Englisch lernen mit TV-Serien #49: crisper

Oje, es ist tatsächlich schon einige Monate her, dass ich Euch neuen Vokabeln versorgt habe. Aber der Englisch-Blog aka Markus fragt jeden Tag bei Twitter und deswegen berichte ich heute von einer meiner Antworten.

Die zugehörige Serie ist die einzige aus den USA, die ich diese Saison verfolge, da ich im September spontan beschlossen hatte, “meine” vier Serien nicht mehr zu gucken. Eigentlich wollte ich es dabei belassen…

Aber natürlich ist auf Ini Verlass, dass er mir doch wieder eine schmackhaft macht. Es handelt sich um Homeland (mehr dazu unten) und zwar die Folge Clean Skin. CIA-Agentin Carrie ist spitze außer beim Hausfrauen-Dasein und so spielt sich folgender Dialog beim Überwachen ab:

VIRGIL
Got any tomatoes?

CARRIE
In the crisper.

VIRGIL
Any from this century?

CARRIE
Uh, in the cupboard, there might be a jar of something.

Homeland: Crisper

Wo bewahrt man Tomaten auf? Richtig, an einem trockenen Ort bei Zimmertemperatur fern von anderem Gemüse oder Obst, da die doofen Dinger Ethen (=Reifegas) ausdünsten. Aber Carrie weiß das anscheinend[1] nicht und so lagert sie ihre Tomaten im Gemüsefach des Kühlschranks. Da kann man sie auch viel leichter aus den Augen verlieren. Der Begriff ist entweder so offensichtlich oder obskur, dass er nur in einer Diskussion bei LEO zu finden war. Aber man weiß nie, wann man das mal anwenden kann! Ansonsten einfach vegetable cooler sagen.

Nun zur Serie. Von der Prämisse her müsste mich das abschrecken, von wegen Krieg und Patriotismus und so. Kommt auch genug drin vor, aber aus interessanten Blickwinkeln und (bis auf kurze Ausnahmen) nicht zu aufgeplustert. Für die Serie sprechen Claire Danes (wo ich mir erst gerade in England die My So-Called Life-Box gesichert habe), Mandy Patinkin (den ich seit Dead Like Me alle meine Hörbücher einsprechen lassen möchte), Morena Baccarin (was für Castle gilt, muss auch hier gelten). Ich könnte auch noch David Harewood in diese Aufzählung werfen, aber er tauchte erst in der absolut unterirdischen dritten Staffel von Robin Hood auf und deswegen zählt er dagegen. Ein bisschen wird das durch The End of Time[2] ausgewogen. Und er ist Brite.

Ähm ja, also die Serie kann man sich durchaus angucken, soweit ich das nach fünf Folgen beurteilen kann. Ich hoffe sehr, dass es wie bei 24 nach einer Staffel es eine Art Auflösung gibt und nicht wie bei Lost ein sinnloses Tanzen um den heißen Brei über mehrere Staffeln. Aber damit muss man wohl leben bei US-Serien. Seufz.

  1. Ha, guter Einwurf für den Unterschied von anscheinend und scheinbar. Hier ist ersteres angebracht, da wir davon ausgehen müssen. Wenn ich scheinbar schreiben wollte, wüsste sie es eigentlich und tut nur so als ob. []
  2. Die finale Doppelfolge des zehnten Doktors aus – wer hätte es vermutet – Doctor Who! []

Englisch lernen mit TV-Serien #48: Wotcher

Heute wird es mal wieder umgangssprachlich und wir treffen auf alte Bekannte – seriell wie vokabulär. Und auf einen aktuellen Hype springen wir auch noch auf.

Die Serie zum Beispiel ist Luther, deren zweite Staffel gerade lief. Dazu mehr am Ende. Wir stürzen uns in die vierte Folge und zwar mitten in eine Konfrontaion:

FRANK
Wotcher.

LUTHER
Frank, what are you doing here?

FRANK
Waiting for you. What are you doing here? What’s in the boot, John?

LUTHER
None of your business what’s in my boot.

FRANK [POINTING A GUN]
Open it.

LUTHER
So what are you saying, I open the boot or you shoot me?

FRANK
Don’t make me answer that.

LUTHER
Frank, you really want to do this?

Luther: Wotcher (1)

Hier heißt boot soviel wie Kofferraum, aber das wissen wir ja seit der letzten Folge dieser Beitragsserie.

