Beety Projekt Hörsturz: Runde 39 (instrumental)

projekthoersturzEs ist wieder mal soweit, dass eine Sonderrunde im Projekt Hörsturz[1] ansteht. Wie auch beim letzten Mal (WTF?) werde ich wahrscheinlich selten gute Bewertungen abgeben.

In meiner umfangreichen Musiksammlung befindet sich zwar das ein oder andere Instrumentalstück, die werden aber von mir meistens vorab mit 2/5 bewertet und tauchen so nie wieder in irgendwelchen Playlisten auf. Das mag harsch erscheinen, aber erstens kann die Wertung natürlich anders ausfallen und zweitens liegt das in meiner Art Musik zu beurteilen begründet. Die Stimme ist eine der Hauptkriterien, die entscheiden, ob mir ein Song bzw. Künstler gefällt. Damit kann ein Song von Durchschnitt zu Lieblingsstück aufgewertet werden und es gibt umgekehrt einige Sänger, denen ich absolut nicht zuhören kann, auch wenn der Rest des Songs ok ist. In gewissem Sinne sind also Instrumentals für mich unvollständig. Man kann einwenden, dass mir so viele tolle Musikstücke verborgen bleiben, aber ich entgegne dann, dass es so schon geradezu unendlich viel (gute) Musik gibt, dass ich mich nicht auch noch mit Instrumentalmusik beschäftigen müsste.

Genug der langen Vorrede und rein ins „Vergnügen“:

  • Ludovico Einaudi – Fuori dal mundo (von Konna)
    Also entweder ist Google zu doof oder die Interpreten haben da ganz frech spanisch und italienisch gemischt, um außerhalb der Welt darstellen zu können. Klingt nach Weihnachtsschulaufführung und auch wenn es technisch einwandfrei ist, so schlafe ich doch ein bisschen ein.
    Punkte: 1,5 von 5
  • Explosions In The Sky – Your Hand In Mine (von Khitos)
    Hoffentlich ist das ein bisschen aufweckender. Hmm, klingt ziemlich genauso. Aha, immerhin ein paar scheppernde Drums haben sie aufgetan. Geht das jetzt die ganze Zeit immer hin und her? Gnah, noch keine 20% abgearbeitet und schon hat die Runde den Langweiligkeitstron erklommen.
    Punkte: 2 von 5
  • Boards of Canada – Skyliner (von Fabian)
    Und wir machen einen Abstecher in die frühen Neunziger. Das macht mich aggressiv! Das kann ich nicht mal bis zum Ende anhören, sonst läuft mein Notebook Gefahr, malträtiert zu werden.
    Punkte: 0 von 5
  • Goblin – Tenebre (von Heiko)
    Ähm, das ist nicht Instrumental, sondern übelste Autotune-Verzerrung. Das gibt Punktabzug! Allerdings hätte ich so einem Miami Vice-Soap Opera-Verschnitt sowieso keine Punkte gegeben.
    Punkte: 0 von 5
  • Moby – Shot In The Back Of The Head (von Konzertheld)
    Habe ich schon mal erzählt, warum ich Moby nicht mag? Das hängt mit einer Ferienfreizeit in Frankreich zusammen bzw. der Rückfahrt. Wir sind zwölf Stunden in einem VW-Bus gefahren, wo jeder der acht Passagiere für eine Stunde die Musik bestimmen durfte. Moby war die mit Abstand schrecklichste Stunde und das gab es sogar zweimal. Außerdem haben alle außer mir geraucht und sobald ich das Fenster aufgemacht habe, gab es Geschrei, als ob die Welt unterging. Abgesehen davon ist der Song wirklich grausam.
    Punkte: 0 von 5
  • Red Snapper – They’re Hanging Me Tonight (von beetFreeQ)
    Immerhin, ähm, interessanter als die vorherigen Stücke. Aber schön ist was anderes.
    Punkte: 2 von 5
  • Unleashed – Across The Open Sea (von Fini)
    Klingt wie ein Mittelaltermarkt, der in einer Kirche abgehalten wird. Oder einer Weihnachtsschulaufführung.
    Punkte: 1,5 von 5
  • Daniel Olsén – Me And My Paper Plane (von David)
    Wie jetzt, muss ich das runterladen, um es anhören zu können?! Naja, sind nicht mal zwei Minuten. Und es wird gepfoffen. Hat was von einem 30er-Jahre-Film, Richtung To Kill a Mockingbird[2]. So stelle ich mir ein Instrumental vor, denn da würde eine Stimme gar nicht reinpassen. Glückwunsch an David! Die Datei wird dennoch wieder gelöscht…
    Punkte: 3,5 von 5
  • François de Roubaix – Dernier domicile connu (von beam)
    Ha, das verstehe ich sogar ohne automatische Übersetzung! Ist fast wie ein Theaterstück, so mit Geschichte erzählen und so. Ah, das war das Stück, das gesamplet wurde. Kann der arme Mann ja nichts dafür.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Late Of The Pier – VW (von Kamil)
    „So, jetzt mal bitte alle ihre Instrumente auf volle Läutstärke spielen und wenn ihr auch noch die richtigen Töne in der richtigen Reihenfolge zur richtigen Zeit trefft, umso besser!“ So ungefähr stelle ich mir die Entstehungsgeschichte dieses Titels vor.
    Punkte: 1 von 5

Was war das jetzt für ein Durchschnitt? Aha, rekordverdächtige 1,5 Punkte.

Für die nächste Runde brauche ich was Schnuffiges zum Ausgleich und da bietet sich Hey Rosetta! – Yer Spring an (via). Und nein, das hat nichts mit dem knuffigen Sänger zu tun. Also fast nichts.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen zehn zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []
  2. Jaja, der ist aus den 60ern, spielt aber in den 30ern. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

3 Gedanken zu „Beety Projekt Hörsturz: Runde 39 (instrumental)“

  1. War nicht anders zu erwarten. Hab sogar ernsthaft überlegt, ob ich die Runde auslasse.

    Aber so schlecht war es auch nicht, glaub ich. Muss nächstes Mal wieder eine Übersicht über die Durchschnitte zeigen.

Kommentare sind geschlossen.