Song des Tages: Grace Petrie – Maggie Thatcher’s Dream

Gestern Abend war ich in Glasgow, um mich von Robin Ince und Josie Long unterhalten zu lassen, was – wie gewollt – in einem heillosen Durcheinander endete. Ja, das musste so sein, denn es war der Auftakt zur Shambles Tour. Unterstützt werden sie dabei von Grace Petrie, die sie bei einem Billy Bragg-Konzert kennengelernt haben. Meine ich, aber die genauen Details sind egal, denn dieser Name ist die entscheidende Referenz.

Grace begann 2010 Protestsongs zu schreiben (oder „protest“ songs wie sie immer mit ihren Fingern betonte), als die Koalition aus Konservativen und Liberalen in Westminster zu regieren begann. Einer der Songs ist Maggie Thatcher’s Dream, dessen Referenzen nicht nur bei aufmerksamem Verfolgen der britischen Politik verstanden werden können. In Glasgow haben die Zeilen jedenfalls große Heiterkeit hervorgerufen:

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Fast genauso gut ist Farewell to Welfare

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Im zweiten Song wird Section 28 erwähnt, das/die während der Thatcher-Zeit in Kraft trat und worin verboten wurde, dass Homosexualität gefördert wird bzw. nichts veröffentlicht werden durfte, was Homosexualität fördert. Robin Ince hatte das Buch Jenny Lives with Eric and Martin dabei, das er in einem Charity-Shop gefunden hatte. Das war damals eines dieser bösen Bücher und wahrscheinlich ein Grund, warum es £20 kostete und nicht die sonst üblichen 50p von gebrauchten Büchern.

Die beiden Songs sind auf jeweils einem Album von Grace Petrie enthalten, die Ihr bei bandcamp anhören könnt und sogar digital oder als CD erwerben: Tell Me a Story (2010), Mark My Words (2011)

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker