Weg mit dem ganzen Zeug: Kleider- und Küchenschrank

Mein Ausmistevorhaben geht gut voran und ich habe in den letzten zwei Wochen so einiges Zeug loswerden können. Der Plan war, dass Kleidung, Schuhe, Geschirr und Küchenhelfer einer genauen Prüfung unterzogen wurden. Oder naja, Plan ist übertrieben, denn das waren die offensichtlichen Bereiche.

Bei der Kleidung habe ich schon in den letzten Jahren ganz, ganz vorsichtig kleine Schritte gemacht. Seit gut einem Jahr kaufe ich keine Band-T-Shirts mehr, obwohl ich bei ca. zwei Dutzend Konzerten war und keine lustigen T-Shirts mehr, d.h. Kaufstopp bei Qwertee, Ript, RedBubble, Spreadshirt und wie sie alle heißen. Ein halbes Dutzend davon habe ich sogar auf eBay verkauft. Der Gewinn war marginal, aber ich habe sie nicht mehr.

Der große Schritt war eine ehrliche Bestandsaufnahme, was tatsächlich gebraucht wird. Die vielen Stücke, die noch gut sind, aber doch nie angezogen werden, sind für mich wertlos. All die schicken Sachen, die mal für eine besondere Gelegenheit gekauft wurden und höchstens dreimal getragen wurden; all die in einer Laune gekauften Dinge, die nicht wirklich zu meinem Stil und Tagesablauf passen. Der entscheidende Gedanke ist, dass das Zeug entweder bei mir ewig ungenutzt im Schrank hängen wird oder dass es die Chance auf ein neues Zuhause bekommen kann, wo es mehr geliebt wird. Nach mehreren Runden des Gedankenanfreundens habe ich einen großen Stapel zusammenbekommen.

Ähnlich ging es mir bei Schuhen, denn die Sammlung an schicken Schuhen in verschiedenen Farben und Varianten sind ihren Platz nicht wert. Ich habe sie bei meinen letzten zwei Jobs am Anfang ein paar Wochen getragen und bin dann – da die Mehrheit der Kollegen es ebenso macht – auf Chucks & Co umgestiegen. Zwei Paar der etwas eleganteren Art habe habe ich behalten, aber mehr brauche ich nicht.

Um das Trio an Taschen für den Oxfam-Shop vollzumachen, habe ich meine Inline Skates inklusiver Schoner-Set eingepackt. Die habe ich ein paar Mal in Greifswald genutzt, aber hier im hügeligen, schlaglöchrigen Edinburgh werde ich das sicher nicht ändern.

Meine Küchenschränke waren etwas einfacher zu handhaben. Einige ach so praktische, aber nie genutzte Utensilien wie die Salatschleuder hat es getroffen. Dann habe ich meine Kaffeetassen einer Prüfung unterzogen. Kein Mensch braucht 26 davon, so habe ich rigoros die Hälfte aussortiert. Dafür habe ich jetzt mehr Platz, um meinen drei Gläsern mehr Gesellschaft zu verschaffen. Und das alte, unvollständige Service musste weg. Das habe ich damals ™ beim Einzug in meine erste Wohnung aus den Verlobungsbeständen meiner Eltern bekommen. Das 70er-Jahre-Design war schon vor 14 Jahren nicht so mein Ding.

Insgesamt hat die Küchenausräumung auch drei dicke Taschen füllen können. Im Shop waren sie ganz begeistert von den Mengen, vor allem weil ich ordentlich Tags dran gepappt habe. Ob die Begeisterung nach dem Auspacken anhielt, ist eine andere Frage, aber ich bin das Zeug los.

Nachdem ich nun also mehrere Trips zu diversen Charity-Shops hinter mir habe, bleiben mehr Platz und Übersicht und weniger Durcheinander und Rumräumerei. Bisher habe ich kein Teil vermisst und ich denke auch nicht, dass das passieren wird.

Das war der erste Bereich, doch der nächste folgt sogleich.

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Dieser Beitrag ist Teil 2 von 5 der Beitragsserie Weg mit dem ganzen Zeug

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker