Beetys Projekt Hörsturz: Runde 55

projekthoersturzBei diesem grandiosen Wetter müsste ich eigentlich letzten Sonnenstrahlen genießen, aber die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] arbeite ich noch ab, da ich wie gewohnt kurz vor Toresschluss beurteilen gehe.

  1. KT Tunstall – Weirdo (von Konzertheld)
    Ist das ein Konvertierungsfehler oder soll das so ploppig knatschen?! Wenn das nicht wäre, könnte man die schöne Stimme und die flotten Drums gut genießen. Musikalisch könnte das ein bisschen peppiger sein, aber der Text ist interessant.
    Punkte: 3,5 von 5
  2. Sufjan Stevens – Say Yes! to M!ch!gan! (von Freddi)
    Mit dem konnte ich nie richtig warm werden, da mir einfach der größte Teil des Schaffens zu sperrig sind und – wie auch hier – an Trompeten nicht gespart wird. Wer absichtlich auf Dissonanz setzt, darf sich nicht wundern, wenn die meisten Menschen nichts damit anfangen können.
    Punkte: 1,5 von 5
  3. Savatage – The Wake of Magellan (von cimddwc)
    Das wiederum ist auf gefällig getrimmt. Kann man anhören, muss man aber nicht. Die dunkle Stimme hebt es ein bisschen über den Durchschnitt, aber stellenweise wird es doch zu pathetisch.
    Punkte: 2,5 von 5
  4. Tim Bendzko – Wenn Worte meine Sprache wären (von Gondorff)
    Nein, ich höre mir das unvoreingenommen an und vorverurteile das nicht nur deshalb, weil es deutsch ist. So die Theorie. Denn dieses Stückchen, das ob seiner Formelhaftigkeit selbst ein Tauber als Deutschpop erkennt, kann ich nicht ernst nehmen.
    Punkte: 1 von 5
  5. Röyksopp – Keyboard Milk (von Mars)
    Noch so ein Kandidat, den ich ob des abwechslungsreichen Oeuvres immer nur kurzfristig unter die Lupe genommen habe, um nach ein paar “Songs” wieder aufzugeben. Das hier wäre ein Grund dafür. Fast-Instrumentale haben es bei mir sowieso schwer, aber verquirlte Keyboard-Experimente gehen gar nicht. Das past eher zu einem richtig grottigen Horrorfilm, der einfach nur schlecht ist und nicht so trashig, dass er wieder genießbar ist.
    Punkte: 0,5 von 5
  6. Silent Feature Era – Oliver (von Michael)
    Ok, die Stimme mag ich. Schnuffige Gitarre nehme ich auch immer gerne. Abwechslung wird geboten – geht doch! Entwickelt sich sehr organisch vom lauschigen Lagerfeuersong zum Southern Rock Belcher und zurück zur besinnlichen Hymne. Text auch sehr gut – was will man mehr.
    Punkte: 4,5 von 5
  7. Wolf People – Empty Heart (von beetFreeQ)
    Ich erwarte jeden Moment, dass Jimi Hendrix anfängt zu singen. Naja, knapp daneben. Schwingt gut.
    Punkte: 4 von 5
  8. Panic At The Disco – Mercenary (von David)
    Doppelt hält besser, wa?! Höre ich da einen Vocoder?! Uiui, das wäre unverzeihlich. Ansonsten halt Panic, wie man sie kennt. Obwohl das hier ein bisschen lasch klingt und die experimentellen Einspieler das Niveau drücken.
    Punkte: 3 von 5
  9. Hey Sholay – In Bed With Old St Nick (Kids on Funny Stuff in Bear Suits) (von JuliaL49)
    Irgendwie frisch und die Stimme finde ich sehr sympathisch. Kommt live auch sehr gut.
    Punkte: 4 von 5
  10. Aloha – Brace Your Face (von Kristin)
    Quasi die andere Buchstütze zum ersten Song mit ähnlich militärischen Drums. Stilistisch einwandfrei, aber ein bisschen blutleer, um vollends zu überzeugen.
    Punkte: 4 von 5

Durchschnitt wird so durchschnittlich sein. Die Sonne ist weg und ich bin fertig…

Für die nächste Runde mein aktueller Lieblingssong vom neuen Beerjacket-Album: Eggshells

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen zehn zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Über juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

2 Gedanken zu „Beetys Projekt Hörsturz: Runde 55

  1. Ahh, ich liebe KT Tunstall ja! Der “Konvertierungsfehler” ist ihre geloopte Version einer Beatbox. Hier sieht man, wie das gedacht ist:

    http://www.youtube.com/watch?v=llPpCCqxNcY

    Klar, klingt auf der Album-Version etwas ungewöhnlich, aber das Lied heißt ja auch “Weirdo” :wink:

    Sie hat ein wahnsinniges Gespür für tragende Melodien, finde ich. Nichts noch nie dagewesenes, aber gut gemacht.

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