Archiv für den Monat: September 2011

EP von Spring Offensive als kostenloser Download

Hätte ich meinen Urlaub ein bisschen günstiger geplant, wäre ich nicht letzte Woche, sondern diesen Freitag in Oxford gewesen und könnte die famosen Spring Offensive live sehen. Da es außerdem nicht geklappt hat, dass sie den tiefsten Süden auf ihrer Deutschlandtour besuchen, muss ich auf dieses Erlebnis noch weiter warten.

Spring Offensive

Der eine oder andere von Euch wird da mehr Glück haben, denn sie kommen im Oktober vielleicht in die Nähe:

Oct 14: Berlin, White Trash/ The Diamond Lounge (Death By Pop)
Oct 15: Hamburg, Molotow
Oct 16: Köln, Aetherblissement
Oct 17: Siegen, Vortex
Oct 18: Mainz, Schon Schön,
Oct 19: Frankfurt, I.V.I
Oct 20: Oberhausen , Druckluft
Oct 23: ‘SECRET SHOW’ in der Nähe von Kassel – email niklas(at)elias-booking.de für Info…
Oct 24: Heidelberg, Häll
Oct 25: München, Kranhalle/Feierwerk
Oct 26: Bern, Piazza
Oct 27: Luzern, Treibhaus
Oct 28: Basel, Kuppel

Um einzuschätzen, ob das was für Euch wäre, könnt Ihr eine EP mit vier wunderbaren Songs hier herunterladen (mit links auf den Link klicken und Speicherort wählen). Natürlich ist auch mein Favorit A Stutter and a Start dabei, das im April ein One-Shot-Video spendiert bekam:

Also, auf keinen Fall entgehen lassen!

Song des Tages: The Wombats – 1996

Im Jahr 1996 war ich auf meinem ersten (richtigen) Konzert und freute mich darüber, dass ich durch einen Umzug von Baden-Württemberg nach Rheinland-Pfalz der erstmals eingeführten zentralen Klassenarbeit entging.

Die Wombats singen darüber, dass sie damals viel Zuckerhaltiges aßen und noch viel wachsen wollten. Was das alles mit Wasser und Taucheranzügen zu tun hat, bleibt dem Zuschauer überlassen herauszufinden. Jedenfalls gibt es zum gleichnamigen Song jetzt ein Video, wie sie soeben verkündet haben.

Kommt live auch sehr gut – weitere Bilder dazu folgen!

Wombats live in Cambridge Corn Exchange

Konnas 52 Songs #9: Luftgitarre // #10: Wut

Konnas Projekt 52 SongsHier geht es langsam zurück zum Tagesbetrieb mit einem Beitrag zum Projekt 52 Songs von Konna[1]. Gefordert waren neulich Songs zu den Themen Luftgitarre und Wut (letzteres von Meike vorgeschlagen).

Es böte sich an, diese beiden Themen zu verbinden, doch außer You Oughta Know ist mir überraschender- und beschämenderweise nichts eingefallen. Deswegen gibt es hier zwei Videos. Bzw. deswegen gibt es sogar zwei Videos!

Einmal die Gitarren anstöpseln und losdreschen bitte:

Einmal kalte, unterdrückte Wut bitte:

Warum ich diesen Song ausgewählt habe, zeigt der Text, der wirklich beleidigend und verletzend ist. Als wenn der Schreiber beim Verfassen in Wut gewesen war. Ergibt das Sinn?!

  1. Für Uneingeweihte: Ähnlich wie beim Foto-Projekt 52 wird jede Woche ein Thema vorgegeben, zu dem die Teilnehmer einen Song vorstellen. Mehr dazu auf der Projektseite. []

Viel Landschaft auf die angenehme Tour: Urlaub mit dem Fahrrad

Neben Musik und Kultur interessiert mich ebenso die englische Landschaft, die sowohl als Abwechslung dient als auch als Fotomotiv. Der Nachteil ist, dass man nicht wie in einer kompakten Stadt alles zu Fuß erledigen kann. Da bietet sich als Alternative das Fahrrad an, mit dem man bequem größere Strecken zurücklegen kann und nebenbei noch den Blick genießen[1].

Vor zwei Jahren war ich im Peak District unterwegs und habe dort eine Drei-Tages-Tour gemacht. Das hat super geklappt und kann ich nur empfehlen (z.B. die High Peak Highlights von Peak Tours). Dabei wird das Fahrrad und Kartenmaterial gestellt und das Gepäck vom Veranstalter von Ort zu Ort transportiert. Je nach Budget bucht man eine Tour mit Herbergsunterkunft oder Bed & Breakfasts. Ich hatte das Glück, dass Steve Coackley mir trotz der gebuchten Hostel-Variante jeweils ein B&B spendiert hat. Und auch den Aufpreis für Einzelreisende musste ich nicht zahlen! Falls Ihr also mit dem Gedanken spielt, eine Rad- und/oder Wandertour im Peak District zu unternehmen, schaut bei Peak Tours vorbei.

Causeway House, Castleton

Dieses Jahr wollte ich etwas Ähnliches buchen in den Cotswolds. Leider war mir das zu teuer, denn als Einzelreisende hätte ich das Anderthalbfache vom normalen Preis gezahlt. So werde ich mich selber in der Jugendherberge einquartieren und ein Rad mieten. Laut Webseite bekommt man auch Empfehlungen und Kartenmaterial für eigene Touren. Das sollte also bestens klappen, solange das Wetter mitspielt.

Shakespeare und die englische Sprache

Nach dem musikalischen Auftakt meines Englandurlaubs steht zwischendurch auch mal Kultur auf dem Programm. Wenn ich schon in der Gegend bin, dann darf Stratford-Upon-Avon, der Geburtsort und lange Zeit Wirkungsstätte von Shakespeare nicht fehlen.

Über den Mann selber weiß man erstaunlich wenig und es gibt sogar das hartnäckige Gerücht, er habe überhaupt nicht existiert. Soweit ich das mitbekommen habe, kochte vor kurzem in England die Diskussion wieder hoch, weil es eine Dokumentation zum Thema gab. Auch die mediale Aufmerksamkeit seines “Konkurrenten” Christopher Marlowe steht aktuell wieder im Rampenlicht. Zum Thema habe ich vor Jahren mal einen längeren Beitrag in einem Buch über Verschwörungstheorien gelesen und es kam natürlich raus, nix Genaues weiß man nicht und es könnte so oder so gewesen sein [1]. Wer der Sache ernsthafter und mit Humor begegnen möchte, dem empfehle ich Shakespeare von Bill Bryson [Partnerlink], der u.a. darauf eingeht.

Viel wichtiger ist jedoch, was die Werke der englischen Sprache bedeuten. Laut Bryson finden sich darin Grundlagen für etwa 10% der im Oxford Dictionary of Quotations berühmten Zitate. Viele Ausdrücke und Wörter weiß man als Laie und Ausländer nicht auf den Ursprung zurückzuführen. Und wer liest schon alle Stücke im Original? Wer sich mit Bryson dem Thema Sprache nähern möchte, der sollte Mother Tongue [Partnerlink] lesen, wo Shakespeare immerhin zwölf Einträge im Index beanspruchen kann. In meinen Englisch-Lern-Beiträgen tauchte der alte Bill auch schon häufiger auf. Weitere interessante Beispiele findet man im Blog Separated by a Common Language

Konzertmonat September

Als ich meinen Urlaub plante, habe ich lange warten müssen auf mögliche Konzerte. Noch vor zwei Monaten sah es ziemlich mau aus. Doch es haben sich durch Zufall, Glück, Suchen und Herbsttouren trotzdem ganze fünf Konzerte ergeben – mehr als in meinen Urlauben zuvor! Wenn man eine mir bisher unbekannte Band abzieht, kommen wir auf die “gewohnten” vier. Folgendes habe ich also geplant bzw. schon hinter mir (Klick aufs Bild führt zu meiner Last.fm-Event-Seite):

Konzerte im Urlaub

Die Band Big Deal kannte ich bisher nicht und bin über den Gig-Guide darauf gestoßen. Die klingen aber ganz gut und deswegen sehe/höre ich mir das mal an. Hier ein Eindruck:

Talk by Big Deal

Lange Zeit waren Dry the River meine einzige Hoffnung. Aber natürlich eine berechtigte, die z.B. von den WhiteTapes immer weiter genährt wurde (u.a. durch ein Akustikboottourkonzert in Amsterdam). Die Konzerte sind fast alle bereits ausverkauft und auch beim Reading and Leeds Festival haben sie Eindruck gemacht:

Das neue Album von Emmy the Great habe ich zu einem winzigen Teil mitfinanziert und ich wollte sie unbedingt sehen. So unbedingt, dass ich eine zusätzliche Übernachtung eingeplant habe, um das zu verwirklichen. Das muss sich einfach lohnen!

Eine zusammengewürfelte Kombination gibt es für The Lobster Boat = David Tattersall & Franic Rozycki (The Wave Pictures) + Howard Hughes & Billy Jet Pilot (Coming Soon) + Jean Thevenin. Ein ungewöhnliches Album und Event. Deswegen gibt es das in ganzer Länge:

Konzert: The Wave Pictures im räng teng teng, Freiburg am 9.09.2011

Mit “Eigentlich ist schon ausverkauft!” wurde ich begrüßt nach einer dreistündigen Anfahrt am Freitag Abend in Freiburg. Doch das Tragen eines Band-T-Shirts und ein verzweifeltes “Ich bin extra aus Konstanz gekommen!” ließen mich doch noch rein. Puh, Glück gehabt!

Für welche Band habe ich das auf mich genommen? Natürlich die Wave Pictures, die ich vor drei Jahren schon mal in Manchester gesehen habe. Damals waren sie Vorband und spielten nur neun Songs. Diesmal traten sie alleine auf, spielten fantastische 23 Songs und haben eine unglaubliche Stimmung gemacht. Es war ziemlich heiß und sowohl Band als auch Publikum waren praktisch schon vor Beginn durchgeschwitzt.

