Serienkritik: Bob & Rose (2001)

Bob and RoseNach der Lektüre von The Writer’s Tale war es unausweichlich, dass ich mich weiter mit dem Werk von Russell T. Davies beschäftige und die erste Wahl fiel auf Bob & Rose, das mittlerweile fast zehn Jahre alt ist.

Die Serie spielt in Manchester und wie es sich für die Schwulenhauptstadt Englands gehört, lernen wir Bob bei einem fehlgeschlagenen One Night Stand kennen. Während er mitten in der Nacht auf der Suche nach einem Taxi ist, begegnet er Rose, die auch nicht gerade in der besten Stimmung ist. Das wortwörtlich ungleiche Paar beginnt eine seltsame Beziehung und sowohl sie selber als auch ihr Umfeld werden dadurch gehörig verwirrt.

Diese Beschreibung könnte ebenso eine Inhaltsangabe für einen christlichen Lehrfilm sein, doch da wir es hier mit einem Werk von RTD zu tun haben, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Wie bei einer britischen Produktion üblich gibt es neben den herrlich treffsicheren Charakterisierungen der Protagonisten und ihren Verwandten/Freunden/Kollegen natürlich fantastische Umsetzungen in Form von vielen bekannten Gesichtern (Jessica Hynes/Stevenson, Penelope Wilton). Die Hauptrollen spielen Lesley Sharp (womit das Doctor Who-Damentrio komplett wäre) und Alan Davies, der auf den Fotos bei tv.com einem gewissen Wetterfrosch beängstigend ähnlich sieht.

Jedenfalls haben wir es hier mit einem halben Dutzend sehr kurzweiligen Folgen zu tun, die man durchaus an einem Abend weggucken kann, aber nicht sollte, denn sonst ist der Spaß viel zu schnell vorbei. Die DVD bietet leider keinerlei Extras, ist aber mit £ 4,47 sehr günstig zu haben (Amazon-Partnerlink).

Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, denn erstens verdirbt zu viel Information den Spaß und zweitens solltet Ihr die Zeit besser nutzen, die Serie zu gucken. Wer vorher doch noch eine etwas ausführlichere Inhaltsangabe mit Spoilern möchte, sollte hier vorbeischauen. Bzw. wer hat die Serie schon gesehen und möchte seine Meinung beisteuern?!

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker