwendet, aber vom Sprecher/Schreiber genau anders gemeint. Wenn zum Beispiel ein Großkonzern seine Kunden über Lieferschwierigkeiten informiert und schreibt

Die Probleme sind scheinbar behoben

sollten sich die Kunden große Sorgen machen, denn es hat sich herausgestellt, dass die ursprüngliche Lösung nicht erfolgreich war. Die erste Definition und Synomyme im Duden lauten

aufgrund einer Täuschung wirklich, als Tatsache erscheinend, aber in Wahrheit nicht wirklich gegeben

angeblich, nicht in Wirklichkeit, nur zum Schein, vermeintlich, virtuell, vorgeblich, vorgetäuscht; (veraltet) speziös; (Rechtssprache) putativ

anscheinend – offenbar

Dieses Adjektiv ist in den meisten Fällen gemeint, wird aber nicht verwendet. Wenn es in unserem Beispiel heißt

Die Probleme sind anscheinend behoben.

können die Kunden sich freudig darauf einstellen, bald wieder Strom/Schuhe/Sexspielzeuge/whatever zu erhalten. Auch hier die Definition und Synonyme aus dem Duden:

wie es scheint; dem Augenschein, Anschein nach; offenbar

dem/allem Anschein nach, dem/allem Vernehmen nach, es ist denkbar/möglich, es kann sein, es sieht so aus, möglicherweise, offenbar, offensichtlich, vermutlich, wahrscheinlich, wie behauptet/gesagt/vorgegeben wird, wie es aussieht/scheint, wie man hört, wohl; (gehoben) augenscheinlich, dem Augenschein nach, mutmaßlich; (landschaftlich, besonders süddeutsch und schweizerisch) scheints

Wie kann man sich das merken?

Entweder man lernt es auswendig, was aber den Nachteil hat, im entscheidenden Moment zu versagen. Oder man baut sich eine Eselsbrücke. Meine ist z.B. diese hier:

anscheinend → Anschein → Substantiv → groß geschrieben → richtig

scheinbar → scheint so → Verb → klein geschrieben → falsch

Hat jemand eine bessere, die man sich besser merken kann?

Verkauf meiner Bücher, CDs und DVDs

Bücher, CDs, DVDsIn den letzten Monaten habe ich fast meine komplette Mediensammlung aufgelöst und habe diese paketweise an diverse Dienste verkauft (Beiträge mit Vergleichen und Tipps folgt). Einige Bücher, CDs und DVDs sind noch übrig, weil der angebotene Preis der Ankäufer nicht meinen Vorstellungen entspricht. Hier habt Ihr die Chance zuzugreifen!

Ich habe deswegen ein Google-Spreadsheet angelegt mit drei Arbeitsblättern, wo jeweils der Titel und die ISBN bzw. EAN angegeben ist. Die Büchern sind grob nach Genre sortiert. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle sehr gut erhalten. Die Romane sind meistens englischsprachig, aber im Zweifel hilft die ISBN weiter. Bei den DVDs ist der Regionalcode angegeben, da es ein paar US-Importe dabei sind. Die meisten sind UK-Importe, aber nicht bei allen steht es dabei. Hier hilft meine Online-Movie-Collection, um die genaue Version und Edition herauszufinden (Passwort: 49suns). [nachtrag] ACHTUNG: BITTE UNBEDINGT DARAUF ACHTEN, DASS LINKS “OWNED, FOR SALE” AUSGEWÄHLT IST, SONST DURCHWÜHLT IHR MEINE KOMPLETTE SAMMLUNG UND MACHT EUCH UNNÖTIG ARBEIT! [/nachtrag]

Wie soll das ablaufen?

Wer sich für ein bestimmtes Medium interessiert (vorzugsweise mehrere auf einmal!) meldet sich bei mir per Mail an verkauf@julial49.de mit Titel und Preisvorstellung. Das Porto muss der Käufer tragen. Für Bücher möchte ich zwischen 0,50 und 2,- €, für CD-Alben 0,50 bis 1 €, CD-Singles 0,50 €, DVD-Filme 1,50 bis 2,50 € und für DVD-Staffeln 4 bis 8 €. Natürlich gibt es Rabatte für den Kauf mehrerer Medien. Fragen können gerne per Kommentar gestellt werden.

Für eine Verbreitung der Aktion wäre ich dankbar! Und nun viel Spaß beim Stöbern!

Aktueller Stand zum Bücher-CD-DVD-Verkauf (2)

Wie schon vor einem Monat gebe ich kurz einen kleinen Überblick über meine Verkaufsaktivitäten:

Tabelle mit Überblick über Medienverkauf

Das ist ein Ausschnitt aus meiner Tabelle für den Verkauf, wo ich verschiedene Stati farblich markiert habe. Mittlerweile habe 16 Anbieter getestet und ziemlich genau 400 Bücher, CDs und DVDs verkauft.

Wichtiger Begleiter ist werzahltmehr, dessen kostenlose Android-App die Arbeit sehr erleichtert. Mittlerweile gibt es auch das Apple-Äquivalent.

Des Weiteren habe ich immer vorher nach Gutscheinen gesucht, die bei einigen Anbietern zusätzlich Geld bringen (z.B. für Cashfix, Rebuy oder Momox). Je nach Name des Anbieters gestaltet sich die Suche allerdings schwierig bis unmöglich (ich-kaufe-alles, ich-kaufs-ab, verkaufe-deine-cds etc.)[1].

Im Januar werde ich dann mindestens einen großen Testbericht schreiben (je nach Umfang werden es auch zwei oder drei) und Tipps für die Auflösung einer Mediensammlung geben. Wie die Kommentare zu den bisherigen Beiträgen gezeigt haben, bin ich nicht die Einzige, die dies getan hat und meine Erfahrungen sind sicherlich hilfreich für diejenigen, die es ebenfalls vorhaben.

Man darf also gespannt sein!

  1. Wer schon am Zusammenstellen ist, kann bei Cashfix mit XMAS2011 15% extra bekommen noch bis 31.12.2011. []

Aktueller Stand zum Bücher-CD-DVD-Verkauf

Vor genau einem Monat kündigte ich an die meisten meiner Bücher, CDs und DVDs verkaufen zu wollen bzw. schon damit angefangen zu haben.

Die ganze Sache ist ziemlich ausgeartet, d.h. es läuft prima. Ich habe bisher 280 Bücher und CDs an sieben verschiedene Anbieter geschickt. Bestätigt sind bisher 190 Stück, d.h. drei Sendungen stehen noch zur Bestätigung aus. Die Zeitspanne zwischen Paketversand und Geldeingang beträgt zwischen sieben und 14 Tagen.

Bemerkbar macht sich das in gewonnenem Platz, denn die Bücherreihen haben sich von sieben auf dreieinhalb verringert und ganze zwei CD-Regale sind überflüssig geworden. Von den Büchern werde ich wohl nicht mehr viel los, aber bei den CDs bin ich erst zur Hälfte durch mit der Preisermittlung. An DVDs habe ich die kompletten Friends verkauft (privat) und sonst bisher nichts. Es bleibt also noch einiges zu tun.

Alle Details, die wichtig sein könnten für jemanden, der selber eine solche Aktion in Angriff nehmen möchte, sammle ich und werde sie “demnächst” in übersichtlicher Form hier präsentieren. Bis dahin wird sich dieser Anblick noch verstärken:

Leere CD-Regale

Am Ende muss ich mir dann noch überlegen, was mit den Büchern und CDs passieren soll, die es nicht lohnt zu verkaufen. Dafür werde ich sicherlich diese Platform nutzen. Man darf also gespannt sein.

Wohin mit all den Büchern, CDs, DVDs? WEG DAMIT!

Im Laufe eines Lebens sammeln sich tonnenweise Bücher, CDs und DVDs an, die man evtl. irgendwann wieder loswerden möchte. In meinem Fall heißt das nicht nur die mittlerweile peinlich gewordenen Exemplare aus der Jugendzeit, sondern wirklich alle. Ja, so weit wie möglich möchte ich mich von meinen Medien trennen. Ein paar Ausnahmen gibt es natürlich, aber bevor jetzt alle den Kopf schütteln, möchte ich erklären, wie es dazu kam und – in einem Folgeartikel – wie ich es zu schaffen gedenke, alles loszuwerden.

