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Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

Rennbericht: National Cross Country Championships in Falkirk

Am vergangenen Sonntag war ich im Matsch spielen! Oder vielleicht nicht spielen, sondern eher plantschen. Es fanden die SCOTTISH NATIONAL XC CHAMPIONSHIPS in Falkirk statt und es war kalt, es schneeregnete in Strömen und gut die Hälfte des Kurses war so matschig, dass man kaum vorwärts kam[1]. Doch der Reihe nach.

Die Veranstaltung im letzten Jahr war angeblich die bis dato matschigste. Nun, dieses Jahr wurde das nochmal überboten. Die leicht geänderte Route sah so aus:

Falkirk Course Map
Die Senior Women laufen 2x die blaue Runde.

Die Damen (Senior Women) durften zweimal die große Runde und damit 8km laufen. Das ist für Cross Country Verhältnisse relativ viel, denn normalerweise sind es 6,4km (= 4 Meilen). Die Herren laufen meistens ein Drittel mehr, d.h. in diesem Fall waren es 12km.

Die Wettervorhersage hatte uns schon auf ein unangenehmes Erlebnis vorbereitet, aber es hat natürlich trotzdem großen Spaß gemacht. Unterm Strich war es eine positive Erfahrung, auch wenn es lange gedauert hat, bis meine Hände wieder auf Normaltemperatur waren.

Hier ein Video der Highlights:

Nach den ersten 30 Sekunden empfehle ich den Sprung zu 3:20 für einen Eindruck, wie man um Kurven rutschen kann. Ab 4:45 bzw. 5:15 gibt es Bilder hin und zurück der geraden Strecke oben links auf der Karte. Ab 5:50 gibt es den Zieleinlauf mit vielen Plantschern.

Blog-Parade Lieblingsserien: Doctor Who

meine DW-DVD-RegaleHeute gibt es zur Abwechslung mal wieder einen Beitrag zu Doctor Who und warum das meine Lieblingsserie ist. Petra rief dazu auf bis heute (jaja) einen Beitrag zu schreiben und gefunden habe ich die Aktion wie so oft über bullion.

Ungewöhnlicherweise hat Petra sogar ein Dokument bereitgestellt, wo jeder seine Serie mit Link zum Beitrag eintragen kann. Oder ist das jetzt so üblich bei Blog-Paraden? Jedenfalls eine gute Idee, denn so hat man alles im Blick. Und wenn ich Nummer 49 bin, ist sowieso alles super.

Falls nun über diese Aktion neue Leser auf meinen Blog kommen, so sei erwähnt, dass ich im UK lebe und deswegen den großen Vorteil habe, die hier vorgestellte (und andere tolle Serien) im Original zu gucken. Meine Lieblingsserie ist eine britische Institution und Begriffe wie TARDIS, Dalek, Police Box etc. gehören zum täglichen Sprachgebrauch, auch wenn jemand die Serie nicht kennt. Wobei das relativ selten vorkommt, denn zumindest ein paar Folgen hat jeder mal gesehen – in den letzten Jahren wahrscheinlich die Christmas Specials am ersten Weihnachtstag.

Ok, nun zum Thema. Als Anstoß gibt Petra ein paar Anregungen worüber man schreiben könnte:

Wie viele Staffeln oder Folgen gibt es, läuft sie noch oder wurde sie schon eingestellt. Auf welchen Kanälen oder online Diensten wird sie ausgestrahlt. Worum geht’s darin? Wieso zur Hölle, hat sie dich so gefesselt, dass du vielleicht sogar deinen Tagesablauf geändert hast, nur um pünktlich vor dem Fernseher zu sitzen?

  • Titel: Doctor Who 1963-1989/1996/2005-heute

Weg mit dem ganzen Zeug: 3 Jahrzehnte Papierkram

Meine Mission möglichst viel Unnötiges Zeug loszuwerden geht in die nächste Runde. Vor einem Monat wurde die App Scannable von Evernote veröffentlicht[1].

Großer Nachteil: nur für iPad und iPhone verfügbar, wie so oft. Ob und wann das für Android kommt, weiß ich nicht. Aber da ich im Oktober ein iPad gewonnen habe, erübrigt sich die Frage zum Glück[2] und ich habe letztes Wochenende angefangen meinen ganzen angesammelten Papierkram zu scannen.

Scannable Screenshot
Scannable aufnahmebereit

Scannable Screenshot
Scannable laedt die gescannten Dokumente zu Evernote hoch


Das Tolle an der App ist, dass sie das Dokument (fast immer) automatisch erkennt, zuschneidet, die Schrift erkennt und bei Bedarf dreht. Das erlaubt leichtes (!) Wackeln bei der Aufnahme, da die Schrifterkennung das korrigieren kann. Der Standardanwendungsfall sieht vor, dass das Gescannte zu einem Notebook bei Evernote hochgeladen wird, aber es kann auch auf dem Gerät gespeichert oder per Mail versendet werden. Dieser Vorgang ist ungemein praktisch und bietet eine Lösung für all die Schnipsel, die man aufgehoben hat, weil man sie möglicherweise noch mal braucht, all das sentimentale Zeug aus der Kindheit und all die offiziellen und freundschaftlichen Briefe, die man als Komplettist aufgehoben hat.

Burns Supper (sort of)

Heute ist Burns Night und vor acht Jahren wollte ich diese nochmal unbedingt in Schottland erleben. Nun, manche Wünsche gehen in Erfüllung… Und das Gericht ist auch fast echt, wenn man vom vegetarischen Haggis mal absieht:

Zutaten
Haggis, Neeps and Tatties

Wer sich über die Beschriftung swede wundert und anmerken möchte, dass das kein turnip ist, dem sei gesagt, dass das die Kurzform von swedish turnip ist (Steckrübe). Immerhin ist das Ding 100% schottisch! Die Zutaten beim echten Haggis kann man Ausländern (insbesondere Amis) damit schmackhaft machen, dass man sie als “it’s just offal” [=awful] beschreibt. Schmeckt aber sehr lecker und der vegetarische riecht zumindest genauso.

Geschält und geschnitten
Peeled and “cubed”, ready to be boiled

Offiziell müssen Kartoffeln und Rüben getrennt gekocht werden, aber das war mir zu aufwändig. Den Haggis kann im Ofen machen (70 Minuten – nein danke) oder in die Mikrowelle schieben.

Der fertige Haggis
Nach 10 Minuten Wellenbeschuss sieht es vegetarisch so aus.

Wie man im Bild oben sieht, könnte man den vegetarischen Haggis nicht als look-a-like verkaufen, da er wesentlich heller und grobkörniger ist. Schmeckt aber natürlich auch sehr lecker.

Fertiges Burns Supper
Das mashing geschieht hier on-the-fly.

Natürlich darf das berühmte Address to a Haggis nicht fehlen. Also stimmt alle gemeinsam mit an:

Address to a Haggis Address to a Haggis Translation

Aus Alt mach Neu: Kopfkissenbezug zu Hülle für iPad & kindle

Ein Fehlkauf beim schwedischen Möbelhaus hat mich beinahe dazu gebracht, die zu kleinen Kopfkissenbezüge als Putzlappen o.Ä. zu verbrauchen. Doch dann hatte ich die Idee, diese umzunähen und einer neuen, langlebigeren Bestimmung zuzuführen. Das Ergebnis gewinnt keinen Schönheitswettbewerb, aber nun endlich sind iPad und kindle beim Transport gut geschützt.

Wer vielleicht vor einem ähnlichen Problem steht, dem sei hiermit die Inspiration geliefert, es auch einmal selbst zu versuchen. Man benötigt:

  • Kissenbezug mit genug Stoff zum Umnähen (40×80 reicht für Tablet und e-Book-Reader)
  • Nähmaschine (oder Nadel und Faden, aber das ist anstrengender)
  • Kreide o.Ä. zum Anzeichnen
  • Druckknöpfe (optional)
  • Werkzeug für Druckknopf-Anbringung (Zange, Hammer etc)

Zuerst die Geräte anlegen und sich überlegen, wie der Stoff aufgeteilt werden soll. In meinem Fall sollte das Kissen längs umgeschlagen werden, so dass auch noch genug übrig bleibt, um Knöpfe zum Verschließen anzubringen.

Abmessen mit Tablet
Beim Abmessen etwa jeweils 2cm Rand lassen.

Nach dem Abmessen das Kissen zerschneiden. Ich habe es der Länge nach geteilt und etwas mehr als die Hälfte für das iPad genommen, da der kindle etwas kleiner ist.

abgenähte Schnittkante
Schnittkante abnähen.

Dann folgt der entscheidende Schritt, wo die Tasche in der richtigen Größe genäht wird.

Angemalter Stoff
Das Gerät anlegen und anzeichnen, wie viel Platz man mindestens benötigt.

Wenn das Gerät nach dem Umdrehen in die Tasche passt, sind wir fast fertig.

genähte Tasche
Umgedreht und Ecken ausgebeult.

Optional können noch Druckknöpfe zum Verschließen angebracht werden.

Liebster Award 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende und bevor ich mich (wahrscheinlich) von hier aus für dieses Jahr abmelde, gibt es noch ein Stöckchen abzuarbeiten. Das kommt in diesem Fall in Form eines Awards und Beety vom Knarzwerk hat mir den verliehen. Besten Dank dafür!

Liebster-Blog-Award

Als Teil des Awards habe ich elf Fragen zu beantworten:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
    Das ist nun exakt neun Jahre her, dass ich beschlossen habe, auch ins Internet zu schreiben, nachdem ich schon einige Jahre Blogs gelesen hatte. Es ging anfangs schleppend voran mit wenigen Beiträgen und noch weniger Kommentaren, da ich das mit der Vernetzung nicht so ganz hinbekommen habe. Das lag wohl daran, dass ich als Leser hauptsächlich nach Amerika geschaut habe.
  2. Worüber würdest du nie auf deinem Blog schreiben?
    Einige Sachen, die ich jetzt nenne, könnte man je nach Definition doch in meinem Blog finden, aber ich würde nie allzu Privates und Kleinkram posten. Als Erklärung muss herhalten, dass sich meine Meinung was “bloggenswert” ist in den neun Jahren etwas geändert hat.
  3. Hast du durch dein Blog schon besondere Dinge erlebt, die ohne es vermutlich nie passiert wären?
    Klar, ich habe nette Leute kennengelernt, Promo-CDs und Test-Geräte bekommen. Neben den postalischen, seltenen Aufmerksamkeiten habe ich hauptsächlich meinen Horizon stark erweitert.

Eine Woche voller Läufe = ein Mini-Streak

Diese Woche habe ich es geschafft, jeden Tag laufen zu gehen, was man einen streak (Ader, Spur) nennt. Ron Hill feiert im Dezember das goldene Jubiläum, aber auch er hat an einem Tag mal angefangen. Jedenfalls ist das eine sehr gute Motivation und es ist wirklich nicht so schwer, jeden Tag 3 Meilen bzw. 5 Kilometer zu laufen. Ich habe es evtl. ein bisschen übertrieben, was Konsequenzen hatte, doch fangen wir von vorne an. Das hier war die Trainingswoche für Advent Running, wo aufgerufen wird, dass man vom 1. bis 25. Dezember jeden Tag mindestens 30 Minuten läuft. Wenn alles nach Plan läuft, werde ich den Streak also noch ein bisschen erweitern.

Trainings-Log
Meine Laufwoche laut Strava (Klick für größere Version)

Die gelben Kreise bedeuten Workouts, d.h. da habe ich sowas wie Intervalltraining betrieben. Am Freitag bin ich bewusst langsam getrottet, um meinen Puls unter 140 zu halten. Das habe ich gerade so geschafft, aber bei einer absolut unterirdischen Pace. Gestern war ich mal wieder beim Parkrun und bin schnell, aber nicht volle Anstrengung gelaufen, d.h. 30 Sekunden unter meiner Parkrun-PB und 40 Sekunden unter meiner 5K-PB. Ich hatte nämlich heute ein weiteres Rennen.

Wie im letzten Jahr gab es ein Handicap-Rennen am/zum Cauldstane Slap (Link mit Bildern) in den Pentland Hills. Bei einem Handicap-Rennen startet der langsamste Läufer zuerst und der nächste, der z.B. 2 Minuten schneller eingeschätzt wird, 2 Minuten später usw. Wenn alle Teilnehmer ihre eingeschätzte Zeit laufen, kommen alle gleichzeitig ins Ziel. Ich wurde auf 2 Minuten schneller als letztes Jahr hochgestuft. Mal sehen, ob das geklappt hat!

Rennbericht: St Andrews Uni Tri Team Autumn Duathlon

Öfter mal was Neues und heute habe ich mich in das Abenteuer Duathlon gestürzt und zwar den St Andrews Uni Tri Team Autumn Duathlon. Das war ein wirklich tolles Erlebnis und deswegen gibt es hier einen “kleinen” Bericht dazu. Es lief nicht alles glatt, aber das lag nicht am Neuland, sondern eher an den Umständen.

Wie ich schon im Beitrag zum neuen Fahrrad erwähnte, stand die Verbindung von Laufen und Radfahren (plus evtl. Schwimmen) schon länger auf dem Plan.

Ausgesucht hatte ich mir dieses Rennen, weil die Distanz 5km Laufen + 20km Radfahren + 2.5km Laufen einfach zu bewältigen ist und mir einen guten Einblick bieten sollte. Windböen über 70km/h haben die Sache stark erschwert, aber dafür kann der Duathlon ja nichts. Doch fangen wir von vorne an.

5km Laufen: Das lief soweit ganz gut bis auf den Start, wo mir ein enthusiastischer Armwedler seinen Ellenbogen voll auf die Brust gerammt hat. Das sollte noch Konsequenzen haben. Ich hatte mir vorgenommen ungefähr einen Schnitt von 5min/km zu laufen und das hat auch knapp geklappt.

Laufroute
Zweimal quer durch die Anlagen der Sportfakultät.

Transition 1: Da ich mich gegen Clipschuhe entschieden habe (Laufschuhe ohne Schnellverschluss), musste ich nur meinen Helm aufsetzen, Fahrrad abhängen und damit loslaufen. Man muss den Helm anziehen und verschließen, bevor mand das Rad anfassen darf und erst nach einem bestimmten Punkt aufsteigen. Das hat wunderbar geklappt und ich war ziemlich schnell.

Plan: keine unnötigen physischen Dinge kaufen. Ergebnis: Zweitfahrrad

Anfang des Jahres habe ich beschlossen, nur noch maximal ein unnötiges Ding pro Monat zu kaufen. Das hat mehr oder weniger geklappt (mal abgesehen von DVDs mit John Cusack und Doctor Who), aber Anfang September habe ich nicht nur gegen diese Regel verstoßen, sondern auch überhaupt gegen meine noch vor kurzem fest gehaltene Meinung, dass ein einziges Fahrrad ausreicht.

Hierzulande wird die optimale Anzahl an Fahrrädern gerne mit “n + 1″ angegeben, d.h. man will immer noch eins mehr als gerade im Besitz. Und tatsächlich ist es auch eher unüblich nur ein einziges Exemplar zu besitzen, denn man braucht ja ein schnelles Rennrad, ein billiges für in die Stadt, ein Mountain Bike, ein Brompton, ein Fixie, ein Bastelmodell, usw usw. Mein Rad dagegen ist ein ordentlicher Hybrid, der recht flott unterwegs ist, aber auch zwei volle Packtaschen problemlos trägt. Außerdem sieht es dank der blauen Reifen noch gut aus (Focus Planet TR 3.0 (2012)):

Focus Planet
Fällt an jeder Ampel auf.

Noch vor wenigen Monaten hätte ich es nicht mal in Erwägung gezogen, ein Zweitfahrrad anzuschaffen. Aber wie das so ist, kamen mehrere kleine Dinge zusammen, z.B. erwähnte jemand, wie schön Rennradfahren ist; auf einer Radtour wurde ich am Berg von einer Rennradfahrerin jedes Mal überholt, obwohl ich eigentlich gut berauf bin; Bröckeln des Willens gegenüber “sich auch mal was gönnen können”; Sonderangebote im Saisonschlussverkauf meines Lieblingsradladens; Probefahren und Begeistertsein vom Rennradfahren; mögliches Einsatzgebiet im Duathlon oder Triathlon[1].