Projekt CoPilot: August 2011 (Season 1, Episode 1)

Der Projektstart von CoPilot war eher mau, denn bis auf Veranstalter Freddi hat meines Wissens keiner seine Bewertungen eingereicht. Schade, denn die Idee, jeden Monat drei Serien zu begutachten ist toll. Aber eben aufwändig. Dabei habe ich mitbekommen, dass andere die 3×3 Folgen tatsächlich gesehen haben (dank Miso). Auch ich bin natürlich zu spät dran, denn eigentlich hätte dieser Beitrag vor über einer Woche erscheinen sollen. Aber besser spät als nie! Und es geht auch gleich los:

Alphas (von Jan)

Die Idee, dass manche Menschen übersinnliche Fähigkeiten haben und das entweder zum Guten oder Bösen nutzen können, ist höchst interessant und gab es so noch nie niemals in Film und Fernsehen! Kleiner Scherz, denn Alphas leidet sehr unter Klischees, d.h. Figuen, Handlungsstränge und Dialoge waten teilweise tief im schon-mal-gesehen-Sumpf.

Abgesehen davon, wurde ich schon nach acht Minuten von folgender falscher Definition überrascht:

Alphas - Synästhesie

Die gute Rachel kann unglaublich gut Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Sie ist sozusagen hypersensitiv. Aber sie hört nicht Formen, sie schmeckt keine Farben und alles was sonst noch in die Definition von Synästhesie fällt.

Sowas beeinflusst mein Gefühl (haha) einer Serie erheblich, denn ich achte vermehrt auf Unstimmingkeiten und mein Grundton ist angespannter. Abgesehen davon hatte ich nach drei Folgen nicht wirklich das Gefühl, dass hier Neues ausgebreitet und/oder Bekanntes frisch aufbereitet wird.

Fazit: wird definitiv nicht weiter geguckt

Black Books (von beetFreeQ)

Hach ja, das genaue Gegenteil. Und auch noch Dylan Moran. Mjam. Mehr dazu in meiner Serienkritik und natürlich in diesem Zusammenschnitt. Nuff said, watch!

Fazit: kann man immer und immer wieder gucken

Hung (von Marc)

Um die Sache abzurunden treffen wir auf einen mittelmäßigen Vertreter. Die Prämisse, dass ein Lehrer in finanziellen Nöten mit seinem übergroßen Geschlechtsteil Nutzen daraus ziehen möchte, ist erstmal löblich. Also anders.

Die ersten drei Folgen behandeln die Irrwege bis zum eigentlichen Beginn, d.h. bis es zumindest so aussieht, als ob da ein Geschäft draus werden könnte. Die Frage ist nur, ob die Themen nun nicht ausgehen. Ich bin ehrlich gesagt nicht wirklich so gespannt zu sehen, wie es weitergeht. Vielleicht können diejenigen, die schon mehr gesehen haben, eine Yay-Nay-Empfehlung aussprechen?

Was mir z.B. bisher fehlt ist eine moralische Debatte. Muss nicht ausführlich sein, aber zumindest angedeutet. Der Mann schläft immerhin für Geld mit völlig fremden Frauen und das bietet Potential für angeregte Diskussionen und erfrischende Denkweisen. Wäre der Protagonist eine Frau, wäre das eine ganz andere Serie wie Diary of a Call Girl. Aber vielleicht erwarte ich da auch zu viel.

Fazit: wäre da nicht noch so viel anderes, würde ich das durchaus gucken

So und nun macht Ihr bitte auch alle bei CoPilot mit und guckt Euch im September Being Erica, The Shadow Line und Suits. Mehr hier.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

Ein Gedanke zu „Projekt CoPilot: August 2011 (Season 1, Episode 1)“

  1. Ah, da ist diese Blogparade. Über die war ich mal gestolpert, habe sie dann aber nicht mehr gefunden. Vorallem als Ideen Pool für neue Serien.

    Mal schauen ob ich es schaffe mit zu machen.

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