Bücher, CDs, DVDs[Symbolbild mit Büchern, DVDs und CDs - im Regal ist alles in zwei Reihen angeordnet] Im letzten Jahr bin ich nach zehn Jahren (mit Unterbrechung) von meinem Studienort weggezogen und in der Zeit habe ich Umnengen Zeug gekauft. Aus einem Buchladen oder “Elektronikfachmarkt” bin ich selten ohne einen Stapel Beute herausgekommen und meinen Amazonkaufrausch habe ich irgendwann gezwungenermaßen auf eine Bestellung pro Woche reduziert. Das Gute ist, dass ich alles auch jeweils konsumiert habe, d.h. es gab keine ungelesenen, ungehörten, ungeschauten Medien. Naja, die eine oder andere Ausnahme gibt es, aber irgendwie ließ sich das doch alles bewältigen.

Das Besitzen eines Album, eines Romans, einer Serienbox war wichtig für mich, denn das digitale Gegenstück war kein adäquater Ersatz. Außerdem kann man physische Gegenstände besser ausleihen. Diese Einstellung hat sich langsam und schleichend geändert. Vor einigen Jahren habe ich mein erstes Album als Download gekauft, dieses Jahr habe ich das erste Buch als Kindle-Version gekauft und wenn es etwas Vergleichbares wie Netflix in Deutschland geben wird, werde ich das sicher fleißig nutzen.

CDs und DVDs[weiteres Symbolbild mit noch mehr CDs und DVDs - links sieht man schon die Ausdünnung meiner Loswerderfolge] Der Weg von “Dieses Buch werde ich nie weggeben, das lese ich bestimmt immer wieder!” über “Ok, das behalte ich.” und “Naja, wahrscheinlich schaffe ich es wohl nicht, das nochmal zu lesen.” bis hin zu “Ach, das nimmt nur Platz weg und zur Not kann ich mir das nochmal elektronisch kaufen.” hat sich über mehrere Monate entwickelt. Zu Weihnachten werde ich mir einen Kindle zulegen und ich bin schon fleißig am Austauschen der Wunschzettel-Bücher, die als Kindle-Versionen verfügbar sind.

Der Prozess begann letztes Jahr als ich vor dem Umzug eine große Kiste mit Büchern gefüllt habe, die ich nicht mehr haben möchte. Einige habe ich an die Stadtbücherei gegeben (die eigentlich keine weiteren Bücher wollte), ein paar habe ich verschenkt, einige wenige habe ich verkauft (bekommen). Doch so richtig ist die Kiste nicht geschrumpft. Sie hat sich eher vermehrt, denn bei jedem Durchsehen meiner vielen Bücher bin ich eher der Überzeugung gewesen, dass ich dies und jenes doch nicht wirklich behalten muss. Bei einigen Exemplaren steckt eine emotionale Bindung dahinter und die werde ich wohl nie weggeben, aber der größte Teil meiner Sammlung würde mir nicht fehlen. Stelle ich mir vor, dass alles in einem Wohnungsbrand vernichtet würde, so gibt es nur eine Handvoll Bücher, um die es mir wirklich leid täte. Und deswegen kann ich mich von den anderen trennen!

Ähnlich ging es mir mit meinen CDs und beginnend auch mit den DVDs. Deswegen habe ich angefangen, nach Möglichkeiten zu suchen, in größerem Maße die ganzen Medien loszuwerden. Mehr dazu gibt es in einem weiteren Beitrag, aber es sei gesagt, dass man dabei geradezu in einen Rausch kommt und mehr und mehr loswerden möchte.

Noch bereue ich es nicht, die Sachen weggegeben zu haben und ich denke nicht, dass das noch kommen wird. Was schade ist, dass ich so nicht ausleihen kann, aber ich verzichte ja nicht vollständig auf physische Medien, sondern ich reduziere nur so weit wie möglich. Und bisher fühlt es sich einfach nur befreiend und supergut an!

Was meint Ihr? Wer hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder hält das ganze für Blasphemie?

Ohne TV und Radio – geht das?

Um die Antwort vorweg zu nehmen: natürlich geht das! Seit über einem Jahr habe ich weder ein TV-Gerät noch einen Radioempfänger und ich habe es keine Sekunde bereut. Nicht mal vermisst. Warum und wieso, möchte ich hier erklären.

Fangen wir von vorne an. Schon seit Jahren habe ich immer weniger Fernsehen geschaut, höchstens mal den Tatort oder während dem Essen nebenbei rumgezappt. Nicht mal mehr die Tagesschau hat mich noch interessiert. Das Radio habe ich nur morgens für ein paar Minuten eingeschaltet, um zwischen den einzelnen Snooze-Intervallen nicht wieder einzuschlafen. Stattdessen habe ich mehr und mehr DVDs geschaut bzw. selbstbestimmt Musik gehört. Es war also keine plötzliche Entscheidung, sondern eine logische Entwicklung. Während der WM habe ich also meinen Fernseher verschenkt (und jemanden sehr glücklich gemacht), meine Anlage kurz darauf verkauft und das letzte verbliebene Radio entsorgt.

Smash TV

Foto von bovinity unter dieser CC-Lizenz

Es mag unglaublich erscheinen, aber im letzten Jahr habe ich nie auch nur das Bedürfnis verspürt, den Fernseher bzw. das Radio einzuschalten – ich habe nicht einen Gedanken daran verschwendet. Wann immer ich Serien (oder seltener: Filme) schauen möchte, wähle ich eine Folge aus und gucke genau diese. Wann immer mir nach Musik ist, öffne ich Spotify oder MediaMonkey oder schließe meine Festplatte an meinen Monitor an (der Audio- und Videodateien abspielen kann) und höre genau das, worauf ich Lust habe.

Jetzt wird der Eine oder Andere einwenden, dass Unterhaltung nicht der einzige Grund für TV und Radio sind, denn da gehören auch noch die Nachrichten hinzu. Das stimmt natürlich, aber diesen Part haben mittlerweile RSS-Feeds und Twitter übernommen. Ich bin der Überzeugung, dass ich dort umfassender, zielgerichteter und früher informiert werde und zwar genau über die Themen, die mich interessieren. Dort kann ich besser steuern, dass mir keine dämlichen C-Promi-Homestories und irrelevanten Nebenschauplätze präsentiert werden. Natürlich kann man das anders sehen und es ist auch nicht optimal, aber in der Informationsflut habe ich (vorerst) mein Plätzchen gefunden und bin glücklich damit.

Der eine Grund, warum ich aufgehört habe ist also, dass ich meine “Befriedigung” anderswo gefunden habe. Der andere ist, dass mich TV und Radio aktiv dazu getrieben haben, ihnen den Rücken zu kehren. Das Fernsehprogramm ist nach meiner Einschätzung immer unschaubarer geworden – Reality TV, Pseudo-Dokus, Kochshows, viele Wiederholungen, alles in deutsch, etc. Ich könnte natürlich entsprechende Pay-TV-Kanäle mit genau den Inhalten abonnieren, die ich haben möchte. Aber diese schränken mich trotzdem durch Vorgaben von Zeit und Themen ein. Preislich dürfte es sogar günstiger sein, ab und zu DVDs zu kaufen, als all die Gebühren und Pakete zu bezahlen. Außerdem muss ich mich nicht Verträgen, Spezifikationen, Hardware, etc rumärgern.

Ähnlich ging es mir mit dem Radioprogramm. Abgesehen von nerviger Werbung, nicht-witzigen Moderatoren und grenzdebilen Spielchen hat mich die Musikauswahl immer mehr abgeschreckt. Eine Handvoll Songs in Dauerschleife, weichgespült bis zur Unkenntlichkeit. Nein, danke.

Und jetzt kommt mir nicht mit “berieseln” und “abschalten” als Argument! Das ist Blödsinn und eine faule Ausrede. Warum soll ich mir denn irgendwelche Hirnamputierte auf Abspecksafari antun, wenn ich ebenso eine tolle Comedyserie ansehen kann?!

Abgesehen davon dürft Ihr mir gerne Eure Ansichten kundtun und Fragen stellen, wie ich diesen oder jenen Nachteil denn auszugleichen gedenke.

PS: Danke an Martin für die Inspiration für diesen Beitrag

Nachtrag: Oben erwähnter Monitor ist ein 24″-LED-Dings, an das mein DVD-Player angeschlossen ist und per HDMI-Kabel mit dem Notebook.