Vorgestern war es endlich soweit, dass ich nach zwei Monaten erneut Young Rebel Set gesehen habe (nach Rock am See im August). Und es hat sich natürlich gelohnt!
Vor dem Kula bildete sich eine Schlange und schon vor Beginn war der Stehbereich gut gefüllt, was auf gute Stimmung hoffenn ließ.
Vorband war Torpus aus Hamburg, die musikalisch und zahlenmäßig ähnlich aufspielten. Neben zahlreichen Instrumenten(wechseln) mit Gitarren, Ukulelen, Orgel und Trompete gab es auch einge interessante Details zu hören, z.B. dass alkoholisch schwer mit den Engländern mitzuhalten ist und dass sie noch eine Übernachtungsmöglichkeit suchten (wie ich später hörte, hat es wahrscheinlich geklappt!). Hier die Hälfte der Band:

Der Hauptact baute zwischendurch selber auf – unbehelligt vom Publikum. Dann wurde es dunkel und der Spaß konnte beginnen. Sänger Matty konnte man aufgrund des mitscheppernden Schlagzeugs schwer verstehen, aber meinem Eindruck nach war er sowieso schon angetrunken und lallte ein bisschen. Die sechs Bandmitglieder waren allesamt recht gut gelaunt und hüpften zwischendruch mal wild durcheinander. Nach 15 Songs und (leider nur) zwei Zugaben war Schluss. Zwischendurch haben sie auch zwei neue Songs gespielt und nach Reaktionen gefragt. Der Unterschied zu den anderen Songs war groß, denn es konnte natürlich keiner mitsingen. Hier ein paar visuelle Eindrücke, angefangen mit einem raren kompletten, Lineup:



Alle Bilder des Abends gibt es bei flicker zu bewundern.
Zum guten Schluss noch die Setlist (abgetippt von der papiernen Version, die ich mir natürlich geschnappt habe):





[Symbolbild mit Büchern, DVDs und CDs - im Regal ist alles in zwei Reihen angeordnet] Im letzten Jahr bin ich nach zehn Jahren (mit Unterbrechung) von meinem Studienort weggezogen und in der Zeit habe ich Umnengen Zeug gekauft. Aus einem Buchladen oder “Elektronikfachmarkt” bin ich selten ohne einen Stapel Beute herausgekommen und meinen Amazonkaufrausch habe ich irgendwann gezwungenermaßen auf eine Bestellung pro Woche reduziert. Das Gute ist, dass ich alles auch jeweils konsumiert habe, d.h. es gab keine ungelesenen, ungehörten, ungeschauten Medien. Naja, die eine oder andere Ausnahme gibt es, aber irgendwie ließ sich das doch alles bewältigen.
Ein Album, das thematisch wie stimmungstechnisch nach unerträglicher Hitze, gleißender Sonne und zermürbender Trockenheit klingt, hört man am besten bei Temperaturen knapp über Null, während man im Dunkeln durch den Nebel radelt. Oder so ähnlich.