Archiv für den Autor: juliaL49

Über juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

Whenit.ws: What I was listening to on this day

Für Spotify-Nutzer gibt es mal wieder ein neues Spielzeug, das sich whenit.ws nennt. Man kann ein beliebiges Datum eingeben und erhält (soweit vorhanden) die Charts der USA oder aus dem UK von der Woche.

Ich probiere das mal aus mit einem Datum von vor 33 Jahren, an dem ich allerdings noch keine Musik gehört habe, da ich gerade mal zwei Stunden atmend an diesem Tag verbracht habe:

Wenn Ihr das Widget nicht sehen könnt, probiert diesen Direktlink zu Spotify.

Edinburgh International Science Festival: Richard Feynman, Mars One, bunte Ballons uvm

Morgen geht nach zwei Wochen das Science Festival zuende und ich habe natürlich einige Veranstaltungen (kostenlos wie bezahlt) besucht und viel gelernt.

Ein besonderes Ereignis war die Vorführung der Dokumentation The Pleasure of Finding Things Out über den Physiker Richard Feynman von 1981. Bzw. eigentlich ist es mehr ein langes Gespräch über eben jenes Thema. Der Regisseur/Produzent Christopher Sykes redete andschließend mit Robin Ince über den Film. Natürlich gibt es den auch auf YouTube und wer 50 Minuten Zeit hat, sollte sich das ansehen:

Im Laufe des Gesprächs kamen die beiden auch auf andere Sendungen zu sprechen, die Christopher Sykes mit Richard Feynman erstellt hat. Dabei ging es vor allem um die Serie Fun to Imagine, wo der Nobelpreisträger beim Thema Magnete erstmal die grundlegende Frage “Warum?” bespricht:

Des Weiteren gab es einen Vortrag von Bas Lansdorp über Mars One, seine non-profit Firma, die bis 2023 vier Menschen auf den Mars bringen will. Es ging um die Machbarkeit, die Risiken, die Technologien, die Ernährung, den Zeitplan, Familienplanung, Kolonisation etc. Dabei handelt es sich um eine einfache Fahrt, denn weder existiert die Technologie, um in der dünnen Atmosphäre eine Rakete zu starten, noch würde man es nach der Anpassung an 40% Erdanziehungskraft überleben, wenn plötzlich wieder 1G auf einen einwirken.

The Bells of Saint John: A Prequel – Doctor Who

Jawollja, am Samstag geht es weiter mit der besten Serie aller Zeiten und zwar mit Staffel 7.2. Ich kann es kaum erwarten und habe soweit alle Spoiler vermieden. Deswegen würde ich auch niemals einen Trailer in einem Beitrag zeigen, aber bei einem Prequel mache eine Ausnahme. Diese Form hat sich in den letzten beiden Staffeln eingebürgert und behandelt meist indirekt die kommende Folge, so auch hier:

Es sollte auch in Deutschland verfügbar sein…

Gefunden habe ich das übers Doctor Who Magazine, das mir mit dem Cover das Weihnachtsspecial ein bisschen verspoilert hat und deswegen mache ich mittlerweile nicht mal mehr den Umschlag auf.

Keep on Running

Es ist knapp drei Jahre her, dass ich angefangen habe zu Laufen bzw. mal wieder angefangen habe und dieses Mal dabei geblieben bin. Da ich gestern ein gutes Rennen gelaufen bin, ist es eine gute Gelegenheit diese drei Jahre mal genauer zu betrachten.

So richtig geplant war das nicht, dass ich mit nur vier Wochen Vorbereitungszeit einen 10 km-Lauf absolviere. Ich war Letzte, aber das hat mich natürlich nicht abgeschreckt, denn immerhin habe ich überhaupt die 10 km beendet! Obiges Video bzw. der zugehörige Film waren also tatsächlich eine passende Parallele.

Danach bin ich dabei geblieben dank meiner Motivation aus technischen Gründen (Apps, die die Trainings aufzeichnen), aus Zeitvertreib (Anhören von Hörspielen, hauptsächlich von Big Finish), aus Landschaftsentdeckung (Umzung an den Bodensee), weil man nach praktisch-schicker Ausstattung shoppen kann und einfach weil es Spaß macht und mit der Zeit immer leichter fällt.

