Doctor Who für Anfänger: die klassische Serie (Version 2013)

Nach einem Einblick in die aktuelle Serie von Doctor Who geht es nun in die ersten 26 Staffeln. Die sogenannte classic series lief von 1963 bis 1989 und der 50. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit mal in die Vergangenheit zu blicken bzw. sich ausführlicher damit zu beschäftigen.

Die Auswahl ist groß bei sieben Doktoren und 150 Geschichten und es ist sicherlich für jeden etwas dabei! Wie bei meinem Beitrag vor vier Jahren weise ich darauf hin, dass die Folgen besser als ihr Ruf sind, aber wer auf CGI-Effekte hofft, wird bei einem Budget von anfangs £2000 pro Folge[1] derbe enttäuscht werden.

meine DW-DVD-RegaleAndererseits hat das alles seinen Charme und wer sich auf die tollen Geschichten einlässt, der wird belohnt werden. Besonders angetan werden Fans von Theaterproduktionen sein, denn anfangs wurde praktisch live gedreht und kleinere Patzer waren kein Grund für einen neuen Take. Doch auch Doctor Who ging mit der Zeit und es wurde nicht nur Farbe eingeführt, sondern auch so einige neue Tricktechniken ausprobiert, die mal mehr, mal weniger gut funktionierten.

Wie bei der 2005-er Serie gibt es verschiedene Ansätze, sich mit der Serie zu befassen. Was ich hier allerdings nicht empfehlen würde ist das sture chronologische Anschauen, denn das zehrt evtl. an den Nerven und ist eher was für eingefleischte Fans.

Wer dennoch diese Herangehensweise wählen möchte, der sollte die Sechziger überspringen. Von den Schwarzweiß-Folgen existieren fast 100 nicht mehr und es gibt nur Rekonstruktionen. Auch das wieder nur etwas für Hardcore-Fans. Zum Durchgucken startet man am besten mit dem dritten Doktor in der siebten Staffel. Ab da wurde in Farbe gedreht und die Einführung ist sogar als BluRay erhältlich – als einzige Geschichte der klassischen Serie, da wegen eines Streiks komplett auf Film gedreht wurde.

Ich habe mittlerweile fast alle Folgen gesehen und meine DVD-Sammlung (s. Foto rechts) ist soweit komplett. Meine Strategie ist, dass ich mehr oder weniger zufällig von Doktor zu Doktor springe, je nachdem wie es sich thematisch oder nach Lust und Laune ergibt. So bleibt das Interesse frisch und dank geringer Kontinuität leicht machbar.

Beim ersten Einführungsbeitrag habe ich für jeden Doktor zwei Geschichten ausgesucht, die einigermaßen repräsentativ für die jeweilige Regeneration waren. Dieses Vorgehen und die Auswahl ist soweit immer noch aktuell, aber wer den Sprung wagen möchte und sich einige DVDs zulegen, der ist mit einer Handvoll Boxen und Einzel-DVDs am besten beraten:

Auswahl an DW-DVDs
Einsteiger-Empfehlung für die klassische Serie

Wenn dadurch das Interesse geweckt wurde und weitere Empfehlungen gewünscht sind, so verweise ich auf den vorherigen Beitrag. Die DVDs sind mittlerweile zu erschwinglichen Preisen zu haben, z.B. über *hust* meinen Amazon-Store *hust*. Um die Übersicht zu behalten, da einige Geschichten mehrfach erschienen sind (z.B. als Special Editions oder in den Revisitations), habe ich ein Google-Spreadsheet, das Doppelungen erkennen und vermeiden lässt.

Und dann sollte Eurer DVD-Regal in einigen Jahren ähnlich wie meins aussehen. Alle klassischen DVDs haben fantastische Extras mit Audiokommentaren, Produktionsuntertiteln, Dokumentationen und Easter Eggs. Die meisten der ursprünglichen Involvierten sind gerne bereit von ihren Erfahrungen zu berichten. Die DVDs sind davon nur ein kleiner Teil und wer erst einmal in die Welt eingetaucht ist, wird wahrscheinlich bald die Hörspiele entdecken. Oder an Conventions teilnehmen, um die Schauspieler (und Regisseure und Autoren und Daleks) mal live zu sehen:

In den letzten Jahren sind einge der wichtigsten Macher verstorben (Verity Lambert, Barry Letts, Nicholas Courtney, Caroline John, Elisabeth Sladen, Mary Tamm,…), aber sie sind sowohl in den DVD-Extras als auch in den Hörspielen vertreten bzw. sogar in ihrer eigenen Spinoff-Serie.

Mit dieser ernsteren Note entlasse ich Euch in die Welt der klassischen Doktoren und hoffe, dass sich einige von meinen Ausführungen überzeugen lassen. Wie sieht es bei den Lesern aus, die die alten Folgen schon kennen – würdet Ihr dieselben oder ganz andere Geschichten empfehlen?

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  1. Ja, die ersten Folgen 1963-64 kosteten nur so viel. In dem Beitrag ist alles außer den vier Hauptdarstellern und dem Script Editor enthalten, d.h. Autor, Regisseur (?), Gastschauspieler, Setdesign, Kostüme, Makeup, visuelle Effekte, Modelle, etc. []
Dieser Beitrag ist Teil 4 von 4 der Beitragsserie Doctor Who für Anfänger

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

Ein Gedanke zu „Doctor Who für Anfänger: die klassische Serie (Version 2013)“

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