Viel Landschaft auf die angenehme Tour: Urlaub mit dem Fahrrad

Neben Musik und Kultur interessiert mich ebenso die englische Landschaft, die sowohl als Abwechslung dient als auch als Fotomotiv. Der Nachteil ist, dass man nicht wie in einer kompakten Stadt alles zu Fuß erledigen kann. Da bietet sich als Alternative das Fahrrad an, mit dem man bequem größere Strecken zurücklegen kann und nebenbei noch den Blick genießen[1].

Vor zwei Jahren war ich im Peak District unterwegs und habe dort eine Drei-Tages-Tour gemacht. Das hat super geklappt und kann ich nur empfehlen (z.B. die High Peak Highlights von Peak Tours). Dabei wird das Fahrrad und Kartenmaterial gestellt und das Gepäck vom Veranstalter von Ort zu Ort transportiert. Je nach Budget bucht man eine Tour mit Herbergsunterkunft oder Bed & Breakfasts. Ich hatte das Glück, dass Steve Coackley mir trotz der gebuchten Hostel-Variante jeweils ein B&B spendiert hat. Und auch den Aufpreis für Einzelreisende musste ich nicht zahlen! Falls Ihr also mit dem Gedanken spielt, eine Rad- und/oder Wandertour im Peak District zu unternehmen, schaut bei Peak Tours vorbei.

Causeway House, Castleton

Dieses Jahr wollte ich etwas Ähnliches buchen in den Cotswolds. Leider war mir das zu teuer, denn als Einzelreisende hätte ich das Anderthalbfache vom normalen Preis gezahlt. So werde ich mich selber in der Jugendherberge einquartieren und ein Rad mieten. Laut Webseite bekommt man auch Empfehlungen und Kartenmaterial für eigene Touren. Das sollte also bestens klappen, solange das Wetter mitspielt.

Kurzer Exkurs: das Wetter war bisher immer mein Freund und es hat sich bewahrheitet, dass Septmber der beste Reisemonat für England ist. Selbst im angeblich so regengeplagten Lake District hatte ich drei Tage Sonne. Ich gehe davon aus, dass es auch in diesem Jahr genauso sein wird. Für den Notfall habe ich geplant, dass ich später von Stratford anreise bzw. früher nach Oxford weiterreise.

  1. Nein, mit dem Auto würde ich das nie machen. Ist zu teuer, aufwändig, kontraproduktiv und langweilig. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „Viel Landschaft auf die angenehme Tour: Urlaub mit dem Fahrrad“

  1. Wir machen das immer mit Mietwagen. Damit wir trotzdem genug sehen, fahren wir immer auf den kleinsten sich bietenden Nebenstraßen mit reichlich Zwischenhalten. Wir buchen immer nur die ersten und letzten Unterkünfte, dazwischen machen wir tagsüber immer Halt an ner Touristeninfo und lassen uns von dort aus ne Übernachtung buchen. In Schottland war das etwas einfacher, weil die Touristeninfos da alle vernetzt sind. In Südengland sind sie das dagegen nicht, weshalb die Leute dort dann in der Touristeninfo des Zielortes anrufen müssen, um die Unterkunft klarzumachen, während wir uns die örtlichen Sehenswürdigkeiten ankucken.

    Bei uns wars mit dem Wetter so, dass wir meist besseres Wetter hatten, als die, die wir in Deutschland zurückgelassen haben. Wir fahren jedenfalls nie wieder ohne Sonnenöl nach GB.

  2. PS: Die Touristeninfos in GB sind schon toll ausgestattet. Wenn man dann mal hierzulande mit ner Touristeninfo zu tun hat, ist das oft ne Enttäuschung, davon abgesehen, dass die hierzulande lange nicht so dicht gesät sind (anscheinend sind die britischen Touristeninfos in den kleineren Orten mit Freiwilligen besetzt, sonst könnten die gar nicht diese Dichte erreichen).

  3. Wenn man nicht alleine reist, ist Mietwagen eine gute Option, denn man teilt sich die Kosten (auch von der Unterkunft).

    Die Tourist Informations sind auch immer eine Anlaufstelle von mir, vor allem weil die nicht nur hilfreich, sondern auch nett sind 🙂 Wobei die Öffnungszeiten teilweise ungünstig sind. Aber das mag an meiner Vorliebe für frühes Aufstehen liegen und das kollidiert mit dem 10 Uhr-Beginn der meisten Attraktionen…

  4. Ja, die Öffnungszeiten sind immer so ne Sache. Wir haben in England pro Tag meistens 2 Sehenswürdigkeiten angekuckt – Schlag 10 bei der ersten und bei der 2. dann halt so, dass wir bis um 4 raus sind (was ja sowieso die übliche Rausschmisszeit ist). Touriinfo dann entweder bei der ersten oder zweiten Sehenswürdigkeit, abhängig davon, wo ne Touriinfo in Laufnähe war. Wenns gar nicht gepasst hat, hatten wir dann noch ne Stunde Puffer, um zur nächstgelegenen Touriinfo zu fahren, da die meistens um 5 zu machen. In Schottland wars anders, da haben wir der dünneren Besiedlungs- und Attraktionsdichte wegen meist sowieso nur eine Sehenswürdigkeit pro Tag geschafft. Aber dadurch, dass die in ganz Schottland Unterkünfte für ganz Schottland buchen können, war das ne Sache von ner Viertelstunde (für ne Buchung per Rumtelefonieren kann man dagegen so zwei Stunden veranschlagen), deshalb haben wir tagsüber an der ersten Touriinfo halt gemacht, die wir gesehen haben.

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