Spannend, wie das ausgehen wird! Aber dass der Hauptcharakter das überlebt, ist klar. Deswegen kann er später folgendes sagen:

LUTHER
Wotcher. I’m John. Do you want to play a game?

Luther: Wotcher (2)

Kann man aus diesen Beispielen ablesen, was dieses seltsame Wort bedeuten könnte? Man könnte von einem Jugendgruß ausgehen und laut Urban Dictionary kennen die meisten (Amerikaner) diesen Begriff nur aus Harry Potter. Es ist allerdings nicht eine Abkürzung von “What are you up to” (1. und 2. Erkärung), sondern vielmehr von “What cheer?” aus dem 15. Jahrhundert (3. und 6. Erklärung). Letzteres wird auch im Phrasefinder erklärt. Dort gibt es auch weitere Beispiele (mit Shakespeare natürlich), Herleitungen (u.a. von Chaucer) und Entwicklungen (z.B. bei Wodehouse).

Zur Serie: Die erste Staffel hatte ich letztes Jahr vorgestellt und wer die bisher noch nicht gesehen hat, sollte dieses Versäumnis schnellstmöglich nachholen. Die Fortsetzung ist anders, sowohl vom Format (4x 90 Minuten mit je zwei zusammenhängenden Folgen) als auch vom Inhalt. Natürlich ist die dramatische Qualität genauso fanstastisch und die zwei vorgestellten Fälle sind ungewöhnlich genug, alleine dadurch das Anschauen zu rechtfertigen. Wer auf realitätsnahe Darstellung steht, sollte einerseits auf jeden Fall reinschauen (Charakterisierung), andererseits die Serie tunlichst meiden (Polizeiarbeit). Bildet Euch am besten selbst ein Bild!

Englisch lernen mit TV-Serien #47: the other day vs. every other day

Manchmal sind es nur kleine Wörter oder Buchstaben, die die Bedeutung eines Satzes gehörig verändern. Und heute wird es um ein solches Beispiel gehen. Das Besondere daran ist, dass man die einzelnen Bestandteile schon sehr früh in seiner Englisch-Karriere kennenlernt, aber die unterschiedliche Bedeutung evtl. sehr viel später oder überhaupt nicht.

Das Beispiel stammt aus der Serie Men of a Certain Age und der Folge Back in the Shit (man beachte die Schreibweise bei tv.com!).

Zur Serie: drei um-die-Fünfziger- ein Familienvater, der bei seinem Vater im Autohaus verkauft, ein frisch geschiedener Glücksspielabhängiger mit eigenem Spaßladen, ein arbeitsloser Schauspieler mit halb so alter Freundin – und ihre Probleme. Ich habe mich durch die erste Staffel geschleppt und bin unentschlossen. Einzig die Tatsache, dass Ini begeistert ist, lässt mich darüber nachdenken. Und Scott Bakula, aber das ist eine andere Geschichte.

Zuerst begleiten wir Terry wie er eine Abreibung von seinem “Boss” bekommt, weil er seinen Job als Hausmeister nicht ordentlich gemacht hat:

BOSS (?)
So I don’t know where the hell you are, and neither does anyone else, and meanwhile the whole building is going to hell. What did I tell you about the clean-out? I had calls from six different tenants talking about their toilets backing up into their showers.

TERRY
And I told Elissa to pour drano down that thing every other day. I mean, my God, you ask somebody to do something for you –

BOSS
That is not her responsibility.

weitere Vokabeln:
clean-out – Reinigungsöffnung für Abflüsse/Abwasserleitungen
tenant – Mieter (Achtung: nur ein n!)
drano – Markenname eines Abflussreinigers

Men of a Certain Age: every other day

Im anderen Beispiel treffen wir auf das seltsame Trio in philosophischer Stimmung:

JOE
I don’t know if this helps, but the other day, I was — I googled the word “happy” and all these quotes came up.

OWEN
Whoa, hold on, you — you googled the word “happy”?

JOE
Yeah. Yeah, yeah, I did.

OWEN
What, were you looking for porn?

JOE
No. What? Why would I put in “happy” if I’m looking for porn?

Men of a Certain Age: the other day

Aus dem Zusammenhang kann man mal wieder erahnen, was die beiden anderen Tage bedeuten. Wenn es jedoch darauf ankommen sollte, muss man nachschlagen, z.B. bei LEO. Dort steht denn auch:

every other day = jeden zweiten Tag
the other day = neulich/letztens

Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied! Und jetzt sagt nicht, dass Ihr das alle schon (immer) wusstet!