Ich habe die folgenden Monate tatsächlich durchgehalten, bin auch im Winter bei Schnee und Eis in Dunkelheit gelaufen. Dafür habe ich zwei Tage die Woche später angefangen zu arbeiten, aber das war es mir wert. Es gab auch Montate, da bin ich nur am Wochenende gelaufen, da die 18 km zu und von der Arbeit mit dem Fahrrad genug Bewegung bedeuteten.

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass ich mittlerweile knapp 15 kg an Gewicht abgenommen habe. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass ich nicht mehr eine Packung Snickers am Tag und mehrmals die Woche Big Macs und Chicken McNuggets esse…

Song des Tages: Woodpigeon – Edinburgh

Schon wieder ein Song mit dem Titel meiner Lieblingsstadt! Der Kanadier (!) Mark Andrew Hamilton und seine Kameraden sind anscheinend öfter mal hier unterwegs (ebenso wie in Wien). Dementsprechend hat er hier einige musikalische Freunde gefunden, die man im folgenden Video sehen kann (namentlich Withered Hand, Rob St John und eagleowl[1] ). Natürlich endet das Video mit einem schicken Standbild der Stadt. Oh, der Song an sich ist schnuffig-kuschelig-schön und ist das Anhören wert:


Woodpigeon – Edinburgh (Official Music Video) from Blue Iris Films on Vimeo.
via HeyTube

Wer nur der Musik lauschen möchte, dem sei der Bandcamp-Track empfohlen:

Dort kann man das gesamte Album Thumbtacks + Glue (erschienen letzte Woche) für knackige $8 (kanadische Dollar, ~6 Euro) erwerben.

Und auch in diesem Beitrag möchte ich das Ganze fotografisch untermalen und was wäre besser geeignet als ein paar Verrückte auf den Dächern der Stadt:

Rooftops

Blick über die Dächer Edinburghs

  1. Ersteren habe ich sofort erkannt und auch die anderen kamen mir vage bekannt vor. []

Liukad #7: Council Tax und das Steuerjahr

In deutschen Landen haben die ersten Fleißigen schon ihre Steuererklärung abgegeben, doch hier im UK hat das alles noch Zeit. Ende Januar war kurz die Aufregung bei den Prokrastinierern groß, denn die Deadline für die Online-Abgabe für das Jahr 2011/2012 lief ab (Quelle) und danach muss man Strafe zahlen (gleicher Link, etwas weiter unten).

Doch warum so spät, wird der verwirrte Deutsche fragen. Nun das Steuerjahr geht vom 6. April bis 5. April. Warum das so krumm ist, hängt mit dem Kalenderwechsel im 18. Jahrhundert zusammen (Quelle). Die Briten sind ja gerne traditionell.

Neben der Einkommensteuer gilt dieses Datum auch für den sogenannten Council Tax, den jeder je nach Wert des Wohnraumes bezahlen muss. Das wird dann für lokale Dinge wie Schulen, Bibliotheken und Abfallentsorgung verwendet. Dazu kommen (Ab-)Wasserkosten. In Deutschland ist das für eine Mietwohnung meistens in den Nebenkosten enthalten. Meistens, weil z.B. in meinem vorherigen Wohnort Allensbach jeder Zugezogene seine Müllbeutel inkl. Rechnung beim Rathaus abholen muss und ab dem zweiten Jahr zugeschickt bekommt. Das nur am Rande.

Hier muss man sich bei Einzug für den Council Tax anmelden und je nach Wert des Hauses wird man in ein “Band” eingeteilt, der einem bestimmten Betrag Steuer entspricht. Klingt bescheuert und willkührlich, aber die haben sich sicher was dabei gedacht. Bei Mehrfamilienhäusern gilt das Band pro Wohnung. Dabei wird immer davon ausgegangen, dass zwei oder mehr Personen dort wohnen. Wer alleine wohnt (“when there are fewer than two residents”), bekommt 25% Rabatt, worüber ich sehr dankbar bin.

