Wohin mit all den Büchern, CDs, DVDs? WEG DAMIT!

Im Laufe eines Lebens sammeln sich tonnenweise Bücher, CDs und DVDs an, die man evtl. irgendwann wieder loswerden möchte. In meinem Fall heißt das nicht nur die mittlerweile peinlich gewordenen Exemplare aus der Jugendzeit, sondern wirklich alle. Ja, so weit wie möglich möchte ich mich von meinen Medien trennen. Ein paar Ausnahmen gibt es natürlich, aber bevor jetzt alle den Kopf schütteln, möchte ich erklären, wie es dazu kam und – in einem Folgeartikel – wie ich es zu schaffen gedenke, alles loszuwerden.

Bücher, CDs, DVDs[Symbolbild mit Büchern, DVDs und CDs – im Regal ist alles in zwei Reihen angeordnet] Im letzten Jahr bin ich nach zehn Jahren (mit Unterbrechung) von meinem Studienort weggezogen und in der Zeit habe ich Umnengen Zeug gekauft. Aus einem Buchladen oder „Elektronikfachmarkt“ bin ich selten ohne einen Stapel Beute herausgekommen und meinen Amazonkaufrausch habe ich irgendwann gezwungenermaßen auf eine Bestellung pro Woche reduziert. Das Gute ist, dass ich alles auch jeweils konsumiert habe, d.h. es gab keine ungelesenen, ungehörten, ungeschauten Medien. Naja, die eine oder andere Ausnahme gibt es, aber irgendwie ließ sich das doch alles bewältigen.

Das Besitzen eines Album, eines Romans, einer Serienbox war wichtig für mich, denn das digitale Gegenstück war kein adäquater Ersatz. Außerdem kann man physische Gegenstände besser ausleihen. Diese Einstellung hat sich langsam und schleichend geändert. Vor einigen Jahren habe ich mein erstes Album als Download gekauft, dieses Jahr habe ich das erste Buch als Kindle-Version gekauft und wenn es etwas Vergleichbares wie Netflix in Deutschland geben wird, werde ich das sicher fleißig nutzen.

CDs und DVDs[weiteres Symbolbild mit noch mehr CDs und DVDs – links sieht man schon die Ausdünnung meiner Loswerderfolge] Der Weg von „Dieses Buch werde ich nie weggeben, das lese ich bestimmt immer wieder!“ über „Ok, das behalte ich.“ und „Naja, wahrscheinlich schaffe ich es wohl nicht, das nochmal zu lesen.“ bis hin zu „Ach, das nimmt nur Platz weg und zur Not kann ich mir das nochmal elektronisch kaufen.“ hat sich über mehrere Monate entwickelt. Zu Weihnachten werde ich mir einen Kindle zulegen und ich bin schon fleißig am Austauschen der Wunschzettel-Bücher, die als Kindle-Versionen verfügbar sind.

Der Prozess begann letztes Jahr als ich vor dem Umzug eine große Kiste mit Büchern gefüllt habe, die ich nicht mehr haben möchte. Einige habe ich an die Stadtbücherei gegeben (die eigentlich keine weiteren Bücher wollte), ein paar habe ich verschenkt, einige wenige habe ich verkauft (bekommen). Doch so richtig ist die Kiste nicht geschrumpft. Sie hat sich eher vermehrt, denn bei jedem Durchsehen meiner vielen Bücher bin ich eher der Überzeugung gewesen, dass ich dies und jenes doch nicht wirklich behalten muss. Bei einigen Exemplaren steckt eine emotionale Bindung dahinter und die werde ich wohl nie weggeben, aber der größte Teil meiner Sammlung würde mir nicht fehlen. Stelle ich mir vor, dass alles in einem Wohnungsbrand vernichtet würde, so gibt es nur eine Handvoll Bücher, um die es mir wirklich leid täte. Und deswegen kann ich mich von den anderen trennen!

Ähnlich ging es mir mit meinen CDs und beginnend auch mit den DVDs. Deswegen habe ich angefangen, nach Möglichkeiten zu suchen, in größerem Maße die ganzen Medien loszuwerden. Mehr dazu gibt es in einem weiteren Beitrag, aber es sei gesagt, dass man dabei geradezu in einen Rausch kommt und mehr und mehr loswerden möchte.

Noch bereue ich es nicht, die Sachen weggegeben zu haben und ich denke nicht, dass das noch kommen wird. Was schade ist, dass ich so nicht ausleihen kann, aber ich verzichte ja nicht vollständig auf physische Medien, sondern ich reduziere nur so weit wie möglich. Und bisher fühlt es sich einfach nur befreiend und supergut an!

Was meint Ihr? Wer hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder hält das ganze für Blasphemie?

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

22 Gedanken zu „Wohin mit all den Büchern, CDs, DVDs? WEG DAMIT!“

  1. Ich kann Dich sehr gut verstehen. Mir geht es ja genau so. In Sachen Buch und CD. Gerade die CDs nehmen enorm viel Platz weg bei mir. Hat mir mein Billy Regal voller CDs mal viel bedeutet, würde ich die Sammlung heute gegen ein gutes Angebot gerne verkaufen. Aber geld zahlen will dafür auch keiner. Genau so ist es mit Büchern bei mir.
    So stehen die CDs und Bücher weiterhin mein Wohnzimmer voll.

  2. Wir haben Anfang des Jahres unsere DVD Sammlung (bzw. größtenteils die meines Freundes) ausgemistet und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Platzmangel. Wir haben „nur“ eine 50qm Wohnung zu zweit. Zwar sind wir da hier im Haus noch am besten dran (in allen anderen Wohnungen wohnen 4-Köpfige Familien), aber sowas nimmt trotzdem irgendwie viel physischen und mentalen Raum ein. Nachdem wir die DVD Sammlung von ca. 700 auf ca. 150 reduziert haben und 4 Benno’s rausgeschmissen haben, konnte der Raum wieder richtig aufatmen, endlich wieder Luft, Platz, optischer Raum (o.ä.)! Die DVDs die wir behalten haben sind alles Schmuckstücke oder haben irgendeine desondere Bedeutung, z.B. meine aus Australien importierte Kommissar Rex DVDs. Aber den Rest braucht man echt nicht mehr. Die meisten wurden nur einmal geguckt, und da ist es billiger die DVD alle 5 Jahre mal auszuleihen.

    Mein Freund sagt immer er möchte auch seine CD Sammlung verticken, aber da wehre ich mich etwas gegen, zum einen da ich weiss das er sich dann irgendwann mal wirklich ärgern wird, zum anderen weil das alles absolut obskure Musik ist wo man sicherlich 5 Jahre braucht um mal eine spürbare Reduktion in der Menge zu fühlen.
    Ich dagegen hatte nie viele CDs, und die paar die ich habe liegen eh bei meinen Eltern auf dem Dachboden 😉

    Bei Büchern bin ich allerdings noch etwas altmodisch, ich mag beim lesen halt lieber was „richtiges“ in der Hand, und ich bin auch ein Fan des „räumlichen Denkens“ innerhalb eines Buchs, was man in einer digitalen Datei nicht hat. Bücherregale werden wohl nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer Wohnung sein, aber auch da haben wir reduziert indem wir uns (in der Tiefe) sehr schmale Bücherregale gekauft haben.