Englisch lernen mit TV-Serien #46: trunk

Erneut begeben wir uns ins Serienland und versuchen ein bisschen unser Sprachverständnis zu erweitern. Heute geht es um ein Teekesselchen und im Zuge dessen auch darum, dass es im Englischen keine Teekessel gibt. Zumindest im übertragenen Sinne.

Schauplatz ist das Staffelfinale The Roommate Transmogrification von The Big Bang Theory. Enjoy:

RAJ
More wine?
PENNY
Oh, no, no, no. I’ve had way too much already.
SHELDON
Here’s an interesting fact about alcohol…
PENNY
Hit me.
SHELDON
Man is not the only species that ferments fruit in order to become intoxicated. Can you guess what the other is? A hint: sometimes they pack the alcohol in their trunks.
PENNY
Monkeys.
SHELDON
When does a monkey have a trunk?
PENNY
When a suitcase just won’t do.
SHELDON
Mmm, all right. It would appear as if alcohol is playing keep-away with your intelligence.

Big Bang Theory: Trunk

Der Witz hier besteht darin, dass es mehrere Bedeutungen für trunk gibt. Als ich dibs gerufen habe, bei David (@Sm0k1ngGnu) hat er prompt genau die falschen Bedeutungen, nämlich Baumstamm und Kofferraum genannt. Letztere ist AmE, aber darauf kommen wir gleich nochmal zurück. Gesucht sind im Beispiel die Bedeutungen Rüssel und Schrankkoffer (s. LEO). Es kann auch Rumpf heißen, wobei da meines Wissens eher torso verwendet wird. Weniger bekannte Vertreter sind Badehosen (Mehrzahl!) und als Vorsilbe Fern- (-verkehr, -kabel, -leitung, -anschluss, …). Einen Überblick gibt das OALD:

Wie man sieht, fehlt hier der Kofferraum, denn im BrE ist das boot. Den wiederum kennen wir natürlich alle auch als Stiefel. Was AmE und was BrE ist, kann ich mir gut merken, da ich noch den Comic aus dem Englischbuch vor Augen habe (klingt komisch, ist aber so):

Zwei Männer in stereotypischem Outfit – der Brite in Anzug und Bowler, der Ami in Unterhemd und Gummistiefel – stehen vor einem Auto am Kofferraum. Der Brite hat eine Sprechblase mit boot (was genau, weiß ich nicht mehr) und der Ami hat ein Paar gelbe Gummistiefel und Fragezeichen in seiner Sprechblase.

Tja, vielleicht könnt Ihr Euch das ja so auch merken. Oder Ihr habt einen noch viel besseren Trick?

Zum Abschluss noch der Hinweis, dass das Spiel Teekesselchen im Englischen zwar existiert, aber meinen Recherchen zufolge eher bekannt ist unter Play Homophones. Eigentlich sind Teekesselchen Homonyme, aber Homophone sind im Englischen so häufig, dass das eher für ein Spiel reicht. Zur Erklärung mit Beispielen, sei auf Wikipedia verwiesen.

Englisch lernen mit TV-Serien #45: hoist with/by one’s own petard

Die Beiträge dieser Reihe sprudeln nur so aus mir heraus, was daran liegt, dass ich die letzten Folgen bis zu den US-Finales nachgeholt habe. Aber dieser Beitrag hier sollte der vorerst vorletzte in so schneller Abfolge sein.

Bevor es jedoch soweit ist, lernen wir heute einen seltsamen Spruch kennen, der meinen Recherchen zufolge selbst Muttersprachler verwirrt. Damit Ihr beim nächsten internationalen Dinner punkten könnt, passt gut auf!

Wir reisen ins klassische New York und treffen auf Castle in Pretty Dead. (WARNUNG: wer noch vorhat, die Folge zu sehen, sollte lieber nicht weiterlesen) Der Spruch wird allerdings ein wenig verfremded, wie wir gleich sehen werden:

CASTLE
What’s going on is, we finally figured out who, aside from Amber… would be nervous about these photos.

KAYLA BARON
What photos?
[DETECTIVE BECKETT hands over the photos]
Oh, my God. Oh, my God! Victor. Oh, my God!

VICTOR BARON
I-it’s not what it looks like.

KAYLa
It’s not what it looks like? This is… This is our house in the Hamptons. This is our bed.

