Archiv für die Kategorie 'Academia'

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Englisch Lernen mit TV-Serien #31: to play gooseberry

Great minds think alike und wie auch David verwöhne ich Euch mit einer weiteren Folge zum Englisch Lernen. Um es besonders überzeugend zu gestalten, habe ich gleich drei Beispiele, die die Bedeutung des heutigen Begriffs verständlich machen sollen.

Zum ersten Mal aufgefallen ist mir die seltsame Frucht in der Doctor Who-Folge 5.07 Amy’s Choice. Reisen wir also mit dem elften Doktor fünf Jahre in die Zukunft ins beschauliche Upper Leadworth:

DOCTOR
Amy, want to take a guess at what that is?

AMY
Um. Dream Lord. He creates dreams.

DOCTOR
Dreams, delusions, cheap tricks.

DREAM LORD
And what about the gooseberry here, does he get a guess?

RORY
Listen, mate, if anyone’s the gooseberry around here, it’s the Doctor.

DREAM LORD
Well, there’s a delusion I’m not responsible for.

RORY
No, he is. Isn’t he, Amy?

DREAM LORD
Oh, Amy, have to sort your men out. Choose, even.

Zur Erklärung von mate empfehle ich die allererste Folge meiner kleinen Serie.

The Doctor is the gooseberry

Um die Sache zu vertiefen, gehen wir drei Doktoren zurück und nach Singapur 1930, wo es im Big Finish-Hörspiel Seasons of Fear heißt:

CHARLY
Big Finish 30: Seasons of FearHe dances divinely. And he always has something stunning in his buttonhole.

DOCTOR
Sounds like a man after my own heart. I’ll not meet him though.

CHARLY
What? Why?

DOCTOR
Because I’m not a gooseberry!

CHARLY
Well, obviously.

Zum Abschluss geht es noch drei Inkarnationen zurück und irgendwo ins Weltall, wo die letztmonatige Big Finish-Geschichte Cobwebs spielt:

Englisch Lernen mit TV-Serien #30: damp squib

Nach drei Monaten ist es mal wieder Zeit für eine kleine Folge aus meiner Serie zum Englisch Lernen und da vergangenen Freitag die vierte Staffel der IT Crowd zuende ging, nutze ich gleich die Gelegenheit um eine kurze Kritik damit zu verbinden. Wer die Folge Reynholm vs Reynolm gesehen hat, wird wahrscheinlich wissen, warum ich den heutigen Ausdruck ausgewählt habe. Da gab es nämlich eine Verwechslung der Aussprache und somit der Bedeutung, die ziemlich häufig ist, wie wir gleich noch sehen werden.

Wie bei The IT Crowd üblich, geht alles drunter und drüber und in der folgenden Szene ist Jen die Anwältin von Mr Reynholm und nimmt Roy ins Kreuzverhör.

BARRISTER: The way you tell it, your employer sounds like a paragon of virtue.
ROY: That’s right. And furthermore, I would like to say at this point that I think this whole case to be a damp squid.
BARRISTER: Thank you, no further questions.
JEN: Oooh! I have one more question, your Honour.
JUDGE: Yes?
JEN: What did you say?
ROY: What?
JEN: What did you say the case was? May I have it read back please?
RECORDING SECRETARY: “I believe this entire case to be a bit of a damp squid.
JEN: “A damp squid”? What does that mean?
ROY: Oh, Jen, it’s an expression. It means that I believe that everything that’s been said in this case, everyone already knew.
JEN: Yes, but did you say “damp squid”?
ROY: That’s right.
JEN: Did you not mean, “damp squib”?
ROY: No, it’s “squid”. What’s a squib?
JEN: It’s not “squid”. Squids are already damp!
ROY: Hence the phrase!
JEN: Your Honour! Please!
JUDGE: It is “squib”. I must say, I find it extraordinary that you, a man in your early 30s, could have reached this point in your life without knowing that it is “squib”.
ROY: I think it’s “squid”.
JEN: I have no further questions.

