Archiv für den Monat: Juli 2011

Knapp daneben ist auch vorbei: Konzerte, zu denen ich NICHT gehen werde

Im September werde ich zum dritten Mal England unsicher machen und zwei Wochen durch die Gegend reisen. Diesmal habe ich mir die “Mitte” ausgesucht, d.h. es geht von Cambridge über Nottingham und Stratford/Cotswolds nach Oxford. Wie zuvor habe ich bei dieser Gelegenheit Ausschau nach tollen Konzerten gehalten. Die Suche gestaltet sich jedoch bisher sehr frustierend, denn jedes Mal verpasse ich ganz knapp ein tolles Konzert. Eine kleine Auswahl:

Kaiser Chiefs – 11. September – Leeds

Für eine meiner Lieblingsbands würde ich auch einen großen Umweg in den Norden machen, aber leider spielen sie in ihrer Heimatstadt einen Tag bevor ich fliege.

Slow Club – 12. September – Nottingham

Die beiden haben ich vor zwei Jahren schon mal gesehen und es war super. Dieses Konzert würde ich mit Biegen und Brechen besuchen können, aber das würde eine stundenlange Zugfahrt direkt nach dem Flug und ein Ankommen kurz vor knapp (mit Gepäck!) bedeuten. Deswegen lassen wir das lieber.

Emmy the Great – 18. September – Nottingham

Auch dieses Konzert könnte ich theoretisch besuchen, aber logistisch ergibt das keinen Sinn. Am Tag vorher und nachher habe ich Termine weiter im Süden und da keine Züge so spät mehr fahren, müsste ich in Nottingham übernachten.

The Wombats – 22. September – Nottingham // 24. September Cambridge

Konnas 52 Songs #2: Regen

Konnas Projekt 52 SongsDas Projekt 52 Songs von Konna[1] schlug richtig derbe ein mit sehr vielen Teilnehmern. Wunderbarerweise wird die zweite Runde mit einem Vorschlag von mir begangen und da muss ich natürlich wieder pünktlich einen Song beisteuern.

Beinm Thema Regen hatte ich schon beim Vorschlagen den entsprechenden Song im Kopf. Der Titel ist offensichtlich, aber nicht die Assoziation dahinter. Auf Rain von den Beatles bin ich durch 31 Songs von Nick Hornby[2] so richtig aufmerksam geworden.

Ja, Ihr Lieben, das ist so ziemlich das erste Musikvideo der Popgeschichte!

Jedenfalls war der Song nur auf dem Rarities-Album verfügbar (bzw. als B-Seite von Paperback Writer) und deswegen wahrscheinlich nicht auf jedermanns Radar. In meiner kompletten von LP auf Kassette überspielten Sammlung fand er sich natürlich trotzdem. Ich fand den Song lange etwas zu dangelig-experimentell, aber gerade solche Songs wachsen einem mit der Zeit ans Herz. In diesem Sinne empfehle ich wiederholten Hörgenuss! Und natürlich als Untermalung zu dem wunderbaren Buch.

  1. Für Uneingeweihte: Ähnlich wie beim Foto-Projekt 52 wird jede Woche ein Thema vorgegeben, zu dem die Teilnehmer einen Song vorstellen. Mehr dazu auf der Projektseite. []
  2. Das ist ein Amazon-Partnerlink, d.h. ein Kauf über diesen Link bringt mir eine kleine Provision. Der Preis bleibt für Dich natürlich gleich. []

Blick über den Tellerrand vom 12. July 2011

Blogparade: World of Music (10. July 2011)

Schreibt einen Beitrag auf euren Blogs, in dem ihr euch mit Musik aus anderen Ländern als den USA, Deutschland oder UK befasst. Zeigt euren Lesern, welche tolle Musik es auch in anderen Ländern gibt! Dabei ist es egal, ob ihr euch ein einzelnes Land vorknöpft oder mehrere begutachtet, ob ihr euch auf einzelne Künstler spezialisiert oder eine ganze Reihe von Bands nennt! Ziel ist es eben, die Ohren für Musik aus anderen Ländern zu öffnen, die man eben nicht alltäglich zu hören bekommt.

WordPress 3.2: Arial im Backend ersetzen (6. July 2011)

Wie auch immer gibt es bei der Lösung des Problems mehrere Lösungen. Als erstes könntest in der global.css die Anpassungen vornehmen, was aber nicht wirklich praktikabel ist, weil deine Änderungen beim nächsten Update futsch wären. Auf WordPress-Buch.de hat mich ein Kommentator auf zwei Lösungen aufmerksam gemacht: einem Plugin und einem Browserscript.

Wie die Lytro Kamera funktionieren könnte (4. July 2011)

Anfang letzter Woche ging ein kleines Raunen durch die Fotowelt, als Lytro eine Kamera ankündigte, die das nachträgliche Fokussieren via Software erlaubt. Für Gelegenheitsknipser wäre das eine kleine Revolution: nie wieder unscharfe Fotos, einfach das Motiv ablichten und im Nachhinein festlegen, wie das Bild aussehen soll. Ein erstes Modell ist noch für dieses Jahr angekündigt, auf der Website dazu gab es ein paar nette Demos, wie das Ganze auf dem Papier (haha!) funktionieren könnte.

Fotobounce: Flickr- und Facebook-Download eurer Fotos (4. July 2011)

Erste Bilder mit der Dacora Dignette

Überlebt eine Kamera 48 Jahre unbeschadet und macht immer noch brauchbare Bilder? Die Spannung war groß, denn aufgrund einer wackeligen Kurbel riss auch der zweite Film. Den ersten konnte ich verschmerzen, denn der war schon drin in meinem Flohmarktfund und nachdem ich die Klappe geöffnet hatte, wohl auch unbrauchbar. Den zweiten habe ich am Montag in der Mittagspause verknipst mit jeweils drei Bildern zu f/8, f/11 und f/16 (1/125 Belichtungszeit). Da ich dusseligerweise die Entfernung nicht geändert habe (am Sonntag habe ich es penibel bei jedem Bild eingestellt), ist immer nur das kleinstblendigste überhaupt brauchbar gewesen. Hier ein kleiner Eindruck (in größer bei flickr):

Testbilder mit Dacora DignetteTestbilder mit Dacora DignetteTestbilder mit Dacora DignetteTestbilder mit Dacora DignetteTestbilder mit Dacora DignetteTestbilder mit Dacora Dignette

Beim ersten Bild sieht man, dass der Film gerissen ist und beim letzten ist auch irgendwas schief gegangen. Aber das macht ja den Charme dieser analogen Bilder aus, oder? Naja, es geht auch besser und das ist erst der Anfang. Beim nächsten Mal werde kann ich besser die Belichtung einschätzen und hoffentlich an die Entfernungseinstellung denken.

Der Film in der Agfa Optima 535 ist noch nicht voll. Da musste ich auch erst noch eine (extrem teure) Batterie kaufen, damit der Belichtungsmesser funktioniert – 1976 war man eben schon einen Schritt weiter…

Was meint Ihr?

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 49

projekthoersturzRein numerisch sollte die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] meine Lieblingsrunde werden. Mal sehen, ob wir den Schnitt von 3,3 der letzten Runde (unplugged) noch toppen können.

  1. Dire Straits – Sultans of Swing (von Tenza)
    Gnah, theoretisch ein toller Song, doch erstens ist die latente Souligkeit nicht mein Ding und zweitens geht einem wirklich jeder Song nach 23958734563947x Hören gehörig auf die Nerven.
    Punkte: 1,5 von 5
  2. The Jai-Alai Savant – Arcane Theories (von Kristin)
    Extra Punkte für den knuffigen Namen und für die plussige Seite des Songs. Inhaltlich haben wir es mit einem Sum 41-Weezer-Offspring-Soundalike zu tun. Muss ja nicht schlecht sein, aber irgendwie springt der Funke nicht über.
    Punkte: 3 von 5
  3. Burlap to Cashmere – Build a Wall (von maloney8032)
    Wir gehen auf Reisen und mauern uns ein. Oder so ähnlich. Musikalisch macht das ordentlich was her und dafür ignoriere ich auch die scheppernde Qualität.
    Punkte: 4 von 5
  4. The Cast Of Cheers – Derp (von beetFreeQ)
    Das Albumcover verheißt nichts Gutes, aber es springen dann doch keine Barbarellas mit radioaktiv verseuchten Monden um die Ecke. Allerdings könnte da vielleicht mal eine der grünbehosten Damen dem verhalten schreienden Sänger ein bisschen Dampf machen, damit das nicht wie eine Gitarrenfingerübung, sondern wie ein echter Song klingt.
    Punkte: 2,5 von 5
  5. Paul and Fritz Kalkbrenner – Sky And Sand (von Mars)
    Es ploppt wiederholt und immer und immer wieder und ich bin weg vom (Video-)Fenster. Die Fähigkeit, Autotune und ein programmierbares Keyboard zu bedienen, sollte nicht als Qualifikation zum Veröffentlichen gelten.
    Punkte: 0 von 5

Stöckchen: Bin ich bibliophil

Die Frage ist eigentlich rhetorisch, aber man dem auch semi-wissenschaftlich auf den Grund gehen. Denis/gorgmorg hat eine Frageliste in der Unfugfabrik entdeckt und beantwortet. Jenny bittet nicht nur um Teilnahme, sondern auch um Feedback und das gibt es natürlich ebenfalls. Auf geht’s:

  1. [x] Du gehst nie ohne Buch aus dem Haus.
  2. [x] Dein Bücherregal nimmt den größten Teils deines Zimmers ein.
  3. [x] Du teilst dein Bett mit Büchern.
  4. [x] Du inhalierst den Geruch von Büchern.
  5. [ ] Du streichelst Bücher.
  6. [x] Du kaufst jedes Mal etwas, wenn du in eine Buchhandlung gehst.
  7. [ ] Dein SuB[1] ist dreistellig und tendiert zur Vierstelligkeit.
  8. [ ] Du unterhältst dich mit den Buchcharakteren.
  9. [ ] Du gibst im Monat mehr Geld für Bücher, als für Lebensmittel aus.
  10. [x] Du bereist die Orte, die in deinen Büchern genannt werden.
  11. [x] Du hältst Bücher für eine bessere Altervorsorge, als Aktien etc. .
  12. [ ] Du zeltest am Tag der neuen Bucherscheinung deines Lieblingsautor vor der Buchhandlung deines Vertrauens, um als erste/r ein Exemplar zu ergattern.
  13. [ ] Deine Familie und Freunde wisse nicht mehr, welches Buch sie dir zum Geburtstag schenken sollen, weil du schon alles hast.
  14. [x] Du verbindest mit mindestens ¼ deiner Bücher im Regal ein Ereignis, an das du dich gerne zurück erinnerst.
  15. [x] Bei dem Wort Buch, wirst du sofort aufmerksam.
  16. [ ] Deine Familie und Freunde wissen nicht mehr wie du aussiehst, weil du ständig ein Buch vor der Nase hast.

Linktipp: Projekt Teamw0rk

Ungewöhnliche Ideen muss man unterstützen und erst Recht, wenn sie von jungen, intelligenten, kreativen, frischen Menschen stammt. Da die beiden Ideenfinder ihr Projekt am besten beschreiben können, kopiere ich einfach mal, was genau Teamw0rk sein soll:

Das Internet ist voll mit Künstlern und Personen, die irgendetwas schaffen – seien es Blogartikel, Blogkommentare, Musikstücke, Videos, Webseiten, Templates, Comics, Spiele, Grafiken, Malereien und so weiter und so fort.

Wir vom Projekt Teamw0rk möchten dieser Liste nun einen neuen Punkt hinzufügen: Ein Theaterstück. Aber wir wollen nicht nur einfach irgendein Theaterstück schreiben. Nein: Wir wollen irgendein Theaterstück zusammen mit Euch schreiben! Mit Euch allen, die Ihr da draußen vor Euren Rechnern sitzt und Lust dazu habt.

Über uns

Wir, das sind Johannes F. (HerrSalami.de) und Moritz C. (laute-irrt.de). Zwei ehemalige Schüler, die im Jahr 2011 ihr Abitur gemacht haben und die sich nur über das Internet kennen. In unserer Freizeit schreiben wir beide sehr viel – Blogartikel, Kurzgeschichten, Prosa, Gedichte,… die Liste ist endlos (ist sie nicht wirklich, aber das klingt sehr gut).

Der Ablauf

Die Besucher dieser Seite gestalten den Inhalt des Stücks mit. Die Charaktere, die Story, einfach alles. Das geht ganz einfach in Form von Kommentaren unter dem aktuellsten Beitrag im Menüpunkt „DAS STÜCK„. Jede Woche wird die Geschichte so weiter gesponnen, wobei wir zwei dazu da sind, zwischen allen Gedanken auszuwählen, sie zu kombinieren und dann in die Form eines zusammenhängenden Theaterstücks zu pressen.

Für alle Neulinge gibt es hier eine Zusammenfassung des aktuellen Inhalts des Stücks.

Konnas 52 Songs #1: Guten Morgen

Konnas Projekt 52 SongsBlogprojekte mit wöchentlichem Thema starten geballt zum Jahresanfang und hier kommt ein Gegenbeispiel, das passend zur KW 27 beginnt: Konnas Projekt 52 Songs läuft wie ähnlich gelagerte Projekte so ab, dass jede Woche ein Thema vorgegeben wir und die Teilnehmer einen passenden Song dazu vorstellen.

Im ersten Thema geht es um Guten Morgen! und da gehe ich sofort an den Start, denn da kommt nur Monday Morning von Fleetwood Mac in Frage (Spotify-Link):

Es geht im Song um eine Fernbeziehung und dass man sich nach anfänglicher Freude schnell auf die Nerven geht. Das ist zwar kein typisches Montagmorgen-Thema, aber die flotte Stimmung des Songs ist perfekt geeignet, um die Woche zu beginnen. Ich höre übrigens morgens keine Musik mehr, seitdem ich mein Radio aussortiert habe. Geht überraschenderweise auch ohne.

Schrott oder Schnäppchen? Zwei analoge Kameras vom Flohmarkt

Seit gestern abend läuft in Konstanz der grenzüberschreitende Flohmarkt und da mir versichert wurde, dass man sich das nicht entgehen lassen sollte, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen[1]. Der Konstanzer Flohmarkt wird sogar auf der entsprechenden Wikipedia-Seite erwähnt! Es hat sich vielleicht gelohnt, doch dazu kommen wir gleich.

Dacora dignette und Agfa Optima 535

Vorsorglich habe ich nur 20 Euro mitgenommen, dass ich nicht in Versuchung komme und außerdem habe ich nicht nach etwas Bestimmem gesucht. Der Flohmarkt ist absolut riesig mit 14 Laufkilometern, d.h. wer alles sehen möchte, kommt leicht auf über 20 Kilometer. Wir haben früh angefangen – kurz nach der offiziellen Eröffnung um 19 Uhr – und hatten nach vier Stunden einen Großteil “abgegrast”. Die Bandbreite reicht von Kinderzimmeraufräumaktionen über Sammlerangebote und Haushaltsauflösungen bis hin zu professionellen Händlern.

Kommen wir nun endlich zum eigentlichen Thema: zufällig habe ich einem Verkäufer zugehört, der einer japanischen (?) Studentin eine alte Kamera mit Belichtungsmesser verkaufen wollte. Er hatte noch eine andere Kamera, eine Agfa Optima 535 (von 1976, im Bild oben rechts). Die kam mir bekannt vor und außerdem musste ich an Jeriko denken. Ist zwar ein ganz anderer Fall und eine andere Klasse von Kamera, aber der Grundgedanke ist derselbe: analog! Und für fünf Euro habe ich nicht mal nachgefragt, ob die Optima überhaupt noch funktioniert.

Von da an habe ich nach weiteren alten Kameras Ausschau gehalten, ohne wirklich zu wissen, auf was man achten muss und was es für Modelle gibt. Diejenigen, die ordentlich aussahen, kosteten entsprechend mindestens 50 Euro und auch wenn ich das Geld gehabt hätte, hätte ich nicht auf Risiko einfach so ein Ding gekauft.