VICTOR
It’s our vacation bed.

BECKETT
Right underneath the $2-million Picard that you purchased at the auction, which just happens to be the companion to this painting here in your office.

CASTLE
We read all about it on the spread they did on you in “Today’s Architect.” Looks as though you were hoisted on your own Picard.

Castle: hoisted on your on Picard

Der Name des Malers wird hier eingesetzt im Ausdruck hoisted on one’s own petard, was eigentlich hoist BY one’s own petard oder hoist WITH one’s own petard heißen sollte. Warum könnten wir eventuell durch die wörtliche Übersetzung klären: hochgehoben von/mit seiner eigenen Petarde. Oder auch nicht. Die deutsche Wikipedia verrät:

Eine Petarde (fr. pétarde “Knallerei”, “Geknatter”) ist ein Sprengmittel der militärischen Schwarzpulverära. Die Petarde wurde zum Öffnen von Türen und Toren an Befestigungsanlagen, zum Umriss von Palisaden und zur Trennung von Ketten etwa zwischen den Baumstämmen einer Flusssperre verwendet.

Das klingt aber seltsam, denn wie soll man von einem Sprengmittel hochgehoben werden?! Zu verdanken haben wir das Master Shakespeare, der Hamlet sagen lässt

For tis the sport to haue the enginer / Hoist with his owne petar.

Daraus kann man ableiten, dass es soviel wie mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden heißen soll. In obigem Beispiel passt es nur bedingt. Mehr zur Herleitung und Hamlet gibt es im Wiktionary, bei The Straight Dope und The Phrase Finder.

Wer von Euch hat schon Hamlet gesehen und sich über den Spruch gewundert? (nicht, dass es bei Shakespeare mehr als genug seltsame Sprüche und Ausdrücke gibt)

English lernen mit TV-Serien #44: scullery

Manche Themenbereiche werden im Bulk abgedeckt und im Mai ist es das Englisch Lernen. Daran ist die letzte Doctor Who-Folge schuld, die erstens eine der besten Folgen überhaupt war und zweitens ein Wort enthielt, das ich schon lange vorstellen wollte. Deswegen gibt es heute wieder zwei Beispiele zur Anwendung.

Zunächst einmal werfen wir einen Blick auf The Doctor’s Wife, wo Neil Gaimian (@neilhimself[1] eindrucksvoll beweist, wie man eine alleinstehende Folge mit vielen wunderbaren Anspielungen auf die gesamte Historie der Serie verbindet.

RORY
What is happening?!

DOCTOR
We are leaving the universe!

AMY
How can you leave the universe?

DOCTOr
With enormous difficulty! Right now I’m burning up TARDIS rooms to give us some welly. Goodbye, swimming pool, goodbye, scullery, sayonara, squash court seven!

Doctor Who: Scullery

Jenes Loswerden von TARDIS-Räumen zur Energiegewinnung gab es vorher schon bei Castrovalva. Damals allerdings war das eher zufällig und der so ziemlich wichtigste Raum wurde mit abgeworfen. Doch das schaut Ihr Euch am besten selber an.

Viel wichtiger ist, dass scullery hier zwar als Teil eines Hauses erkennbar ist, aber die genaue Bedeutung bleibt unklar. Deswegen hören wir mal in The Chimes of Midnight rein, wo der achte Doktor und Charley in einem dunklen Haus gelandet sind und sich zurechtzufinden versuchen:

DOCTOR
It’s a scullery!

CHARLEY
It seems you’re right. We’re in an Edwardian house.

DOCTOR
Or sometime afterwards.

CHARLEY
No, I don’t think so. If I point the torch over there, do you see? It’s an old washboard. The scullery maid in the house I grew up in was used to equipment a little more advanced than that.

The Chimes of MidnightDOCTOR
Or maybe the people who live in this house are simply poorer than your family.

CHARLEY
Not judging by the size of this room. This is a far larger scullery than the one I’m used to.

DOCTOR
Hm, do you see anything else which distinguishes this scullery from the one in your house in 1930?

CHARLEY
Well, no, but then I didn’t spend much time there. It was just the scullery after all.

DOCTOR
It’s not exactly proof but I think saying we’re in the Edwardian era is a good working theory – 1901 to 1910. The latter years if the contents of the larder are any indication.