    Das mit dem loswerden von dem Krempel (also hauptsächlich DVDs) ist allerdings nicht ganz so einfach. Wir haben’s zunächst auf nem Flohmarkt versucht, was aber viel zu viel Arbeit für viel zu wenig Resultat war. Anschließend bin ich einen Großteil über eBay Kleinanzeigen und diverse Foren losgeworden, wo oft Leute 5-10 DVDs auf einmal haben wollten, oder auch Sammler direkt 40-50 mitgenommen haben. Leider sind aber jetzt immer noch an die 110 DVDs übrig und die Kisten im Wohnzimmer fangen an zu nerven. Ich schätze mal uns bleibt da nur noch momox oder so, auch wenn’s sehr weh tut wo wir die anderen doch meist zum Kurs von 2.5 bis 3€ pro DVD losgeworden sind…

  3. Andi, man muss nur Glück haben! Und nicht darauf vertrauen, dass das jemand alles im Stück haben will.

    adastra, das war ja RICHTIG Arbeit so viele DVDs loszuwerden, wow. Kleinanzeigen habe ich noch nicht probiert, da mir das Einstellen zu aufwändig ist 😉 Werde ich aber sicher noch machen, mit dem was ich sonst nicht verkaufen kann. Mein Favorit ist momentan Momox, weil man neben den zahlreichen Recycling-Angeboten doch einiges bekommt. Bin mittlerweile bei über 120 Euro und habe erst Teile meiner Sammlung schätzen lassen. Das erzähle ich dann beim nächsten Mal 🙂

  4. Irgendwie kann ich Deine Gedanken nachvollziehen, geht es mir doch ähnlich. Das eine oder andere Buch und evtl. auch ein paar DVDs/CDs würde ich gern in liebende Hände abgeben. Irgendwann belastet einen das ganze Totholz doch etwas, zumal der Neukauf auch noch nicht aufgehört hat. 😉 Ein wesentlicher Teil der Bücher, die ich loswerden wollte, ist von vor 1990. Da ist der Markt vermutlich eng und ich sollte mit einer Komplett- und Direktentsorgung rechnen. 😥

  5. Ich versuche auch gerade, alles loszuwerden. Ein paar DVDs konnte ich schon verkaufen, ich hab aber immer noch bestimmt 50, die ich garantiert nie wieder sehen werde. Bei Büchern würde ich schone Graphic Novels und Sammelbände nicht weggeben, ansonsten möchte ich bald komplett auf Kindle umstellen, bei Büchern war ich aber eh nie der große Sammler. 39 Terry Pratchetts nehmen aber auch schon eine Menge Platz weg. CDs brauche ich überhaupt nicht, kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine CD eingelegt habe. Meine erste (Vanilla Ice :P) behalte ich sicher, bei den anderen muss ich mal prüfen, ob ich sie auf dem Rechner habe und dann können die auch weg. Mein letzter Umzug hat mir gezeigt, wie viel Bücher und DVDs ausmachen, das waren bestimmt die Hälfte aller Umzugskartons, wenn nicht sogar mehr.

  6. Dirk (hey, mal wieder!), hast du es denn schon mal versucht? Dich umgeschaut, bei ebay, Amazon & Co was so angeboten wird? Gib doch einfach mal ein paar ISBNs bei Momox ein. (oder haben die Bücher keine?!)

    David, mir ging es genauso mti den Kisten! Wo verkaufst du denn? Hast du irgendwo besonders gute Erfahrungen gemacht?

  7. Ich hab einfach mal ne Liste meiner DVDs auf Facebook reingestellt, da ging dann schon einiges weg. Plattformen wie ebay oder amazon finde ich wegen der Gebühren sinnlos, kannte auch bisher keine Alternativen, werde mir für den Rest mal dieses momox anschauen.

  8. An meinen Büchern hänge ich nicht so sehr (wenn man aber mal ne Woche lang bettlägrig ist, ist so ein voller Bücherschrank schon was feines – zugegebenermaßen wird meine Lesezeit aber durch die Uni stark eingeschränkt), sehr wohl aber an den CDs und Schallplatten. Das sind zu nicht unerheblichen Teilen nämlich Schätzchen, die es entweder online nicht gibt oder nur in Kleinstauflagen (die es nicht-physisch nur dann gibt, wenn man die Band ganz lieb fragt). Bei den DVDs habe ich fast ausschließlich Boxen und für Downloads und Sicherheitskopien müsste ich mir hierfür mehrere zusätzliche Festplatten hinstellen (und dann wäre da noch das Trafficlimit vom Netzverein, das ist der Preis für spottbilliges Internet) – davon abgesehen, dass es ja meistens keine Extras online gibt (und gerade bei den Doctor Who Classics sind die Extras so toll, dass man sie auch mehrfach kucken kann). Außerdem hab ich schneller mal ne DVD mitgenommen, als dass ich ne Festplatte entkabelt hab.

  9. Ich habe nicht für jede DVD ne eigene Kleinanzeige gemacht (das wäre ja wahnsinn!), sondern einfach immer nur eine Anzeige „DVD Sammlung …blah“ und dann einen Link zu einer Liste reingestellt. Hat immer ganz gut funktioniert 😉

  10. Die CDs sind alle digitalisiert und in Kartons verpackt auf dem Speicher, ich kaufe seit Jahren nur noch Downloads. Bücher sind nicht mehr so viele, das Meiste steht ebenfalls auf dem Dachboden, die DVDs sind weitestgehend digitalisiert und was sich noch ’sinnvoll‘ verkaufen lies, wurde unter die Leute gebracht. Musik und DVDs stehe auf einem fetten Netzwerkspeicher (5TB) hier im LAN zur Verfügung. Ich bin ebenfalls froh es so entschieden zu haben, sowohl mit der Verweigerung noch CDs zu kaufen, als auch mit der Digitalisierung. Es hat ordentlich Platz gebracht und ein auch gänzlich geändertes Beschaffungs- und Kosumierungsverhalten.

    Lediglich bei Büchern bin ich noch analog, das überall eingesetzte DRM, sowie die Preise der eBooks verhindern hier eine Entscheidung meinerseits. Ich habe Zeit, ich muss nicht hetzen. 🙂

  11. Das Thema passt mir gut, denn ich habe auch vor kurzem entrümpelt, hauptsächlich PS2/PS3/NDS-Spiele plus ein paar DVDs – meist solche, wo ich zensierte Versionen gekauft habe (persönliches Highlight: Scarface mit ohne 11 Minuten). Habe für knapp 100 Euro bei rebuy verkauft, es gibt allerdings ja auch Vergleichsseiten wie werzahltmehr.de. In Sachen Musik bin ich zwar schon längst auf digital umgestiegen, von den CDs kann ich mich aber dennoch nicht trennen (obwohl es auch schon einige Zeit her ist, dass ich eine CD auf der Anlage gehört habe).

    Wenn du dir ein Kindle holst, bin ich sehr auf deine Erfahrungen gespannt. Spiele nämlich auch mit dem Gedanken, mir so etwas zuzulegen.

  12. David, auf Facebook wäre ich nie gekommen!

    muerps, deine Meinung teilte ich bis vor einem Jahr oder so auch noch 🙂 Ich *habe* mehrere Festplatten (Backup und so), aber mittlerweile bin ich z.B. bei Musik schon hauptsächlich auf Streaming-Angebote umgestiegen (Spotify FTW!) und habe überhaupt keine Anlage mehr.
    Meine Doctor Who-DVD-Sammlung wird natürlich nicht verkauft, sondern komplettiert! Prioritäten muüssen ja sein 🙂

    adastra, das muss ich mir merken! (nur dann eben eine Liste erstellen – vielleicht geht das mit Handy und Scannen und so…)

    ruediger, wenn man einen Speicher hat… Aber für mich ist eben auch das Loswerden, das Leichterwerden ein wichtiger Grund und da wäre ein Aus-dem-Weg-Räumen keine Lösung. Hast du dir überlegt, ob du die Kisten irgendwann auch „entsorgen“ möchtest?