Englisch Lernen mit Doctor Who #7: the bee’s knees

Eine ganze Woche lang habe ich Euch mit Hilfe von Doctor Who mit Vokabeln zum Englisch lernen versorgt und jetzt steht der Abschluss an. Der vorgestellte Ausdruck gehört zu einer besonderen Klasse von umgangssprachlichen Ausdrücken und eignet sich hervorragend, um über Doctor Who zu sprechen.

Die zugehörige Geschichte ist Remembrance of the Daleks, in der der siebte Doktor (Sylvester McCoy) und Ace auf die Lieblings-Erzfeinde der Time Lords treffen. Der Zuschauer trifft auf so einige interessante Details wie ein schwebender Dalek, den Schrottplatz aus der allerersten Geschichte und eine Metareferenz auf die TV-Serie. Wir bleiben auf der Metaebene mit dem heutigen Beispiel, denn das stammt aus dem Bonusmaterial der DVD. Hier sprechen Sophie Aldred (Ace) und Karen Gledhill (Allison Williams) über Simon Williams, der Group Captain Gilmore spielte:

KAREN GLEDHILL
Simon Williams. Simon Williams was very much in my, part of my childhood because he was a big star in a programme called Upstairs, Downstairs when I was at school. And we all just thought he was the bee’s knees.

SOPHIE ALDRED
Karen Gledhill and I were just totally in love with him because we remembered him from Upstairs, Downstairs.

KAREN
And he came up to me in the read-through and said, “Hello, I’m Simon Williams.” and I was going, “Yes, I know who you are!”.

Screenshot from "Back to School"

Englisch Lernen mit Doctor Who #6: sensible

Heute gibt es eine kleine Abweichung in der Beitragsserie, denn nicht die TV-Serie, sondern die Hörspiel-Reihe liefert das Beispiel. Außerdem ist es ein Wort, das bekannt sein sollte, aber da es sich um einen sogenannten false friend handelt, ergreife ich dennoch die Gelegenheit, damit man sich das ein für allemal merken kann. Damit jedoch die Verbindung gewahrt bleibt, taucht wieder der Brigadier auf, der schon am Mittwoch dabei war.

Im Hörspiel The Spectre of Lanyan Moor treffen der sechste Doktor (Colin Baker) und der Brig zum ersten Mal aufeinander und zwar in einer gespenstischen Heidelandschaft in Cornwall. “Überraschenderweise” gab es seltsame Vorfälle bei einer archäologischen Ausgrabung und der Doktor und seine neue Companion Evelyn Smythe stolpern mal wieder mitten hinein ins Vergnügen. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, hat der Doktor ein seltsames Gerät gebastelt, das allerdings gefährlich in der Anwendung sein könnte:

DOCTOR
There, that should do it.

Cover: The Spectre of Lanyon MoorBRIGADIER
Looks like the crystal wiley (?) sets I used to make when I was a boy. Is this thing really going to work, doctor?

DOCTOR
Should do. Now, Brigadier, I have to confess I am not entirely sure exactly what will happen when I switch on. I might look as though I am in some pain. Come to think of it, I might be in some pain. But at all costs don’t switch off. And don’t pull the headset off me. It might take some time to get a proper triangulation.

Englisch Lernen mit Doctor Who #5: stowaway

Die Arbeitswoche neigt sich ihrem Ende zu und in der heutigen Englischlektion geht es auch um ein Ende, allerdings ein viel schockierenderes als das bevorstehende Wochenende. Einige Fans werden dieser Einschätzung sicherlich widersprechen, aber der Grundgedanke dahinter ließ garantiert keinen kalt[1]. Außerdem gibt es heute eine dreifach passende musikalische Einlage.

Vor dem Vergnügen kommt aber die Arbeit und die bringt die Geschichte Earthshock des fünften Doktors (Peter Davison). Darin landen er und die drei Companions Adric, Nyssa und Tegan in einer Mine im 26. Jahrhundert. Natürlich gibt es dort mal wieder seltsame Vorgänge und bald landen die vier auf einem Raumschiff, wo sich folgender Dialog abspielt:

(TRILLING BEEP)

BERGER
Bridge.