Hier wird es schon etwas klarer und vielleicht errät man sogar, dass scullery die Spülküche ist (s. LEO) und passend dazu ist larder die Speisekammer. Beim nächsten Hauskauf seid Ihr also gerüstet!

Über den weiteren Inhalt dieses Big Finish-Hörspiels verrate ich nichts, denn die Auflösung ist die halbe Miete. Liegt halt daran, dass Rob Shearman (ShearmanRobert) so ziemlich die besten und twistreichsten Hörspiele schreibt.

  1. Ja, der Autor von Sandman, Stardust, Coraline und American Gods und hastenichgesehen. Wer bis jetzt kein Doctor Who geguckt hat, sollte das als Anreiz nutzen! []

English lernen mit TV-Serien #43: wench

Alle guten Dinge sind drei und heute ist der zehnte Todestag von Douglas Adams, d.h. wir müssen einen Blick auf Doctor Who werfen und zwar in Form der Englisch-lernen-Reihe.

Naja, klingt ein bisschen weit hergeholt, aber irgendwie passt das schon. Jedenfalls reisen wir mit dem fünften Doktor mal wieder ins Mittelalter und treffen dort auf ein recht doppeldeutiges Wort zur Beschreibung einer Frau. Das Ganze wird präsentiert von der Big Finish-Folge 81 The Kingmaker, in der es um das Geheimnis der Prinzen im Tower geht, die spurlos verschwanden. Wahrscheinlich hatte ihr Onkel, der spätere King Richard III, da seine Finger im Spiel. Um die witzige Auflösung zu erfahren, müsst Ihr natürlich das Hörspiel anhören!

Hier soll es aber erstmal um zwei kleine Szenen gehen, in denen das gesuchte Wort auftaucht. Ort ist der Pub von Clarrie, in dem die Companions Peri und Erimem Arbeit gefunden haben.

CLARRIE
C’mon then, when they buy an ale from you, what do you say to the customer?

ERIMEM
Have you ever thought of buying one of our homemade meat pies, Sir or Madam? It makes a nice accompaniment to any refreshment.

CLARRIE
Good. And if they but one, what do say when they next come to the counter?

ERIMEM
Would like to buy another of our ales, Sir or Madam? We find it by far the best way of taking away the taste of our meat pies.

CLARRIE
Good girl! I’ll make a serving wench of you yet.

[...]

The Kingmaker (cover)HENRY, DUKE OF BUCKIGHAM [entering]
Wait a moment, I know you! God’s fortune, it’s them! It’s the wenches!

[HENRY overhears PERI and ERIMEM talking]

ERIMEM
I still can’t believe you even suggested rescuing the prince. After all the doctor’s told us about time.

PERI
Look, what difference would it have made if we had rescued the prince? Who would have noticed in the grand scheme of things? Don’t forget the old Celestial Intervention Agency: “The story changes, the ending stays the same.”.

ERIMEM
Which the doctor told us to ignore.

PERI
Even if we could have stopped a murder?!

ERIMEM
Peri, the princes will die. They have always died. And for the sake of this land, for the sake of everything, the princes have to die now.

HENRY
Well, at last. Look, who have we here?! Our two wonder wenches! The king would like to see you.

PERI
Erimem, run!

Sind soweit alle Vokablen bekannt? Bei Unklarheiten fragen und natürlich auch zum Textverständnis.

Das Wort wench kann man aus dem Zusammenhang nicht so ganz zuordnen, aber es heißt hier soviel wie Mädchen oder Magd. Es kann aber auch Frauenzimmer oder Hure bedeuten (LEO). Laut dem wiktionary ist es eine alte Bezeichnung für eine junge Frau, insbesondere ein Dienstmädchen und eben eine “promiskuitive” Frau.

Zum Hörspiel empfehle ich Kritik von muerps (deutsch, keine Spoiler) und die wie immer grandiose Kritik von Doc Oho (englisch, SPOILER!). Wer nicht hören, sondern sehen will, lese die ausführliche Zusammenfassung beim Doctor Who Reference Guide.

PS: Companion Peri aka Nicola Bryant twittert als @thenicolabryant und der Nachfolger des fünften Doktors aka Colin Baker als @SawbonesHex.

Englisch lernen mit TV-Serien #42: eventually

Heute gibt es die Antwort und zwar auf die Frage, welchen falschen Freund ich am Wochenende selber fälschlicherweise eingesetzt habe. Und weil an Ostern die sechste Staffel Doctor Who mit einer Knallerdoppelfolge losging, wird diese als Beispielunterstützung dienen.