    Ini, das sind ja ganz wunderbare Tipps hier! Und den Kindle kaufe ich mir wahrscheinlich nächste Woche und kann es dann garantiert nicht ohne Ausprobierne aushalten 😉

  13. @Julia
    oder Keller … die Kisten los zu werden ist einfacher gesagt als getan. Insofern werde ich die der besten Tochter von allen die Kisten „vererben“. 8)

  14. Ich verkaufe Bücher meist via Amazon Marketplace. Da habe ich über die Jahre schon einige hundert Euro verdient und inzwischen bekomme ich auch ausgemistete Bücher von Bekannten und Freunden…

  15. Julia, ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich habe mir schon lange keine CDs mehr gekauft. aber bei Büchern bin ich (noch) altmodisch. Wird sich wahrscheinlich ändern, wenn ich den ersten Kindle in Händen halte… 😉

    Aber ich frage mich immer, was bei solchen Endzeit-Szenarien ist, wo es keinen Strom und keine Technologie mehr gibt – dann hat man noch nicht mal ein Buch, das man lesen kann und der gesamte Erfahrungsschatz der Menschheit existiert dann nicht mehr 😀

    Nee, ohne Gag: Raritäten behalten, den Rest digital besorgen, soweit verfügbar.

  16. Ich lese relativ viel und da würden Bücher bei uns in der Wohnung relativ schnell sehr viel Platz wegnehmen. Deswegen verkaufe bzw. verschenke ich sie 2-3 x pro Jahr. Da fällt immer wieder so einiges an und eine Freude kann man dem einen oder anderen auch machen.
    Den CDs und DVDs etc. muss ich mich aber auch noch widmen.

  17. Wie gesagt, das sind bei mir so viele Sachen, die gibts gar nicht bei Streaming-Angeboten und so, weil die entweder von den Bands selbst verkauft werden oder von rührigen kleinen Labels, die in solche Streamingdinger gar nicht reinkommen. Mir bleibt bei vielen Sachen gar keine andere Wahl als der Griff zu CD/Schallplatte/Kassette (je nachdem, was der bevorzugte Toträger der jeweiligen Bands ist).

  18. Ein wirklich interessantes Thema. Ich habe auch teils den Drang die materiellen Dinge zu verringern. Besonders bei Büchern wäre das so ein Ding. Die meiste triviale Literatur liest man ja doch nur einmal. Die Schätze müssten natürlich bleiben. Allerdings bekommt man für Bücher ja kaum noch Geld. Also verschenken? Für die Kids aufheben? Schwierig.

    CDs habe ich sowieso nur Herzensplatten. Der Rest ist bei Momox, Rebuy etc. gelandet. Aber hier achte ich sowieso sehr was ich kaufe. Lieblingsbands wandern auf Scheibe ins Regal, für den Rest taugen auch Amazon-MP3s.

    Nun Filme. Meine Leidenschaft. Hier kann ich mir am wenigsten vorstellen auf ein physikalisches Medium zu verzichten. Zu gerne sitze ich vor dem DVD- bzw. Blu-ray-Regal und stöbere durch die Scheiben. Dabei versuche ich sowieso die Sammlung möglichst „klein“ zu halten. So bin ich schon seit etlichen Jahren bei so ca. 500 Lieblingsfilmen. Davon sind einige persönliche Klassiker, die ich mir jeden Monat anschauen könnte, andere wiederum behalte ich, weil der Film einfach interessant ist und nach mindestens noch einer Wiederholungssichtung verlangt – und dann gibt es noch die „Leichen“, die ich wohl nicht mehr sehen werde und auch nach und nach in den Verkauf wandern. Ebay ist mir inzwischen zu aufwendig geworden, weshalb ich verstärkt Momox und Rebuy nutze, auch wenn es hier nur selten mehr als max. 3 Euro pro Film gibt. Sammlereditionen wandern zu Amazon. So halte ich meine Sammlung einigermaßen schlank und optimiere sie soweit, dass ich in 20 Jahren die perfekte Filmsammlung haben werde – und spätestens dann wird ein Umstieg auf komplett über das Netz distributierte Medien vollzogen sein.

  19. oggy, den Marketplace nutze ich auch. Aber das geht nur phasen- und kleckerlesweise. Außerdem muss ich jedes Buch einzeln verschicken…

    Martin, wenn es keinen Strom mehr gibt, kann man immer noch die drölf Milliarden Bücher lesen, die es bereits gibt. Außer die hat eine schreckliche Flut und Schimmelplage zerstört.

    Edgar (hallo!), wie genau verschenkst du die denn? Machst du eine größere Aktion daraus und teilst genau auf, wer welche bekommt?

    muerps, bei solchen seltenen Angeboten greife ich auch zur physischen Variante. Man kann ja *beides* nutzen.

    bullion, 500 *Lieblings*filme?! Naja, da bin ich nicht so ein Qualitätsjunkie, dass es unbedingt BluRay und 7.1 Sound sein muss. Das spart natürlich einiges an Medien und Platz 😉

  20. Ich persönlich habe mir bereits vor einem halben Jahr einen Kindle gekauft, um zu sehen, ob meine Aversion gegen das digitale Buch vielleicht nur hausgemacht ist. In der Tat habe ich aber festgestellt, dass ich in Bezug auf Bücher auf das klassische Print nicht verzichten möchte. Ich habe einen sehr hohen Grad an Verleihbüchern. Ich habe fünf Menschen in meinem Umfeld, denen ich meine haptischen Bücher verleihe. Seitdem ich einen Kindle habe, hat sich das reduziert. Daher hat sich auch die Aussprache und der Austausch über die Bücher reduziert, was mir definitiv in meinem Alltag fehlt. Somit ist erklärbar, warum mein Kindle hier liegt. Falls Du also evtl. an dem Kindle Keyboard 3 (WiFi) interessiert bist, lass es mich wissen. Er ist kaum gebraucht und sehr handlich.

    Bei Musik stellt sich dieses Unbehagen weniger ein, da man hier die Möglichkeit hat die digitalen Stücke einfach weiterzugeben. Das ist beim Kindle leider – noch nicht – möglich wegen den Kopierschutzmechanismen, etc.

    Aber irgendwie kann ich mich vom gedruckten Buch nicht trennen. Bei allen anderen Medien hängt nicht mein Herz am Medium. Aber das Buch hat einfach einen klassischen, emotionalen Platz in meinem Herzen.

  21. Dany, leider kommt dein Kommentar 48h zu spät! Mein Kindle ich seit gestern im Einsatz und es wird mir schwer fallen, den bis Weihnachten wieder wegzulegen!

    Ich habe allerdings auch nicht so ein Tauschrunde und das spricht wirklich gegen ein elektronisches Lesegerät.

    Wenn du mich noch vor einem Jahr oder gar einigen Monaten gefragt hättest, hätte ich auch gesagt, dass ich immer das haptische Erlebnis eines echten Buches bevorzugen würde. Aber seitdem sich ein gutes Dutzend von diesen Dingern auf meinem Pile of Shame angesammelt haben und ich nicht mehr nachkomme (Hauptproblem: Zeit), stören mich auch die Platz- und Gewischtsverschwendung zunehmend. Aber jeder Jeck is anders, nech?!

  22. Ich habe auch schon überlegt ob ich mir nicht einen Kindle kaufen soll, aber jedesmal wenn ich mir denke jetzt ist es soweit schau ich in mein Bücherregal und kann mich mal wieder nicht mit dem Gedanken anfreunden nur noch dieses elektronische Teil zu haben und nicht mehr klassisch in einem dicken buch blättern zu können.
    Vielleicht versuche ich es irgendwann noch, aber ich bezweifle das es meine Bücher ersetzen kann.

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