Eine weitere exzellente britische Serie ging vor knapp zwei Wochen zuende, weshalb die fünfte und letzte Folge noch bis heute um Mitternacht im iPlayer zu sehen ist. Da Euch das aber wahrscheinlich sowieso nicht möglich ist, vertröste ich Euch damit, dass es eine zweite Staffel geben wird. Momentan gibt es noch kein DVD-Erscheinungsdatum, aber ich erzähle ich trotzdem was zur Serie nachdem das eigentliche Thema abgehandelt wurde.

Line of Duty: Korruption im Parkhaus?
Der heutige Ausdruck stammt aus der dritten Folge und um nicht zu viel zu verraten, ist das Beispiel knuffig kurz:
MORTON
What’s going on with Kate?
GATES
Ain’t got a scooby.

Line of Duty: DCI Gates ist ratlos
Wie schon die Bildunterschrift verrät, heißt I aint’t/haven’t got a scooby soviel wie Ich hab keine Ahnung. Mit diesem Beispiel betreten wir das minenbehaftete Land des Cockney Rhyming Slang, wo Wörter durch ihre reimenden Vertreter ersetzt werden. Bekanntestes Beispiel ist wahrscheinlich Apples and Pears, das für Stairs steht. Unser Beispiel Scooby ist ein Fall wo das zweite Wort weggelassen wird und man zwei Schritte zurückgehen muss, in dem Fall zu Scooby Doo und dann zu clue, d.h. Hinweis, Anhaltspunkt. Einfach, oder?
Nun zur Serie. Line of Duty ist ein Polizeidrama mit der Besonderheit, dass es hinter die Kulissen der unbeliebten Antikorruptionsabteilung geht. Einer der Hauptcharaktere ist Steve Arnott, gespielt von Martin Compston, den einige vielleicht aus Sweet Sixteen kennen. Zweite im Bunde ist Kate Fleming, die in der fraglichien Abteilung arbeitet (gespielt von Vicky McClure, die mit This Is England ebenfalls Teen-Social-Drama-Erfahrung hat). Das Objekt der Investigation ist Tony Gates, der Superbulle der städtischen Polizei. Den zugehörigen Schauspieler Lenni James kann man vielleicht aus The Walking Dead oder Hung kennen. Abgerundet wird der Cast mit vielen weiteren Hochkarätern, wie man das von der BBC gewohnt ist.
Es gibt einige clevere Wendungen, aber das Thema ist ungewöhnlich genug als dass wir diese groß benötigen würden. Es fängt damit an, dass Arnott eine Entscheidung trifft die zum Tod eines Unschuldigen führt. Da er bei der Verhandlung zu den Tatsachen steht, statt seine Kollegen zu schützen, wird er für die Antikorruptionseinheit rekrutiert. Das Objekt der Begierde ist hoch dekoriert und es ist nicht klar, ob er tatsächlich Dreck am Stecken hat.
Das Ende fand ich ein bisschen zu feige und ich bin gespannt wie und ob das in der zweiten Staffel behandelt wird. Wer die Serie gesehen hat, kann ja seine Meinung dazu kundtun.
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