In der Folge Day of the Moon belauschen wir ein Telefongespräch zwischen Amy und dem Doctor (kleine Spoiler für alle, die die erste Folge noch nicht gesehen haben):

THE DOCTOR
Amy?

AMY
I think we’ve found the place she was taken from.

THE DOCTOR
How do you know?

AMY
‘Cos those things have been here. But the whole place is deserted. There’s just one guy here and I think he’s lost it.

THE DOCTOR
Repeated memory wipes fry your head eventually. Find out what you can, but don’t hang around.

AMY
Where are you?

THE DOCTOR
Gotta go! Got company!

weitere Vokabeln:
deserted – verlassen
to have lost it – den Verstand verloren haben
wipe – hier: Löschungen (to wipe – abwischen)
to fry – braten, brutzeln

Die letzte Frage, wo der Doktor sich befindet, lässt sich aufgrund des Bildes so halb beantworten, wenn man den Titel der Folge betrachtet und die Tatsache, dass das im Juli 1969 stattfindet.

Doctor Who: Eventually

Doch kommen wir zum eigentlichen Thema, dem Englisch lernen. Wie immer kann man aus dem Kontext die Bedeutung von eventually als letztendlich, schließlich ableiten (LEO). Im Englischen kann man auch finally oder ultimately sagen (dictionary.com).

Wie so oft hat das Wort lateinische Wurzeln, denn das Stammwort event wurde im 16. Jahrhundert aus ēventus (= occurrence, outcome) gebildet.

Im Deutschen denkt man leicht an eventuell, das wiederum mit potentially oder possibly übersetzt wird. Das ist natürlich die falsche Antwort auf die Frage nach dem richtigen Weg. Mir ist das am Wochenende passiert, aber der fragliche fragende Radfahrer hat mich dann doch verstanden, nachdem ich mich von eventuell auf eventually verbessert habe. Ist Euch schon mal Ähnliches passiert?

Englisch lernen mit TV-Serien #41: moot

Der Alltag kehrt wieder ein auf diesem Blog – zumindest vorläufig – und wir wenden uns ernsteren Aufgaben zu. In diesem Fall der Comedyserie The Big Bang Theory und einem Wort, das fast so alt wie der Urknall ist. Zumindest in Europa, aber hier soll es explizit um die amerikanische Variante gehen und die ist natürlich älter als der Urknall.

Ohne Umschweife stürzen wir uns in die ersten Sekunden der Folge 4.21 The Agreement Dissection, der Serie, die immer wieder die schönsten Beispiele für meine kleine Serie hervorbringt:

SHELDON
Leonard, are you in the shower?

LEONARD
I can’t hear you! I’m in the shower!

SHELDON
I asked if you were in the shower, but that’s moot now!

LEONARD
What?

SHELDON
Moot! Rendered unimportant by recent events!

LEONARD
I can’t hear you! I’m in the shower!

SHELDON
I have to skip the chitchat. Emergency.

LEONARD
What kind of emergency?

SHELDON
Mathematical: 32-ounce banana smoothie, 16-ounce bladder.

Big Bang Theory: moot

Die restlichen Vokabeln sollten bekannt sein. Und dank Sheldon auch schon die Definition des Begriffes moot, das in diesem Hauptanwendungsfall so viel wie irrelevant oder akademisch bedeutet – im American English (s. LEO). Es wird oft im Ausdruck moot point verwendet. Im British English dagegen heißt es eher strittig oder fraglich. Diese Unterscheidung macht auch Wiktionary, während dictionary.com nur alles aufzählt. Die völlig andere australische Verwendung wurde aber ausgelassen. Jedenfalls finde ich, dass die amerikanische und britische Variante Gegenteiliges bedeuten, oder?

Der Ursprung ist im verwandten meet zu suchen, das auf altenglische, holländische und norwegische Wurzeln vor 900 zurückgeht. Das historische moot heißt Volksversammlung. Daraus lassen sich die Bedeutungen des Substativs (Streitgespräch – mittlerweile obsolet) und des Verbs (debattieren) ableiten und daraus die oben genannten Adjektive. Die haben dann in den USA und im UK etwas andere Wege genommen.

Wer jetzt an einen ganz anderen moot gedacht hat, findet hier mehr Informationen. Bzw. gerade wer nicht wusste, wer sich dahinter verbirgt, sollte das mal nachlesen.