Song des Tages: Stornoway – Knock Me On the Head

Vor einer Woche und einem Tag habe ich mir den fraglichen Song live ansehen können und es war einfach fantastisch! Heute haben Stornoway ein Video zu Knock Me On the Head veröffentlicht, das auf dem im März erscheinenden Tales From Terra Firma enthalten sein wird.

Man sieht experitmentelles Barthaar, verwirrende Wetterkarten und seltsame Schiffsgefährten:

Wenn Ihr armen Gemagestörten das nicht ansehen könnt, so müsst Ihr noch ein bisschen warten, denn bisher ist es noch nicht anderswo verfügbar. Falls doch, lasst es mich wissen!

Zum Trösten habe ich immerhin dieses Foto von einer Unplugged-Einlage:

Stornoway im Oran Mor

Intensive Darbietung von The Great Procrastinator

Liukad #6: Kein Name an der Tür

Eine weitere seltsame Eigenheit hierzulande ist die völlige Ignoranz gegenüber demjenigen, der an einer bestimmten Adresse wohnt. Die Royal Mail hat die Aufgabe, eine Sendung an die angegebene Adresse zu liefen. Egal, ob die dort lebende Person mit dem Namen auf dem Brief übereinstimmt. Klingt komisch, ist aber so.

Es ist wesentlich seltener, dass ein Name an der Türklingel oder an der Wohnungstür steht. Die meisten Mehrfamilienhäuser und Apartmentblocks haben nur Nummern als Klingel. Das heisst entsprechend, dass auf jeden Fall die Wohnungsnummer in der Adresse enthalten sein muss. Manche Häuser haben auch Namen, so dass dies als Angabe ausreicht. Da die Postleitzahlen oft auf eine einzige Strasse hinweisen, reicht es theoretisch, Hausnummer (plus Wohnung) und die Postleitzahl anzugeben und der Brief kommt an!

Normal

Man könnte jetzt denken, dass so Nachsendeaufträge schwer möglich sind, aber irgendwie schafft die Royal Mail das doch. Theoretisch zumindest, ich habe es noch nicht ausprobiert. Soweit ich das verstanden habe, ist das auch kostenlos und auf unbestimmte Zeit. Die Deutsche Post dagegen verkauft nur sechs- oder zwölfmonatige Weiterleitungen.

Anscheinend ist das den meisten Menschen aber nicht bewusst oder egal, denn ich bekomme regelmäßig Post für meine Vormieter. Ich weiß, dass einer eine Fahrschule hat(te), einer ein Kind, das Impfauffrischungen braucht, dass einer keine Kreditkarte von seiner Bank möchte und dass einer demnächst wieder einen kostenlosen Augenuntersuchungstermin wahrnehmen kann[1].

no junk mail

The Minister of Chance – Trailer zu Episode 4

Über die Hörspielserie mit prominenter Besetzung habe ich schon öfter berichtet und möchte nochmal darauf hinweisen, dass die mit Starbesetzung[1] produzierte Reihe kostenlos herunterzuladen ist (für iTunes und als normale mp3).

Die vierte Folge wird bald veröffentlicht und dazu gibt es einen schicken Trailer:

Folge 5 ist schon fertig aufgenommen, aber es fehlen noch ein paar hundert Dollar zu den $10.000, die für die Postproduktion nötig sind. Wie bei solchen Projekten üblich, kann man verschiedene Pakete kaufen, die u.a. signierte Skripte, T-Shirts oder die Chance auf eine Sprechrolle erhalten. Um den Anreiz weiter zu erhöhen, bekommen Spender früher Zugriff auf die Folge.

Das Timing des Trailers ist sehr gut, denn die Serie ist nominiert bei den BBC Audio Drama Awards 2013 (wo letztes Jahr u.a. David Tennant und Andrew Scott gewannen).

Also einfach mal reinhören und bei Gefallen und Spenderlaune die Sache unterstützen!

  1. Julian Wadham, Jenny Agutter, Jed Brophy, Lauren Crace, Paul Darrow, Philip Glenister, Beth Goddard, Tamsin Greig, Peter Guinness, Sylvester McCoy, Paul McGann []