Die Band war wirklich super drauf, jammte teilweise lange rum und war am Ende total fertig. Drummer Jonny musste gegen Ende mal einen Song aussetzen. Mein T-Shirt wurde mit einem Grinsen bedacht und am Merchandisestand meinte Bassist Franic, das zeige “some serious dedication”. Sind die drei aber auch wert!

Highlights (unter den Highlights) waren Strawberry Cables, wo David à capella gesungen hat, Jonnys You’re the Best (Songtitel wahrscheinlich nicht korrekt) und das finale Come on Daniel. Hier ein paar Eindrücke (mehr bei flickr):

The Wave Pictures Konzert 9. September Freiburg
The Wave Pictures Konzert 9. September Freiburg
The Wave Pictures Konzert 9. September Freiburg

Die Setlist habe ich aus dem Gedächtnis aufgeschrieben, soweit wie möglich. Aber bei über einem Dutzend Alben und unzähligen Singles und neuen Songs, ist das relativ schwierig. Wer beim Konzert war und helfen kann, die Lücken zu füllen, ist dazu herzlich eingeladen!

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 53

projekthoersturzDa es heute mal wieder ziemlich heiß und schwül ist, gibt es die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] wieder kurz vor knapp – vorher habe ich mich einfach nicht aufraffen können. Und evtl. auch weil ich meine Tasche für den Urlaub gepackt habe. Aber das ist eine andere Geschichte. Hier soll es jetzt um Musik gehen.

  1. The Low Anthem – Hey, All You Hippies! (von Gondorff)
    Vor zwei Jahren noch hatten die Amis mein fünfliebstes Album des Jahres veröffentlicht, aber irgendwie ist das diesjährige an mir vorbeigerauscht. Muss ich mal nachholen – dank Spotify ganz einfach. Jedenfalls kommt hier Siebziger-Südstaaten-Feeling auf. So ein bisschen Elvis meets Eric (Clapton). Weniger Hall hätte es auch getan, aber soweit bin ich erstmal am Album interessiert.
    Punkte: 4 von 5
  2. Serj Tankian – Empty Walls (von cimddwc)
    Wir lösen die Handbremse und das Dreschtempo wird merklich gesteigert. Natürlich muss bei solchen Songs für die Strophe wieder gebremst und während des Refrains angezogen werden, weil sonst einerseits die Wirkung beeinträchtigt wird und andererseits der Hörer nicht weiß, wo er mitsingen soll.
    Punkte: 2,5 von 5
  3. Medications – Surprise! (von Kristin)
    Einerseits mag ich es nicht, wenn Leute die Kombi einer-/andererseits falsch verwenden, andererseits tue ich es selber auch mal gerne, weil man ja weiß wie’s gemeint ist. Beim vorliegenden Song weiß ich es nicht, weil ich außer einer Aufwärm-Drum-Gitarren-Übung noch nichts vernommen habe. Ah, die Stimme wird auch noch geölt.
    Punkte: 2,5 von 5

Projekt CoPilot: August 2011 (Season 1, Episode 1)

Der Projektstart von CoPilot war eher mau, denn bis auf Veranstalter Freddi hat meines Wissens keiner seine Bewertungen eingereicht. Schade, denn die Idee, jeden Monat drei Serien zu begutachten ist toll. Aber eben aufwändig. Dabei habe ich mitbekommen, dass andere die 3×3 Folgen tatsächlich gesehen haben (dank Miso). Auch ich bin natürlich zu spät dran, denn eigentlich hätte dieser Beitrag vor über einer Woche erscheinen sollen. Aber besser spät als nie! Und es geht auch gleich los:

Alphas (von Jan)

Die Idee, dass manche Menschen übersinnliche Fähigkeiten haben und das entweder zum Guten oder Bösen nutzen können, ist höchst interessant und gab es so noch nie niemals in Film und Fernsehen! Kleiner Scherz, denn Alphas leidet sehr unter Klischees, d.h. Figuen, Handlungsstränge und Dialoge waten teilweise tief im schon-mal-gesehen-Sumpf.

Abgesehen davon, wurde ich schon nach acht Minuten von folgender falscher Definition überrascht:

Alphas - Synästhesie

Die gute Rachel kann unglaublich gut Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Sie ist sozusagen hypersensitiv. Aber sie hört nicht Formen, sie schmeckt keine Farben und alles was sonst noch in die Definition von Synästhesie fällt.

Sowas beeinflusst mein Gefühl (haha) einer Serie erheblich, denn ich achte vermehrt auf Unstimmingkeiten und mein Grundton ist angespannter. Abgesehen davon hatte ich nach drei Folgen nicht wirklich das Gefühl, dass hier Neues ausgebreitet und/oder Bekanntes frisch aufbereitet wird.

Fazit: wird definitiv nicht weiter geguckt

Black Books (von beetFreeQ)

Hach ja, das genaue Gegenteil. Und auch noch Dylan Moran. Mjam. Mehr dazu in meiner Serienkritik und natürlich in diesem Zusammenschnitt. Nuff said, watch!