Song des Tages: Bedlam Bards – On the Drift

Manchmal sind es die kleinen Dinge wie der Artikel bei Marco über den carbonisierten Han Solo in jeder Firefly-Folge, die mich dazu bringen, eine Serie – in diesem Fall Firefly – erneut zu schauen. Deswegen ein Song von den Bedlam Bards (einer Filk-Band) zur Folge Out of Gas, die wie die anderen 13 Folgen zu meinen Lieblingsfolgen gehört:

Hachja, immer wieder schön. Zur Serie selber lasse ich die vielen anderen Stimmen sprechen, die ordentliche Arbeit geleistet haben:

Konna/Gedankendeponie

Das Besondere an Firefly ist die wirklich liebevolle Ausarbeitung der Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen und deren Entwicklung man gerne beobachtet. Jede Figur hat eigene Ansichten und Interessen, was dazu führt, dass Konflikte vorprogrammiert sind.

beety/freeQnet

“Firefly” lebt von ihren Charakteren. Jedes einzelne der Crewmitglieder und der ständigen Passagiere ist perfekt ausgearbeitet und aufeinander abgestimmt. Personen wie der harte, aber im Kern liebenswerte Captain Reynolds oder der grobschlächtige Raufbold Jayne entsprechen zwar relativ typischen Klischees, kommen aber durch die Kombination aus Western- und Sci-Fi-Elementen und vor allem die tollen Wortgefechte untereinander erfrischend anders herüber. Zusammen mit dem wunderbar detailliert ausgearbeiteten Setting und der tollen Musik ergibt sich eine suchterregende Atmosphäre.

sablog: Die besten Serien der Dekade 2000-2009

bullion/Tonight is gonna be a large one

Bereits bei den ersten Tönen des herrlichen Westernscores musste ich ganz automatisch lächeln. Als Browncoat fühlt man sich einfach sofort zu Hause auf der Serenity. Auch wenn dies die inzwischen dritte Sichtung innerhalb nur weniger Jahre war (so oft habe ich in diesem Zeitraum kaum einen Film gesehen), gibt es für mich doch immer noch neue Details zu entdecken und seien dies nur neue Dialogschnippsel, die mir bisher entgangen waren.

tobi/red flog

real wirkend ist auch so eine sache bei der serie, denn dadurch dass keine aliens und fremdartigen planeten (gewiss auch dem budget geschuldet) zu sehen sind, hat der zuschauer eine viel stärkere identifikation mit den charakteren. es geht nicht um die erforschung fremder welten oder den erstkontakt mit komisch aussehenden rassen, es geht darum dass menschen versuchen einen job zu finden, mit anderen menschen auf engem raum zusammenzuleben oder sich aus problemen raus zu halten (oder raus zu manövrieren), probleme die uns in der heutigen zeit viel näher liegen.

The Daily Drew – Firefly Index (ausführliche und kompetente Betrachtung zu jeder Folge – Pflichtmaterial!)

Und weil es so schön war, gleich noch die Titelmelodie hinterher:

PS: Wer in das gesamte gleichnamige Album der Tollhausdichter reinhören möchte, sollte bei CD Baby vorbeischauen, wo es Hörbeispiele von On the Drift gibt. Bei Gefallen kann man für je 15$ zuschlagen und sich The Ballad of Joss und The Hero of Canton sichern. Man sollte allerdings im Downloadfall die Songs einzeln kaufen, denn jeder der 13 Songs kostet 99 ¢.

Über juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

Ein Gedanke zu „Song des Tages: Bedlam Bards – On the Drift

  1. Danke für die Verlinkung! :)

    Ich muss meine diesjährige Sichtung der Serie auch wieder einplanen. Hätte jetzt schon wieder Lust darauf, auch dank deines Eintrags. Vielleicht lege ich mir aber vorher die Songs zu, die ja eine wunderbare “Firefly”-Atmosphäre verbreiten. Oder das neueste Comic, das den Hintergrund von Shepherd Book beleuchten soll. Mal sehen… :)

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