RINGWAY (OVER INTERCOM)
I’ve apprehended two stowaways.

BRIGGS
“Apprehended”! Why can’t he say “caught”? So melodramatic!

BERGER
Take them to the brig.

BRIGGS
I’d rather have them up here.

RINGWAY (OVER INTERCOM)
Vance and Carson are dead – murdered by the stoways.

BRIGGS
That’s all we need.

Screenshot from Earthshock
v.l.n.r.: Doctor, Ringway, Adric, Berger, Briggs

weitere Vokabeln:
apprehend – ergreifen/festnehmen, auch: begreifen/verstehen
brig – Bau (Gefängnis)

Wie man wahrscheinlich aus dem Zusammenhang herleiten kann, ist ein stowaway ein blinder Passagier (LEO)[2]. Als Verb wird es getrennt geschrieben als to stow away (freedictionary) und erklärt sich von selber, denn to stow heißt verstauen und away dürfte den meisten als abwesend/weg bekannt sein.

Englisch Lernen mit Doctor Who #4: gangrenous

In der goldenen Mitte der Aktionswoche gibt es einige besondere Highlights: erstens habe ich ein Wort ausgesucht, das mir schon öfter begegnet ist, ich mir aber nie merken konnte, zweitens tauchen zwei herrliche Nebenfiguren auf, die sogar eine eigene Hörspielserie bekamen, drittens gibt es eine der besten Doctor Who-Geschichten mit einigen einprägsamen Zitaten und viertens gibt es genau deswegen endlich wieder Schildkrötencontent[1].

Begeben wir uns also in The Talons of Weng-Chiang (Talon = Kralle) zusammen mit dem vierten Doktor (Tom Baker). Dieser beglückte den Zuschauer in den Siebzigern für sagenhafte sieben Staffeln, u.a. mit einigen der besten Geschichten und die vorliegende gehört dazu. Der Doktor und Companion Leela landen im viktorianischen London, wo junge Frauen auf mysteriöse Weise verschwinden. Daneben gibt es chinesische Magier, mannsgroße Ratten und absolut fantastische Dialoge. Eines meiner Lieblingszitate taucht in der folgenden Szene auf:

LITEFOOT
Haven’t you slept?

DOCTOR
Sleep is for tortoises.

LITEFOOT
Any news of Miss Leela?

DOCTOR
Not yet.

LITEFOOT
Should we inform the police?

DOCTOR
No, they already have nine missing girls on their list.

LITEFOOT
Yes, but surely missing under very different circumstances!

DOCTOR
No, if my suspicions are correct then I know what those poor girls were used for. And I can’t imagine a more grisly fate. He’s a blackguard!

LITEFOOT
Who’s a blackguard?

DOCTOR
I don’t know who’s a blackguard, but some slavering, gangrenous vampire comes out of the sewers and stalks this city at night – he’s a blackguard! I’ve got to find his lair and I havent’t got an hour to lose. Look.

Englisch Lernen mit Doctor Who #3: a fit of pique

Neues Jahrzehnt, neues Farben! Im dritten Teil dieser Serie treffen wir logischerweise auf den dritten Doktor und der wurde ab 1970 in Farbe ausgestrahlt. Und buuuunt! Dargestellt wurde der Doktor von Jon Pertwee als Dandy und distinguierter älterer Herr und das passt ganz gut zum heutigen Ausdruck, denn da lässt sich eine aktuelle Verbindung herstellen zu einem anderen solchen Herrn. Dazu am Ende mehr.

Kommen wir jetzt erstmal zu Inferno, einer meiner Dreier-Lieblingsfolgen, wo es darum geht, dass ein Team von Wissenschaftlern die Erdkruste mit einem großen Bohrer durchstoßen möchte[1], was natürlich gewaltig schief geht. Doch am Ende rettet der Doktor wieder mal die Situation und es ergibt sich folgender Dialog:

BRIGADIER
Just a moment, Doctor… You’re still not tinkering with this machine after all the trouble it’s caused us?

DOCTOR
The trouble it’s caused you?

BRIGADIER
Doctor, if you hadn’t chosen such a crucial moment to disappear, this whole business might have been cleared up a great deal sooner!

LIZ
He did try to warn everybody, Brigadier.

DOCTOR
And a fat lot of notice you all took.

BRIGADIER
So you went gallivanting off in a fit of pique.

Screenshot from "Inferno"

weitere Vokabeln:
to tinker – herumspielen
to do do sth. – (nachdrücklich) etwas tun (s. Wikipedia do-support: Emphase)
to gallivant – sich herumtreiben

Englisch Lernen mit Doctor Who #2: impregnable

Nach dem furiosen Start gestern (u.a. dank Markus) geht es munter weiter mit dem zweiten Doktor. Der ist immer noch in schwarz-weiß, aber nicht mehr lange, wie wir gleich sehen werden. Das Wort, das ich ausgesucht habe, hat zwei Bedeutungen, von denen die weniger gebräuchliche wahrscheinlich hergeleitet werden kann, aber um die soll es hier nicht gehen.

Wir reisen also ins Jahr 1969 zur letzten Patrick Troughton-Folge bzw. bis zurück nach 1917, in der die Geschichte (vermeintlich) spielt. Das zehnfolgige Epos The War Games beendet nicht nur eine Ära (s/w, zweiter Doktor, 60er), sondern hatte auch eine Premiere zu bieten: hier wurde zum ersten Mal erwähnt, dass der Doktor ein Time Lord ist. Diese Spezies hat das Wissen für Raum-Zeit-Reisen, mischt sich aber nicht in Geschehnisse ein. Letzteres versteht der Doktor überhaupt nicht und veranlasste ihn vor Jahr(hundert)en, seinen Mitlords den Rücken zu kehren – nicht ohne vorher eine Raum-Zeit-Reise-Maschine (TARDIS) zu stehlen. So eine taucht auch in der folgenden Szene auf, in der der Doktor, Companion Jamie und ein weiterer Hauptcharakter zu fliehen versuchen, was von außen zu verhindern versucht wird:

DOCTOR
But… They must have stopped it from the outside.

JAMIE
Well, can they get in the doors?

DOCTOR
No, not now, I’ve set the emergency lock.

JAMIE
Will we still get away all right?

DOCTOR
Yes, it’s only a question of overriding the master control. Now it’s a slightly different design to the TARDIS.

Englisch Lernen mit Doctor Who #1: truant

Wie gestern angekündigt wird es diese Woche jeden Tag eine Spezialausgabe zum Englisch lernen geben und zwar jeden Tag mit einem anderen klassischen Doktor. Primär geht es um eine Eigenheit der englischen Sprache und nebenher lege ich Euch Doctor Who ans Herz. Damit hoffe ich natürlich möglichst viele Leute davon zu überzeugen, der Serie mal eine Chance zu geben – sofern das noch nicht geschehen ist.

Wir fangen fast ganz am Anfang an, denn die Geschichte für das heutige Beispiel – Keys of Marinus – stammt aus der allerersten Staffel mit William Hartnell und wurde im April und Mai 1964 ausgestrahlt. Der unbedarfte Zuschauer wird mit schwarz-weißen und quasi live aufgenommenen Bildern konfrontiert, was einen großen Teil des Charmes ausmacht. Schon damals wurde Abwechslung groß geschrieben (zeitlich und örtlich) und ganz besonders in der vorliegenden Geschichte, wo jede Folge in einer völlig anderen Umgebung spielt[1]. Verantwortlich dafür war Drehbuchautor Terry Nation (“Vater der Daleks”) und in den Produktionsnotizen der DVD erfahren wir mehr über ihn:

Terry Nation was born in Llandaff, South Wales, in August 1930. During his childhood he was a persistent school truant and cinema addict. That was how he got his education. The hours spent at the pictures ensured that the techniques of screenwriting came naturally to him in later life.

Screenshot aus "Keys of Marinus"

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